80 Jahre Kriegsbeginn

Soldaten biwakieren im Wald. Sie sind fröhlich und essen. Eine Frau sitzt bei der Gruppe.  Das Bild wurde durch einen Angehörigen des 154. Infanterieregiments / 58. Infanteriedivision, in Frankreich aufgenommen.Deutsch Soldaten und rangieren mit einer 10,5cm leichten Feldhaubitze 18  (undatierte Aufnahme).Eine Gruppe junger Flak-Soldaten mit einem kleinen Hund.Vier junge Soldaten sind beauftragt, einen bei einem nächtlichen Luftangriff entstandenen Bombentrichter in Henrichenburg zu beseitigen.Ochsenfurt - Metallspende zum Geburtstag des FührersWehrmachtssoldaten untersuchen einen ausgefallenen russischen Panzer KW 1. Das Bild wurde durch einen Angehörigen des Radfahrgrenadierregiment 2 / Radfahrsicherungsregiment 2, an der Ostfront aufgenommen. Vermutlich während der Zeit des Vormarschs im Sommer 1941Unter Bewachung wird eine Straße in Frankreich von Zivilisten repariert.  Das Bild wurde durch einen Angehörigen des 154. Infanterieregiments / 58. Infanteriedivision, in Frankreich aufgenommen.Ein Unteroffizier sitzt auf dem Kotflügel eines MAN LKWs. Ein weiterer Soldat steht daneben. Das Bild wurde durch einen Angehörigen des Radfahrgrenadierregiment 2 / Radfahrsicherungsregiment 2, an der Ostfront aufgenommen. Vermutlich während der Zeit des Vormarschs im Sommer 1941Deutsche Soldaten sind zum Massenbegräbnis angetreten. Das Bild wurde durch einen Angehörigen des Radfahrgrenadierregiment 2 / Radfahrsicherungsregiment 2, im Nordabschnitt der Ostfront aufgenommen.Soldaten gruppieren sich, oberkörperfrei, in der Sonne vor dem Laster. Das Bild wurde durch einen Angehörigen des Radfahrgrenadierregiment 2 / Radfahrsicherungsregiment 2, im Nordabschnitt der Ostfront aufgenommen.Deutsche Soldaten stehen mit ihren Fahrrädern vor einer gesprengten Brücke in der Normandie während des Zweiten Weltkrieges.Ein französischer Zivilist teilt Essen mit deutsche Soldaten in der Normandie.Ein deutscher Soldat steht vor einem Propagandaplakat, auf dem auf Französisch steht "Hitler sagt: Zwei Wochen dauerhaftes Bombardement und die Herren Kriegspropagandisten werden schnell ihre Meinung ändern." auf einem Feld in Frankreich.Zwei Plakate zur allgemeinen Mobilmachung und zur Einberufung der Soldaten anlässlich des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen.Flakscheinwerfer erhellen den Nachthimmel zum Aufspüren von  feindlichen Flugzeugen während des Zweiten Weltkrieges.

Am 1. September 2019 jährt sich der Beginn des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Aus diesem Grund zeigen wir Ihnen in unserem heutigen Beitrag Bilder, die den zweiten großen Krieg des 20. Jahrhunderts aus einem persönlichen Blickwinkel festhalten: In den meisten Fällen waren es nämlich Freunde und Verwandte unserer Communitymitglieder, die Momente aus dem Kriegsalltag auf ihrer Kamera festhielten.

Ob Propagandaplakate, sowjetische Panzer oder Wehrmachtssoldaten: In unserer Datenbank finden Sie alle Bilder zum Thema Zweiter Weltkrieg, aufgenommen von Zeitzeugen, deren Nachfahren die teilweise verwackelten und zerstörten Dias aufbereitet haben und heute mit unserer Fotocommunity teilen.

Auf Süddeutsche Zeitung Photo finden Sie außerdem die Themenseite Zweiter Weltkrieg mit unzähligen Bilddossiers, die wir für Sie zusammengestellt haben.

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Was wie eine harmlose Dorfidylle aussieht, zeigt in Wahrheit Mutter und Sohn, nachdem sie einen britischen Luftangriff überlebten. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt Timeline-Mitglied HRath, was ihnen das Leben rettete und warum sie anschließend nach Resenöd, einem Stadtteil von Gerzen bei Landshut, kamen.

Auf einer Wiese in der Nähe von Resenöd/ Gerzen im niederbayerischen Landkreis Landshut, hält eine Mutter ihren Sohn im Arm.

Mutter mit Sohn bei Resenöd, 1945   © HRath

„Während des Zweiten Weltkriegs wurde unsere Nachbarschaft in München-Schwabing von den Alliierten mit Bomben beschossen, da sich nicht weit von uns entfernt, in der Schellingstraße 39/41, die Redaktion des Völkischen Beobachters befand. Die Bombadierung geschah immer nach dem gleichen Muster: Erst kamen die Luftminen, dann die Brandbomben und die Sprengbomben. Ein englischer Fliegerangriff ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Das war im Jahr 1943, ich war ca. 5 Jahre alt. Es wurde ein Luftschutzalarm ausgelöst und meine Mutter und ich rannten in den Keller. Als wir ankamen, wurde die Tür hinter uns mit einem Holzriegel verschlossen. Wir saßen direkt hinter der Tür. Als nun die Engländer ihre Luftminen abwarfen und diese auf dem Boden aufschlugen, erzeugten sie eine massive Druckwelle. Die Tür des Kellers wurde eingerissen und fiel auf meine Mutter, die mich im Arm hielt. Wir wurden begraben wie unter einem Sarg. Durch die Druckwelle riss den anderen Menschen im Keller die Lunge, meine Mutter und ich waren durch die umgestürzte Tür geschützt und überlebten als einzige. Nach ca. acht Stunden im Keller wurden wir geborgen. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir noch gerettet werden würden. Kurze Zeit später schrieb mein Vater einen Brief an bekannte Bauersleute, bei denen er während des Ersten Weltkriegs gelebt hatte, und wir wurden nach Resenöd in Niederbayern evakuiert. Mit meinen Eltern habe ich nie über diesen Vorfall gesprochen. Wenn sie mit Freunden darüber sprachen, habe ich immer den Raum verlassen.“

In unseren Fotoalben Zerstörtes München und Zerstörtes München in Farbe werden die Auswirkungen der Bombardierungen auf das Münchner Stadtbild deutlich. Und auf unserer Pinterest-Pinnwand München, 50er Jahre sehen Sie, wie sich die Weltstadt mit Herz langsam aber sicher erholte.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

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Das vom Zweiten Weltkrieg zerstörte Siegestor an der Leopoldstraße in München, vermutlich noch während des Krieges (undatierte Aufnahme).Die Alte Pinakothek vom Zweiten Weltkrieg zerstört (undatierte Aufnahme).Verkleidete Kinder feiern Fasching in München.Trambahnen halten am Karlsplatz in München.Ein kleines Mädchen fährt im Stadion an der Dantestraße in München Rollschuhe. Im Hintergrund sieht man die Borstei und das Gaswerk.Besucher beim Feiern im Paulaner Zelt auf dem Münchner Oktoberfest.Das Luitpold-Theater wirbt mit einer großflächigen Anzeige für den Film "Katja - Die ungekrönte Kaiserin". Im Vordergrund stehen Autos mit dem für die amerikanische Besatzungszone typischen "AB"-Kennzeichen. Rechts im Hintergrund sieht man die Griechisch-Orthodoxe Salvatorkirche.Männer veranstalten ein Hometrainer-Wettrennen auf Fahrrädern.Ein Zeitungshändler bietet Zeitungen vor dem Hauptbahnhof in München zum Verkauf an.Ein älterer Herr mit Hut und Stock an der Wittelsbacher Brücke in München.Blick vom Justizpalast auf die Maxburg, die Salvatorkirche und die angestrahlte Theatinerkirche.Ein Mädchen steht an einem Zaun an der Isar in München. Im Hintergrund sieht man die Ludwigsbrücke, das Deutsche Museum und das Deutsche Patentamt (1. Bauabschnitt).Ein kleiner Junge steht neben einem Hühnerstall auf einem Bauernhof in Remlingen/Unterfranken. Links daneben ist ein VW Käfer.Zwei Kinder in einem alten Lastwagen der Marke "Bavarian Truck Company".Frauen ernten Kartoffeln in Remlingen (Unterfranken) Ende der 40er Jahre.Schulmädchen in Fuchsmühl in der Oberpfalz mit Kannen für die Schulspeisung.Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Jägerhaus (undatierte Aufnahme).Drei Kinder auf einem Schlitten in Mistelbach (Oberfranken). Die zwei Kinder auf der rechten Seite sind Geschwister; das linke Mädchen ist die Tante der beiden. Die Tante ist nur fünf Jahre älter als das Mädchen in der Mitte.Eine Mutter bereitet mit ihren beiden Kindern in der Küche das Essen vor.Eine Familie isst zusammen Hendl vom Wienerwald an der Amalienstraße. An der Amalienstraße wurde der erste Wienerwald gegründet mit dem Slogan:  ?Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald?.Mitglieder der Trachten- und Schützenvereine bei einem Umzug in München.

Anlässlich des 70. Jahrestages der Landesverfassung des Freistaats Bayern suchten die Süddeutsche Zeitung und Timeline Images ab Anfang Dezember 2016 Leserfotos vom Leben im Bayern der Nachkriegsjahre. Der gemeinsame Fotoaufruf entpuppte sich als voller Erfolg: Über 400 Fotos erreichten die Fotocommunity und die Redaktion.

Die vielfältigen Motive, die uns per Post und E-Mail zugeschickt oder sogar persönlich vorbeigebracht wurden, zeigen das Leben im Bayern der Nachkriegszeit in all seinen Facetten.

Statue "Rossebändiger" vor der Alten Pinakothek, um 1945 © LDoerfert

Statue „Rossebändiger“ vor der Alten Pinakothek, um 1945

Die Aufnahmen dokumentieren sehr deutlich das widersprüchliche Leben nach dem Krieg. Einige Bilder lassen das ganze Ausmaß der Zerstörung durch die Luftangriffe erahnen, wie die Diastrecke „zerstörtes München in Farbe“ von LDoerfert. Eine echte Besonderheit, denn farbige Zeitdokumente der in Trümmern liegenden Landeshauptstadt sind selten. Andere Motive zeigen wiederum die Versuche, Normalität einkehren zu lassen. Aufnahmen von gemeinsamen Ausflügen mit der Familie oder mit Freunden, vom Urlaub in den Bergen oder am See, oder von Faschingsfeiern oder Volksfesten beweisen, wie das Leben trotz Verwüstung und Verlust weiterging. A propos Fasching: Nachkriegsbayern-Fotos von Keberlein und HRath dienten als Bebilderung für einen Artikel über die Münchner Faschingstradition und erschienen in der Süddeutschen Zeitung am 3. Januar 2017 (Zugriff nur über SZPlus).

Jungen im Kinderhort, 1946 © Rieder

Damenausflug, 1955 © UWitt

Mutter und Sohn in München, 1951 © drummer

Neben der Zerstörung Münchens sind sowohl der physische als auch der psychische Wiederaufbau Thema zahlreicher Einsendungen: Wir erhielten Bilder aus ländlicheren Regionen Bayerns, die Feldarbeiten, Heu- und Kartoffelernten zeigen aber auch Kriegsflucht oder die Kinderlandverschickung dokumentieren. Hinzu kommen auffallend oft Fotos, auf denen nur Mütter mit ihren Kindern zu sehen sind, als auch viele Schnappschüsse von spontanen Alltagsszenen.

Der Fotograf Peter A. Schindler, der uns eine faszinierende Bildstrecke mit Münchner Straßenszenen zukommen ließ, wusste genau, wie er die Stimmung auf den Straßen Münchens einfängt. Sein Gespür für schöne Licht- und Schattenverhältnisse und den richtigen Augenblick honorierte die Süddeutschen Zeitung mit einem eigenen Portrait. Am 24. Januar 2017 berichtete die SZ im Münchner Regionalteil und auf SZ.de über Peter A. Schindlers fotografische Anfänge im München der Nachkriegsjahre.

Zeitungsverkäufer am Münchner Hauptbahnhof, 1952 © Schindler

Besonders spannend wird es, wenn man die persönlichen Hintergründe erfährt, die sich hinter den Bildern verbergen. In unserem Fotoalbum „Geschichte zum Bild: Nachkriegsbayern“ finden Sie Fotos mit sehr lustigen, aber auch berührenden Geschichten, die uns von Lesern erzählt und aufgeschrieben wurden.

Weitere Einsendungen aus dem Fotoaufruf können Sie auch in unseren Fotoalben „München in der Nachkriegszeit“, „Menschen im Nachkriegsbayern“ oder in unserer Bilddatenbank unter dem Stichwort „Nachkriegsbayern“ finden.

Wir bedanken uns hiermit noch einmal bei allen Lesern und Community-Mitgliedern, die uns Bilder zugeschickt haben und freuen uns schon auf den nächsten Fotoaufruf!

Stöbern Sie doch in der Zwischenzeit ein wenig in unseren zahlreichen historischen Fotoalben!

Ihr Team von Timeline Images

 

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