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SPD-Kinderfest in Berlin, 1977

Sommerfeste haben schon etwas fĂŒr sich. Es gibt knusprig gegrillte WĂŒrstchen, frisches Bier und im besten Fall viel Sonnenschein und gute Laune. Eigentlich eine perfekte Umgebung, um fĂŒr politische Programme zu werben, wie uns Timeline-Mitglied Juergen in unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzĂ€hlt.

Im Rahmen des SPD-Kinderfests wurden mehrere Stationen mit verschiedenen Spielen, sowie EssensstÀnde um den Kinderspielplatz herum aufgebaut. Hier stehen Kinder und Erwachsene beim Grill an.

SPD-Kinderfest in Berlin, 1977  Â© Juergen

„Alle Jahre wieder, so auch im Jahre 1977, veranstaltete der Ortsverein der SPD Tempelhof/SĂŒd in Berlin, dessen Vorsitzender ich viele Jahre war, auf dem Kinderspielplatz des Parks an der Marienhöhe ein Sommer- und Kinderfest. Der Park wurde nach dem Krieg auf TrĂŒmmerschutt angelegt. Im Winter gab es an der Rodelbahn auch GlĂŒhwein und heißen Tee. Das Bild zeigt den Bratwurststand und fĂŒr den Kinderdurst gabs außerdem die Berliner Fassbrause. Die Kinder erfreuten sich an allerlei Geschicklichkeitsspielen und natĂŒrlich an den Gewinnen. FĂŒr die Eltern aber auch fĂŒr andere Erwachsene standen die SPD-Mitglieder und besonders die MandatstrĂ€ger aus der Bezirksverordnetenversammlung fĂŒr den Bezirk Tempelhof von Berlin (~180.000 Einwohner) und dem Abgeordnetenhaus von Berlin, dem Berliner Landesparlament, Rede und Antwort. Wo sonst, als in heiterer, sommerlicher AtmosphĂ€re, konnte Politik so bĂŒrgernah vermittelt werden.“

Falls Sie sich durch die Evolution der analogen Wahlwerbung klicken möchten, dann ist unser Fotoalbum „Wahlplakate“ genau das Richtige fĂŒr Sie. FĂŒr Aufnahmen von Willy Brand und WeggefĂ€hrten sollten Sie unser Fotoalbum „Politik, 60er Jahre“ nicht verpassen. Bei Timeline Images auf Pinterest haben wir ĂŒbrigens die schönsten Aufnahmen zum Thema „Durstlöscher“ fĂŒr Sie zusammengestellt. 

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Unsere Fotografen: Juergen

Fröhliche junge Marokkanerinnen in Chaouen. Passanten am KurfĂŒrstendamm in Berlin, 1961 Frauen am Winterfeldtplatz in Berlin betrachten Postkarten in einer Vitrine. WindmĂŒhle auf der Insel Mykonos und im Vordergrund ein Junge. Kinder fischen am Hafen von Akko. Mann mit Anzug, Hut und Koffer und Reklame (Willem II, Old Ducht Inn, Heineken, Kapsaloin Bakker, Vlebro) in einer Gasse in der Altstadt von Amsterdam. WĂ€hrend der XX Jahre Israel feier findet in Jerusalem eine MilitĂ€rparade statt. Soldatinnen laufen im Gleichschritt mit Maschinenpistolen namens Uzi.
Typ MP2 Ein Schuhputzer bei der Arbeit in Jerusalem. Ein Mann am Ölberg in Jerusalem. Er trĂ€gt eine Kufiya. Im Hintergrund verkaufen Jugendliche Brot. Kinder spielen in einem Hinterhof in Hebron, Westjordanland 1985 Frau und Baum im Nebel auf der Bachlalm (Alm) im Dachsteingebiet in Österreich. Vier Menschen beim Segeln in der Nordsee. Es regnet. Taucher am Petersdorfer See in Petersdorf. Bild zeigt MĂ€nner im Wasser an einem Steg mit Harpune. Soldat vor der Neuen Wache Unter den Linden in Berlin. Klaus SchĂŒtz zum Regierenden BĂŒrgermeister von Berlin gewĂ€hlt. Werner Stein gratuliert und Willy Brandt applaudiert. Nonne und Pfarrer unterhalten sich vor einem Haus in Hvar. Über dem Wasser des ScharmĂŒtzelsees liegt ein MĂ€dchen in der HĂ€ngematte Zwei MĂ€nner turnen an einem Metallkonstrukt am Strand vom Kibbuz Gesher Haziv in Israel. Frau steht im Wasser am Strand von Lanzarote. Kamele als "Taxis" und ein Junge auf Lanzarote. Dame mit Handtasche und Handschuhen und ein Herr mit Hut und Mantel trinken Kaffee im Cafe a la Deux in Clignancourt in Paris. Mann und Pelikan vor einem Brunnen auf der Insel Mykonos. Die Cheopspyramide in Gizeh. Im Vordergrung Kinder.

Mit mehr als 4.700 Fotografien zÀhlt Timeline-Mitglied Juergen zu den aktivsten Usern unserer historischen Fotocommunity.

Juergen wuchs in Berlin der Nachkriegszeit auf. Sein Vater war wĂ€hrend des Krieges Leiter der Film- und Plattenabteilung bei der fotochemischen Fabrik ‚Opta‘, sodass er bereits frĂŒh mit dem Medium der Fotografie in Kontakt kam. „[Mein] fotografisches Curriculum vitae hat begonnen – wie bei vielen – mit einer Box“, sagt er. In der DDR grĂŒndete und leitete er Fotogruppen unter Anderem an der Oberschule und fĂŒr die ‚Jungen Pioniere‘. Anschließend besuchte er zunĂ€chst die Fachschule fĂŒr Optik und Fototechnik in West-Berlin, dann das Institut fĂŒr Film und Fernsehen in MĂŒnchen. Auch beruflich sollte die Kamera zunĂ€chst das Instrument seiner Wahl bleiben und so arbeitete er zehn Jahr lang als Film- und Fototechniker am Institut fĂŒr Luftfahrzeugbau. „Das war das Ende der beruflichen NĂ€he zur Fotografie. Alles was danach erfolgte“, erzĂ€hlt er uns, „war die Liebe zu Menschen in Licht und Schatten.“ Weiterlesen…

Die Sensation von Moskau

Politik – Einigung in letzter Minute

Ob es eine Sensation ist, dass Wladimir Putin am 4. MĂ€rz 2012 mit 64% der Stimmen zum russischen PrĂ€sidenten gewĂ€hlt wurde bleibt fraglich. Vor allem, nachdem die Spekulationen um Wahlmanipulationen nicht nachlassen. Aber von einer Sensation konnte man sicherlich sprechen, als Konrad Adenauer 1955 beim damaligen Minister-prĂ€sidenten Nikolai Alexandrowitsch Bulganin in Moskau war. Als die Themen Kriegsgefangene, Aufnahme kultureller, diplomatischer und wirtschaftlicher Beziehungen und die Frage der Wiedervereinigung zunĂ€chst scharf gegeneinander standen. Lesen Sie in unserem FundstĂŒck aus der MĂŒnchner Illustrierten Nr. 39 vom 24. September 1955 wie sich durch die deutsch-russische Zusammenkunft zehn Jahre nach dem Heißen Krieg auch die Phase des Kalten Krieges dem Ende zuneigte.  Weiterlesen…

Deutsch-britisches VerhÀltnis

Politik – Ein gut gemeinter Staatsbesuch

Rezession, Finanztransaktionssteuer, Griechenland Pleite. Nicht erst seit den Diskussionen um die Rettung Griechenlands blickt England mit einer gewissen Skepsis auf Deutschland. Bereits im Oktober 1958, als Theodor Heuss als erster BundesprĂ€sident Deutschlands auf Staatsbesuch in England war, konnte er die Haltung der Briten spĂŒren. Eigentlich sollte es ein Staatsbesuch werden, der als politische AnnĂ€herung an den ehemaligen Feind geplant war. Geendet hat es mit einem Medienecho, das dem damaligen BundesprĂ€sidenten in keinster Weise gerecht wurde. Das Misstrauen der Bevölkerung gegen die Erben des Dritten Reichs war noch zu stark.  Zwar wurde keine einzige Stimme laut, die gegen Theodor Heuss als Mensch sprach, aber die kĂŒhle Ablehnung, die er als Oberhaupt der Bundesrepublik erfuhr, war unĂŒbersehbar.  Begleiten Sie Theodor Heuss in unserem FundstĂŒck aus der MĂŒnchner Illustrierten Nr. 44 vom 1. November 1958  auf einen Staatsbesuch nach London, bei dem von enger Freundschaft und gegenseitigem Vertrauen noch keine Rede sein konnte. Weiterlesen…