Hahnenkampf auf Bali, 1978

Aus Tierschutzgründen überwiegend verboten, sind Hahnenkämpfe auf Bali noch immer eine beliebte und teilweise gewinnbringende Sportart, auf die hohe Wetten abgeschlossen werden. In der Tradition tief verwurzelt, ist Bali die einzige Region in Indonesien, wo Hahnenkämpfe noch legal sind. Unser Timeline-Fotograf Schneckes besuchte 1978 die Insel und konnte dort die Organisatoren eines Hahnenkampfes mit seinem Wissen über Hähne beeindrucken. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild berichtet er uns von diesem einmaligen Erlebnis, das zum Glück nur selten beobachtet werden kann.

Ein Mann hält auf Bali in Indonesien seinen Kampfhahn in den Händen. Er lächelt.

Alter Mann mit Kampfhahn auf Bali, 1979   © Schneckes

„Lesen bildet! Vor meiner Reise nach Bali hatte ich das Buch „Liebe und Tod auf Bali“ von Vicki Baum gelesen. Sie beschreibt darin die Lebensweise und Bräuche der Balinesen um 1930. Diese Beschreibung sollte mir auch eine Hilfe sein, das Land kennenzulernen und zu verstehen. In den Dörfern Balis schien des Balinesen liebstes Vergnügen die Haltung von Hähnen zu sein. Überall standen im Schatten auf kühlendem Gras die geflochtenen Körbe mit den Hähnen. Irgendwann hielt ich an um einen Hahn und sein Besitzer zu fotografieren. Er war sichtlich erfreut und gab mir den Hahn in die Hand um ihn zu bewundern. Ich wusste von Vicki Baum, dass die Balinesen die Stärke der Hähnen testeten indem sie mit der Hand nach unten drückten und ihnen Atem ins Gesicht bliesen. Genau so machte ich es. Das hatte mein Gegenüber wohl nicht von einem Fremden erwartet! Erstaunt sah er mich an, um sofort den kleinen Jungen mit Anweisungen wegzuschicken. Kurze Zeit später waren wir umringt. Alle Besitzer von Hähnen kamen mit ihren Tieren. Jedes einzelne musste ich „testen“. Um ehrlich zu sein: Ich bewunderte die schönen und zahmen Tiere, welches aber das Stärkere davon war, blieb mir völlig verborgen. Dann wurde für uns noch ein Kampf inszeniert. An den Schwanzfedern gehalten wurden die beiden Hähne gegenüber gestellt. Der Kamm schwoll an, die Federn sträubten sich. Drohend standen sie sich gegenüber, einer versuchte den andern von oben zu übertölpeln. Ehe sich die beiden aber verletzen konnten, trennte man die Streithähne. Mit fachmännischem Palaver wurde der Kampf besprochen und der Sieger festgestellt. Die beiden Hitzköpfe wurden gestreichelt und in ihre Körbe zurückgestellt. Wir verabschiedeten uns und die Dorfbewohner werden wohl lange gerätselt haben woher der Fremde das Wissen über die Hähne her hat.“

Über 600 Bilder von unserem Fotografen Schneckes finden Sie in unserer Datenbank. Auf Pinterest haben wir für Sie noch mehr Bilder von Bali in den 1970er Jahren gesammelt.

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Die Akropolis in Athen, 1962

In drei Wochen beginnen in einigen Bundesländern bereits die Sommerferien, und für viele geht es in den Süden. Ob Spanien, Italien, Frankreich oder Griechenland  hauptsache, die Sonne scheint den ganzen Tag und verleiht schöne Sommerbräune. Doch manche Touristen sind auch mal froh, wenn sie der Sonne entfliehen können…sei es auch nur für ein paar Minuten, wie uns Timeline-Fotograf Hubertus Hierl in unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt.

Eine Touristin sitzt im Schatten einer Säule der Akropolis und blickt auf die Stadtlandschaft von Athen.

Die Akropolis in Athen, 1962   © Hubertus Hierl

„Athen, September 1962. Ich bin auf meiner Griechenlandreise in Athen angekommen. Gleich am nächsten Tag nach meiner Ankunft steige ich den steilen Weg hinauf auf die Akropolis. Fast den ganzen Tag verbringe ich hier oben, nur wenige Besucher trifft man an. Niemand hindert einen, die Tempel zu betreten, heute undenkbar. Am mächtigen Eingangstor, den Propyläen, entdecke ich diese junge Frau, die sich im Schatten einer Säule niedergelassen hat und den Blick hinab auf die Agora und in die weite Ferne genießt, ‚das Land der Griechen mit der Seele suchend‘.“

 

 

 

Weitere Bilder aus der Hellenischen Republik gibt’s in unserem Fotoalbum Griechenland, 60er Jahre. Für Aufnahmen von Reiselustigen aus aller Welt sollten Sie unser Album Touristen nicht verpassen. Außerdem haben wir bei Timeline Images auf Pinterest eine Pinnwand mit den schönsten Aufnahmen zum Thema Fernweh, 60er Jahre zusammengestellt. Und eine weitere Geschichte zum Bild, in der die Akropolis involviert ist, gibt’s in unserem Beitrag Frau vor der Akropolis in Athen, 1969 von Timeline-User Juergen.

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Auf Reisen in den 60ern: Maghreb

Ein Bauer mit einem Kasten voller Hühner auf dem Weg zum Markt.Schneider mit Nähmaschinen in einem Souk in Salé.Gedeckte Basarstraße mit Textilhändlern in Safi.Ein Mann in Unterhemd schmiedet Kupfer in einer Werkstatt in den Souks von Marrakesch.Töpferwarengeschäfte in einer Arkade in Safi.Ein Mann verkauft Silberschmiedarbeiten an eine Frau in einem Geschäft in den Souks in der Medina (Altstadt) von Fes.Frauen und Kinder sitzen vor einer Mauer gegenüber der Oase von Nefta.Frauen bei der Hausarbeit auf dem Hof in einem Harem.Eine junge und eine alet Marokkanerin mit Henna-Schminke auf einer Straße in Tanger.Menschen in Essaouira feiern, weil der "Kapitän der Armee" einen Sohn bekommen hat.Menschen bilden Kreise auf dem zentralen Marktplatz Djemaa el Fna in Marrakesch.Männer sitzen in der mit bunten Fliesen ausgekleideten Synagoge Hara Sghira in Djerba.Muslimische Pilger sitzen auf Teppichen im Schatten vor der Barbiermoschee.Frauen mit Kopftüchern und ein Kind zwischen den Säulen der Vorhalle der Barbiermoschee in Kairouan.Betende Muslime im Innenhof der Karauin-Moschee in Fes.Das Ortsschild Neftas an der Straße vor der Stadt.Marokkanische Reiter während einer Vorführung in Fantasia in Qualidia.Ein Mann steht vor einem seiner rastenden Kamele in der Wüste unmittelbar vor Tozeur.Männer lassen ihre Esel am Ufer des Sebou Flusses in Souk es Sebt trinken.Ein europäischer Tourist posiert mit zwei afrikanischen Männern vor einer Oase in Tozeur.Männer und Frauen schöpfen Wasser aus einem Brunnen in der Wüste, um sich und ihre Tiere versorgen zu können.Eine Frau mit rotem Kleid betrachtet eine Oase in der Ferne.

Im vorletzten Beitrag unserer Serie „Auf Reisen in den 60ern“ geht es an den Ort der untergehenden Sonne: den Maghreb. Händler, die auf der Straße ihre Waren anbieten, Frauen, die in Haremsdörfern zusammenleben, Menschenmassen, die Feste feiern, Religiöse, die in Synagogen oder Moscheen beten und Beduinen, die neugierige Touristen durch die Wüste führen all diese unterschiedlichen Aspekte des Lebens im Marokko und Tunesien der 60er Jahre hielten unsere Community-Mitglieder auf ihren Reisen fest.

Marokko, 60er Jahre

Tunesien, 60er Jahre

Probieren Sie türkische Sesamkringel in Istanbul, schlendern Sie im Mercat de la Boqueria in Barcelona oder erleben Sie die pure Natur in den Weiten Skandinaviens. In unserer Serie “Auf Reisen in den 60ern” stellen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen Reiseziele vor, die unsere Community-Mitglieder in den 60er Jahren besucht haben. Im letzten Teil unserer Reise überqueren wir den Atlantik und sehen, was das New York der 60er Jahre so zu bieten hatte.

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