Unterwegs in Berlin: Nationalsozialismus

Verliebtes Paar schlendert durch die Stadt in Berlin-Charlottenburg, hinter ihnen die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.Verkehr und ein Verkehrspolizist Unter den Linden vor dem Brandenburger Tor in Berlin.Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche in Berlin. An einer Straßenlaterne am Rosenthaler Platz hängt ein Schild mit der Aufschrift 'Sperrgebiet! / Maul- und / Klauenseuche / Der Polizeipräsident'.Der alte verschnörkelte 'Postbriefkasten' wird durch einen neuen Kasten der 'Deutschen Reichspost' ersetzt.Im Jahr 1936 wurde der Fernsehsprechbetrieb Berlin-Leipzig eröffnet. In der Hardenbergstraße 29 in Berlin konnte man in der sogenannten 'Fern-Seh-Sprech-Stelle' diese Dienstleistung der Reichspost nutzen.Jungen beim Tauziehen auf einem Spielplatz in Berlin.Mädchen machen Klimmzüge im Strandbad Tegelsee.In den Schulferien erhalten Kinder Suppe. Während die Mütter in Fabriken arbeiteten, werden die Kinder zentral versorgt.Zwei junge Frauen posieren auf einer Mauer am Strandbad Wannsee in der Sonne. Im Hintergrund liegt der von Badegästen bevölkerte Sandstrand.Aufnahme von Zuschauern im Berliner Olympiastadion während eines Fußballspiels (vermutlich der deutschen Nationalmannschaft) der XI. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit im August 1936. Die Zuschauer in der Südkurve des Stadions recken ihre Arme zum Hitlergruß. Im Hintergrund ist die Westkurve mit der Anzeigetafel zu sehen. Auf dem Gebäude wehen Hakenkreuzfahnen.Blick auf die Radrennbahn und die Zuschauerränge in der Berliner Deutschlandhalle, im Rahmen eines Omnium Rennens. Auf der Bahn stehen einige Rennradfahrer und ihre Helfer für den Start eines Punkterennens bereit.Blick vom Verlagshaus des Scherl-Verlags in Richtung Berliner  Dom. Über der Stadt schweben die Luftschiffe LZ 129 "Hindenburg" und LZ 127 "Graf Zeppelin".

Propaganda war im Deutschen Reich von ausschlaggebender Bedeutung. Eine menschenverachtende, rassistische Ideologie musste der Bevölkerung unter Hervorhebung ihrer angeblichen Vorzüge einverleibt werden. Propagandafotografen spielten in diesem Rahmen eine besondere Rolle, eine pseudoperfekte Realität für die Menschen abzubilden.

In Berlin entstanden damals besonders viele Fotografien, die den Bürgerinnen und  Bürgern eine Ideologie indoktriniern sollte, die Zusammengehörigkeit, eine sogenannte Volksgemeinschaft, propagierte. Körperliche und geistige Unversehrtheit wurde neben sportlichen Tätigkeiten zu Hauptidealen, die fotografisch festgehalten wurden. Somit sorgte die Propagandafotografie dafür, dass sich im alltäglichen Bewusstsein der Deutschen unter der Hand des Nationalsozialismus ein ganz anderes Bild manifestierte, als es im Osten Europas ab 1939 der Wirklichkeit entsprach.

Berlin der 30er Jahre

In Berlin kannte die Freiheit ihre Grenzen, heute ist das ganz anders. In unserer neuen Serie „Unterwegs in Berlin“ machen wir sie bekannt mit fast einem Jahrhundert Berliner Stadtgeschichte. In unserem nächsten Beitrag zeigen wir Ihnen Fotografien von einem kriegsgebeutelten zerstörten Berlin.

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Das Ausflugslokal "Krumme Lanke" in Berlin. Zu sehen sind einige Besucher auf dem Weg vor dem Eingang, sowie drei Radfahrer.Lunapark, Berlin - Historisch, Deutschland, Tänzer beim Dauertanz im Lunapark in Berlin.Internationale Restaurants in Berlin.Das Brandenburger Tor in Berlin bei Nacht (undatierte Aufnahme).Ein Doppelstockbus der Linie A2 mit Vollgummibereifung nach Halensee überholt ein Pferdefuhrwerk. Auf dem Damm vor dem Columbushaus steht ein Polizist.Gebäude der freien Gewerkschaften in der Wallstraße in Berlin. Im Erdgeschoß befindet sich die 'Bank für Arbeiter und Angestellte'.Binnenschiffe in Berlin während der Weltwirtschaftskrise. Aus Auftragsmangel mussten viele Reeder ihre Schiffe stilllegen.Passagiere stehen vor einem D-Zug mit herabgelassenen Fenstern vor der Abfahrt in Richtung Süden an einem Gleis im 1880 fertig gestellten Anhalter Bahnhof in Berlin.Schnelltriebwagenzug 'Fliegender Münchner' der Reichsbahn im Anhalter Bahnhof in Berlin.Fußgänger, parkende Autos und ein Doppelstockbus vor einer U-Bahnstation in der Friedrichstraße in Berlin.Ein Radweg in den 30er Jahren in Berlin. Ein Hydrant behindert die Radfahrer.Besucher des Berliner Tiergarten vor dem neugeschaffenen Tummelplatz der Dickhäuter, wo sie sich von nun an frei und ohne Gitter bewegen können. Die Aufnahme entstand um 1930.Winteransichten, Berlin - Historisch, Deutschland,Als Werbeaktion wäscht eine Frau mit dem Waschmittel 'Suma' in der Öffentlichkeit Wäsche.Gedränge im Lichthof eines Kaufhauses am Rathaus zu Beginn des Saisonausverkaufs.Ein Mann steht am Ufer der Spree vor dem Nationaldenkmal, das in Nebel eingehüllt ist.

Berlin vor 1933 war auf einem guten Weg zur kulturellen Welthauptstadt und zu einer der fünf größten, prosperierendsten Städte weltweit – zumindest auf den ersten Blick. Denn hinter den Kulissen hatte die Stadt an der Spree genauso mit den Nachwehen der Wirtschaftskrise zu kämpfen wie andere deutsche Orte. Diese Nachwehen, namentlich Armut, Entbehrung und Arbeitslosigkeit, machte es den Nationalsozialisten leicht, das Volk mit reißerischen Parolen und vermeintlich vielversprechenden Wahlversprechen auf ihre Seite zu ziehen und es schließlich zu großen Teilen von der NS-Ideologie zu überzeugen.

Mit unseren Bildern wollen wir Ihnen heute eine kleinen Einblick in das Berlin der frühen 30er Jahre geben und Ihnen Momentaufnahmen vom Berliner Alltag in der „Ruhe vor dem Sturm“ zeigen. Beim Studieren der Fotografien ist kaum zu glauben, dass das Lebensgefühl von Freiheit und Internationalität schon sehr bald in Hass, Verfolgung und blankes Grauen umschlug.

Berlin der 30er Jahre

In Berlin kannte die Freiheit ihre Grenzen, heute ist das ganz anders. In unserer neuen Serie „Unterwegs in Berlin“ machen wir sie bekannt mit fast einem Jahrhundert Berliner Stadtgeschichte. In unserem nächsten Beitrag nehmen wir sie mit eine Zeit, die so hoffentlich einmalig war: in das Berlin der Nationalsozialisten.

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