Schlagwort-Archiv: Nachkriegszeit

Unterwegs in München: Die Au

Am Paulanderplatz 13 in der Au in München. Trödel liegt auf der Straße vor dem Haus. Da es in diesem Stadtteil keine Kanalisation gibt, werden die Abwässer und Abfälle in den Mühlbach von Au geleitet. Kinder spielen im Mühlbach in der Münchner Vorstadt Au. Menschen auf der Quellenstraße in München-Au. Im Hintergrund die Mariahilfkirche. Drei Männer bei der Arbeit in einer Wagenschmiede in München-Au. Blick auf ein Wohnhaus am Auer Mühlbach in München Au, links die alte Papierfabrik. Eine alte Frau sieht sich auf der Münchner Auer Dult auf dem Mariahilfplatz angebotenes Geschirr an. Ein Mann an einem Brunnen in der Quellstraße in München, nahe der Rosenheimerstraße. Blick auf einen Stand auf dem Markt, der alle Arten von Tonkrügen und Tontöpfen verkauft. Eine Verkäuferin berät einen Herrn (undatierte Aufnahme). Eine Frau beim Wäscheaufhängen im Münchner Stadtteil Au. Ein älterer Mann sucht auf der Auer Dult in München nach brauchbarem Trödel. Eine ältere Trödelverkäuferin auf der Auer Dult wartet auf Kundschaft. Ein Karren mit Schildern während des Aufbaus der Auer Dult in München. Zwei Frauen betrachten Porzellan und Geschirr auf dem Auer Geschirrmarkt in München. Eine alte Frau mit Handtasche betrachtet Gemälde an einem Verkaufsstand auf der Kirchweih-Dult in Au in München. Frauen betrachten Keramik an einem Stand auf der Herbst-Dult in Au vor der Mariahilfkirche in München. Eine junge Frau mit Kopftuch und Handtasche begutachtet den Trödel an einem Verkaufsstand auf der Auer Dult im Herbst.

Im dritten Teil unserer Fotoalbenserie „Unterwegs in München“ geht’s in die Au: Durch die dreimal jährlich stattfindende Dult über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, hat die Au noch mehr zu bieten als Teller, Tassen und Trödel. Das Münchner Original Karl Valentin erblickte hier das Licht der Welt, das Starkbierfest am Nockherberg zieht jährlich tausende Besucher an und Wassermühlen im Auer Mühlbach dienen nach wie vor fleißig der Energiegewinnung. Tauchen Sie ein in die Historie des traditionellen Münchner Viertels und stöbern Sie in unserem Fotoalbum in einem Jahrhundert Stadtteilgeschichte.

Die Au in München

Feierabendbier an der Isar, Kunst in den Pinakotheken, Bummeln auf der Auer Dult oder Weißwurstfrühstück auf dem Viktualienmarkt – in „Minga“ sind den Aktivitäten keine Grenzen gesetzt. In unserer neuen Serie “Unterwegs in München” zeigen wir Ihnen die schönsten Plätze, die angesagtesten Stadtteile, die geschichtsträchtigsten Gebäude und die urigsten Persönlichkeiten des bayerischen Millionendorfs. Nächstes Mal präsentieren wir Ihnen einen Querschnitt durch 80 Jahre Münchner Oktoberfest.

Unterwegs in München: Nachkriegszeit

Am Morgen nach der Bombennacht im Sommer 1944 in München bringt eine Frau Dinge aus ihrem Haus in Sicherheit, darunter ein Kruzifix. Ruinen an der Münchner Augustinstraße nach Kriegsende. Im Hintergrund die Josefkirche. Zwei Männer transportieren neu hergestellte Särge auf einem Handwagen durch die Straßen Münchens. Die Särge sind für dei möglichen Opfer, die der harte und kalte Winter im kriegszerstörten München bringen kann, bestimmt. Schuttberg vor dem Wittelsbacher Palais in München, dem ehemaligen GESTAPO-Hauptquartier. Aufräumarbeiten am Münchner Marienplatz nach Kriegsende. Der bayerische Löwe vom Münchner Siegestor an einem Trümmhaufen lehnend. Das herabgestürzte Kruzifix in den Trümmern der schwerstbeschädigten Frauenkirche nach einen der letzten alliierten Luftangriffe auf München. Häuserruinen in der Augustenstraße nach Kriegsende. Menschen bei der Trümmerbeseitigung nach einem alliierten Bombenangriff im Frühjahr 1945 an der Kreuzung Schellingstraße Schraudolphstraße in Schwabing. Im Hintergrund die zerstörte Neue Pinakothek. Zwei Frauen stehen am Königsplatz in München (undatierte Aufnahme). Vom Zweiten Weltkrieg zerstörte Gebäude in München (undatierte Aufnahme). Die Alte Pinakothek vom Zweiten Weltkrieg zerstört (undatierte Aufnahme). Der vom Zweiten Weltkrieg zerstörter Elisabethplatz in München. Im Hintergrund sieht man die Fassade des Gisela-Gymnasiums (undatierte Aufnahme). Vom Krieg zerstörte Statuen vor der Alten Pinakothek in München. Die alleinstehende Statue ist der "Rossebändiger" von Hermann Hahn (1931). Nach dem Krieg steht eine Familie vor einer im Zweiten Weltkrieg zerstörten Landschaft in München. Vor dem Geschäft eines Fotografen in München stehen Menschen an, um für die neuen Personalausweise Fotos machen zu lassen. Eine junge, lachende Frau im Bikini wird auf einer Liege im Garten mit Wasser aus einer Gießkanne abgekühlt. Ein Vater mit seinen beiden Kindern in einem Innenhof, in dem noch Berge von Schutt liegen.

Im zweiten Teil unserer Fotoalbenserie „Unterwegs in München“ zeigen wir Ihnen die eindringlichsten und beeindruckendsten Aufnahmen vom zerstörten München nach dem Zweiten Weltkrieg: Von der Alten Pinakothek ist nur ein Schutthaufen übrig, der Marienplatz wirkt wie ausradiert und eine Löwenstatue reckt einsam ihren Hals aus den Trümmern des Wittelsbacher Palais‘. Doch langsam aber sicher kehrt so etwas wie Alltag und Normalität zurück: Bürgerinnen und Bürger stehen Schlange, um Fotos für die neuen Personalausweise anfertigen zu lassen, Familien machen Ausflüge in den Tierpark Hellabrunn und Kinder, verkleidet als Cowboys und Indianer, posieren in ihren Faschingskostümen vor Ruinen.

Zerstörtes München

Zerstörtes München in Farbe

München in Trümmern

München in der Nachkriegszeit

Feierabendbier an der Isar, Kunst in den Pinakotheken, Bummeln auf der Auer Dult oder Weißwurstfrühstück auf dem Viktualienmarkt – in „Minga“ sind den Aktivitäten keine Grenzen gesetzt. In unserer neuen Serie “Unterwegs in München” zeigen wir Ihnen die schönsten Plätze, die angesagtesten Stadtteile, die geschichtsträchtigsten Gebäude und die urigsten Persönlichkeiten des bayerischen Millionendorfs. Nächstes Mal geht’s auf Tour durch den Stadtteil Au.

Einzug der Erstkommunionkinder, 1948

Letzten Sonntag fand in vielen katholischen Kirchen die Erstkommunion statt â€“ ein aufregender Tag für die jungen Kirchenmitglieder. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt uns Timeline-User HRath, wie lange im Voraus seine Mutter das Kommunions-Festmahl planen musste und was es mit dem Gebäude im Hintergrund des Bildes auf sich hat.

Einzug der Erstkommunionkinder in die Kirche St. Anna mit der zerstörten Schule St. Anna im Hintergrund.

Einzug der Erstkommunionkinder in die Kirche St. Anna, 1948   Â© HRath

„Zu meiner Erstkommunion gab es Fleischpflanzerl zum Essen. Das weiß ich deshalb noch so genau, da meine Mutter schon drei Monate im Voraus ein Pfund Hackfleisch beim Metzger bestellte. Dies war notwendig, um sicher zu gehen, dass es an diesem Tag auch wirklich Hackfleisch gab. Im Hintergrund des Bildes sieht man die zerbombte St. Anna-Schule. In dem zerstörten Gebäude wurden wir zu diesem Zeitpunkt wieder unterrichtet. Im Winter war es sehr kalt, da es keine Fenster gab und so saßen wir alle mit Jacken im Klassenraum.“

Falls Sie sich für weitere Motive religiöser Initiationsriten interessieren, dann stöbern Sie doch in unserem Fotoalbum „Taufe“. Farbaufnahmen des zerstörten München gibt es im Fotoalbum „Zerstörtes München in Farbe“. Und bei Timeline Images auf Pinterest sehen Sie eine weitere Auswahl von Schwarzweiß-Bildern des ausgebombten München.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Kind beim Spielen, um 1949

Nach dem Krieg spielte man mit dem, was da war â€“ mitunter auch mit Dingen, die für Kinder eher ungeeignet sind.  In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt uns Community-Mitglied USchoierer, wie sie damals mit den anderen Kindern vom Hof gefährliche Gerätschaften als Spielsachen umfuktionierte und warum das fast ins Auge gegangen wäre.

Ein Kind spielt mit Alltagsgegenständen, da es damals so gut wie keine Spielzeuge gab.

Kind beim Spielen, um 1949   Â© USchoierer

„Mein Spielplatz vor dem Haus im Hof der Holzstraße 49 in München – inzwischen ist irgendwo her ein Sieb aufgetaucht. Die übrigen Spielsachen waren sehr bescheiden. Meine Mutter hatte ein kleines Beet eingefasst, um Tomaten und ein paar Kräuter anzubauen. In den Bergen von Schutt und Asche, Ziegeln und Glas lagen sicher auch allerlei gefährlichen Substanzen, die zugedeckt waren. Im Hintergrund, meine ich, liegen noch ein paar Batterien oder Akkumulatoren. Die großen Autobatterien konnten wir für unsere fantastischen Spiele gut gebrauchen. Diese Freude endete sehr plötzlich, da ich an der Hand eine Blutvergiftung (vom Blei) bekam und wortwörtlich im letzten Augenblick beim Arzt landete.“

 

 

Weitere Bilder aus dem Bayern und München der Nachkriegszeit finden Sie in unseren Fotoalben Menschen im Nachkriegsbayern, München in der Nachkriegszeit und zerstörtes München in Farbe.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Fiat Millecento bei Ettal, um 1960

Die Herbstzeit hat wahrlich ihre Vorteile â€“ die Sonne taucht die Bäume in goldenes Licht, der Duft von Mandarinen liegt in der Luft und das schlechte Gewissen bleibt aus, wenn man einfach mal einen Tag auf der Couch verbringt. Womit (oder eher: mit wem) man die Herbstzeit noch verbringen kann, erzählt uns Timeline-User Helmut Rath in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Ein junger Mann steht neben seinem Fiat Millecento auf der Staatsstraße 2060 zwischen Schloss Linderhof und Kloster Ettal.

Fiat Millecento in der Gegend um Ettal, um 1960   Â© HRath

„Der Fiat Millecento war mein allererstes Auto. Ich habe ihn 1960 gebraucht für ca. 4000 Mark gekauft. Er war zu diesem Zeitpunkt schon etwa vier Jahre alt, aber er besaß hochmoderne Blinker. Damals arbeitete ich 48 Stunden im Münchner Justizpalast, für 0,95 Pfennig pro Stunde. Einen Teil des Geldes hat mir mein Vater geschenkt, den Rest habe ich selbst gespart. Im Jahr 1970 musste ich ihn verkaufen, da ich geheiratet hatte und das Geld für eine Wohnung benötigte.“

Alle Autofreunde sollten unbedingt einen Blick in unser Fotoalbum Autos, 60er Jahre und auf unsere Geschichte zum Bild im August über den Oldtimer-Grand-Prix werfen. Wenn Autos für Sie zweitrangig sind, empfehlen wir Ihnen unsere Pinterest-Pinnwand Herbstzeit oder unser Fotoalbum Ausflug.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Unsere Fotografen: HRath

Dampflok der Baureihe 685 der Ital. Staatseisenbahn im Bhf. Jenbach/Tirol. TEE aus der Schweiz bei der Durchfahrt in Gerling bei Saalfelden mit dem Steiner Meer im Hintergrund. Ein Flugzeug des Typs Percival Pembroke C54 der Deutschen Bundeswehr am Flughafen München-Riem. Oldtimer im September 1983 bei Weitra in Niederösterreich nahe der Grenze zur CSSR. Stadttor an der Innbrücke in der Stadt Wasserburg am Inn. Menschen spazieren die Straße entlang, ein Auto überquert die Brücke. Im Hintergrund sind die Türme der Heilig-Geist-Spitalkirche und der Kirche "Unserer Lieben Frau" zu sehen. Sonnenuntergang in der Gemeinde Reit im Winkl im oberbayerischen Landkreis Traunstein mit der Kirche St. Pankratius im Zentrum. Umzug einer Musikkapelle während eines Festaktes mit dem damaligen Herzog von Bayern auf Schloss Herrenchiemsee. Besucher auf dem Oktoberfest in München mit Augustinerbräuzelt im Hintergrund. Bierzelt des Hackerbräus auf dem Oktoberfest in München. Das Fahrgeschäft Clipper auf dem Oktoberfest in München by night. Kopie der Lokomotive 'Adler' auf der Parade anlässlich der 800 Jahrfeier der Stadt München. Historische Pferde-Straßenbahn anlässlich der 800 Jahrfeier der Stadt München. Faschingswagen wahrscheinlich mit den Pappmachefiguren von Hanns Seidel (CSU) und Wilhelm Hoegner (SPD). Auf dem Wochenmarkt am Stadtplatz von Dubrovnik reicht das Spektrum der angebotenen Waren von frischen Schnittblumen bis hin zu frischem Obst und Gemüse. Das Wirtschaftswunder in Deutschland ist auch hier spürbar. Flugzeugabsturz einer US-Maschine in der Bayerstr. Ecke Martin-Greif-Straße. Das Flugzeug streifte vorher den Kirchturm der St. Paulskirche in München. Blick auf den Karlsplatz (Stachus) in München vom Justizpalast aus. Weiße Weihnachten in München. Gläubige feiern einen Gottesdienst (Bergmesse) vor der Tabor-Kapelle. Das Bild zeigt die Kapelle vor einem Brand und dem anschließenden Wiederaufbau 1970/71. Heute trägt sie den Namen Hochfellnkapelle. Ein kleiner Junge spielt mit Tauben auf dem Odeonsplatz in München. Im Hintergrund sehen ihm Passanten zu. Ein kleiner Junge fährt auf einem Metall- oder Eisendreirad über einen Hof. Um ihn herum picken Hühner auf dem Boden. Verkleidete Kinder feiern Fasching in München.

Unser Fotograf HRath ist nicht nur Timeline-Mitglied der ersten Stunde, sondern besitzt mit über 20.000 Motiven eine der größten Sammlungen von Eisenbahnfotos in ganz Deutschland.

Was die Fotografie angeht, ist Helmut Rath – so sein voller Name – nach eigener Aussage ein wahrer Spätzünder: Erst nachdem er Ende der 50er Jahre den Führerschein bestanden und sich einen gebrauchten Fiat Millecento gekauft hatte, ging es richtig los. Sein geliebter Fiat führte ihn nämlich durch Bayern und die Schweiz, wo er während des Urlaubs mit seiner ersten Kamera, einer Agfa Silette, verschiedene Motive fotografierte. Nebenbei filmte er auch â€“ seine erste Schmalfilmkamera erstand er mit einem Zuschuss seiner Mutter 1972 zur Olympiade in München.

Die große Leidenschaft von HRath sind Eisenbahnen und Züge, die er vor allem ab 1973/74 fotografierte. Während seiner Zeit als Beamter im Münchner Justizpalast zeigte Helmut Rath einem bekannten Eisenbahnfotografen eines seiner Eisenbahnbilder. Der Bekannte behielt das Bild und drei Monate später lag eine Eisenbahnzeitschrift mit genau diesem Foto auf seinem Schreibtisch. Da dachte er sich: „Mensch, wenn da ein Eisenbahnbild von mir abgedruckt wird, dann könnte ich eigentlich Eisenbahnen fotografieren.“

Helmut Rath begann nicht nur Eisenbahnen und Züge zu fotografieren, sondern auch zu filmen – und das in nicht ganz ungefährlicher Manier. Einmal ließ er sich in Absprache mit dem Lokführer von einer Dampflokomotive überfahren, indem er sich zwischen die Gleise in ein Loch für eine neue Signalleuchte legte und so die Lok von unten filmte. Ein Ereignis, an das er sich immer wieder gerne erinnert.

Weiterlesen…

Rückblick: Fotoaufruf Bayern in der Nachkriegszeit

Das vom Zweiten Weltkrieg zerstörte Siegestor an der Leopoldstraße in München, vermutlich noch während des Krieges (undatierte Aufnahme). Die Alte Pinakothek vom Zweiten Weltkrieg zerstört (undatierte Aufnahme). Verkleidete Kinder feiern Fasching in München. Trambahnen halten am Karlsplatz in München. Ein kleines Mädchen fährt im Stadion an der Dantestraße in München Rollschuhe. Im Hintergrund sieht man die Borstei und das Gaswerk. Besucher beim Feiern im Paulaner Zelt auf dem Münchner Oktoberfest. Das Luitpold-Theater wirbt mit einer großflächigen Anzeige für den Film "Katja - Die ungekrönte Kaiserin". Im Vordergrund stehen Autos mit dem für die amerikanische Besatzungszone typischen "AB"-Kennzeichen. Rechts im Hintergrund sieht man die Griechisch-Orthodoxe Salvatorkirche. Männer veranstalten ein Hometrainer-Wettrennen auf Fahrrädern. Ein Zeitungshändler bietet Zeitungen vor dem Hauptbahnhof in München zum Verkauf an. Ein älterer Herr mit Hut und Stock an der Wittelsbacher Brücke in München. Blick vom Justizpalast auf die Maxburg, die Salvatorkirche und die angestrahlte Theatinerkirche. Ein Mädchen steht an einem Zaun an der Isar in München. Im Hintergrund sieht man die Ludwigsbrücke, das Deutsche Museum und das Deutsche Patentamt (1. Bauabschnitt). Ein kleiner Junge steht neben einem Hühnerstall auf einem Bauernhof in Remlingen/Unterfranken. Links daneben ist ein VW Käfer. Zwei Kinder in einem alten Lastwagen der Marke "Bavarian Truck Company". Frauen ernten Kartoffeln in Remlingen (Unterfranken) Ende der 40er Jahre. Schulmädchen in Fuchsmühl in der Oberpfalz mit Kannen für die Schulspeisung. Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Jägerhaus (undatierte Aufnahme). Drei Kinder auf einem Schlitten in Mistelbach (Oberfranken). Die zwei Kinder auf der rechten Seite sind Geschwister; das linke Mädchen ist die Tante der beiden. Die Tante ist nur fünf Jahre älter als das Mädchen in der Mitte. Eine Mutter bereitet mit ihren beiden Kindern in der Küche das Essen vor. Eine Familie isst zusammen Hendl vom Wienerwald an der Amalienstraße. An der Amalienstraße wurde der erste Wienerwald gegründet mit dem Slogan:  ?Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald?. Mitglieder der Trachten- und Schützenvereine bei einem Umzug in München.

Anlässlich des 70. Jahrestages der Landesverfassung des Freistaats Bayern suchten die Süddeutsche Zeitung und Timeline Images ab Anfang Dezember 2016 Leserfotos vom Leben im Bayern der Nachkriegsjahre. Der gemeinsame Fotoaufruf entpuppte sich als voller Erfolg: Über 400 Fotos erreichten die Fotocommunity und die Redaktion.

Die vielfältigen Motive, die uns per Post und E-Mail zugeschickt oder sogar persönlich vorbeigebracht wurden, zeigen das Leben im Bayern der Nachkriegszeit in all seinen Facetten.

Statue "Rossebändiger" vor der Alten Pinakothek, um 1945 © LDoerfert

Statue „Rossebändiger“ vor der Alten Pinakothek, um 1945

Die Aufnahmen dokumentieren sehr deutlich das widersprüchliche Leben nach dem Krieg. Einige Bilder lassen das ganze Ausmaß der Zerstörung durch die Luftangriffe erahnen, wie die Diastrecke „zerstörtes München in Farbe“ von LDoerfert. Eine echte Besonderheit, denn farbige Zeitdokumente der in Trümmern liegenden Landeshauptstadt sind selten. Andere Motive zeigen wiederum die Versuche, Normalität einkehren zu lassen. Aufnahmen von gemeinsamen Ausflügen mit der Familie oder mit Freunden, vom Urlaub in den Bergen oder am See, oder von Faschingsfeiern oder Volksfesten beweisen, wie das Leben trotz Verwüstung und Verlust weiterging. A propos Fasching: Nachkriegsbayern-Fotos von Keberlein und HRath dienten als Bebilderung für einen Artikel über die Münchner Faschingstradition und erschienen in der Süddeutschen Zeitung am 3. Januar 2017 (Zugriff nur über SZPlus).

Jungen im Kinderhort, 1946 © Rieder

Damenausflug, 1955 © UWitt

Mutter und Sohn in München, 1951 © drummer

Neben der Zerstörung Münchens sind sowohl der physische als auch der psychische Wiederaufbau Thema zahlreicher Einsendungen: Wir erhielten Bilder aus ländlicheren Regionen Bayerns, die Feldarbeiten, Heu- und Kartoffelernten zeigen aber auch Kriegsflucht oder die Kinderlandverschickung dokumentieren. Hinzu kommen auffallend oft Fotos, auf denen nur Mütter mit ihren Kindern zu sehen sind, als auch viele Schnappschüsse von spontanen Alltagsszenen.

Der Fotograf Peter A. Schindler, der uns eine faszinierende Bildstrecke mit Münchner Straßenszenen zukommen ließ, wusste genau, wie er die Stimmung auf den Straßen Münchens einfängt. Sein Gespür für schöne Licht- und Schattenverhältnisse und den richtigen Augenblick honorierte die Süddeutschen Zeitung mit einem eigenen Portrait. Am 24. Januar 2017 berichtete die SZ im Münchner Regionalteil und auf SZ.de über Peter A. Schindlers fotografische Anfänge im München der Nachkriegsjahre.

Zeitungsverkäufer am Münchner Hauptbahnhof, 1952 © Schindler

Besonders spannend wird es, wenn man die persönlichen Hintergründe erfährt, die sich hinter den Bildern verbergen. In unserem Fotoalbum „Geschichte zum Bild: Nachkriegsbayern“ finden Sie Fotos mit sehr lustigen, aber auch berührenden Geschichten, die uns von Lesern erzählt und aufgeschrieben wurden.

Weitere Einsendungen aus dem Fotoaufruf können Sie auch in unseren Fotoalben „München in der Nachkriegszeit“, „Menschen im Nachkriegsbayern“ oder in unserer Bilddatenbank unter dem Stichwort „Nachkriegsbayern“ finden.

Wir bedanken uns hiermit noch einmal bei allen Lesern und Community-Mitgliedern, die uns Bilder zugeschickt haben und freuen uns schon auf den nächsten Fotoaufruf!

Stöbern Sie doch in der Zwischenzeit ein wenig in unseren zahlreichen historischen Fotoalben!

Ihr Team von Timeline Images

 

Mädchen im Kostüm, 1953

Es dauert nicht mehr lang, und verkleidete Feierwütige ziehen wieder durch die Straßen, um vor der Fastenzeit noch einmal so richtig ausgelassen zu feiern. Das Outfit von Ursula Schoierer ist zwar kein Faschingskostüm im klassischen Sinne â€“ dennoch präsentiert sie ihr selbstgemachtes „G’wand“ voller Stolz und mit dem Wissen, dass sie etwas ganz besonderes trägt. In unserer Geschichte zum Bild im Februar berichtet uns Frau Schoierer, die uns im Rahmen des Fotoaufrufs „Nachkriegsbayern“ dieses Bild zugeschickt hat, wie sie zu ihren ersten nachhaltigen Kleidungsstücken kam.

„Dieses ‚Kostümchen‘ das ich auf dem Foto anhabe, war offensichtlich das einzig ‚g’scheide G’wand‘. Großmutter und Mutter hatten die Jacke vorausschauend sehr groß gestrickt, sie sollte die nächsten Jahre immer noch passen. Der Rock dagegen fing kurz an – die oberste Runde waren Schmetterlinge, dann im nächsten Jahr eine Runde Blumen, so ging es jedes Jahr weiter mit Marienkäfern, Fliegenpilzen und Herzerl.“

Foto: Mädchen in Kostüm, um 1953 © USchoierer

Als Einstimmung auf die fünfte Jahreszeit finden Sie in unserem Fotoalbum weitere Bilder von kostümierten Karnevalisten.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Fotoaufruf: Bayern in der Nachkriegszeit

Familie im zerstörten München, 1940er Jahre

Familie im zerstörten München, 1945/46 © Anheas

Am 1. Dezember 1946 stimmen Bayerns Bürgerinnen und Bürger über eine neue, demokratische Verfassung für den Freistaat ab. Über zwei Drittel der Wahlberechtigten nehmen damals am Volksentscheid teil – davon stimmen mehr als 70 Prozent für den Verfassungstext.

Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Verfassung des Freistaats suchen die Süddeutsche Zeitung und Timeline Images Leserfotos vom Leben im Bayern der Nachkiegsjahre.

Ob Trümmerlandschaften oder Wiederaufbau, ob Alltagsnot oder Aufbruchsstimmung, ob Bamberg oder Berchtesgaden, ob Bodensee oder Bayerischer Wald – die SZ und Timeline Images bewahren Ihre historischen Fotos aus den Jahren 1946 bis 1959 vor dem Vergessen.

Teilen Sie gerne auch persönliche Erinnerungen und Anekdoten zu Ihren Bildern.

Die schönsten Motiven und Bildstrecken werden in der Süddeutschen Zeitung in Print und online veröffentlicht.

Zum Aufruf in der Süddeutschen Zeitung

Wenn Sie Ihre Fotos direkt bei Timeline Images hochladen, haben Sie zusätzlich die Chance auf den Verkauf Ihrer Bilder – und Sie werden am Umsatz beteiligt! Timeline Images, die Fotocommunity der Süddeutschen Zeitung, startete 2009 als Marktplatz für historische Fotografien, der private Anbieter und Käufer historischer Fotos zusammenbringt, um außergewöhnliche Motive aus Fotosammlungen oder kleinen Fotoarchiven zu finden, zu erhalten und zu veröffentlichen – natürlich mit Honorar für die Fotografen.

Wichtige Hinweise:

  • Reichen Sie Ihre Bilder per Upload bei Timeline Images, per E-Mail oder per Post ein.
  • Mit dem Hochladen oder Einsenden Ihrer Bilder erklären Sie sich mit den AGB einverstanden.
  • Bevor Sie eines Ihrer historischen Bilder hochladen oder einsenden, stellen Sie sicher, dass Sie damit keine Rechte anderer verletzen.
  • Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2016.
Nachkriegsbayern

Nachkriegsimpressionen aus Ochsenfurt (li.) und München (mi., re.) © Ochsenfurt, elvira, gisela

So reichen Sie Ihre Bilder ein: Per Upload, E-Mail oder Post

Per Upload auf Timeline Images:

  1. Klicken Sie unter www.timelineimages.de auf „Bilder hochladen“ .
  2. Bereits Mitglied? Dann loggen Sie sich ein und starten Sie mit dem Hochladen Ihrer digitalen Bilder (Bitte keine ganze Albumseiten einscannen, die Qualität der einzelnen Bilder ist dadurch schlechter!)
  3. Noch kein Mitglied? Registrieren Sie sich in wenigen Schritten und kostenlos als neues Mitglied.
  4. Klicken Sie auf „Bilder hochladen“ und füllen Sie für das erste Bild alle Datenfelder aus.
  5. Wählen Sie unter „Kategorie zuordnen“ die Kategorie „Nachkriegsbayern“ aus.
  6. Rufen Sie über „Bild wählen“ die Bilddatei auf. Zum Hochladen dann auf „Daten speichern“ klicken.
  7. Sie haben Ihr Bild bereits früher hochgeladen? Dann über „Meine Bilder“ im Preview „Daten bearbeiten“ klicken und die Kategorie „Nachkriegsbayern“ zuordnen.
  8. Erzählen Sie uns auch die Geschichte zu Ihrem Bild. In der Rubrik „Meine Bilder“ haben Sie durch Klicken auf das Foto die Möglichkeit dieses Bild zu kommentieren.

Per E-Mail:

Schicken Sie Ihre Aufnahmen an service@timeline-images.de (Betreff: Nachkriegsbayern). Teilen Sie uns in Ihrer E-Mail alle wichtigen Informationen und gerne auch Ihre persönlichen Erinnerungen zu Ihren Bildern mit.

Per Post:

Wenn Ihre Fotos nicht digital vorliegen, senden Sie uns Papierabzüge, Dias o.Ä. per Post an:

DIZ München GmbH
Timeline Images
Stichwort: Nachkriegsbayern
Hultschiner Str. 8
81677 München

Schreiben Sie uns alle wichtigen Informationen und gerne auch Ihre persönliche Geschichten zu Ihren Bildern auf.
Selbstverständlich schicken wir Ihr Bildmaterial nach der Sichtung und ggf. Digitalisierung an Sie zurück.

Sie haben Fragen oder benötigen Unterstützung? Schreiben Sie uns eine E-Mail unter service@timeline-images.de oder rufen Sie unser Service Telefon an: 089 – 2183 – 304.

Wir freuen uns auf Ihre Bilder!

 

In der Fotocommunity finden Sie bereits viele weitere historische Bilder aus dem Nachkriegsbayern. Reisen Sie mit den Bildern unserer Community-Mitglieder in die bayerische Vergangenheit!