Picknick im Wald, 1953

Ein plastikfreies Picknick zu veranstalten, klingt heutzutage nach einer kleinen Herausforderung. Denn auch wenn immer mehr Gesetze und Verbote durchgesetzt werden, die den Plastikverbrauch einschränken sollen, können es sich die Meisten trotzdem nicht vorstellen, einen Campingtrip oder Ausflug zu machen, ohne Plastiktüten oder Geschirr aus Kunststoff einzupacken. Doch was uns heute so gut wie unmöglich erscheint, war früher Usus. In unserer heutigen Geschichte zum Bild erzählt uns die Timeline-Userin Silke Kruse von ihrem plastikfreien Picknick-Erlebnis.

Eine mit einem VW-Bus angereiste Gruppe macht Picknick in der Lüneburger Heide.

Picknick im Wald, 1953   © Silke Kruse

„Die einfache, plastikfreie Welt von gestern: Zum Ausflug wurde Alltagsgeschirr aus Porzellan mitgenommen. Auf dem selbstgebastelten Campingtisch standen entsprechend Porzellantassen und eine Porzellankanne aus der Küche. Die Strohhalme waren aus Stroh. Das Kind rechts bin ich im Alter von sechs Jahren.“

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Tischtennis-Turnier, 1965

Klassenfahrt – allein das Wort ruft bei den meisten Menschen eine Menge an Erinnerungen hervor. Manche davon sind zwar schöner als andere, doch gefüllt sind sie alle mit einem: purer Nostalgie. Ob die abenteuerliche Anreise, die anstrengenden Wanderungen, oder das gesellige Tischtennisspielen; wir alle haben uns schon mal gewünscht, diese Zeiten mit all ihren jugendlichen Freuden und Sorgen einmal wieder zu erleben. In unserer heutigen Geschichte zum Bild erzählt uns der Timeline-User Schneckes, wie er seine Zeit im Schullandheim erlebt hat.

Auf dem kleinen ebenen Platz am Landheim ist gerade genug Platz für eine Tischtennisplatte. An der wird unermüdlich gespielt!

Tischtennis-Turnier, 1965   © Schneckes

„Im Unterhöllgrund, einem abgelegenen Seitental in der Nähe von Eberbach, betreibt das Helmholtz-Gymnasium in Heidelberg seit über 60 Jahren sein eigenes Landschulheim. In den 70er Jahren war es üblich, dass jede Klasse für ca. eine Woche ins ‚Landheim‘ ging. Für die meisten Schüler war es damals die einzige Möglichkeit, in ‚Urlaub‘ zu fahren. Der Landheim-Verein ermöglichte durch finanzielle Hilfen, dass jeder Schüler – wir waren damals ein reinen Jungengymnasium – mitfahren konnte. Schon die Anreise war abenteuerlich. Mit dem Zug ging’s von Heidelberg das Neckartal aufwärts nach Eberbach. Dort hieß es warten und umsteigen in einen Postbus. Der fuhr uns dann extra, abseits seiner üblichen Route, in den abgeschiedenen Unterhöllgrund. Dort angekommen das Gedränge und Geschiebe, um ja in die besten Zimmer zu kommen und einen bevorzugten Bettenplatz zu ergattern. Vor dem ersten Mittagessen dann noch die Einteilung zum Küchendienst – Kartoffeln schälen, Aufdecken, Abräumen und Geschirrspülen. Dann die Bekanntgabe des Wochenplans. Je nach begleitendem Lehrer standen immer einige Unterrichtsstunden in Mathe, Deutsch oder Englisch an. Gefürchtet waren einige Lehrer wegen ihres Hangs zu ausgedehnten Wanderungen in die waldreiche Umgebung. Entweder hinauf zum Katzenbuckel oder zu den markgräflichen Wildgehegen des Prinzen von Baden. Um vor diesen Torturen verschont zu bleiben, wurde so manche Ausrede ausgeheckt – meistens aber war sie vergeblich… Die weiteren wenigen Freizeitaktivitäten waren in dieser Abgeschiedenheit sehr eingeschränkt. Außer Brettspielen war das Tischtennis-Rundspiel ‚Mäxle‘ sehr beliebt. Wurde ein Spieler gleich zweimal hintereinander Sieger, war ihm die Anerkennung seiner Mitschüler gewiss.“

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Diese Fotografie aus dem Jahr 1927 könnte heute als Warnung in den Städten aufgehängt werden, dass man es an Weihnachten dieses Jahr genauso NICHT machen sollte. An Kontaktbeschränkungen, Abstandsregelungen, regelmäßiges Lüften und die Frage nach der Anzahl der Haushalte auf einem Fleck haben diese vier beschwipsten Personen auf dem Bild mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gedacht. Mit unserer heutigen Geschichte zum Bild von unserem Timeline-User Anheas schwelgen wir ein wenig in Erinnerung an vergangene Jahre und Jahrzehnte, als man sich unter dem Weihnachtsbaum und eventuell auf Schaffellen noch unbedacht in die Arme fallen konnte.

Zwei Damen und zwei Herren feiern Weihnachten leicht angetrunken auf Schaffellen aufe einem Bett.

Vor-Weihnachtsfeier, 1927   © Anheas

„Das Bild ist in Diepholz aufgenommen – genauer noch in der Steinstraße 36. Entstanden ist das Bild im Lager einer Gerberei für Felle. Die Gerberei hat bis 1995 existiert und ist nach mehr als 150 Jahren geschlossen worden. Aufgenommen hat das Bild unser ‚Opa‘ Hermann Müller.“

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Unterwegs in Berlin: Berlin in den 60er Jahren

Szene aus den ersten Tagen des Mauerbaus. Bezirk Kreuzberg / Mitte: Blickrichtung auf die Lindenstraße, Ecke Zimmerstraße.Menschen stehen auf und vor einem Podest in an der Mauer in Berlin, um einen Blick über den Grenzzaun werfen oder mit Betroffenen Sichtkontakt aufnehmen zu können.Bau der Berliner Mauer am Potsdamer Platz: NVA-Soldaten tragen einen Pfeiler.Ein Mann steht an der Ecke Potsdamer Strasse ud Potsdamer Platz nahe der Berliner Mauer.Blick von der westberliner Seite (ammerikanischer Sektor) Richtung Ost-Berlin. Zu sehen ist noch der frühe Mauerbau (erst später ersetzt durch gleiche Elemente).Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Links im Bild Häuser die zu Ost-Berlin gehörten.Bau der Berliner Mauer. Im Vordergrund die Ruinen ehemaliger Ost-Berliner Häuser.Ein Schild mit der Aufschrift "Sackgasse" und einem weiteren, von Aktivisten angebrachten Schild mit der Aufschrift "verursacht durch die Schandmauer" vor einer Straße, die plötzlich an der Berliner Mauer der DDR endet.Grenzübergang Invalidenstraße.Zwei Jungen klettern auf Straßenschilder, um die Kungebung und die Demonstration zum ersten Jahrestag des Mauerbaus vor dem Schöneberger Rathaus in Berlin zu verfolgen.Ostberlin - die Rentnerin Frieda Schulze, klettert aus dem Fenster ihrer Wohnung in der Bernauer Strasse, um in den Westteil der Stadt zu fliehen. Feuerwehrleute aus West-Berlin halten das Sprungtuch auf.

- 25.09.1961

German Democratic Republic Bezirk Berlin (Ost-Berlin) East Berlin - The building of the wall. Frieda Schulze escaping out of the window of her flat in East-Berlin to West-Berlin. Bernauer Strasse

- 25.09.1961Frauen mit weißen Handschuhen und Handtasche und Männer im Anzug am Kurfürstendamm in Berlin überqueren einen Zebrastreifen und im Hintergrund ein Zeitungskiosk.Frauen mit Rock, Mantel, Sonnenbrille und Handtasche und ein Mann im Anzug an der U-Bahn Haltestelle Kurfürstendamm in Berlin.Frau in einem grünen Kleid vor einer Boutique am Kurfürstendamm in Berlin.Passanten und Menschen in einem Cafe am Kurfürstendamm in Berlin.Paar vor einem Foto-Geschäft in Berlin Tempelhofer Damm.Tauentzienstraße in Berlin. Bild zeigt Passanten vor Geschäften und Straße mit Autos.Badestelle an der Havel in Berlin. Bild zeigt ein Motorboot als Verkaufsstand und Jungen in Badehose.Kinder spielen in Trümmern in Berlin-Mariendorf.Ein Junge versucht die Tür eines Käfers zu öffenen in Ramsau.Parkende Autos in der Georgenstraße in Berlin-Mitte.Blick durch Stacheldraht auf das Brandenburger Tor in Berlin.

Das Berlin der 60er Jahre war vor allem geprägt durch den Mauerbau, der Berlin in Ost und West einteilte. Diese zwei Berlins konnten unterschiedlicher nicht sein: Auf der einen Seite bummelte man durch die Straßen und konnte sich dank der sozialen Marktwirtschaft in Geschäften kaufen, was man wollte, solange es das eigene Vermögen erlaubte. Auf der anderen Seite musste man vor den Läden Schlange stehen und wusste noch nicht, ob und was man am Ende bekam. Die Mauer, im Westen als „Schandmauer“ und im Osten „antifaschistischer Schutzwall“ bezeichnet, hat ein Land, Familien, Freunde und Geliebte auseinandergerissen und beinahe einen Krieg ausgelöst – und nirgendwo sonst in Deutschland war der Kontrast zwischen Kapitalismus und Sozialismus so deutlich sichtbar wie im geteilten Berlin.

Bau der Berliner Mauer, 60er Jahre

Mauerbau, 1962

Berlin in den 60er Jahren

Teilung Deutschlands

Sommer in Berlin, 60er Jahre

Straßenszenen Berlin, 60er Jahre

In Berlin kannte die Freiheit ihre Grenzen, heute ist das ganz anders. In unserer neuen Serie „Unterwegs in Berlin“ machen wir sie bekannt mit fast einem Jahrhundert Berliner Stadtgeschichte. In unserem nächsten Beitrag schauen wir uns die Straßen Berlins mit ihren Eigenheiten und Schönheiten an.

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Abiturprüfung in Heidelberg, 1971

Ein Abiturient in seiner Deutschprüfung. Er zückt die Kamera und schießt ein Foto von seiner Klasse, den an der Tafel stehenden Aufgaben und dem Lehrer, der aufmerksam in die Runde schaut. Ein Spiel mit dem Feuer, das der Fotograf sogleich bereuen wird? Wie der Lehrer auf die Fotografiererei unseres Timeline-Fotografen Schneckes während seiner eigenen Abiturprüfung reagierte, erfahren Sie in unserer heutigen Geschichte zum Bild.

Der Lehrer ist erstaunt! Der erste Schüler gibt seine Arbeit ab.

Abiturprüfung in Heidelberg, 1971  © Schneckes

„Der erste Prüfungstag des Abiturienten-Jahrgangs 1971 im Helmholtz-Gymnasium Heidelberg. Traditionell wird mit den schriftlichen Prüfungen des Fachs Deutsch begonnen. Die 28 Abiturienten der Klasse 13b sitzen gespannt an den Einzeltischen und verfolgen, wie der Klassenlehrer die sechs Themen an die Tafel schreibt. Die Anspannung der Prüflinge ist groß. Welches Thema wähle ich? Was kann ich besser bearbeiten? Wozu kommen mir die besten Gedanken? Und mittendrin ich, mit meiner Kamera. Im Prüfungsfach Deutsch kann ich es wagen. Die Lehrer werden wohl nicht so streng sein. Spicken oder Abschreiben in Deutsch geht ja irgendwie nicht. Da ich ganz hinten sitze, gelingen mir einige gute Bilder mit Sicht auf die Tafel und die Themen. Später werde ich mutiger und mache einige Fotos von vorne. Schüler über die Hefte gebeugt, einige ziehen Grimassen, weil sie merken, dass ich fotografiere, einer beißt herzhaft in den mitgebrachten Hähnchenschlegel! Ja, so ein Deutsch-Abitur dauert ja schließlich vier Stunden. Und den Prüfungssaal darf man nur einzeln für die Toilettengänge verlassen. Eine Regel, dass fotografieren verboten war, gab es wohl nicht. Wahrscheinlich dachte keiner der Verantwortlichen, dass einer mit einem Fotoapparat zur Prüfung erscheint! Mit dem Deutschlehrer Herrn Rüdt verstand ich mich aber gut und er ließ mich gewähren (wahrscheinlich habe ich ihn vorher gefragt). Dann schnell noch ein Bild, als der erste Schüler abgibt. Der Lehrer denkt wohl – wie jedes Mal bei solchen Gelegenheiten – ‚wie kann man so schnell fertig sein und abgeben?‘ Auch ich habe keine Zeit mehr zum Fotografieren, ich muss mich ja beeilen um in der vorgegebenen Zeit fertig zu werden!“

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Unterwegs in Berlin: Berlin in der Nachkriegszeit

Die vier Nationalflaggen der Besatzungsmächte /  Deutschlands hängen über einem Trümmerhaufen.  Militärregierung der Besatzungsmächte, Nachkriegszeit, Deutschland 1945-1949, WestdeutschlandUndatierte Aufnahme einer im Nebel liegenden durch alliierte Bombardements zerstörten Häuserzeile vermutlich in Westberlin 1950. Das Foto wurde durch einen Drahtzaun gemacht. Im Vordergrund ist ein mit Regenwasser gefüllter Bombentrichterr zu sehen.Aufnahme einer einer Kreidemarkierung der Zonengrenze zwischen dem West-Sektor und der Ost-Zone 1950 in Berlin. Am Boden wird die Linie durch einen Strich im Sand weitergeführt. Das Foto wurde nach der Währungsreform 1948 in einem Ausflugslokals, das unmittelbar auf der Zonengrenze zwischen Ost- und Westberlin liegt, gemacht.Demonstrierende Arbeiter halten die Reste eines Sektorenschildes hoch ("Ende des demokratischen Sektors von Gross Berlin").Aufstand des 17. Juni in der DDR. Im Vordergrund Demonstranten mit Fahrrädern und im Hintergrund vorrückende sowjetische Panzer.Aufstand des 17. Juni in der DDR. Ein Demonstrant attackiert einen sowjetischen Panzer mit einem Knüppel.Aufstand des 17. Juni in der DDR. Bürger beobachten den Aufmarsch sowjetischer Panzer auf dem Potsdamer Platz in Berlin.Joachimstaler Straße Ecke Kantstraße in Berlin. Bild zeigt Passanten, Häuser (Tanz Cabaret, Ski Hütte) und Autos (Trabant).Verkehrspolizist in der Hardenbergstraße an der Bahnunterführung am Bahnhof Zoologischer Garten in Berlin.Winterschlussverkauf in der Wilmersdorfer Straße in Berlin-Charlottenburg. Bild zeigt Menschenmenge vor den Geschäften und eine Frau die die Straße überquert.Zwei Frauen vor einem Schaukasten der Polizei in Berlin-Alexanderplatz: "Streiflichter aus unserer Arbeit".Joachimstalerstraße Ecke Budapester Straße in Berlin. Bild zeigt eine Straßenbahn und im Hintergrund die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche.Aufstellung von Schildern auf West-Berliner Gebiet. (Anspielung auf die Rückbenennung der Stalinallee in Frankfurter-Allee).KaDeWe (links) in der Tauentzienstraße in Berlin, im Hintergrund die Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kirche und im Vordergrund eine Straßenbahn, Autos und Passanten.Familie mit zwei Kindern geht über die Brücke nach West-Berlin.Ein Schild mit der Aufschrift "Sackgasse" und einem weiteren, von Aktivisten angebrachten Schild mit der Aufschrift "verursacht durch die Schandmauer" vor einer Straße, die plötzlich an der Berliner Mauer der DDR endet.Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Links im Bild Häuser die zu Ost-Berlin gehörten.Blick von der westberliner Seite (ammerikanischer Sektor) Richtung Ost-Berlin. Zu sehen ist noch der frühe Mauerbau (erst später ersetzt durch gleiche Elemente).Blick durch Stacheldraht auf das Brandenburger Tor in Berlin.Frau in einem grünen Kleid vor einer Boutique am Kurfürstendamm in Berlin.Passanten am Kurfürstendamm in Berlin überqueren die Straße.

Der Krieg war vorbei, die Umwandlung der Trümmerlandschaften in Lebensraum schritt voran und die Menschen in Berlin versuchten, sich wieder einen Alltag aufzubauen, der an etwas Ähnliches wie Normalität erinnerte. All dies geschah allerdings unter der Kontrolle der Alliierten, die unterschiedliche Vorstellungen von einem neuen Deutschland hatten. Was für Westberlin ein Segen war und den Aufbau und wirtschaftlichen Aufstieg immens förderte, waren die von den Siegermächten erlassenen Schulden. Die enormen Unterschiede zwischen der westeuropäischen Marktwirtschaft und der sowjetischen Planwirtschaft bekamen die Bürger im sowjetischen Sektor besonders dramatisch zu spüren.

Während in Westberlin die Menschen Demokratie, Entwicklung und Wiederaufbau erleben konnten, steuerte die Parteiführung im Osten ihre Bürger in eine neue, von der Sowjetunion geführte Diktatur. Meinungsäußerungen zu den entstandenen Missständen im Osten wurden, wie beispielsweise der Aufstand am 17. Juni 1953, brutal niedergeschlagen. Die psychologische und physische Teilung der beiden deutschen Gebiete und die Repressionen im Osten steigerten sich in den nächsten zehn Jahren ins Unermessliche — bis 1961 schließlich die SED-Führung radikal reagierte und dem gesellschaftlichen Ausbluten seines Landes ein Ende setzte.

Berlin in den 50er Jahren

Straßenszenen in Berlin

DDR-Aufstand am 17.6.1953

Die Deutsche Teilung

In Berlin kannte die Freiheit ihre Grenzen, heute ist das ganz anders. In unserer neuen Serie „Unterwegs in Berlin“ machen wir sie bekannt mit fast einem Jahrhundert Berliner Stadtgeschichte. In unserem nächsten Beitrag besichtigen wir mit Ihnen Berlin in den 60er Jahren, als nicht nur Zonengrenzen die Menschen voneinander trennten.

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Jugendliche in Kopenhagen, 1965

Weder progressiv aggressiv, noch systemzersetzend oder machtbesessen – die „Gammler“ waren in den 1960er Jahren eigentlich eine friedliche Protestgemeinschaft in europäischen Großstädten, die ihre Ablehnung gegen die Leistungsgesellschaft, Bürgerlichkeit und Statussymbole für niemanden als sich selbst inszenierten. Wahrscheinlich war es der betont nach außen zur Schau gestellte alternative Lebensstil, der den Generationenkonflikt verdeutlichte und den noch vom Nationalsozialismus geprägten älteren Bürgern sauer aufstoßen ließ. In unserer heutigen Geschichte zum Bild macht uns Timeline-User Hubertus Hierl mit zwei dänischen „Gammlerinnen“ bekannt, die mit ihren langen Haaren stereotypisch für die Generation standen.

Jugendliche mit Parka in Kopenhagen.

Jugendliche in Kopenhagen, 1965   © Hubertus Hierl

„Universitätsviertel Kopenhagen im August 1965: An diesem Tag entsteht eine ganze Serie von Bildern, die etwas von dem Lebensgefühl der ‚Gammler‘, jungen, langhaarigen und gleichgültig wirkenden Menschen, wiedergeben: Die Bewegung des ‚Gammelns‘ – das heißt des ‚langsam tätig seins‘ entsteht Mitte der Sechziger als Protest gegen das bürgerliche Leben, ein Protest gegen die Elterngeneration. Es geht das geflügelte Wort um: ‚Arbeiten? Seh’n wir so aus?‘ Weitere Auffälligkeiten: Sie haben sich dem aktiven Nichtstun verschrieben. Es gilt: Take it easy. Haben diese jungen Leute irgendwelche Vorbilder? Ja: Diogenes. In allen größeren Städten haben sie ihre Treffs: In Paris die Rue de la Huchette am linken Seineufer, in München der Feilitzschplatz in Schwabing und in Amsterdam treffe ich sie beim National Monument am Dam. Die Gammlerbewegung schwappt auch nach Deutschland über, sehr zum Leidwesen des damaligen Bundeskanzlers Ludwig Erhard: ‚Solange ich regiere, werde ich alles tun, um dieses Unwesen zu zerstören.‘

Alle Bilder aus der Reihe finden Sie in unserem Fotoalbum Jugendliche in der 1960ern. Und auf Pinterest haben wir passend zum Thema die Pinnwand Jugendliche, 60er Jahre zusammengestellt.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

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Neubau des Atrium Beba Palastes in Berlin-Wilmersdforf. , 01.01.1927-31.12.1927Begeistertes Publikum im Zuschauerraum des Berliner Union-Filmtheaters in der Hasenheide während einer Filmvorführung.Zuschauer in einem sog. 'Tageslicht-Kino'.Eine Filmankündigung für den Film 'Geld, Geld, Geld' an dem 'Universum'-Kino in Berlin.Bau des berühmten Kinos "UFA-Palast" in Berlin im Jahr 1928.Andrang vor dem Ufa Pavillon vor einer Aufführung von 'Ben Hur'.Die Wochenschau-Kinos in der Kantstraße. Vorher waren in diesem Gebäude die Richard-Oswald-Lichtspiele.Filmplakat des Filmes 'Die Gräfin von Monte Christo' vor dem Kino Palast am Zoo in Berlin.Berlin: Kino Marmorhaus am Kurfürstendamm. Bild zeigt Vitrinen (Stassen) und Männer die ein Filmplakat (Spionage) aufhängen.Kino "Die Kurbel" in am heutigen Meyerinckplatz in Berlin-Charlottenburg und Werbung für einen Film (Vom Winde verweht).Filmtheater Bonbonniere am Kurfürstendamm Berlin und Film-Reklame (Heisse Lippen, Kalter Stahl).Blick auf das Kino Zoo Palast am Bahnhof Zoo in Berlin.IX. Internationale Filmfestspiele Berlin am Marmorhaus am Kurfürstendamm in Berlin. Bild zeigt Gebäude und Filmplakate (Serengeti darf nicht sterben, Wolgaschiefer, Endstation Hoffnung).Kino und Autos am Mariendorfer Damm in Berlin.Werbeplakat des Berliner City-Kinos am Checkpoint Charlie. Unten links das Filmplakat zum Film "Die blaue Hand".

Fremdsprachenkinos, Freiluftkinos oder Stummfilmkinos – in Berlin bleiben keine Kinowünsche offen. Das war schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Fall. Die wenigsten, die dieser Tage ins Kino wollen, können sich mit einer Tüte Popcorn in einen roten flauschigen Sessel fallen lassen – vorausgesetzt, man hat solch ein Möbelstück in seinem Wohnzimmer stehen.

Das Album dieser Woche wandert durch 60 Jahre Kinogeschichte in Berlin und zeigt die ältesten Kinos der Hauptstadt. Die Wochenschaukinos, die sich schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts großer Bekanntheit erfreuen, nahmen an den 30er Jahren vor allem in der Nazi-Propaganda eine große Rollen ein. Viele andere Kinos gehören ebenfalls seit dem frühen 20. Jahrhundert zum Inventar Berlins, einige existieren nur noch auf Bildern oder in der Erinnerung einiger weniger. Vielleicht sind ja welche unter uns, die sich noch an die Premiere von „Vom Winde verweht“ erinnern?

Kinos in Berlin

In Berlin kannte die Freiheit ihre Grenzen, heute ist das ganz anders. In unserer neuen Serie „Unterwegs in Berlin“ machen wir sie bekannt mit fast einem Jahrhundert Berliner Stadtgeschichte. Im nächsten Beitrag nehmen wir Sie mit in die Caféhäuser Berlins!

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Unterwegs in Berlin: Die Goldenen Zwanziger

Gäste an der Theke einer Bar stoßen mit Sekt an.Tänzer beim Cancan auf der großen Bühne des Wintergartens in Berlin.Feiernde Menschen auf einem Polizistenball in Berlin.Ein Mannequin präsentiert ein Abendkleid mit Hermelinmantel auf einer Modenschau im Edenhotel in Berlin.Blick auf den Potsdamer Platz in Berlin aus einem Straßencafe.Deutsches Reich Freistaat Preussen (1918-1945) Berlin Berlin: Berlin Ansichten Spezielle Roller als 'neues Fortbewegungsmittel' - 1923 - Erschienen in: 'Vossische Zeitung' 30/1923 Originalaufnahme im Archiv von ullstein bildSpeisewagen der Deutschen Reichsbahn mit Speisenden, aufgenommen im Anhalter Bahnhof Berlin.Ausflug des Berliner Damen Automobil Clubs.Ein Mann wird am Ufer der Spree auf der Seite der Stralauerallee (früher: Klein Stralauer-Straße) in Berlin von weiteren Badenden wegen einer kleinen Verletzung am Fuß versorgt. Die Spree galt damals, laut Bildtext, als "Wannsee des Großstädters".Deutsches Reich Freistaat Preussen (1918-1945) Berlin Berlin: Badebilder, Wannsee Berlin Fotograf bei der Arbeit: Beim Fotografieren badender Mädchen - 1928 - Erschienen in: 'Berliner Illustrirte Zeitung' 28/7 Originalaufnahme im Archiv von ullstein bildZwei junge Berliner Damen verbringen einen Sommertag am Berliner Wannseee.Polizisten führen einen Mann Devisenhändler ab, der zuvor von der Menge übel zugerichtet wurde. Die Devisenschieber machen mit ausländischem Geld für ein Butterbrot riesige Vermögen. Dies zieht den Hass der verarmten Bevölkerung auf sich.Kinobesucher bringen als Eintrittspreis zwei Stück Presskohle mit. In der Nachmittagsvorstellung läuft der Film 'Judas'.Ein Arbeitsloser nächtigt auf einer Parkbank. In den Jahren der großen Depression ist dies ein häufiges Bild. Angesichts sechs Millionen Arbeitslosen reicht die staatliche Fürsorgeunterstützung längst nicht mehr aus.Arbeitslose Frauen warten in einem Wartesaal der Arbeitsvermittlung eines Arbeitsamtes.Speisung von Bedürftigen in einer Suppenküche des Berliner Wohlfahrtamtes während der Inflation.Speiselokal Aschinger, Berlin - Historisch: Gaststätten, Deutschland Berühmt wurde die Gaststätte Aschinger in Berlin und weit darüber hinaus dadurch, dass auf jedem Tisch ein Brotorb stand an dem sich jeder Gast kostenlos bedienen durfte. Das Aschinger wurde 1892 in Berlin gegründet und wurde besonders durch seine großen Stehbierhallen bekannt. Die erste Filiale namens ?Bierquelle? eröffnete am 1. September 1892 in der Neuen Roßstraße 4; Weitere Lokale folgten an stark frequentierten Plätzen wie in der Leipziger, Potsdamer und Friedrichstraße , am Rosenthaler Platz, Alexanderplatz, Hackeschen Markt und Werderschen Markt.Ein arbeitsloser Matrose macht auf seiner Tour durch Europa mit seinem Modell des Passagierschiffs "Imperator". Halt in Berlin-Mitte. Mit dem Schiff wirbt er um eine kleine Unterstützung. Mit solchen Modellen versuchten die Menschen die Spendenfreudigkeit der Menschen zu erhöhen und sich ihren Lebensunterhalt zuverdienen.

Die Goldenen Zwanziger – eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, Freiheit verbunden mit einem neuen, positiven Lebensgefühl, schlichtweg eine Zeit der Verheißung nach den Grauen des 1. Weltkriegs. Tagsüber vergnügte man sich ausgelassen an den Stränden von Spree und Berliner Seen, danach frönte man abendlichen Vergnügungen wie Cancan-Shows oder Champagner-Partys in Bars.

Das Album, was wir Ihnen diese Woche vorstellen, fängt einen Querschnitt des Lebens im Berlin der 20er Jahre ein. Es zeigt aber gleichzeitig, dass in diesem Jahrzehnt nicht alles wunderschön und frei war, sondern dass vor allem zum Ende der 20er Jahre Armut mit Reichtum, Glück mit Unglück einherging.

Berlin der 20er Jahre

In Berlin kannte die Freiheit ihre Grenzen, heute ist das ganz anders. In unserer neuen Serie „Unterwegs in Berlin“ machen wir sie bekannt mit fast einem Jahrhundert Berliner Stadtgeschichte.
Der nächste Beitrag ist für die Cineasten unter uns. Gehen Sie mit uns auf Entdeckungstour durch Berliner Kinogeschichte!

 

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