Unterwegs in Berlin: Berlin in der Nachkriegszeit

Die vier Nationalflaggen der Besatzungsmächte /  Deutschlands hängen über einem Trümmerhaufen.  Militärregierung der Besatzungsmächte, Nachkriegszeit, Deutschland 1945-1949, WestdeutschlandUndatierte Aufnahme einer im Nebel liegenden durch alliierte Bombardements zerstörten Häuserzeile vermutlich in Westberlin 1950. Das Foto wurde durch einen Drahtzaun gemacht. Im Vordergrund ist ein mit Regenwasser gefüllter Bombentrichterr zu sehen.Aufnahme einer einer Kreidemarkierung der Zonengrenze zwischen dem West-Sektor und der Ost-Zone 1950 in Berlin. Am Boden wird die Linie durch einen Strich im Sand weitergeführt. Das Foto wurde nach der Währungsreform 1948 in einem Ausflugslokals, das unmittelbar auf der Zonengrenze zwischen Ost- und Westberlin liegt, gemacht.Demonstrierende Arbeiter halten die Reste eines Sektorenschildes hoch ("Ende des demokratischen Sektors von Gross Berlin").Aufstand des 17. Juni in der DDR. Im Vordergrund Demonstranten mit Fahrrädern und im Hintergrund vorrückende sowjetische Panzer.Aufstand des 17. Juni in der DDR. Ein Demonstrant attackiert einen sowjetischen Panzer mit einem Knüppel.Aufstand des 17. Juni in der DDR. Bürger beobachten den Aufmarsch sowjetischer Panzer auf dem Potsdamer Platz in Berlin.Joachimstaler Straße Ecke Kantstraße in Berlin. Bild zeigt Passanten, Häuser (Tanz Cabaret, Ski Hütte) und Autos (Trabant).Verkehrspolizist in der Hardenbergstraße an der Bahnunterführung am Bahnhof Zoologischer Garten in Berlin.Winterschlussverkauf in der Wilmersdorfer Straße in Berlin-Charlottenburg. Bild zeigt Menschenmenge vor den Geschäften und eine Frau die die Straße überquert.Zwei Frauen vor einem Schaukasten der Polizei in Berlin-Alexanderplatz: "Streiflichter aus unserer Arbeit".Joachimstalerstraße Ecke Budapester Straße in Berlin. Bild zeigt eine Straßenbahn und im Hintergrund die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche.Aufstellung von Schildern auf West-Berliner Gebiet. (Anspielung auf die Rückbenennung der Stalinallee in Frankfurter-Allee).KaDeWe (links) in der Tauentzienstraße in Berlin, im Hintergrund die Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kirche und im Vordergrund eine Straßenbahn, Autos und Passanten.Familie mit zwei Kindern geht über die Brücke nach West-Berlin.

Der Krieg war vorbei, die Umwandlung der Trümmerlandschaften in Lebensraum schritt voran und die Menschen in Berlin versuchten, sich wieder einen Alltag aufzubauen, der an etwas Ähnliches wie Normalität erinnerte. All dies geschah allerdings unter der Kontrolle der Alliierten, die unterschiedliche Vorstellungen von einem neuen Deutschland hatten. Was für Westberlin ein Segen war und den Aufbau und wirtschaftlichen Aufstieg immens förderte, waren die von den Siegermächten erlassenen Schulden. Die enormen Unterschiede zwischen der westeuropäischen Marktwirtschaft und der sowjetischen Planwirtschaft bekamen die Bürger im sowjetischen Sektor besonders dramatisch zu spüren.

Während in Westberlin die Menschen Demokratie, Entwicklung und Wiederaufbau erleben konnten, steuerte die Parteiführung im Osten ihre Bürger in eine neue, von der Sowjetunion geführte Diktatur. Meinungsäußerungen zu den entstandenen Missständen im Osten wurden, wie beispielsweise der Aufstand am 17. Juni 1953, brutal niedergeschlagen. Die psychologische und physische Teilung der beiden deutschen Gebiete und die Repressionen im Osten steigerten sich in den nächsten zehn Jahren ins Unermessliche — bis 1961 schließlich die SED-Führung radikal reagierte und dem gesellschaftlichen Ausbluten seines Landes ein Ende setzte.

Berlin in den 50er Jahren

Straßenszenen in Berlin

DDR-Aufstand am 17.6.1953

Die Deutsche Teilung

In Berlin kannte die Freiheit ihre Grenzen, heute ist das ganz anders. In unserer neuen Serie „Unterwegs in Berlin“ machen wir sie bekannt mit fast einem Jahrhundert Berliner Stadtgeschichte. In unserem nächsten Beitrag besichtigen wir mit Ihnen Berlin in den 60er Jahren, als nicht nur Zonengrenzen die Menschen voneinander trennten.

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Unterwegs in Berlin: Zerstörtes Berlin

Undatierte Aufnahme von Fußgängern vor Häusergerippen in Berlin, vermutlich Westberlin, 1950. Die durch Bomben zestörten Wohnhäuser sind teilweise eingestürzt. Neben dem Gehsteig befinden sich Trümmerhaufen.Undatierte Aufnahme eines Trümmerhaufens in Berlin, vermutlich Westberlin, 1950. Rechts und im Hintergrund sind Häusergerippe zu sehen. Links ist eine Straße zu sehen. Am hinteren Ende des eingestürzten Wohnblocks steht ein Lastwagen. Hier wird mit der Entrümmerung begonnen.Undatierte Aufnahme einer fast vollständig enttrümmerten Brachfläche in Berlin, vermutlich Westberlin, 1950. Auf der Fläche wurden abgeklopfte Ziegel für den Bau von neuen Häusern aufgestapelt. In der Mitte steht ein teilweise zerstörter Teil eines Wohnhauses. Im Vordergrund ist eien Straße mit vorbeifahrenden Autos zu sehen. Im Hintergrund: zerstörte Wohnblöcke.Undatierte Aufnahme eines Baggers beim Abtragen eines Schutthaufens und beladens von Loren mit Trümmerteilen vor einem teilweise durch Bomben zerstörtem Wohnblock in der Nähe des Kurfürstendamms im Stadtteil Charlottenburg in Westberlin, Britische Besatzungzone. Die dieselbetriebene Baumaschine nimmt die Trümmer mit einem Schürfkübel auf. Eine Schmalspurdiesellok zieht die Loren. Im Hintergrund ist der Turm (Hohler Zahn) der der Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zu sehen.Undatierte Aufnahme eines teilweise zerstörten fast menschenleeren Straßenzugs in Berlin, vermutlich Westberlin, 1950. Links und rechts der Straße sind teilweise zerstörte Häuser sowie Häusergerippe zu sehen. Rechts der Straße wurde mit der Enttrümmerung begonnen. Zu sehen sind Ziegelstapel für den Wiederaufbau. Im Hintergrund: unzerstörte Häuser. Am Horizont im Nebel liegt der zerstörte Turm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.Undatierte Aufnahme eines Straßenzugs in Berlin, vermutlich Westberlin, 1950 mit enttrümmerten Brachflächen. Links der Straße sind Ziegel zum Bau von neuen Häusern aufgestapelt. Im Vordergrund sind Straßenschilder, Laternen und eine mit Plakaten bekelebte Litfaßsäule zu sehen. Am Horizont sind teilweise zerstörte Wohnblöcke zu sehen.Berlin-Mitte: Ruine der Klosterkirche (undatierte Aufnahme).Undatierte Aufnahme einer Gruppe von Kindern die zwischen Stapeln aus den Trümmern geborgener Ziegel einem Puppenspiel zuschauen. Als Verkleidung des Puppentheaters dienen Ziegel. Rechts neben der Bühne steht der Puppenspieler. Im Hintergrund sind weitere Ziegelstapel, eine vorbeifahrende Straßenbahn (Tram) sowie teilweise durch Bomben zerstörte Häuser zu sehen.Filmaufnahmen der CCC-Film in der Graf-Spee-Straße (Hiroshimastraße) in Berlin. Bild zeigt Männer, Trümmer, Ruinen und Scheinwerfer.Berlin: Bauarbeiten am Potsdamer Platz und im Hintergrund Ruinen.Hardenbergstraße und Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kirche in Berlin. Im Vordergrund Autos und eine Ruine mit Baugerüst.Berlin Gendarmenmarkt, Platz der Akademie: Links das Schauspielhaus (Konzerthaus) und rechts der Französiche Dom (Französische Friedrichstadtkirche).Die Straßenbahn 74 fuhr von Weißensee bis Leipziger Platz - Ostsektor - Umsteigen in die 74 - Westsektor - vom Potsdamer Platz bis Lichterfelde, Händelplatz.Trümmerfrauen bei der Arbeit am Gendarmenmarkt. Im DDR-Jargon als "freiwillige Aufbauarbeiten" bezeichnet.

Von Fliegerbomben ausgehöhlte Häuser, brachliegende Flächen und gigantische Trümmerhaufen – das Berlin nach dem Bombardement war übersät von Tod, Zerstörung und Leere. Und dennoch: Der Alltag musste weitergehen, Kindheiten gelebt und neue Lebensräume geschaffen werden.

Dem zerstörten Wohnraum und der nicht mehr vorhandenen Infrastruktur konnte man nur mit Zusammenhalt entgegenkommen. Die Existenz von Trümmerfrauen ist ein mittlerweile erwiesener Mythos, der sich bis heute standhaft in den Köpfen hält. Die Menschen mussten gemeinsam anpacken, um ihre Stadt wieder aufzubauen, Leben in die ausgestorbenen Straßen zu bringen und zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. 

Zerstörtes Berlin

In Berlin kannte die Freiheit ihre Grenzen, heute ist das ganz anders. In unserer neuen Serie „Unterwegs in Berlin“ machen wir sie bekannt mit fast einem Jahrhundert Berliner Stadtgeschichte. In unserem nächsten Beitrag stellen wir Ihnen das Berlin der Nachkriegszeit vor, als die schlimmsten Zerstörungen beseitigt, sich jedoch die nächsten Umbrüche bereits anbahnten.

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Heute alltägliche Normalität, damals nicht existent: Warmes Wasser aus der Leitung. Um zu baden, musste man erst einmal Wasser mit dem Kohleherd zum Kochen bringen und die Temperatur dann durch Zuschütten regeln. Ein zeitintensives Unterfangen! Wie das in Ihrer Familie vonstatten ging, erzählt uns unsere Fotografin Silke Kruse in der aktuellen Geschichte zum Bild. P.S.: Sie veröffentlichte dieses Foto übrigens schon in ihrem Buch über die 50er Jahre „Und doch war vieles ganz anders“.

Szene in einfacher Wohnungsküche Anfang der 50er-Jahre. 6-jähriges Mädchen sitzt in Zinkbadewanne, daneben seine Mutter. Einfachste Küchenausstattung mit Kohleherd - so wie damals häufig.

Kleines Mädchen in Zinkbadewanne, 1953   © Silke Kruse

„Das Bild hat mein inzwischen verstorbener Vater am 9. Januar 1953 aufgenommen (so genau hat er im Fotoalbum ‚Buch geführt‘). Abgebildet bin ich als 6-jähriges Kind sowie meine inzwischen verstorbene Mutter. Zu den traditionellen Regelmäßigkeiten der Nachkriegszeit gehörte auch im zerstörten Hamburg das ‚Bad am Sonnabend‘. Weil es in vielen Haushalten kein Badezimmer gab, wurde in der ohnehin engen und karg ausgestatteten Küche der Esstisch an die Seite gerückt und an seine Stelle eine Zinkwanne auf zwei kräftige Hocker gestellt. So wie auf unserem Foto aus dem Jahre 1953 sah es damals vielfach in Hamburg aus. Im Mittelpunkt stand der klassische Kohleherd. Wenn das Feuer brannte, hatte man immer warmes Wasser zur Verfügung. Mit einem Feuerhaken konnte man einzelne Eisenringe über der Kochstelle herausnehmen, so dass verschieden große Eisentöpfe direkt über der Flamme standen. Damit konnte dann die Wärme besser genutzt werden. Die Wanne wurde dann mit dem auf dem Kohleherd erhitzten Wasser gefüllt, das man durch das Zuschütten auf die richtige Temperatur brachte. Warmes Wasser aus der Leitung gab es nicht. Klar, dass man deshalb mit dem Wasser sparsam umging. So kam ein Kind nach dem anderen in dasselbe Wasser. Manchmal ging es auch gemeinsam in die Wanne. Das machte Spaß! Geweint wurde dann allerdings beim Haarewaschen, wenn das Seifenwasser durch den vor die Augen erhaltenen Waschlappen drang und brannte. Gewaschen wurde nämlich mit Kernseife. Erst wenn die Kinder dann im Bett waren, war die Mutter dran. Die Kinder durften sie ja nicht nackt sehen. Das war in Hamburg nicht anders als im übrigen Deutschland.“

Auf unserer Website haben wir für Sie ein Fotoalbum mit Bildern aus dem Jahr 1953 zusammengestellt. Außerdem finden Sie auf unserer Pinterest-Pinnwand Best of 50er Jahre die schönsten Motive aus dem Nachkriegsjahrzehnt.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

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Unterwegs in München: Die Au

Am Paulanderplatz 13 in der Au in München. Trödel liegt auf der Straße vor dem Haus.Da es in diesem Stadtteil keine Kanalisation gibt, werden die Abwässer und Abfälle in den Mühlbach von Au geleitet.Kinder spielen im Mühlbach in der Münchner Vorstadt Au.Menschen auf der Quellenstraße in München-Au. Im Hintergrund die Mariahilfkirche.Drei Männer bei der Arbeit in einer Wagenschmiede in München-Au.Blick auf ein Wohnhaus am Auer Mühlbach in München Au, links die alte Papierfabrik.Eine alte Frau sieht sich auf der Münchner Auer Dult auf dem Mariahilfplatz angebotenes Geschirr an.Ein Mann an einem Brunnen in der Quellstraße in München, nahe der Rosenheimerstraße.Blick auf einen Stand auf dem Markt, der alle Arten von Tonkrügen und Tontöpfen verkauft. Eine Verkäuferin berät einen Herrn (undatierte Aufnahme).Eine Frau beim Wäscheaufhängen im Münchner Stadtteil Au.Ein älterer Mann sucht auf der Auer Dult in München nach brauchbarem Trödel.Eine ältere Trödelverkäuferin auf der Auer Dult wartet auf Kundschaft.Ein Karren mit Schildern während des Aufbaus der Auer Dult in München.Zwei Frauen betrachten Porzellan und Geschirr auf dem Auer Geschirrmarkt in München.Eine alte Frau mit Handtasche betrachtet Gemälde an einem Verkaufsstand auf der Kirchweih-Dult in Au in München.Frauen betrachten Keramik an einem Stand auf der Herbst-Dult in Au vor der Mariahilfkirche in München.Eine junge Frau mit Kopftuch und Handtasche begutachtet den Trödel an einem Verkaufsstand auf der Auer Dult im Herbst.

Im dritten Teil unserer Fotoalbenserie „Unterwegs in München“ geht’s in die Au: Durch die dreimal jährlich stattfindende Dult über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, hat die Au noch mehr zu bieten als Teller, Tassen und Trödel. Das Münchner Original Karl Valentin erblickte hier das Licht der Welt, das Starkbierfest am Nockherberg zieht jährlich tausende Besucher an und Wassermühlen im Auer Mühlbach dienen nach wie vor fleißig der Energiegewinnung. Tauchen Sie ein in die Historie des traditionellen Münchner Viertels und stöbern Sie in unserem Fotoalbum in einem Jahrhundert Stadtteilgeschichte.

Die Au in München

Feierabendbier an der Isar, Kunst in den Pinakotheken, Bummeln auf der Auer Dult oder Weißwurstfrühstück auf dem Viktualienmarkt – in „Minga“ sind den Aktivitäten keine Grenzen gesetzt. In unserer neuen Serie “Unterwegs in München” zeigen wir Ihnen die schönsten Plätze, die angesagtesten Stadtteile, die geschichtsträchtigsten Gebäude und die urigsten Persönlichkeiten des bayerischen Millionendorfs. Nächstes Mal präsentieren wir Ihnen einen Querschnitt durch 80 Jahre Münchner Oktoberfest.

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Unterwegs in München: Nachkriegszeit

Am Morgen nach der Bombennacht im Sommer 1944 in München bringt eine Frau Dinge aus ihrem Haus in Sicherheit, darunter ein Kruzifix.Ruinen an der Münchner Augustinstraße nach Kriegsende. Im Hintergrund die Josefkirche.Zwei Männer transportieren neu hergestellte Särge auf einem Handwagen durch die Straßen Münchens. Die Särge sind für dei möglichen Opfer, die der harte und kalte Winter im kriegszerstörten München bringen kann, bestimmt.Schuttberg vor dem Wittelsbacher Palais in München, dem ehemaligen GESTAPO-Hauptquartier.Aufräumarbeiten am Münchner Marienplatz nach Kriegsende.Der bayerische Löwe vom Münchner Siegestor an einem Trümmhaufen lehnend.Das herabgestürzte Kruzifix in den Trümmern der schwerstbeschädigten Frauenkirche nach einen der letzten alliierten Luftangriffe auf München.Häuserruinen in der Augustenstraße nach Kriegsende.Menschen bei der Trümmerbeseitigung nach einem alliierten Bombenangriff im Frühjahr 1945 an der Kreuzung Schellingstraße Schraudolphstraße in Schwabing. Im Hintergrund die zerstörte Neue Pinakothek.Zwei Frauen stehen am Königsplatz in München (undatierte Aufnahme).Vom Zweiten Weltkrieg zerstörte Gebäude in München (undatierte Aufnahme).Die Alte Pinakothek vom Zweiten Weltkrieg zerstört (undatierte Aufnahme).Der vom Zweiten Weltkrieg zerstörter Elisabethplatz in München. Im Hintergrund sieht man die Fassade des Gisela-Gymnasiums (undatierte Aufnahme).Vom Krieg zerstörte Statuen vor der Alten Pinakothek in München. Die alleinstehende Statue ist der "Rossebändiger" von Hermann Hahn (1931).Nach dem Krieg steht eine Familie vor einer im Zweiten Weltkrieg zerstörten Landschaft in München.Vor dem Geschäft eines Fotografen in München stehen Menschen an, um für die neuen Personalausweise Fotos machen zu lassen.Eine junge, lachende Frau im Bikini wird auf einer Liege im Garten mit Wasser aus einer Gießkanne abgekühlt.Ein Vater mit seinen beiden Kindern in einem Innenhof, in dem noch Berge von Schutt liegen.

Im zweiten Teil unserer Fotoalbenserie „Unterwegs in München“ zeigen wir Ihnen die eindringlichsten und beeindruckendsten Aufnahmen vom zerstörten München nach dem Zweiten Weltkrieg: Von der Alten Pinakothek ist nur ein Schutthaufen übrig, der Marienplatz wirkt wie ausradiert und eine Löwenstatue reckt einsam ihren Hals aus den Trümmern des Wittelsbacher Palais‘. Doch langsam aber sicher kehrt so etwas wie Alltag und Normalität zurück: Bürgerinnen und Bürger stehen Schlange, um Fotos für die neuen Personalausweise anfertigen zu lassen, Familien machen Ausflüge in den Tierpark Hellabrunn und Kinder, verkleidet als Cowboys und Indianer, posieren in ihren Faschingskostümen vor Ruinen.

Zerstörtes München

Zerstörtes München in Farbe

München in Trümmern

München in der Nachkriegszeit

Feierabendbier an der Isar, Kunst in den Pinakotheken, Bummeln auf der Auer Dult oder Weißwurstfrühstück auf dem Viktualienmarkt – in „Minga“ sind den Aktivitäten keine Grenzen gesetzt. In unserer neuen Serie “Unterwegs in München” zeigen wir Ihnen die schönsten Plätze, die angesagtesten Stadtteile, die geschichtsträchtigsten Gebäude und die urigsten Persönlichkeiten des bayerischen Millionendorfs. Nächstes Mal geht’s auf Tour durch den Stadtteil Au.

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Letzten Sonntag fand in vielen katholischen Kirchen die Erstkommunion statt  ein aufregender Tag für die jungen Kirchenmitglieder. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt uns Timeline-User HRath, wie lange im Voraus seine Mutter das Kommunions-Festmahl planen musste und was es mit dem Gebäude im Hintergrund des Bildes auf sich hat.

Einzug der Erstkommunionkinder in die Kirche St. Anna mit der zerstörten Schule St. Anna im Hintergrund.

Einzug der Erstkommunionkinder in die Kirche St. Anna, 1948   © HRath

„Zu meiner Erstkommunion gab es Fleischpflanzerl zum Essen. Das weiß ich deshalb noch so genau, da meine Mutter schon drei Monate im Voraus ein Pfund Hackfleisch beim Metzger bestellte. Dies war notwendig, um sicher zu gehen, dass es an diesem Tag auch wirklich Hackfleisch gab. Im Hintergrund des Bildes sieht man die zerbombte St. Anna-Schule. In dem zerstörten Gebäude wurden wir zu diesem Zeitpunkt wieder unterrichtet. Im Winter war es sehr kalt, da es keine Fenster gab und so saßen wir alle mit Jacken im Klassenraum.“

Falls Sie sich für weitere Motive religiöser Initiationsriten interessieren, dann stöbern Sie doch in unserem Fotoalbum „Taufe“. Farbaufnahmen des zerstörten München gibt es im Fotoalbum „Zerstörtes München in Farbe“. Und bei Timeline Images auf Pinterest sehen Sie eine weitere Auswahl von Schwarzweiß-Bildern des ausgebombten München.

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Kind beim Spielen, um 1949

Nach dem Krieg spielte man mit dem, was da war – mitunter auch mit Dingen, die für Kinder eher ungeeignet sind.  In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt uns Community-Mitglied USchoierer, wie sie damals mit den anderen Kindern vom Hof gefährliche Gerätschaften als Spielsachen umfuktionierte und warum das fast ins Auge gegangen wäre.

Ein Kind spielt mit Alltagsgegenständen, da es damals so gut wie keine Spielzeuge gab.

Kind beim Spielen, um 1949   © USchoierer

„Mein Spielplatz vor dem Haus im Hof der Holzstraße 49 in München – inzwischen ist irgendwo her ein Sieb aufgetaucht. Die übrigen Spielsachen waren sehr bescheiden. Meine Mutter hatte ein kleines Beet eingefasst, um Tomaten und ein paar Kräuter anzubauen. In den Bergen von Schutt und Asche, Ziegeln und Glas lagen sicher auch allerlei gefährlichen Substanzen, die zugedeckt waren. Im Hintergrund, meine ich, liegen noch ein paar Batterien oder Akkumulatoren. Die großen Autobatterien konnten wir für unsere fantastischen Spiele gut gebrauchen. Diese Freude endete sehr plötzlich, da ich an der Hand eine Blutvergiftung (vom Blei) bekam und wortwörtlich im letzten Augenblick beim Arzt landete.“

 

 

Weitere Bilder aus dem Bayern und München der Nachkriegszeit finden Sie in unseren Fotoalben Menschen im Nachkriegsbayern, München in der Nachkriegszeit und zerstörtes München in Farbe.

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Fiat Millecento bei Ettal, um 1960

Die Herbstzeit hat wahrlich ihre Vorteile – die Sonne taucht die Bäume in goldenes Licht, der Duft von Mandarinen liegt in der Luft und das schlechte Gewissen bleibt aus, wenn man einfach mal einen Tag auf der Couch verbringt. Womit (oder eher: mit wem) man die Herbstzeit noch verbringen kann, erzählt uns Timeline-User Helmut Rath in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Ein junger Mann steht neben seinem Fiat Millecento auf der Staatsstraße 2060 zwischen Schloss Linderhof und Kloster Ettal.

Fiat Millecento in der Gegend um Ettal, um 1960   © HRath

„Der Fiat Millecento war mein allererstes Auto. Ich habe ihn 1960 gebraucht für ca. 4000 Mark gekauft. Er war zu diesem Zeitpunkt schon etwa vier Jahre alt, aber er besaß hochmoderne Blinker. Damals arbeitete ich 48 Stunden im Münchner Justizpalast, für 0,95 Pfennig pro Stunde. Einen Teil des Geldes hat mir mein Vater geschenkt, den Rest habe ich selbst gespart. Im Jahr 1970 musste ich ihn verkaufen, da ich geheiratet hatte und das Geld für eine Wohnung benötigte.“

Alle Autofreunde sollten unbedingt einen Blick in unser Fotoalbum Autos, 60er Jahre und auf unsere Geschichte zum Bild im August über den Oldtimer-Grand-Prix werfen. Wenn Autos für Sie zweitrangig sind, empfehlen wir Ihnen unsere Pinterest-Pinnwand Herbstzeit oder unser Fotoalbum Ausflug.

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Unsere Fotografen: HRath

Dampflok der Baureihe 685 der Ital. Staatseisenbahn im Bhf. Jenbach/Tirol.TEE aus der Schweiz bei der Durchfahrt in Gerling bei Saalfelden mit dem Steiner Meer im Hintergrund.Ein Flugzeug des Typs Percival Pembroke C54 der Deutschen Bundeswehr am Flughafen München-Riem.Oldtimer im September 1983 bei Weitra in Niederösterreich nahe der Grenze zur CSSR.Stadttor an der Innbrücke in der Stadt Wasserburg am Inn. Menschen spazieren die Straße entlang, ein Auto überquert die Brücke. Im Hintergrund sind die Türme der Heilig-Geist-Spitalkirche und der Kirche "Unserer Lieben Frau" zu sehen.Sonnenuntergang in der Gemeinde Reit im Winkl im oberbayerischen Landkreis Traunstein mit der Kirche St. Pankratius im Zentrum.Umzug einer Musikkapelle während eines Festaktes mit dem damaligen Herzog von Bayern auf Schloss Herrenchiemsee.Besucher auf dem Oktoberfest in München mit Augustinerbräuzelt im Hintergrund.Bierzelt des Hackerbräus auf dem Oktoberfest in München.Das Fahrgeschäft Clipper auf dem Oktoberfest in München by night.Kopie der Lokomotive 'Adler' auf der Parade anlässlich der 800 Jahrfeier der Stadt München.Historische Pferde-Straßenbahn anlässlich der 800 Jahrfeier der Stadt München.Faschingswagen wahrscheinlich mit den Pappmachefiguren von Hanns Seidel (CSU) und Wilhelm Hoegner (SPD).Auf dem Wochenmarkt am Stadtplatz von Dubrovnik reicht das Spektrum der angebotenen Waren von frischen Schnittblumen bis hin zu frischem Obst und Gemüse. Das Wirtschaftswunder in Deutschland ist auch hier spürbar.Flugzeugabsturz einer US-Maschine in der Bayerstr. Ecke Martin-Greif-Straße. Das Flugzeug streifte vorher den Kirchturm der St. Paulskirche in München.Blick auf den Karlsplatz (Stachus) in München vom Justizpalast aus.Weiße Weihnachten in München.Gläubige feiern einen Gottesdienst (Bergmesse) vor der Tabor-Kapelle. Das Bild zeigt die Kapelle vor einem Brand und dem anschließenden Wiederaufbau 1970/71. Heute trägt sie den Namen Hochfellnkapelle.Ein kleiner Junge spielt mit Tauben auf dem Odeonsplatz in München. Im Hintergrund sehen ihm Passanten zu.Ein kleiner Junge fährt auf einem Metall- oder Eisendreirad über einen Hof. Um ihn herum picken Hühner auf dem Boden.Verkleidete Kinder feiern Fasching in München.

Unser Fotograf HRath ist nicht nur Timeline-Mitglied der ersten Stunde, sondern besitzt mit über 20.000 Motiven eine der größten Sammlungen von Eisenbahnfotos in ganz Deutschland.

Was die Fotografie angeht, ist Helmut Rath – so sein voller Name – nach eigener Aussage ein wahrer Spätzünder: Erst nachdem er Ende der 50er Jahre den Führerschein bestanden und sich einen gebrauchten Fiat Millecento gekauft hatte, ging es richtig los. Sein geliebter Fiat führte ihn nämlich durch Bayern und die Schweiz, wo er während des Urlaubs mit seiner ersten Kamera, einer Agfa Silette, verschiedene Motive fotografierte. Nebenbei filmte er auch – seine erste Schmalfilmkamera erstand er mit einem Zuschuss seiner Mutter 1972 zur Olympiade in München.

Die große Leidenschaft von HRath sind Eisenbahnen und Züge, die er vor allem ab 1973/74 fotografierte. Während seiner Zeit als Beamter im Münchner Justizpalast zeigte Helmut Rath einem bekannten Eisenbahnfotografen eines seiner Eisenbahnbilder. Der Bekannte behielt das Bild und drei Monate später lag eine Eisenbahnzeitschrift mit genau diesem Foto auf seinem Schreibtisch. Da dachte er sich: „Mensch, wenn da ein Eisenbahnbild von mir abgedruckt wird, dann könnte ich eigentlich Eisenbahnen fotografieren.“

Helmut Rath begann nicht nur Eisenbahnen und Züge zu fotografieren, sondern auch zu filmen – und das in nicht ganz ungefährlicher Manier. Einmal ließ er sich in Absprache mit dem Lokführer von einer Dampflokomotive überfahren, indem er sich zwischen die Gleise in ein Loch für eine neue Signalleuchte legte und so die Lok von unten filmte. Ein Ereignis, an das er sich immer wieder gerne erinnert.

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