Schlagwort-Archiv: Zweiter Weltkrieg

Kinderfasching in M├╝nchen, um 1949

Am heutigen Faschingsdienstag kommen wir nat├╝rlich nicht darum herum, Ihnen eine n├Ąrrisch angehauchte Geschichte zum Bild zu erz├Ąhlen. Timeline-Fotograf HRath (4. von links) teilt seine Karneval-Kindheitserinnerungen mit uns und gibt einen klitzekleinen Einblick, wie er und seine Freunde das Feiern der 5. Jahreszeit im M├╝nchen nach dem Zweiten Weltkrieg erlebt haben.

Verkleidete Kinder feiern Fasching in M├╝nchen.

Kinderfasching in M├╝nchen, um 1949   ┬ę HRath

„Die Hose von meinem Faschingskost├╝m n├Ąhte meine Mutter aus einem alten Kartoffelsack. Wir kletterten ├╝ber die Ruinen und suchten die Keller nach interessanten Gegenst├Ąnden ab. Einmal wurden meine Freunde und ich von drei uniformierten Amerikanern angesprochen. Die Soldaten filmten uns in den Ruinen f├╝r die amerikanische Wochenschau und schenkten uns drei Tafeln Schokolade.“

In unserem Fotoalbum Fasching und Karneval gibt’s noch mehr Aufnahmen von Jecken und Narren. Und wenn Sie sich f├╝r die Verkleidungsgewohnheiten vor dem Zweiten Weltkrieg interessieren, dann werfen Sie doch mal einen Blick in unser Album Fasching, 30er Jahre.

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Unterwegs in M├╝nchen: Nachkriegszeit

Am Morgen nach der Bombennacht im Sommer 1944 in M├╝nchen bringt eine Frau Dinge aus ihrem Haus in Sicherheit, darunter ein Kruzifix. Ruinen an der M├╝nchner Augustinstra├če nach Kriegsende. Im Hintergrund die Josefkirche. Zwei M├Ąnner transportieren neu hergestellte S├Ąrge auf einem Handwagen durch die Stra├čen M├╝nchens. Die S├Ąrge sind f├╝r dei m├Âglichen Opfer, die der harte und kalte Winter im kriegszerst├Ârten M├╝nchen bringen kann, bestimmt. Schuttberg vor dem Wittelsbacher Palais in M├╝nchen, dem ehemaligen GESTAPO-Hauptquartier. Aufr├Ąumarbeiten am M├╝nchner Marienplatz nach Kriegsende. Der bayerische L├Âwe vom M├╝nchner Siegestor an einem Tr├╝mmhaufen lehnend. Das herabgest├╝rzte Kruzifix in den Tr├╝mmern der schwerstbesch├Ądigten Frauenkirche nach einen der letzten alliierten Luftangriffe auf M├╝nchen. H├Ąuserruinen in der Augustenstra├če nach Kriegsende. Menschen bei der Tr├╝mmerbeseitigung nach einem alliierten Bombenangriff im Fr├╝hjahr 1945 an der Kreuzung Schellingstra├če Schraudolphstra├če in Schwabing. Im Hintergrund die zerst├Ârte Neue Pinakothek. Zwei Frauen stehen am K├Ânigsplatz in M├╝nchen (undatierte Aufnahme). Vom Zweiten Weltkrieg zerst├Ârte Geb├Ąude in M├╝nchen (undatierte Aufnahme). Die Alte Pinakothek vom Zweiten Weltkrieg zerst├Ârt (undatierte Aufnahme). Der vom Zweiten Weltkrieg zerst├Ârter Elisabethplatz in M├╝nchen. Im Hintergrund sieht man die Fassade des Gisela-Gymnasiums (undatierte Aufnahme). Vom Krieg zerst├Ârte Statuen vor der Alten Pinakothek in M├╝nchen. Die alleinstehende Statue ist der "Rosseb├Ąndiger" von Hermann Hahn (1931). Nach dem Krieg steht eine Familie vor einer im Zweiten Weltkrieg zerst├Ârten Landschaft in M├╝nchen. Vor dem Gesch├Ąft eines Fotografen in M├╝nchen stehen Menschen an, um f├╝r die neuen Personalausweise Fotos machen zu lassen. Eine junge, lachende Frau im Bikini wird auf einer Liege im Garten mit Wasser aus einer Gie├čkanne abgek├╝hlt. Ein Vater mit seinen beiden Kindern in einem Innenhof, in dem noch Berge von Schutt liegen.

Im zweiten Teil unserer Fotoalbenserie „Unterwegs in M├╝nchen“ zeigen wir Ihnen die eindringlichsten und beeindruckendsten Aufnahmen vom zerst├Ârten M├╝nchen nach dem Zweiten Weltkrieg: Von der Alten Pinakothek ist nur ein Schutthaufen ├╝brig, der Marienplatz wirkt wie ausradiert und eine L├Âwenstatue reckt einsam ihren Hals aus den Tr├╝mmern des Wittelsbacher Palais‘. Doch langsam aber sicher kehrt so etwas wie Alltag und Normalit├Ąt zur├╝ck: B├╝rgerinnen und B├╝rger stehen Schlange, um Fotos f├╝r die neuen Personalausweise anfertigen zu lassen, Familien machen Ausfl├╝ge in den Tierpark Hellabrunn und Kinder, verkleidet als Cowboys und Indianer, posieren in ihren Faschingskost├╝men vor Ruinen.

Zerst├Ârtes M├╝nchen

Zerst├Ârtes M├╝nchen in Farbe

M├╝nchen in Tr├╝mmern

M├╝nchen in der Nachkriegszeit

Feierabendbier an der Isar, Kunst in den Pinakotheken, Bummeln auf der Auer Dult oder Wei├čwurstfr├╝hst├╝ck auf dem Viktualienmarkt – in „Minga“ sind den Aktivit├Ąten keine Grenzen gesetzt. In unserer neuen Serie ÔÇťUnterwegs in M├╝nchenÔÇŁ zeigen wir Ihnen die sch├Ânsten Pl├Ątze, die angesagtesten Stadtteile, die geschichtstr├Ąchtigsten Geb├Ąude und die urigsten Pers├Ânlichkeiten des bayerischen Millionendorfs. N├Ąchstes Mal geht’s auf Tour durch den Stadtteil Au.

R├╝ckzug des Heeres aus der Ukraine, 1943

In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erz├Ąhlt Timeline-User Lanninger von der Wehrmachtszeit seines Bruders, die ihn von M├╝nchen ├╝ber Garmisch-Partenkirchen bis in die Ukraine und nach Berlin gebracht hat.

Soldaten auf einem Eisenbahnwaggon

R├╝ckzug des Heeres aus der Ukraine, 1943   ┬ę Lanninger

„Mein Bruder, Jahrgang 1924, hat mir ein paar Bilder aus seiner Zeit bei der Hitlerjugend, seiner Wehrpflicht, vom R├╝ckzug als Soldat aus der Ukraine und schlie├člich aus einem Lazarett in Berlin hinterlassen. Nach seiner Schlosserlehre im Reichsbahn-Ausbesserungswerk in M├╝nchen-Freimann wurde er 1941, als 17-J├Ąhriger, zum Dienst bei der Hitlerjugend verpflichtet. Ein Jahr sp├Ąter wurde er zur Wehrpflicht eingezogen. Die nachfolgende, verk├╝rzte Grundausbildung dauerte etwa ein Jahr, ehe er, etwa im April 1943, als Soldat beim Heer zum F├╝hrereid verpflichtet wurde und anschlie├čend in eine M├╝nchner Kaserne einr├╝ckte. Im Juli 1943 war mein Bruder dann in ÔÇ×NikolajewÔÇť in der S├╝d-Ukraine (Donezbecken) im Einsatz, woraus man schlie├čen kann, dass er in der Heeresgruppe S├╝d eingegliedert war. Die Hauptaufgaben seines ÔÇ×TruppsÔÇť waren das Zerst├Âren von Stra├čen, Br├╝cken und Eisenbahnlinien, um den nachfolgenden russischen Truppen den Vormarsch zu erschweren. Das obige Bild zeigt, dass sich die Heeresgruppe S├╝d vom 9. September bis zum 15. November 1943 auf dem R├╝ckzug bis zum Fluss ÔÇ×DneprÔÇť befand. Auf dem weiteren R├╝ckzug durch Westgalizien (S├╝dpolen) wurde mein Bruder schwer verwundet und landete schlie├člich an Weihnachten 1944 in einem Lazarett in Berlin-Treptow.“

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Mutter mit Sohn auf einer Wiese bei Resen├Âd, 1945

Was wie eine harmlose Dorfidylle aussieht, zeigt in Wahrheit Mutter und Sohn, nachdem sie einen britischen Luftangriff ├╝berlebten. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erz├Ąhlt Timeline-Mitglied HRath, was ihnen das Leben rettete und warum sie anschlie├čend nach Resen├Âd, einem Stadtteil von Gerzen bei Landshut, kamen.

Auf einer Wiese in der N├Ąhe von Resen├Âd/ Gerzen im niederbayerischen Landkreis Landshut, h├Ąlt eine Mutter ihren Sohn im Arm.

Mutter mit Sohn bei Resen├Âd, 1945   ┬ę HRath

„W├Ąhrend des Zweiten Weltkriegs wurde unsere Nachbarschaft in M├╝nchen-Schwabing von den Alliierten mit Bomben beschossen, da sich nicht weit von uns entfernt, in der Schellingstra├če 39/41, die Redaktion des V├Âlkischen Beobachters befand. Die Bombadierung geschah immer nach dem gleichen Muster: Erst kamen die Luftminen, dann die Brandbomben und die Sprengbomben. Ein englischer Fliegerangriff ist mir besonders im Ged├Ąchtnis geblieben. Das war im Jahr 1943, ich war ca. 5 Jahre alt. Es wurde ein Luftschutzalarm ausgel├Âst und meine Mutter und ich rannten in den Keller. Als wir ankamen, wurde die T├╝r hinter uns mit einem Holzriegel verschlossen. Wir sa├čen direkt hinter der T├╝r. Als nun die Engl├Ąnder ihre Luftminen abwarfen und diese auf dem Boden aufschlugen, erzeugten sie eine massive Druckwelle. Die T├╝r des Kellers wurde eingerissen und fiel auf meine Mutter, die mich im Arm hielt. Wir wurden begraben wie unter einem Sarg. Durch die Druckwelle riss den anderen Menschen im Keller die Lunge, meine Mutter und ich waren durch die umgest├╝rzte T├╝r gesch├╝tzt und ├╝berlebten als einzige. Nach ca. acht Stunden im Keller wurden wir geborgen. Ich h├Ątte nicht damit gerechnet, dass wir noch gerettet werden w├╝rden. Kurze Zeit sp├Ąter schrieb mein Vater einen Brief an bekannte Bauersleute, bei denen er w├Ąhrend des Ersten Weltkriegs gelebt hatte, und wir wurden nach Resen├Âd in Niederbayern evakuiert. Mit meinen Eltern habe ich nie ├╝ber diesen Vorfall gesprochen. Wenn sie mit Freunden dar├╝ber sprachen, habe ich immer den Raum verlassen.“

In unseren Fotoalben Zerst├Ârtes M├╝nchen und Zerst├Ârtes M├╝nchen in Farbe werden die Auswirkungen der Bombardierungen auf das M├╝nchner Stadtbild deutlich. Und auf unserer Pinterest-Pinnwand M├╝nchen, 50er Jahre sehen Sie, wie sich die Weltstadt mit Herz langsam aber sicher erholte.

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Weihnachten in Bromberg, 1939

Kaum zu glauben, aber wahr: In vier Tagen ist Heiligabend. Die Weihnachtszeit l├Ąd dazu ein, zur Ruhe zu kommen und etwas mit der Familie zu unternehmen. Auch das obligatorische Vorlesen von Weihnachtsgeschichten unter dem Tannenbaum geh├Ârt f├╝r viele dazu. Doch christliche Weihnachtsbr├Ąuche waren damals nicht frei von der nationalsozialistischen Ideologie, wie uns Community-Mitglied Juergen in unserer aktuellen Geschichte zum Bild erz├Ąhlt.

Mutter sitzt auf der Couch und liest in einem Buch. Vielleicht die Weihnachtsgeschichte? Drei Jungen sitzen unter einem Tannenbaum.

Weihnachten in Bromberg 1939   ┬ę Juergen

„Es war einmal ein…So fingen die meisten Erz├Ąhlungen unserer Mutter in der Kindheit an. Als wir dann selber lesen konnten, waren es auch die ersten Worte der meisten M├Ąrchen, nicht nur zur Weihnachtszeit. Bis zum Kriegsende lebten wir in relativem Wohlstand in Bromberg. Auf der Spitze des Weihnachtsbaumes brannte die blaue Kerze, die die Treue der Auslandsdeutschen darstellen sollte. Das M├Ąrchen einer friedvollen Kindheit war im Januar 1945 mit der Flucht in einem Pferdewagen ├╝ber vereiste Landstra├čen bei -18┬░C K├Ąlte und sp├Ąter ab Schneidem├╝hl in einem G├╝terwagen der Deutschen Reichsbahn Richtung Berlin zu Ende.“

Weitere Bilder zum Thema gibt’s in unseren Fotoalben Weihnachten, 30er Jahre, Weihnachtsb├Ąume und Kinder an Weihnachten oder auf unseren Pinterest-Pinnw├Ąnden Weihnachtsbr├Ąuche, Sch├Âne Bescherung! und Weihnachten Historisch.

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Fl├╝chtlinge in Piding, 1946

Unsere Geschichte zum Bild im M├Ąrz dreht sich diesmal um ein historisches Ereignis, das erstaunliche Parallelen zur heutigen Zeit aufweist. Das ├Ąu├čerst wertvolle Zeitdokument von Community-Mitglied AEhm, welches er uns im Rahmen des Fotoaufrufs „Bayern in der Nachkriegszeit“ zugesandt hat, zeigt die Essensausgabe an Kriegsfl├╝chtlinge im Lager Piding, in dem seine Mutter damals als Kriegswitwe arbeiten musste. Ihr kleines L├Ącheln offenbart auf sehr eindringliche Art, dass die Zwischenmenschlichkeit zwischen all dem Elend und der Not nicht verloren gegangen ist.

„Das Foto zeigt meine Mutter (ganz rechts mit dem weissen Kopftuch) bei der Essensausgabe im Lager Piding, Lkrs. Berchtesgaden. Meine Mutter arbeitete dort in der ‚Kantine‘. Hier wurde (Gemeinschafts-)Essen an die Bewohner/Insassen ausgegegeben. Die Gesichter sprechen B├Ąnde und bed├╝rfen keiner weiteren Beschreibung. Die Leute wohnten auf engstem Raum in Gemeinschaftsunterk├╝nften und Baracken mit gemeinschaftlichen Sanit├Ąranlagen. Wahrlich Vorl├Ąufer der heutigen Containersiedlungen. Piding war, wer wei├č das heute noch, eines der gr├Â├čten Fl├╝chtlingslager nach dem Krieg. ├ťber zwei Millionen Fl├╝chtlinge wurden aufgenommen und innerhalb der gesamten Bundesrepublik verteilt. Der Ortsteil Mauthausen wird heute noch Lager genannt. Was im Vergleich zur heutigen Diskussion um Fl├╝chtlinge auch interessant ist: Bis in die Mitte der 1960er Jahre lebten ‚Fl├╝chtlinge‘ dort in Baracken mit Gemeinschaftsbad und -WC und maximal zwei Zimmern pro Familie. Weiterlesen…

Familie mit L├Âwenbaby, 1941

Nicht enden wollende Bombenangriffe und eine immer n├Ąher r├╝ckende Kriegsfront: all dies lag im Sommer des Jahres 1941 f├╝r die Berliner noch in weiter Ferne und das Leben in der deutschen Hauptstadt schien sorglos. Ein Besuch im Berliner Zoo war in den fr├╝hen Kriegsjahren noch ebenso selbstverst├Ąndlich wie heute. Timeline-User Aehle war zu dieser Zeit gerade einmal zwei Jahre alt, als er zusammen mit seinem Vater und seiner Tante mit einem L├Âwenjungen f├╝r ein Portr├Ąt posierte. Vom tr├╝gerisch friedlichen Alltag abseits der Frontlinien des Zweiten Weltkrieges erz├Ąhlt er in unserer Geschichte zum Bild im August:

Familie mit L├Âwenbaby, 1941

„Am Donnerstag, 14. August 1941, – wenige Wochen nach meinem zweiten Geburtstag ÔÇô besuche ich mit meinem Vater und seiner Schwester den Berliner Zoo. Sie k├╝mmerte sich damals um unseren Haushalt stellvertretend f├╝r meine Mutter. Die lag hochschwanger in einer Berliner Klinik und sollte einen Tag sp├Ąter am 15. August ein gesundes M├Ądchen zur Welt bringen: meine Schwester Ulla, die in ihrem Wesen bis heute dem August-Sternbild des L├Âwen alle Ehre macht.

An jenem 14. August sollten wir f├╝r das Erinnerungsfoto unseres Zoo-Besuches ein kleines Raubtier in unserer Mitte halten und ich meine, das haben wir gut hinbekommen. Weiterlesen…