Weihnachten im Wald

Alltag: Glänzende Kinderaugen

Karle vor dem ChristbaumBald ist Heiligabend und alle Kinder können es kaum noch erwarten, ihre Geschenke auszupacken. Während auf den heutigen Wunschzetteln oft Playstations und das neueste Smartphone stehen, waren die Wünsche in den 50er Jahren noch bescheidener. In Solla, einem kleinen Dörfchen in den Bergen des Bayerischen Waldes, erwarteten die Kinder nicht mehr als ein paar Äpfel und Nüsse. Als sich Reporter der Münchner Ilustrierten zufällig dorthin verirrten, vertraten sie das Christkind und erfüllten unverhofft Lieblingswünsche. Wie begeistert die Kinder von ihren Geschenken waren, zeigt  das Fundstück unseres Fotografen Kurt Schraudenbach aus der Münchner Illustrierten Nr. 52 vom 24. Dezember 1955.

 

 

Die Reporter der Münchner Illustrierten waren als Christkind unterwegs

 

Überschrift

Kinder am Baum_TIm Wunderwald des Christkinds glauben die fünf Kinder zu stehen. Durch das frühe Dunkel der Winternacht sind sie den verschneiten Schulweg heimgestapft zu ihrem kleinen Heimatdorf im Bayerischen Wald. Da ragt, wie ein weihnachtlicher Zauber, der strahlende Lichterbaum vor ihnen aus dem tiefen Schnee. Andächtig fassen sich die Kinder bei den Händen. Für sie war es das Christkind, das endlich auch einmal zu ihnen in die Einsamkeit gekommen ist, um sie zu beschenken.
Mädchen mit Geschenk_HF Jungs mit Schlitten_HF
Wie im Traum saß das Lieserl mit glühenden Backen in einem Winkel des einfachen kleinen Häuschens, in dem es mit Eltern und Geschwistern lebt. Stumm und andächtig hielt es die Schachtel in den Händen, in der sein heiß ersehnter, nun endlich erfüllter Herzenswunsch lag: eine goldhaarige Puppe mit beweglichen Augen.
Wie die großen Buben möchte Gerhardt auch gerne zum Rodeln gehen. Mit einem langen Schlitten macht ihn das Christkind mehr als konkurrenzfähig. Gerhardt versprach auch sein Schwesterchen spazieren zu fahren. „mindestens zweimal, aber lieber erst am Nachmittag“.
 Mädchen mit Anorak_QF Junge mit Traktor_QF
Wie im Film von den trainierenden Olympia-Skifahrern, den sie vor kurzem gesehen hatten, wollten die Geschwister Hansl und Käthe einen „Rennfahrer-Anorak“ haben. Das Christkind erfüllte ihre Wünsche. Weil es draußen stürmte, fand die erste Skitour in der Küche statt.

Wie der Vater, der oft Traktoren repariert, liebt Toni diese ratternden Fahrzeuge. Als er den Miniaturtraktor in der Hand hielt. verflog das Bauchweh, wegen dem er nicht zur Schule gegangen war.


© Münchner Illustrierte 1955 Fotos: Kurt Schraudenbach


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