Schlagwort-Archiv: Nachkriegszeit

Einzug der Erstkommunionkinder, 1948

Letzten Sonntag fand in vielen katholischen Kirchen die Erstkommunion statt ÔÇô ein aufregender Tag f├╝r die jungen Kirchenmitglieder. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erz├Ąhlt uns Timeline-User HRath, wie lange im Voraus seine Mutter das Kommunions-Festmahl planen musste und was es mit dem Geb├Ąude im Hintergrund des Bildes auf sich hat.

Einzug der Erstkommunionkinder in die Kirche St. Anna mit der zerst├Ârten Schule St. Anna im Hintergrund.

Einzug der Erstkommunionkinder in die Kirche St. Anna, 1948   ┬ę HRath

„Zu meiner Erstkommunion gab es Fleischpflanzerl zum Essen. Das wei├č ich deshalb noch so genau, da meine Mutter schon drei Monate im Voraus ein Pfund Hackfleisch beim Metzger bestellte. Dies war notwendig, um sicher zu gehen, dass es an diesem Tag auch wirklich Hackfleisch gab. Im Hintergrund des Bildes sieht man die zerbombte St. Anna-Schule. In dem zerst├Ârten Geb├Ąude wurden wir zu diesem Zeitpunkt wieder unterrichtet. Im Winter war es sehr kalt, da es keine Fenster gab und so sa├čen wir alle mit Jacken im Klassenraum.“

Falls Sie sich f├╝r weitere Motive religi├Âser Initiationsriten interessieren, dann st├Âbern Sie doch in unserem Fotoalbum „Taufe“. Farbaufnahmen des zerst├Ârten M├╝nchen gibt es im Fotoalbum „Zerst├Ârtes M├╝nchen in Farbe“. Und bei Timeline Images auf Pinterest sehen Sie eine weitere Auswahl von Schwarzwei├č-Bildern des ausgebombten M├╝nchen.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Z├Âgern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts k├Ânnen Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzuf├╝gen. Wir freuen uns auf Ihre pers├Ânliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Kind beim Spielen, um 1949

Nach dem Krieg spielte man mit dem, was da war ÔÇô mitunter auch mit Dingen, die f├╝r Kinder eher ungeeignet sind.  In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erz├Ąhlt uns Community-Mitglied USchoierer, wie sie damals mit den anderen Kindern vom Hof gef├Ąhrliche Ger├Ątschaften als Spielsachen umfuktionierte und warum das fast ins Auge gegangen w├Ąre.

Ein Kind spielt mit Alltagsgegenst├Ąnden, da es damals so gut wie keine Spielzeuge gab.

Kind beim Spielen, um 1949   ┬ę USchoierer

„Mein Spielplatz vor dem Haus im Hof der Holzstra├če 49 in M├╝nchen ÔÇô inzwischen ist irgendwo her ein Sieb aufgetaucht. Die ├╝brigen Spielsachen waren sehr bescheiden. Meine Mutter hatte ein kleines Beet eingefasst, um Tomaten und ein paar Kr├Ąuter anzubauen. In den Bergen von Schutt und Asche, Ziegeln und Glas lagen sicher auch allerlei gef├Ąhrlichen Substanzen, die zugedeckt waren. Im Hintergrund, meine ich, liegen noch ein paar Batterien oder Akkumulatoren. Die gro├čen Autobatterien konnten wir f├╝r unsere fantastischen Spiele gut gebrauchen. Diese Freude endete sehr pl├Âtzlich, da ich an der Hand eine Blutvergiftung (vom Blei) bekam und wortw├Ârtlich im letzten Augenblick beim Arzt landete.“

 

 

Weitere Bilder aus dem Bayern und M├╝nchen der Nachkriegszeit finden Sie in unseren Fotoalben Menschen im Nachkriegsbayern, M├╝nchen in der Nachkriegszeit und zerst├Ârtes M├╝nchen in Farbe.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Z├Âgern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts k├Ânnen Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzuf├╝gen. Wir freuen uns auf Ihre pers├Ânliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Fiat Millecento bei Ettal, um 1960

Die Herbstzeit hat wahrlich ihre Vorteile ÔÇô die Sonne taucht die B├Ąume in goldenes Licht, der Duft von Mandarinen liegt in der Luft und das schlechte Gewissen bleibt aus, wenn man einfach mal einen Tag auf der Couch verbringt. Womit (oder eher: mit wem) man die Herbstzeit noch verbringen kann, erz├Ąhlt uns Timeline-User Helmut Rath in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Ein junger Mann steht neben seinem Fiat Millecento auf der Staatsstra├če 2060 zwischen Schloss Linderhof und Kloster Ettal.

Fiat Millecento in der Gegend um Ettal, um 1960   ┬ę HRath

„Der Fiat Millecento war mein allererstes Auto. Ich habe ihn 1960 gebraucht f├╝r ca. 4000 Mark gekauft. Er war zu diesem Zeitpunkt schon etwa vier Jahre alt, aber er besa├č hochmoderne Blinker. Damals arbeitete ich 48 Stunden im M├╝nchner Justizpalast, f├╝r 0,95 Pfennig pro Stunde. Einen Teil des Geldes hat mir mein Vater geschenkt, den Rest habe ich selbst gespart. Im Jahr 1970 musste ich ihn verkaufen, da ich geheiratet hatte und das Geld f├╝r eine Wohnung ben├Âtigte.“

Alle Autofreunde sollten unbedingt einen Blick in unser Fotoalbum Autos, 60er Jahre und auf unsere Geschichte zum Bild im August ├╝ber den Oldtimer-Grand-Prix werfen. Wenn Autos f├╝r Sie zweitrangig sind, empfehlen wir Ihnen unsere Pinterest-Pinnwand Herbstzeit oder unser Fotoalbum Ausflug.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Z├Âgern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts k├Ânnen Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzuf├╝gen. Wir freuen uns auf Ihre pers├Ânliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Unsere Fotografen: HRath

Dampflok der Baureihe 685 der Ital. Staatseisenbahn im Bhf. Jenbach/Tirol. TEE aus der Schweiz bei der Durchfahrt in Gerling bei Saalfelden mit dem Steiner Meer im Hintergrund. Ein Flugzeug des Typs Percival Pembroke C54 der Deutschen Bundeswehr am Flughafen M├╝nchen-Riem. Oldtimer im September 1983 bei Weitra in Nieder├Âsterreich nahe der Grenze zur CSSR. Stadttor an der Innbr├╝cke in der Stadt Wasserburg am Inn. Menschen spazieren die Stra├če entlang, ein Auto ├╝berquert die Br├╝cke. Im Hintergrund sind die T├╝rme der Heilig-Geist-Spitalkirche und der Kirche "Unserer Lieben Frau" zu sehen. Sonnenuntergang in der Gemeinde Reit im Winkl im oberbayerischen Landkreis Traunstein mit der Kirche St. Pankratius im Zentrum. Umzug einer Musikkapelle w├Ąhrend eines Festaktes mit dem damaligen Herzog von Bayern auf Schloss Herrenchiemsee. Besucher auf dem Oktoberfest in M├╝nchen mit Augustinerbr├Ąuzelt im Hintergrund. Bierzelt des Hackerbr├Ąus auf dem Oktoberfest in M├╝nchen. Das Fahrgesch├Ąft Clipper auf dem Oktoberfest in M├╝nchen by night. Kopie der Lokomotive 'Adler' auf der Parade anl├Ąsslich der 800 Jahrfeier der Stadt M├╝nchen. Historische Pferde-Stra├čenbahn anl├Ąsslich der 800 Jahrfeier der Stadt M├╝nchen. Faschingswagen wahrscheinlich mit den Pappmachefiguren von Hanns Seidel (CSU) und Wilhelm Hoegner (SPD). Auf dem Wochenmarkt am Stadtplatz von Dubrovnik reicht das Spektrum der angebotenen Waren von frischen Schnittblumen bis hin zu frischem Obst und Gem├╝se. Das Wirtschaftswunder in Deutschland ist auch hier sp├╝rbar. Flugzeugabsturz einer US-Maschine in der Bayerstr. Ecke Martin-Greif-Stra├če. Das Flugzeug streifte vorher den Kirchturm der St. Paulskirche in M├╝nchen. Blick auf den Karlsplatz (Stachus) in M├╝nchen vom Justizpalast aus. Wei├če Weihnachten in M├╝nchen. Gl├Ąubige feiern einen Gottesdienst (Bergmesse) vor der Tabor-Kapelle. Das Bild zeigt die Kapelle vor einem Brand und dem anschlie├čenden Wiederaufbau 1970/71. Heute tr├Ągt sie den Namen Hochfellnkapelle. Ein kleiner Junge spielt mit Tauben auf dem Odeonsplatz in M├╝nchen. Im Hintergrund sehen ihm Passanten zu. Ein kleiner Junge f├Ąhrt auf einem Metall- oder Eisendreirad ├╝ber einen Hof. Um ihn herum picken H├╝hner auf dem Boden. Verkleidete Kinder feiern Fasching in M├╝nchen.

Unser Fotograf HRath ist nicht nur Timeline-Mitglied der ersten Stunde, sondern besitzt mit ├╝ber 20.000 Motiven eine der gr├Â├čten Sammlungen von Eisenbahnfotos in ganz Deutschland.

Was die Fotografie angeht, ist Helmut Rath ÔÇô so sein voller Name ÔÇô nach eigener Aussage ein wahrer Sp├Ątz├╝nder: Erst nachdem er Ende der 50er Jahre den F├╝hrerschein bestanden und sich einen gebrauchten Fiat Millecento gekauft hatte, ging es richtig los. Sein geliebter Fiat f├╝hrte ihn n├Ąmlich durch Bayern und die Schweiz, wo er w├Ąhrend des Urlaubs mit seiner ersten Kamera, einer Agfa Silette, verschiedene Motive fotografierte. Nebenbei filmte er auch ÔÇô seine erste Schmalfilmkamera erstand er mit einem Zuschuss seiner Mutter 1972 zur Olympiade in M├╝nchen.

Die gro├če Leidenschaft von HRath sind Eisenbahnen und Z├╝ge, die er vor allem ab 1973/74 fotografierte. W├Ąhrend seiner Zeit als Beamter im M├╝nchner Justizpalast zeigte Helmut Rath einem bekannten Eisenbahnfotografen eines seiner Eisenbahnbilder. Der Bekannte behielt das Bild und drei Monate sp├Ąter lag eine Eisenbahnzeitschrift mit genau diesem Foto auf seinem Schreibtisch. Da dachte er sich: ÔÇ×Mensch, wenn da ein Eisenbahnbild von mir abgedruckt wird, dann k├Ânnte ich eigentlich Eisenbahnen fotografieren.ÔÇť

Helmut Rath begann nicht nur Eisenbahnen und Z├╝ge zu fotografieren, sondern auch zu filmen ÔÇô und das in nicht ganz ungef├Ąhrlicher Manier. Einmal lie├č er sich in Absprache mit dem Lokf├╝hrer von einer Dampflokomotive ├╝berfahren, indem er sich zwischen die Gleise in ein Loch f├╝r eine neue Signalleuchte legte und so die Lok von unten filmte. Ein Ereignis, an das er sich immer wieder gerne erinnert.

Weiterlesen…

R├╝ckblick: Fotoaufruf Bayern in der Nachkriegszeit

Das vom Zweiten Weltkrieg zerst├Ârte Siegestor an der Leopoldstra├če in M├╝nchen, vermutlich noch w├Ąhrend des Krieges (undatierte Aufnahme). Die Alte Pinakothek vom Zweiten Weltkrieg zerst├Ârt (undatierte Aufnahme). Verkleidete Kinder feiern Fasching in M├╝nchen. Trambahnen halten am Karlsplatz in M├╝nchen. Ein kleines M├Ądchen f├Ąhrt im Stadion an der Dantestra├če in M├╝nchen Rollschuhe. Im Hintergrund sieht man die Borstei und das Gaswerk. Besucher beim Feiern im Paulaner Zelt auf dem M├╝nchner Oktoberfest. Das Luitpold-Theater wirbt mit einer gro├čfl├Ąchigen Anzeige f├╝r den Film "Katja - Die ungekr├Ânte Kaiserin". Im Vordergrund stehen Autos mit dem f├╝r die amerikanische Besatzungszone typischen "AB"-Kennzeichen. Rechts im Hintergrund sieht man die Griechisch-Orthodoxe Salvatorkirche. M├Ąnner veranstalten ein Hometrainer-Wettrennen auf Fahrr├Ądern. Ein Zeitungsh├Ąndler bietet Zeitungen vor dem Hauptbahnhof in M├╝nchen zum Verkauf an. Ein ├Ąlterer Herr mit Hut und Stock an der Wittelsbacher Br├╝cke in M├╝nchen. Blick vom Justizpalast auf die Maxburg, die Salvatorkirche und die angestrahlte Theatinerkirche. Ein M├Ądchen steht an einem Zaun an der Isar in M├╝nchen. Im Hintergrund sieht man die Ludwigsbr├╝cke, das Deutsche Museum und das Deutsche Patentamt (1. Bauabschnitt). Ein kleiner Junge steht neben einem H├╝hnerstall auf einem Bauernhof in Remlingen/Unterfranken. Links daneben ist ein VW K├Ąfer. Zwei Kinder in einem alten Lastwagen der Marke "Bavarian Truck Company". Frauen ernten Kartoffeln in Remlingen (Unterfranken) Ende der 40er Jahre. Schulm├Ądchen in Fuchsm├╝hl in der Oberpfalz mit Kannen f├╝r die Schulspeisung. Eine Gruppe von Menschen steht vor einem J├Ągerhaus (undatierte Aufnahme). Drei Kinder auf einem Schlitten in Mistelbach (Oberfranken). Die zwei Kinder auf der rechten Seite sind Geschwister; das linke M├Ądchen ist die Tante der beiden. Die Tante ist nur f├╝nf Jahre ├Ąlter als das M├Ądchen in der Mitte. Eine Mutter bereitet mit ihren beiden Kindern in der K├╝che das Essen vor. Eine Familie isst zusammen Hendl vom Wienerwald an der Amalienstra├če. An der Amalienstra├če wurde der erste Wienerwald gegr├╝ndet mit dem Slogan:  ?Heute bleibt die K├╝che kalt, wir gehen in den Wienerwald?. Mitglieder der Trachten- und Sch├╝tzenvereine bei einem Umzug in M├╝nchen.

Anl├Ąsslich des 70. Jahrestages der Landesverfassung des Freistaats Bayern suchten die S├╝ddeutsche Zeitung und Timeline Images ab Anfang Dezember 2016 Leserfotos vom Leben im Bayern der Nachkriegsjahre. Der gemeinsame Fotoaufruf entpuppte sich als voller Erfolg: ├ťber 400 Fotos erreichten die Fotocommunity und die Redaktion.

Die vielf├Ąltigen Motive, die uns per Post und E-Mail zugeschickt oder sogar pers├Ânlich vorbeigebracht wurden, zeigen das Leben im Bayern der Nachkriegszeit in all seinen Facetten.

Statue "Rosseb├Ąndiger" vor der Alten Pinakothek, um 1945 ┬ę LDoerfert

Statue „Rosseb├Ąndiger“ vor der Alten Pinakothek, um 1945

Die Aufnahmen dokumentieren sehr deutlich das widerspr├╝chliche Leben nach dem Krieg. Einige Bilder lassen das ganze Ausma├č der Zerst├Ârung durch die Luftangriffe erahnen, wie die Diastrecke „zerst├Ârtes M├╝nchen in Farbe“ von LDoerfert. Eine echte Besonderheit, denn farbige Zeitdokumente der in Tr├╝mmern liegenden Landeshauptstadt sind selten. Andere Motive zeigen wiederum die Versuche, Normalit├Ąt einkehren zu lassen. Aufnahmen von gemeinsamen Ausfl├╝gen mit der Familie oder mit Freunden, vom Urlaub in den Bergen oder am See, oder von Faschingsfeiern oder Volksfesten beweisen, wie das Leben trotz Verw├╝stung und Verlust weiterging. A propos Fasching: Nachkriegsbayern-Fotos von Keberlein und HRath dienten als Bebilderung f├╝r einen Artikel ├╝ber die M├╝nchner Faschingstradition und erschienen in der S├╝ddeutschen Zeitung am 3. Januar 2017 (Zugriff nur ├╝ber SZPlus).

Jungen im Kinderhort, 1946 ┬ę Rieder

Damenausflug, 1955 ┬ę UWitt

Mutter und Sohn in M├╝nchen, 1951 ┬ę drummer

Neben der Zerst├Ârung M├╝nchens sind sowohl der physische als auch der psychische Wiederaufbau Thema zahlreicher Einsendungen: Wir erhielten Bilder aus l├Ąndlicheren Regionen Bayerns, die Feldarbeiten, Heu- und Kartoffelernten zeigen aber auch Kriegsflucht oder die Kinderlandverschickung dokumentieren. Hinzu kommen auffallend oft Fotos, auf denen nur M├╝tter mit ihren Kindern zu sehen sind, als auch viele Schnappsch├╝sse von spontanen Alltagsszenen.

Der Fotograf Peter A. Schindler, der uns eine faszinierende Bildstrecke mit M├╝nchner Stra├čenszenen zukommen lie├č, wusste genau, wie er die Stimmung auf den Stra├čen M├╝nchens einf├Ąngt. Sein Gesp├╝r f├╝r sch├Âne Licht- und Schattenverh├Ąltnisse und den richtigen Augenblick honorierte die S├╝ddeutschen Zeitung mit einem eigenen Portrait. Am 24. Januar 2017 berichtete die SZ im M├╝nchner Regionalteil und auf SZ.de ├╝ber Peter A. Schindlers fotografische Anf├Ąnge im M├╝nchen der Nachkriegsjahre.

Zeitungsverk├Ąufer am M├╝nchner Hauptbahnhof, 1952 ┬ę Schindler

Besonders spannend wird es, wenn man die pers├Ânlichen Hintergr├╝nde erf├Ąhrt, die sich hinter den Bildern verbergen. In unserem Fotoalbum „Geschichte zum Bild: Nachkriegsbayern“ finden Sie Fotos mit sehr lustigen, aber auch ber├╝hrenden Geschichten, die uns von Lesern erz├Ąhlt und aufgeschrieben wurden.

Weitere Einsendungen aus dem Fotoaufruf k├Ânnen Sie auch in unseren Fotoalben „M├╝nchen in der Nachkriegszeit“, „Menschen im Nachkriegsbayern“ oder in unserer Bilddatenbank unter dem Stichwort „Nachkriegsbayern“ finden.

Wir bedanken uns hiermit noch einmal bei allen Lesern und Community-Mitgliedern, die uns Bilder zugeschickt haben und freuen uns schon auf den n├Ąchsten Fotoaufruf!

St├Âbern Sie doch in der Zwischenzeit ein wenig in unseren zahlreichen historischen Fotoalben!

Ihr Team von Timeline Images

 

M├Ądchen im Kost├╝m, 1953

Es dauert nicht mehr lang, und verkleidete Feierw├╝tige ziehen wieder durch die Stra├čen, um vor der Fastenzeit noch einmal so richtig ausgelassen zu feiern. Das Outfit von Ursula Schoierer ist zwar kein Faschingskost├╝m im klassischen Sinne ÔÇô dennoch pr├Ąsentiert sie ihr selbstgemachtes „G’wand“ voller Stolz und mit dem Wissen, dass sie etwas ganz besonderes tr├Ągt. In unserer Geschichte zum Bild im Februar berichtet uns Frau Schoierer, die uns im Rahmen des Fotoaufrufs ÔÇ×NachkriegsbayernÔÇť dieses Bild zugeschickt hat, wie sie zu ihren ersten nachhaltigen Kleidungsst├╝cken kam.

„Dieses ‚Kost├╝mchen‘ das ich auf dem Foto anhabe, war offensichtlich das einzig ‚g’scheide G’wand‘. Gro├čmutter und Mutter hatten die Jacke vorausschauend sehr gro├č gestrickt, sie sollte die n├Ąchsten Jahre immer noch passen. Der Rock dagegen fing kurz an – die oberste Runde waren Schmetterlinge, dann im n├Ąchsten Jahr eine Runde Blumen, so ging es jedes Jahr weiter mit Marienk├Ąfern, Fliegenpilzen und Herzerl.“

Foto: M├Ądchen in Kost├╝m, um 1953 ┬ę USchoierer

Als Einstimmung auf die f├╝nfte Jahreszeit finden Sie in unserem Fotoalbum weitere Bilder von kost├╝mierten Karnevalisten.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Z├Âgern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts k├Ânnen Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzuf├╝gen. Wir freuen uns auf Ihre pers├Ânliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Fotoaufruf: Bayern in der Nachkriegszeit

Familie im zerst├Ârten M├╝nchen, 1940er Jahre

Familie im zerst├Ârten M├╝nchen, 1945/46 ┬ę Anheas

Am 1. Dezember 1946 stimmen Bayerns B├╝rgerinnen und B├╝rger ├╝ber eine neue, demokratische Verfassung f├╝r den Freistaat ab. ├ťber zwei Drittel der Wahlberechtigten nehmen damals am Volksentscheid teil ÔÇô davon stimmen mehr als 70 Prozent f├╝r den Verfassungstext.

Anl├Ąsslich des 70-j├Ąhrigen Bestehens der Verfassung des Freistaats suchen die S├╝ddeutsche Zeitung und Timeline Images Leserfotos vom Leben im Bayern der Nachkiegsjahre.

Ob Tr├╝mmerlandschaften oder Wiederaufbau, ob Alltagsnot oder Aufbruchsstimmung, ob Bamberg oder Berchtesgaden, ob Bodensee oder Bayerischer Wald ÔÇô die SZ und Timeline Images bewahren Ihre historischen Fotos aus den Jahren 1946 bis 1959 vor dem Vergessen.

Teilen Sie gerne auch pers├Ânliche Erinnerungen und Anekdoten zu Ihren Bildern.

Die sch├Ânsten Motiven und Bildstrecken werden in der S├╝ddeutschen Zeitung in Print und online ver├Âffentlicht.

Zum Aufruf in der S├╝ddeutschen Zeitung

Wenn Sie Ihre Fotos direkt bei Timeline Images hochladen, haben Sie zus├Ątzlich die Chance auf den Verkauf Ihrer Bilder ÔÇô und Sie werden am Umsatz beteiligt! Timeline Images, die Fotocommunity der S├╝ddeutschen Zeitung, startete 2009 als Marktplatz f├╝r historische Fotografien, der private Anbieter und K├Ąufer historischer Fotos zusammenbringt, um au├čergew├Âhnliche Motive aus Fotosammlungen oder kleinen Fotoarchiven zu finden, zu erhalten und zu ver├Âffentlichen ÔÇô nat├╝rlich mit Honorar f├╝r die Fotografen.

Wichtige Hinweise:

  • Reichen Sie Ihre Bilder per Upload bei Timeline Images, per E-Mail oder per Post ein.
  • Mit dem Hochladen oder Einsenden Ihrer Bilder erkl├Ąren Sie sich mit den AGB einverstanden.
  • Bevor Sie eines Ihrer historischen Bilder hochladen oder einsenden, stellen Sie sicher, dass Sie damit keine Rechte anderer verletzen.
  • Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2016.
Nachkriegsbayern

Nachkriegsimpressionen aus Ochsenfurt (li.) und M├╝nchen (mi., re.) ┬ę Ochsenfurt, elvira, gisela

So reichen Sie Ihre Bilder ein: Per Upload, E-Mail oder Post

Per Upload auf Timeline Images:

  1. Klicken Sie unter www.timelineimages.de auf „Bilder hochladen“ .
  2. Bereits Mitglied? Dann loggen Sie sich ein und starten Sie mit dem Hochladen Ihrer digitalen Bilder (Bitte keine ganze Albumseiten einscannen, die Qualit├Ąt der einzelnen Bilder ist dadurch schlechter!)
  3. Noch kein Mitglied? Registrieren Sie sich in wenigen Schritten und kostenlos als neues Mitglied.
  4. Klicken Sie auf „Bilder hochladen“ und f├╝llen Sie f├╝r das erste Bild alle Datenfelder aus.
  5. W├Ąhlen Sie unter „Kategorie zuordnen“ die Kategorie „Nachkriegsbayern“ aus.
  6. Rufen Sie ├╝ber „Bild w├Ąhlen“ die Bilddatei auf. Zum Hochladen dann auf „Daten speichern“ klicken.
  7. Sie haben Ihr Bild bereits fr├╝her hochgeladen? Dann ├╝ber „Meine Bilder“ im Preview „Daten bearbeiten“ klicken und die Kategorie „Nachkriegsbayern“ zuordnen.
  8. Erz├Ąhlen Sie uns auch die Geschichte zu Ihrem Bild. In der Rubrik „Meine Bilder“ haben Sie durch Klicken auf das Foto die M├Âglichkeit dieses Bild zu kommentieren.

Per E-Mail:

Schicken Sie Ihre Aufnahmen an service@timeline-images.de (Betreff: Nachkriegsbayern). Teilen Sie uns in Ihrer E-Mail alle wichtigen Informationen und gerne auch Ihre pers├Ânlichen Erinnerungen zu Ihren Bildern mit.

Per Post:

Wenn Ihre Fotos nicht digital vorliegen, senden Sie uns Papierabzüge, Dias o.Ä. per Post an:

DIZ M├╝nchen GmbH
Timeline Images
Stichwort: Nachkriegsbayern
Hultschiner Str. 8
81677 M├╝nchen

Schreiben Sie uns alle wichtigen Informationen und gerne auch Ihre pers├Ânliche Geschichten zu Ihren Bildern auf.
Selbstverst├Ąndlich schicken wir Ihr Bildmaterial nach der Sichtung und ggf. Digitalisierung an Sie zur├╝ck.

Sie haben Fragen oder ben├Âtigen Unterst├╝tzung? Schreiben Sie uns eine E-Mail unter service@timeline-images.de oder rufen Sie unser Service Telefon an: 089 ÔÇô 2183 ÔÇô 304.

Wir freuen uns auf Ihre Bilder!

 

In der Fotocommunity finden Sie bereits viele weitere historische Bilder aus dem Nachkriegsbayern. Reisen Sie mit den Bildern unserer Community-Mitglieder in die bayerische Vergangenheit!

 

Besuch auf dem Oktoberfest in M├╝nchen, 1949

Das Oktoberfest 2016 ist zwar gerade zu Ende gegangen, da wir zu unserem Fotoaufruf „Die Wiesn in der Nachkriegszeit“ aber einige Bilder mit tollen Geschichten zugeschickt bekommen haben, dreht sich unsere Geschichte zum Bild im Oktober nochmal um das gr├Â├čte Volksfest der Welt. Timeline-Userin Metz erinnert sich an die gro├čen Freuden und ├╝berw├Ąltigenden Eindr├╝cke ihres ersten Wiesn-Besuchs mit der ganzen Familie im Jahr 1949.

Ein Besuch auf dem Oktoberfest in M├╝nchen im Sp├Ątsommer 1949. Betrachten einer Attraktion.

„Der absolute H├Âhepunkt dieser Tage in M├╝nchen war der Besuch des Oktoberfestes. Es begann schon so lustig, als wir Tante Lu trafen, die nat├╝rlich mitkam. Sie war genau die Richtige, um uns auf der Hinfahrt schon alle in die froheste Erwartung zu versetzen, und so begann der Wiesnbummel in einer so ausgelassenen Stimmung, wie ich sie bei meinen Eltern noch nie erlebt hatte. Ich erinnere mich an Karussellfahrten in Autos, auf Pferden und im Schwan, an einen Gasluftballon, der mir allerdings durch eine kurze Unachtsamkeit sp├Ąter in den blauen M├╝nchner Himmel davonflog, an einen kleinen Sonnenschirm aus Papier mit lustigen Fransen, an den herrlich klebrigen T├╝rkischen Honig, gebrannte Mandeln und Magenbrot ÔÇô alles Dinge, die ich noch nicht gekannt hatte. Ich betrachtete ehrf├╝rchtig die Achterbahn und das Riesenrad, die Geisterbahn und den br├╝llenden, biertrinkenden L├Âwen.

Weiterlesen…

Weihnachten, 1954

Der Weihnachtsbaum f├Ąllt noch etwas mager aus und auch die Gaben darunter sind weder ├╝ppig noch neu – Timeline-User Nikolas erz├Ąhlt in unserer neuen Geschichte zum Bild vom Heiligabend im schw├Ąbischen Nordendorf im Jahr 1954.

Weihnachten, 1954

 

„Das Bild ist vermutlich Weihnachten 1954 nach der Bescherung entstanden, im Haus der Eltern meiner Frau n├Ârdlich von Augsburg. Als der ‚Fotograf‘ – wohl ein Bekannter – da war, wurde das Kind platziert, mit der neuen Puppe ‚Maria‘ in den H├Ąnden und der Anweisung, den Christbaum anzugucken. Der stand – wie alle Jahre – auf der zusammengeklappten N├Ąhmaschine, war ein – wie alle┬áJahre – etwas schief gewachsenes Nadelb├Ąumchen, dessen Astabst├Ąnde mit viel Lametta kaschiert waren. Vor Silvester wurde der Baum abgeputzt, das Lametta wurde abgenommen und fein s├Ąuberlich im Weihnachtskoffer verstaut. Im n├Ąchsten Jahr brauchte man es ja wieder.┬á Weiterlesen…