Schlagwort-Archiv: Zeitzeugen

R├╝ckzug des Heeres aus der Ukraine, 1943

In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erz├Ąhlt Timeline-User Lanninger von der Wehrmachtszeit seines Bruders, die ihn von M├╝nchen ├╝ber Garmisch-Partenkirchen bis in die Ukraine und nach Berlin gebracht hat.

Soldaten auf einem Eisenbahnwaggon

R├╝ckzug des Heeres aus der Ukraine, 1943   ┬ę Lanninger

„Mein Bruder, Jahrgang 1924, hat mir ein paar Bilder aus seiner Zeit bei der Hitlerjugend, seiner Wehrpflicht, vom R├╝ckzug als Soldat aus der Ukraine und schlie├člich aus einem Lazarett in Berlin hinterlassen. Nach seiner Schlosserlehre im Reichsbahn-Ausbesserungswerk in M├╝nchen-Freimann wurde er 1941, als 17-J├Ąhriger, zum Dienst bei der Hitlerjugend verpflichtet. Ein Jahr sp├Ąter wurde er zur Wehrpflicht eingezogen. Die nachfolgende, verk├╝rzte Grundausbildung dauerte etwa ein Jahr, ehe er, etwa im April 1943, als Soldat beim Heer zum F├╝hrereid verpflichtet wurde und anschlie├čend in eine M├╝nchner Kaserne einr├╝ckte. Im Juli 1943 war mein Bruder dann in ÔÇ×NikolajewÔÇť in der S├╝d-Ukraine (Donezbecken) im Einsatz, woraus man schlie├čen kann, dass er in der Heeresgruppe S├╝d eingegliedert war. Die Hauptaufgaben seines ÔÇ×TruppsÔÇť waren das Zerst├Âren von Stra├čen, Br├╝cken und Eisenbahnlinien, um den nachfolgenden russischen Truppen den Vormarsch zu erschweren. Das obige Bild zeigt, dass sich die Heeresgruppe S├╝d vom 9. September bis zum 15. November 1943 auf dem R├╝ckzug bis zum Fluss ÔÇ×DneprÔÇť befand. Auf dem weiteren R├╝ckzug durch Westgalizien (S├╝dpolen) wurde mein Bruder schwer verwundet und landete schlie├člich an Weihnachten 1944 in einem Lazarett in Berlin-Treptow.“

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Unterwegs in M├╝nchen

Das Luitpold-Theater wirbt mit einer gro├čfl├Ąchigen Anzeige f├╝r den Film "Katja - Die ungekr├Ânte Kaiserin". Im Vordergrund stehen Autos mit dem f├╝r die amerikanische Besatzungszone typischen "AB"-Kennzeichen. Rechts im Hintergrund sieht man die Griechisch-Orthodoxe Salvatorkirche. Rumford-Lichtspiele am Reichenbachplatz in M├╝nchen, eines der ├Ąltesten Kinos in der Stadt. Eine dicht gedr├Ąngte Menschenmenge, die sich anl├Ąsslich der Faschingsfeierlichkeiten um die Mariens├Ąule auf dem Marienplatz versammelt hat. Eine Marktfrau verkauft in den Nachkriegsjahren Lebensmittel auf dem Viktualienmarkt in M├╝nchen. Trambahnen halten am Karlsplatz in M├╝nchen. Eine Mutter, ihre Tochter im Kinderwagen und eine Freundin beobachten G├Ąnse im Schlosspark Nymphenburg in M├╝nchen. G├Ąste sitzen an Tischen eines Caf├ęs in der Leopoldstra├če in M├╝nchen an einem sonnigen Tag. Ein uriger M├╝nchner in Sonntagstracht sitzt am Isarufer in M├╝nchen. Ein junger K├╝nstler raucht eine Zigarette neben seinem Gem├Ąlde in der Leopoldstra├če in M├╝nchen. Blick vom Rathausturm auf den M├╝nchner Marienplatz, der anl├Ą├člich der Olympischen Spiele 1972 und dem Bau der U- und S-Bahn gerade neu gestaltet wird. Das Olympiastadion und der Olympiapark in M├╝nchen w├Ąhrend der Sommerspiele 1972. Blick auf die Fassade des Einkaufszentrums Schwabylon im M├╝nchener Stadtteil Schwabing. Menschen im Biergarten am Chinesischen Turm im Englischen Garten Kinder stehen vor der Eisb├Ąrenanlage im Tierpark Hellabrunn in M├╝nchen. Cafe/Restaurant im Freien am Marienplatz Blick vom Riesenrad auf die Wiesn. Im Hintergrund sieht man die Paulskirche.

Oktoberfest, Schickeria, FC Bayern oder BMW – die Assoziationen, die mit M├╝nchen in Verbindung gebracht werden, sind schier unendlich. M├╝nchen hat in der Tat viel zu bieten, und das nicht erst seit der Olympiade 1972 und dem damit einhergehenden Bau der U-Bahn. In unserer neuen Fotoalben-Serie „Unterwegs in M├╝nchen“ zeigen wir Ihnen historische Aufnahmen von (mittlerweile) hippen Stadtteilen, geheimen Pl├Ątzen, beeindruckenden Geb├Ąuden und starken Pers├Ânlichkeiten, die unsere „Timeliner“ ├╝ber die Jahre mit unserer Community geteilt haben.

In unserem ersten Beitrag nehmen wir Sie mit auf eine historische Zeitreise quer durch vier Jahrzehnte M├╝nchner Stadtgeschichte. Sehen Sie in unseren Fotoalben, wie die M├╝nchner am zerst├Ârten Marienplatz Fasching gefeiert, die Sonne im Englischen Garten genossen, die Olympioniken bei den Wettk├Ąmpfen angefeuert und Eisb├Ąren im Tierpark Hellabrunn bestaunt haben.

M├╝nchen der 50er Jahre

M├╝nchen der 60er Jahre

M├╝nchen der 70er Jahre

M├╝nchen der 80er Jahre

Feierabendbier an der Isar, Kunst in den Pinakotheken, Bummeln auf der Auer Dult oder Wei├čwurstfr├╝hst├╝ck auf dem Viktualienmarkt – in „Minga“ sind den Aktivit├Ąten keine Grenzen gesetzt. In unserer neuen Serie ÔÇťUnterwegs in M├╝nchenÔÇŁ zeigen wir Ihnen die sch├Ânsten Pl├Ątze, die hippsten Stadtteile, die geschichtstr├Ąchtigsten Geb├Ąude und die urigsten Pers├Ânlichkeiten des bayerischen Millionendorfs. N├Ąchstes Mal dreht sich alles um das zerst├Ârte M├╝nchen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Mutter mit Sohn auf einer Wiese bei Resen├Âd, 1945

Was wie eine harmlose Dorfidylle aussieht, zeigt in Wahrheit Mutter und Sohn, nachdem sie einen britischen Luftangriff ├╝berlebten. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erz├Ąhlt Timeline-Mitglied HRath, was ihnen das Leben rettete und warum sie anschlie├čend nach Resen├Âd, einem Stadtteil von Gerzen bei Landshut, kamen.

Auf einer Wiese in der N├Ąhe von Resen├Âd/ Gerzen im niederbayerischen Landkreis Landshut, h├Ąlt eine Mutter ihren Sohn im Arm.

Mutter mit Sohn bei Resen├Âd, 1945   ┬ę HRath

„W├Ąhrend des Zweiten Weltkriegs wurde unsere Nachbarschaft in M├╝nchen-Schwabing von den Alliierten mit Bomben beschossen, da sich nicht weit von uns entfernt, in der Schellingstra├če 39/41, die Redaktion des V├Âlkischen Beobachters befand. Die Bombadierung geschah immer nach dem gleichen Muster: Erst kamen die Luftminen, dann die Brandbomben und die Sprengbomben. Ein englischer Fliegerangriff ist mir besonders im Ged├Ąchtnis geblieben. Das war im Jahr 1943, ich war ca. 5 Jahre alt. Es wurde ein Luftschutzalarm ausgel├Âst und meine Mutter und ich rannten in den Keller. Als wir ankamen, wurde die T├╝r hinter uns mit einem Holzriegel verschlossen. Wir sa├čen direkt hinter der T├╝r. Als nun die Engl├Ąnder ihre Luftminen abwarfen und diese auf dem Boden aufschlugen, erzeugten sie eine massive Druckwelle. Die T├╝r des Kellers wurde eingerissen und fiel auf meine Mutter, die mich im Arm hielt. Wir wurden begraben wie unter einem Sarg. Durch die Druckwelle riss den anderen Menschen im Keller die Lunge, meine Mutter und ich waren durch die umgest├╝rzte T├╝r gesch├╝tzt und ├╝berlebten als einzige. Nach ca. acht Stunden im Keller wurden wir geborgen. Ich h├Ątte nicht damit gerechnet, dass wir noch gerettet werden w├╝rden. Kurze Zeit sp├Ąter schrieb mein Vater einen Brief an bekannte Bauersleute, bei denen er w├Ąhrend des Ersten Weltkriegs gelebt hatte, und wir wurden nach Resen├Âd in Niederbayern evakuiert. Mit meinen Eltern habe ich nie ├╝ber diesen Vorfall gesprochen. Wenn sie mit Freunden dar├╝ber sprachen, habe ich immer den Raum verlassen.“

In unseren Fotoalben Zerst├Ârtes M├╝nchen und Zerst├Ârtes M├╝nchen in Farbe werden die Auswirkungen der Bombardierungen auf das M├╝nchner Stadtbild deutlich. Und auf unserer Pinterest-Pinnwand M├╝nchen, 50er Jahre sehen Sie, wie sich die Weltstadt mit Herz langsam aber sicher erholte.

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Unsere Fotografen: Schneckes

Der stolze Blick einer Beduinenfrau. Beduine entspannt im Teehaus bei einer Zigarette. Witziges Posen eines Einheimischen. Beduine im Teehaus mit einem Kaffee und Shisha. Schwester mit ihren behinderten Bruder. W├Ąhrend die Gl├Ąubigen beten, hat sich der Zuckerb├Ącker schon positioniert. Auch die jungen M├Ądchen sind voller Vorfreude. Ein Mann sitzt alleine vor einem Teehaus in der syrischen Stadt Deir ez-Zor. Ein Mann zieht Fladenbrot auf einem Karren hinter sich her. Ein Mann verkauft Stangeneis am Stra├čenrand in Torkham, Pakistan. Stra├čenh├Ąndler verkaufen vom Handkarren aus Melonen. W├Ąhrend in der Moschee gebetet wird, ist der Metzgerladen neben dem Eingang verwaist, nur Kinder "bewachen" ihn Ein Indio-M├Ądchen schnitzt w├Ąhrend des Viehh├╝tens einen K├╝rbis in der Stadt Huancayo in Peru. Ank├╝ndigung des Konzert von Bob Dylan auf dem Zeppelinfeld in N├╝rnberg in einer Zeitung. Die Schlagzeile lautet:"Bob Dylan - Ein Mythos erscheint seinen J├╝ngern". Blick ├╝ber das Publikum vor einem Auftritt von Bob Dylan auf dem Zeppelinfeld in N├╝rnberg. Ein einzelner Arbeiter montiert die Sitze im M├╝nchner Olympiastadion. Arbeiter montieren Platten auf dem M├╝nchner Olympiastadion. Siegesgewissheit vor dem Spiel Das Wappen der Confraternitas Mortis et Orationis Proteste f├╝r die Black Panther-Bewegung und gegen den Vietnamkrieg vor dem Heidelberger Amerikahaus.

Unser Fotograf Ulrich Schneckenberger, bei Timeline Images auch bekannt unter seinem Pseudonym Schneckes, durfte schon fr├╝h mit der hei├čgeliebten Kamera seines Vaters, einer Ikonta mit Lederbalg, herumexperimentieren. Daraufhin zog ihn das Fotografieren so sehr in seinen Bann, dass er von seinem Konfirmationsgeld eine Spiegelreflexkamera kaufte, sein Taschengeld f├╝r Filme und Entwicklungskosten ausgab, seine Ausr├╝stung mittels Ferienjobs vervollst├Ąndigte und eine Dunkelkammer einrichtete.

W├Ąhrend seines Sport- und Mathestudiums an der Universit├Ąt Heidelberg verfolgte er sein Hobby intensiv weiter, und das sogar ziemlich erfolgreich: Ulrich Schneckenberger war Assistent f├╝r Fotografie am Sportinstitut, ver├Âffentlichte Bilder in Zeitungen und nahm an Fotowettbewerben teil, bei denen er mindestens einmal den ersten Platz errang. Au├čerdem stellte er 1977 und 1978 seine Bilder bei zwei Gemeinschaftsausstellungen mit weiteren regional bekannten K├╝nstlern und Fotografen in Heidelberg aus. Mit der Zeit merkte Schneckes, dass er Menschen gerne in Alltagssituationen, neudeutsch Street Photography genannt, ablichtete. Die meisten seiner Portraits entstanden auf seinen Reisen nach Asien (auf dem Landweg nach Pakistan, Indonesien und Thailand) und S├╝damerika (Brasilien, Paraguay, Bolivien, Peru und Ecuador) sowie im s├╝dlichen Europa (Frankreich, Spanien, Portugal und Italien). Daneben fotografierte er auch das Geschehen rund um Heidelberg und in Deutschland.

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Picasso beim Stierkampf, 1966

Der Stierkampf in Frankreich und in Spanien hat im Laufe seiner Geschichte einige ber├╝hmte Fans hervorgebracht: Der Schriftsteller Ernest Hemingway war ein leidenschaftlicher Anh├Ąnger der Corrida de Toros, genauso wie der Maler Pablo Picasso. Heute geht es jedoch nicht um den weltbekannten K├╝nstler, den unser Fotograf Hubertus Hierl nach einem Stierkampf in Fr├ęjus auf seinem Weg zum Auto ablichtete, sondern um seinen m├Ąnnlichen Begleiter. Wer er ist und was es mit ihm auf sich hat, erfahren Sie in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Der K├╝nstler Pablo Picasso nach einem Stierkampfbesuch am 7. August 1966 in Fr├ęjus in Begleitung seines Friseurs Arias.

Pablo Picasso in Fr├ęjus, 1966   ┬ę Hubertus Hierl

„Wer ist jener Mann mit dem selbstbewussten Blick neben Pablo Picasso? Sein Leibw├Ąchter? Nein, es ist kein geringerer als Eug├ęnio Arias, einer der ganz wenigen engen Vertrauten von Picasso. Hier begleitet er den 85-j├Ąhrigen gerade nach einem Stierkampfbesuch in Fr├ęjus zu seinem Wagen. Wer ist Arias? Zun├Ąchst Spanier ÔÇô wie Picasso selbst. Und dann Friseur ÔÇô nicht irgendein Friseur, Picassos Friseur ÔÇô und schon zu Lebzeiten eine Legende. Arias wurde f├╝r seine Dienste f├╝rstlich entlohnt: nicht mit Geld, sondern mit Ware ÔÇô Bilder, Zeichnungen, Keramiken. Am Ende konnte Arias gar in Buitrago del Lozoya, einem kleinen Bergdorf in der N├Ąhe von Madrid und gleichzeitig sein Geburtsort, ein kleines Museum damit ausstatten. 2001 begegnete ich dem neunzigj├Ąhrigen Arias nach 35 Jahren wieder. Ich treffe ihn anl├Ąsslich meiner Ausstellung „Picasso beim Stierkampf“ im s├╝dfranz├Âsichen Mougins, Picassos letztem Wohnort. Voller Stolz erz├Ąhlte er mir, dass er es war, der zusammen mit Jacqueline (Picassos Ehefrau) eine schwarze spanische Capa, einen schwarzen Umhang, ├╝ber den verstorbenen Picasso legte. Ich packte die Gelegenheit beim Schopf und stellte Arias die uns alle so tief bewegende Frage: ‚Was geschah mit Picassos Haaren?‘ Arias erz├Ąhlte mir, dass die Haare fein s├Ąuberlich in eine Schatulle kamen. Was dann weiter mit ihnen passierte, wusste auch Arias nicht ÔÇô oder wollte er es f├╝r sich behalten? Des R├Ątsels L├Âsung finden wir in Olivier Widmaier-Picassos Buch: Demnach schickte Picasso regelm├Ą├čig abgeschnittene Fingern├Ągel und Haare an seine fr├╝here Geliebte Marie-Th├ęr├Ęse Walter. Nach ihrem Tod 1977 fand man diese Reliquien ÔÇô sorgsam in Seidenpapier aufbewahrt.“

Weitere Bilder des sonnigen S├╝dens finden Sie in unserem Fotoalbum „S├╝dfrankreich, 60er Jahre“. Im Album „K├╝nstler“ haben wir Aufnahmen von malenden und kreativen Menschen f├╝r Sie gesammelt. Und mit unserer Pinterest-Pinnwand „Fernweh, 60er Jahre“ k├Ânnen Sie sich schon mal in Urlaubsstimmung bringen.

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Jazzmusik in der DDR ÔÇô by Suedberlin

Die Theo Schumann Formation in der verrauchten Kakadu-Bar im Dresdener Parkhotel Wei├čer Hirsch im September 1960. Die kleine B├╝hne ist mit einer einzigen Lampe beleuchtet. Vor der B├╝hne einige Zuschauer. Art Blakey am Schlagzeug und Kai Winding an der Posaune bei einem Konzert in Prag im Rahmen des Jazzfestivals im Oktober 1971 im Lucerna-Saal. Sie werden dicht von Fotografen bedr├Ąngt. Bob Wallis aus Gro├čbritannien bei einem Konzert mit seinem Orchester im Rahmen des Jazzfestivals in Prag im Oktober 1971. Im Vordergrund klatschendes Publikum. Hinter den Musikern Zuschauer auf den R├Ąngen. Die Jazzband "Elb Meadow Ramblers" geben im Steintor-Variet├ę in Halle an der Saale im Mai 1971 ein Konzert. Die Musiker v.li.: Gert Hausmann, Eberhard L├Âsch, Wilfried Matth├Ąus, Hans-Gregor Werner, Dieter Motarkowski und Hermann Henke. Der Schlagzeuger des finnischen Jazzpiansiten Heikki Sarmanto bei einem Auftritt in Prag im Rahmen des Jazzfestivals im Oktoebr 1972. Josef Audes vom Gustav Brom Orchester mit seinem Barritonsaxofon bei eine Auftritt im Rahmen des Jazzfestivals in Prag im Oktober 1972. Die Modern Soul Band aus Berlin gibt im Mai 1972 Rahmen des Jazzfestivals in Halle an der Saale im Steintor Variet├ę ein Konzert. Die Musiker v. re.: C. Hansmann, C. J. Roth, Jochen Gleichmann, Conrad Bauer. Der Saxofonist Jonny Griffin bei einem Auftritt im Oktober 1973 im Rahmen des Festivals "Jazz Jamboree" in Warschau. Er Tr├Ągt ein bunt-gemustertes Hemd. Eberhard Weber gibt im Rahmen des Festivals "Jazz Jamboree" in Warschau im Oktober 1973 ein Konzert. Er spielt einen elektrischen Kontrabass. Herbert Dreilich mit der All Star Band Berlin bei einem Auftritt im Klubhaus der Gewerkschaften in Halle an der Saale im Januar 1973. Er schneidet bei singen eine Grimasse. Der Saxofonist Charlie Mariano bei einem Auftritt im Klubhaus der Gewerkschaften in Halle an der Saale am 28.4.1980. Die f├╝nfk├Âpfige belgische Dixie-Band "New Orleans Train Band" auf der B├╝hne beim Dixie-Festival im Dresdener Kulturpalast im Mai 1974. Oscar Peterson in Prag im Rahmen des Jazzfestivals im Oktober 1974. Der Jazzs├Ąnger Big Joe Tuner bei einem Auftritt im Rahmen des Jazzfestivals in Prag im Oktober 1974. Count Basie in Prag im Rahmen des Jazzfestivals im Oktober 1974. Die Hannes Zerbe Bigband bei einem Auftritt im Jugendklubhaus Hofj├Ąger in Halle an der Saale am 23.5.1978. Die Musiker v.li. (1. Reihe): Manfred Schulze, Helmut Forsthoff, Manfred Hering, Ulli Bekcerhoff, Andy Altenfelder, H.-J- Grasswurm, Willem van Manen, Dietrich Unkrodt. Der Gitarrist Toto Blanke bei einem Auftritt im Klubhaus der Gewerkschaften in Halle an der Saale am 28.4.1980. Sein rechter Fu├č steht auf einem Effektpedal der Marke Morley. Das Vienna Art Orchestra bei den 8. Leipziger Jazztagen am 3.10.1982 auf der B├╝hne in der Kongresshalle am Zoo Leipzig. Die Leitung des Orchesters hatte Matthias R├╝egg. Lola Kova?ec gibt mit seiner Band, Jovan Mikovic und G├╝nter Klatt im Hof der Moritzburg in Halle an der Saale am 26.6.1983 im Rahmen des Moritzburg Jazz-Festivals ein Konzert. Marylin Crispel aus den USA sitzt in der Aula des L├Âwengeb├Ąudes der Universit├Ąt Halle an der Saale am Fl├╝gel und gibt am 20.6.1985 im Rahmen des Moritzburg Jazz-Festivals ein Konzert. Der niederl├Ąndische Musiker Willem Breuker (links) mit seiner Band auf der B├╝hne im Steintor-Variet├ę in Halle an der Saale am 3.6.1987. Die Saxofone der Jazzband "K├Âlner Saxophon Mafia" stehen in ihren St├Ąnden auf der B├╝hne des Jugendklubhauses in Halle an der Saale im M├Ąrz 1990 f├╝r die Musiker bereit. Im Hintergrund auf dem Vorhang der Name der Band. Die Instrumente werden von einem Scheinwerfer angestrahlt.

Eine Musikrichtung, die wie keine andere f├╝r Spontaneit├Ąt, Freiheit und Individualit├Ąt steht, in einem Staat, der gegen Ende seiner Existenz seine eigenen B├╝rger am Ausreisen hinderte ÔÇô wie passt das zusammen? Entgegen erster Vermutungen erfreut sich Jazzmusik in der DDR gro├čer Beliebtheit. Timeline-User Suedberlin lichtete etliche Koryph├Ąen der internationalen Jazzszene bei Konzerten in der DDR und der benachbarten sozialistischen L├Ąnder ab und schuf damit ein eindrucksvolles Zeugnis damaliger Musikkultur. Mit der damals notwendigen Findigkeit organisierte Klaus P. Fritze, so sein b├╝rgerlicher Name, Tickets und fotografierte die ber├╝hmten K├╝nstler und Bands auf und hinter der B├╝hne. Doch auch die lokale Jazzszene kam nicht zu kurz: Allein in Halle gab es damals mehr als 15 Spielorte f├╝r Jazzmusik. Fritzes umfangreiches Bildmaterial dokumentiert eindrucksvoll die seinerzeit regional sehr lebendige Jazzlandschaft und wurden im Rahmen des 13. Festivals ÔÇ×Women in JazzÔÇť in Halle ausgestellt.

Hier finden Sie alle Bilder unseres Users Suedberlin auf Timeline Images.

Choriner Eck in Ostberlin, 1982

Vor genau einer Woche feierte Deutschland das 27. Mal den Tag der Deutschen Einheit. Grund genug, um mit Community-Mitglied Roland Stuckardt zur├╝ck in die DDR der 80er Jahre zu reisen und die Geschichte hinter dem j├Ągergr├╝nen Wartburg in der Ostberliner Choriner Stra├če zu erfahren. In seiner Geschichte zum Bild erz├Ąhlt er uns au├čerdem, welche Ver├Ąnderungen er nach der Wiedervereinigung wahrgenommen hat.

Ostberlin, Stadtteil Mitte: Blick aus der Choriner Stra├če Richtung Kreuzung Zionskirchstra├če auf Eckkneipe Choriner Eck; Auto der Marke Wartburg im Vordergrund

Choriner Eck, 1982   ┬ę Roland Stuckardt

„Im September 1982 reiste ich mit meinen Mitsch├╝lern des Leistungskurses Mathematik / Physik des W├Âhlergymnasiums Frankfurt am Main im Rahmen der Oberstufen-Abschlussfahrt in die damals geteilte Stadt Berlin. Im Anschluss an unser offizielles Programm ÔÇô Brandenburger Tor von Osten, Unter den Linden, Palast der Republik, Alexanderplatz und Fernsehturm ÔÇô begaben wir uns auf individuelle Entdeckungstouren. Sehr zupass kam uns hierbei, dass wir gerade vollj├Ąhrig geworden waren und somit nicht mehr der verantwortlichen Aufsicht unseres Lehrers unterlagen. Ausger├╝stet mit einer nagelneuen Spiegelreflexkamera machte ich mich auf, den Rundgang durch das Zentrum Ostberlins mit mehr Mu├če zum Fotografieren fortzusetzen und auch die etwas abseits des ├╝blichen Besucherpfads gelegenen Wohngebiete der Stadtteile Mitte und Prenzlauer Berg zu durchstreifen. Dabei entstand dieses Foto, dessen Aufnahmeort ich genau rekonstruieren konnte, als ich 25 Jahre sp├Ąter selbst in Berlin lebte und arbeitete: Es zeigt die Kreuzung Choriner Stra├če / Zionskirchstra├če mit der typischen Berliner Eckkneipe ‚Choriner Eck‘. Heute hat hier l├Ąngst die Gentrifizierung ganze Arbeit geleistet: Die Arbeiterkneipe musste weichen, die Altbauten wurden luxussaniert und die Baul├╝cke geschlossen; nur mehr die DDR-Stra├čenlaterne erinnert heute noch an die vergangenen Zeiten.“

Weitere Bilder aus Ost- und Westberlin sowie dem Einigungsprozess finden Sie in unseren Fotoalben Stra├čenszene in Berlin, 80er Jahre, DDR ÔÇô Mauerfall und DDR ÔÇô Einheitsprozess. F├╝r weitere Impressionen aus der DDR besuchen Sie doch einfach unsere Pinnwand Deutsche Demokratische Republik auf Pinterest.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Z├Âgern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts k├Ânnen Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzuf├╝gen. Wir freuen uns auf Ihre pers├Ânliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Unsere Fotografen: HRath

Dampflok der Baureihe 685 der Ital. Staatseisenbahn im Bhf. Jenbach/Tirol. TEE aus der Schweiz bei der Durchfahrt in Gerling bei Saalfelden mit dem Steiner Meer im Hintergrund. Ein Flugzeug des Typs Percival Pembroke C54 der Deutschen Bundeswehr am Flughafen M├╝nchen-Riem. Oldtimer im September 1983 bei Weitra in Nieder├Âsterreich nahe der Grenze zur CSSR. Stadttor an der Innbr├╝cke in der Stadt Wasserburg am Inn. Menschen spazieren die Stra├če entlang, ein Auto ├╝berquert die Br├╝cke. Im Hintergrund sind die T├╝rme der Heilig-Geist-Spitalkirche und der Kirche "Unserer Lieben Frau" zu sehen. Sonnenuntergang in der Gemeinde Reit im Winkl im oberbayerischen Landkreis Traunstein mit der Kirche St. Pankratius im Zentrum. Umzug einer Musikkapelle w├Ąhrend eines Festaktes mit dem damaligen Herzog von Bayern auf Schloss Herrenchiemsee. Besucher auf dem Oktoberfest in M├╝nchen mit Augustinerbr├Ąuzelt im Hintergrund. Bierzelt des Hackerbr├Ąus auf dem Oktoberfest in M├╝nchen. Das Fahrgesch├Ąft Clipper auf dem Oktoberfest in M├╝nchen by night. Kopie der Lokomotive 'Adler' auf der Parade anl├Ąsslich der 800 Jahrfeier der Stadt M├╝nchen. Historische Pferde-Stra├čenbahn anl├Ąsslich der 800 Jahrfeier der Stadt M├╝nchen. Faschingswagen wahrscheinlich mit den Pappmachefiguren von Hanns Seidel (CSU) und Wilhelm Hoegner (SPD). Auf dem Wochenmarkt am Stadtplatz von Dubrovnik reicht das Spektrum der angebotenen Waren von frischen Schnittblumen bis hin zu frischem Obst und Gem├╝se. Das Wirtschaftswunder in Deutschland ist auch hier sp├╝rbar. Flugzeugabsturz einer US-Maschine in der Bayerstr. Ecke Martin-Greif-Stra├če. Das Flugzeug streifte vorher den Kirchturm der St. Paulskirche in M├╝nchen. Blick auf den Karlsplatz (Stachus) in M├╝nchen vom Justizpalast aus. Wei├če Weihnachten in M├╝nchen. Gl├Ąubige feiern einen Gottesdienst (Bergmesse) vor der Tabor-Kapelle. Das Bild zeigt die Kapelle vor einem Brand und dem anschlie├čenden Wiederaufbau 1970/71. Heute tr├Ągt sie den Namen Hochfellnkapelle. Ein kleiner Junge spielt mit Tauben auf dem Odeonsplatz in M├╝nchen. Im Hintergrund sehen ihm Passanten zu. Ein kleiner Junge f├Ąhrt auf einem Metall- oder Eisendreirad ├╝ber einen Hof. Um ihn herum picken H├╝hner auf dem Boden. Verkleidete Kinder feiern Fasching in M├╝nchen.

Unser Fotograf HRath ist nicht nur Timeline-Mitglied der ersten Stunde, sondern besitzt mit ├╝ber 20.000 Motiven eine der gr├Â├čten Sammlungen von Eisenbahnfotos in ganz Deutschland.

Was die Fotografie angeht, ist Helmut Rath ÔÇô so sein voller Name ÔÇô nach eigener Aussage ein wahrer Sp├Ątz├╝nder: Erst nachdem er Ende der 50er Jahre den F├╝hrerschein bestanden und sich einen gebrauchten Fiat Millecento gekauft hatte, ging es richtig los. Sein geliebter Fiat f├╝hrte ihn n├Ąmlich durch Bayern und die Schweiz, wo er w├Ąhrend des Urlaubs mit seiner ersten Kamera, einer Agfa Silette, verschiedene Motive fotografierte. Nebenbei filmte er auch ÔÇô seine erste Schmalfilmkamera erstand er mit einem Zuschuss seiner Mutter 1972 zur Olympiade in M├╝nchen.

Die gro├če Leidenschaft von HRath sind Eisenbahnen und Z├╝ge, die er vor allem ab 1973/74 fotografierte. W├Ąhrend seiner Zeit als Beamter im M├╝nchner Justizpalast zeigte Helmut Rath einem bekannten Eisenbahnfotografen eines seiner Eisenbahnbilder. Der Bekannte behielt das Bild und drei Monate sp├Ąter lag eine Eisenbahnzeitschrift mit genau diesem Foto auf seinem Schreibtisch. Da dachte er sich: ÔÇ×Mensch, wenn da ein Eisenbahnbild von mir abgedruckt wird, dann k├Ânnte ich eigentlich Eisenbahnen fotografieren.ÔÇť

Helmut Rath begann nicht nur Eisenbahnen und Z├╝ge zu fotografieren, sondern auch zu filmen ÔÇô und das in nicht ganz ungef├Ąhrlicher Manier. Einmal lie├č er sich in Absprache mit dem Lokf├╝hrer von einer Dampflokomotive ├╝berfahren, indem er sich zwischen die Gleise in ein Loch f├╝r eine neue Signalleuchte legte und so die Lok von unten filmte. Ein Ereignis, an das er sich immer wieder gerne erinnert.

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Fl├╝chtlinge in Piding, 1946

Unsere Geschichte zum Bild im M├Ąrz dreht sich diesmal um ein historisches Ereignis, das erstaunliche Parallelen zur heutigen Zeit aufweist. Das ├Ąu├čerst wertvolle Zeitdokument von Community-Mitglied AEhm, welches er uns im Rahmen des Fotoaufrufs „Bayern in der Nachkriegszeit“ zugesandt hat, zeigt die Essensausgabe an Kriegsfl├╝chtlinge im Lager Piding, in dem seine Mutter damals als Kriegswitwe arbeiten musste. Ihr kleines L├Ącheln offenbart auf sehr eindringliche Art, dass die Zwischenmenschlichkeit zwischen all dem Elend und der Not nicht verloren gegangen ist.

„Das Foto zeigt meine Mutter (ganz rechts mit dem weissen Kopftuch) bei der Essensausgabe im Lager Piding, Lkrs. Berchtesgaden. Meine Mutter arbeitete dort in der ‚Kantine‘. Hier wurde (Gemeinschafts-)Essen an die Bewohner/Insassen ausgegegeben. Die Gesichter sprechen B├Ąnde und bed├╝rfen keiner weiteren Beschreibung. Die Leute wohnten auf engstem Raum in Gemeinschaftsunterk├╝nften und Baracken mit gemeinschaftlichen Sanit├Ąranlagen. Wahrlich Vorl├Ąufer der heutigen Containersiedlungen. Piding war, wer wei├č das heute noch, eines der gr├Â├čten Fl├╝chtlingslager nach dem Krieg. ├ťber zwei Millionen Fl├╝chtlinge wurden aufgenommen und innerhalb der gesamten Bundesrepublik verteilt. Der Ortsteil Mauthausen wird heute noch Lager genannt. Was im Vergleich zur heutigen Diskussion um Fl├╝chtlinge auch interessant ist: Bis in die Mitte der 1960er Jahre lebten ‚Fl├╝chtlinge‘ dort in Baracken mit Gemeinschaftsbad und -WC und maximal zwei Zimmern pro Familie. Weiterlesen…