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Glaubensbrüder in Rom, 1975

Prozessionen an christlichen Feiertagen sind vor allem in Bayern keine Seltenheit – man denke nur an die Fronleichnamszüge, die Jahr für Jahr durch viele bayerische Städte ziehen. Doch was Timeline-Fotograf Schneckes während der Karwoche in Rom erlebte, war selbst für ihn wie eine Begegnung mit einer anderen Welt. Was die inbrünstig singenden Ordensleute der Bruderschaft „Confraternitas Mortis et Orationis“ so außergewöhnlich machte, lesen Sie in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Ein Bruder beim Gesang

Glaubensbruder in Rom, 1975 © Schneckes

„1975 besuchte ich Rom während der Karwoche. Auf dem Weg zum Vatikan sah ich, dass sich vor der Chiesa di Santa Maria Menschen sammelten und sich zu einer Prozession aufstellten. Es waren Ordensleute der Bruderschaft ‚Confraternitas Mortis et Orationis‘, die wohl in Monterosso (Cinque Terre) beheimatet waren. Alle waren in schwarzen Kutten gekleidet, bis auf die wenigen Oberen der Bruderschaft, die einen weißen Ornat trugen. Manche der Gesichter wurden von spitze Kapuzen verdeckt. Der Großteil der Teilnehmer waren Männer und Jugendliche. Aber auch einige Kinder waren dabei, begleitet von Frauen mit Blumensträußen, den weißen ‚Madonnen-Lilien‘. In der Mitte der Kolonne wurde ein riesiges, schwarzes Banner mitgeführt. Die Menschen in den schwarzen Kutten, die dumpfen Trommelschläge und der eintönige Singsang der Chorknaben erzeugte eine beklemmende, unwirkliche Atmosphäre. Die Ordensoberen in ihrem kontrastierenden Weiß steigerten das Surreale der Situation noch. Im Dom, hinter dem Ziborium bei der Cathedra Petri, versammelten sich die Gläubigen zur heiligen Messe. Nach der heiligen Kommunion formierte sich die Bruderschaft zum Auszug. Am Petersplatz zeichnete sich in den Gesichtern der Touristen Befremden und Unverständnis über dieses ungewöhnliche Glaubensspektakel ab.“

In unserem Fotoalbum Ostern gibt es weitere Aufnahmen des christlichen Glaubensfests. Und mit der Pinterest-Pinnwand Grün werden Sie optimal auf den Frühling eingestimmt.

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Auf Reisen in den 60ern: Maghreb

Ein Bauer mit einem Kasten voller Hühner auf dem Weg zum Markt. Schneider mit Nähmaschinen in einem Souk in Salé. Gedeckte Basarstraße mit Textilhändlern in Safi. Ein Mann in Unterhemd schmiedet Kupfer in einer Werkstatt in den Souks von Marrakesch. Töpferwarengeschäfte in einer Arkade in Safi. Ein Mann verkauft Silberschmiedarbeiten an eine Frau in einem Geschäft in den Souks in der Medina (Altstadt) von Fes. Frauen und Kinder sitzen vor einer Mauer gegenüber der Oase von Nefta. Frauen bei der Hausarbeit auf dem Hof in einem Harem. Eine junge und eine alet Marokkanerin mit Henna-Schminke auf einer Straße in Tanger. Menschen in Essaouira feiern, weil der "Kapitän der Armee" einen Sohn bekommen hat. Menschen bilden Kreise auf dem zentralen Marktplatz Djemaa el Fna in Marrakesch. Männer sitzen in der mit bunten Fliesen ausgekleideten Synagoge Hara Sghira in Djerba. Muslimische Pilger sitzen auf Teppichen im Schatten vor der Barbiermoschee. Frauen mit Kopftüchern und ein Kind zwischen den Säulen der Vorhalle der Barbiermoschee in Kairouan. Betende Muslime im Innenhof der Karauin-Moschee in Fes. Das Ortsschild Neftas an der Straße vor der Stadt. Marokkanische Reiter während einer Vorführung in Fantasia in Qualidia. Ein Mann steht vor einem seiner rastenden Kamele in der Wüste unmittelbar vor Tozeur. Männer lassen ihre Esel am Ufer des Sebou Flusses in Souk es Sebt trinken. Ein europäischer Tourist posiert mit zwei afrikanischen Männern vor einer Oase in Tozeur. Männer und Frauen schöpfen Wasser aus einem Brunnen in der Wüste, um sich und ihre Tiere versorgen zu können. Eine Frau mit rotem Kleid betrachtet eine Oase in der Ferne.

Im vorletzten Beitrag unserer Serie „Auf Reisen in den 60ern“ geht es an den Ort der untergehenden Sonne: den Maghreb. Händler, die auf der Straße ihre Waren anbieten, Frauen, die in Haremsdörfern zusammenleben, Menschenmassen, die Feste feiern, Religiöse, die in Synagogen oder Moscheen beten und Beduinen, die neugierige Touristen durch die Wüste führen – all diese unterschiedlichen Aspekte des Lebens im Marokko und Tunesien der 60er Jahre hielten unsere Community-Mitglieder auf ihren Reisen fest.

Marokko, 60er Jahre

Tunesien, 60er Jahre

Probieren Sie türkische Sesamkringel in Istanbul, schlendern Sie im Mercat de la Boqueria in Barcelona oder erleben Sie die pure Natur in den Weiten Skandinaviens. In unserer Serie “Auf Reisen in den 60ern” stellen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen Reiseziele vor, die unsere Community-Mitglieder in den 60er Jahren besucht haben. Im letzten Teil unserer Reise überqueren wir den Atlantik und sehen, was das New York der 60er Jahre so zu bieten hatte.