Tischtennis-Turnier, 1965

Klassenfahrt – allein das Wort ruft bei den meisten Menschen eine Menge an Erinnerungen hervor. Manche davon sind zwar schöner als andere, doch gefüllt sind sie alle mit einem: purer Nostalgie. Ob die abenteuerliche Anreise, die anstrengenden Wanderungen, oder das gesellige Tischtennisspielen; wir alle haben uns schon mal gewünscht, diese Zeiten mit all ihren jugendlichen Freuden und Sorgen einmal wieder zu erleben. In unserer heutigen Geschichte zum Bild erzählt uns der Timeline-User Schneckes, wie er seine Zeit im Schullandheim erlebt hat.

Auf dem kleinen ebenen Platz am Landheim ist gerade genug Platz für eine Tischtennisplatte. An der wird unermüdlich gespielt!

Tischtennis-Turnier, 1965   © Schneckes

„Im Unterhöllgrund, einem abgelegenen Seitental in der Nähe von Eberbach, betreibt das Helmholtz-Gymnasium in Heidelberg seit über 60 Jahren sein eigenes Landschulheim. In den 70er Jahren war es üblich, dass jede Klasse für ca. eine Woche ins ‚Landheim‘ ging. Für die meisten Schüler war es damals die einzige Möglichkeit, in ‚Urlaub‘ zu fahren. Der Landheim-Verein ermöglichte durch finanzielle Hilfen, dass jeder Schüler – wir waren damals ein reinen Jungengymnasium – mitfahren konnte. Schon die Anreise war abenteuerlich. Mit dem Zug ging’s von Heidelberg das Neckartal aufwärts nach Eberbach. Dort hieß es warten und umsteigen in einen Postbus. Der fuhr uns dann extra, abseits seiner üblichen Route, in den abgeschiedenen Unterhöllgrund. Dort angekommen das Gedränge und Geschiebe, um ja in die besten Zimmer zu kommen und einen bevorzugten Bettenplatz zu ergattern. Vor dem ersten Mittagessen dann noch die Einteilung zum Küchendienst – Kartoffeln schälen, Aufdecken, Abräumen und Geschirrspülen. Dann die Bekanntgabe des Wochenplans. Je nach begleitendem Lehrer standen immer einige Unterrichtsstunden in Mathe, Deutsch oder Englisch an. Gefürchtet waren einige Lehrer wegen ihres Hangs zu ausgedehnten Wanderungen in die waldreiche Umgebung. Entweder hinauf zum Katzenbuckel oder zu den markgräflichen Wildgehegen des Prinzen von Baden. Um vor diesen Torturen verschont zu bleiben, wurde so manche Ausrede ausgeheckt – meistens aber war sie vergeblich… Die weiteren wenigen Freizeitaktivitäten waren in dieser Abgeschiedenheit sehr eingeschränkt. Außer Brettspielen war das Tischtennis-Rundspiel ‚Mäxle‘ sehr beliebt. Wurde ein Spieler gleich zweimal hintereinander Sieger, war ihm die Anerkennung seiner Mitschüler gewiss.“

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Abiturprüfung in Heidelberg, 1971

Ein Abiturient in seiner Deutschprüfung. Er zückt die Kamera und schießt ein Foto von seiner Klasse, den an der Tafel stehenden Aufgaben und dem Lehrer, der aufmerksam in die Runde schaut. Ein Spiel mit dem Feuer, das der Fotograf sogleich bereuen wird? Wie der Lehrer auf die Fotografiererei unseres Timeline-Fotografen Schneckes während seiner eigenen Abiturprüfung reagierte, erfahren Sie in unserer heutigen Geschichte zum Bild.

Der Lehrer ist erstaunt! Der erste Schüler gibt seine Arbeit ab.

Abiturprüfung in Heidelberg, 1971  © Schneckes

„Der erste Prüfungstag des Abiturienten-Jahrgangs 1971 im Helmholtz-Gymnasium Heidelberg. Traditionell wird mit den schriftlichen Prüfungen des Fachs Deutsch begonnen. Die 28 Abiturienten der Klasse 13b sitzen gespannt an den Einzeltischen und verfolgen, wie der Klassenlehrer die sechs Themen an die Tafel schreibt. Die Anspannung der Prüflinge ist groß. Welches Thema wähle ich? Was kann ich besser bearbeiten? Wozu kommen mir die besten Gedanken? Und mittendrin ich, mit meiner Kamera. Im Prüfungsfach Deutsch kann ich es wagen. Die Lehrer werden wohl nicht so streng sein. Spicken oder Abschreiben in Deutsch geht ja irgendwie nicht. Da ich ganz hinten sitze, gelingen mir einige gute Bilder mit Sicht auf die Tafel und die Themen. Später werde ich mutiger und mache einige Fotos von vorne. Schüler über die Hefte gebeugt, einige ziehen Grimassen, weil sie merken, dass ich fotografiere, einer beißt herzhaft in den mitgebrachten Hähnchenschlegel! Ja, so ein Deutsch-Abitur dauert ja schließlich vier Stunden. Und den Prüfungssaal darf man nur einzeln für die Toilettengänge verlassen. Eine Regel, dass fotografieren verboten war, gab es wohl nicht. Wahrscheinlich dachte keiner der Verantwortlichen, dass einer mit einem Fotoapparat zur Prüfung erscheint! Mit dem Deutschlehrer Herrn Rüdt verstand ich mich aber gut und er ließ mich gewähren (wahrscheinlich habe ich ihn vorher gefragt). Dann schnell noch ein Bild, als der erste Schüler abgibt. Der Lehrer denkt wohl – wie jedes Mal bei solchen Gelegenheiten – ‚wie kann man so schnell fertig sein und abgeben?‘ Auch ich habe keine Zeit mehr zum Fotografieren, ich muss mich ja beeilen um in der vorgegebenen Zeit fertig zu werden!“

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in ihren traditionellen Sarong sitzen die vier Balinesen spitzbübisch auf einer Mauer .

Vorfreude auf den nächsten Schabernack, 1979 © Schneckes

Raus aus der Komfortzone und hinaus in die Welt! Dort kann man nämlich allerlei erleben und die interessantesten Menschen treffen. Was sich diese Menschen wohl gedacht haben, als sie fotografiert wurden? Wer sie wohl sind und was sie faszinierte? Unser abenteuer- und reisefreudiger Fotograf Schneckes hat mit seinen Bildern unersetzliche Momentaufnahmen geschaffen. Bereits Ende des vergangenen Jahres stellten wir die Ausstellung Gesichter Syriens anno 1988 vor, die 2019 in Heidelberg stattfand. Und nun geht es in die zweite Runde: Ausgewählte Motive aus 15 Jahren Reisen von drei Kontinenten können Sie noch bis Ende Juli in der Atos-Apotheke am Heidelberger Bismarckplatz bestaunen. Weitere Informationen zur Ausstellung sowie zum Fotografen finden Sie auf der Website von Ulrich Schneckenberger.

Während die Mutter sich mit Kundinnen unterhält, turnt der Kleine auf den Getränkenkisten herum.

Willst du eine Cola?, 1979 © Schneckes

Alle Bilder des Fotografen finden Sie in unserer Datenbank. Bei Timeline Images auf Pinterest können Sie auf über 120 Pinnwänden in unseren schönsten Motiven schmökern.

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Alle stehen dichtgedrängt um die verunfallte Straßenbahn. Auch die Schaffner anderer Bahnen mit ihren typischen SchaffnertaschenStraßenbahnen stauen sich am Bismarckplatz. Neugierig bestaunen die Passanten die Arbeiten an der entgleisten Bahn.Aufgrund einer entgleisten Straßenbahn stauen sich die Bahnen bis in die Hauptstraße. Viele Passagiere müssen warten.Die Befestigung der Zugseile an dem Drehgestell einer entgleisten Straßenbahn in Heidelberg wird überprüft, damit die Räder wieder in die Schienen gezogen werden können.Ein Junge und ein Schaffner schauen den Arbeitern zu, wie die Straßenbahn wieder auf die Gleise gebracht wird.Am Bismarkckplatz in Heidelberg stauen sich die Straßenbahnen und die Fahrgäste warten.Während im Hintergrund eine entgleiste Straßenbahn wieder auf die Schienen gezogen wird, schlängelt sich der Verkehr vorne ohne die Anwesenheit von Polizisten vorbei.Ein Werkstattwagen versucht eine entgleiste Straßenbahn in Heidelberg wieder auf die Gleise zu ziehen.

In unserer heutigen Geschichte zu den Bildern erzählt Timeline-Fotograf Schneckes, wie er 1971 die Entgleisung einer Straßenbahn am Heidelberger Bismarckplatz beobachtete.

„Zufälligerweise war ich dort, wie zur Mittagszeit vom 7. März 1971 ein Großraumwagen der OEG, der Oberrheinischen Eisenbahngesellschaft, beim Überfahren einer Weiche entgleiste. Der gesamte Straßenbahnverkehr kam zum Erliegen, da nahezu alle Linien – auch die Bahnen der Linie 1, die damals noch vom Bismarckplatz durch die Hauptstraße bis zum Karlstor fuhren – sich an diesem Knoten im Zentrum kreuzten. Zu den vielen Schaulustigen, die die Arbeit interessiert verfolgten, gesellten sich auch die Schaffner der wartenden Bahnen in ihrer Uniform und den typischen Schaffnertaschen mit den sogenannten Galoppwechslern, die ihnen erlaubten, die Münzen für das Wechselgeld der Fahrscheine schnell und geschickt auszuzahlen. Der Autoverkehr schlängelte sich am Unfallort vorbei, keine Polizei war zu sehen. Etwa eine Stunde später stand die OEG wieder in den Schienen und konnte weiterfahren. Die Arbeiter rückten mit ihrem Werkstattwagen wieder in die Werkstatt ein, die Fahrgäste bestiegen die gestauten Wagons, das Spektakel war vorüber. Nur die Verkehrsmeister der Straßenbahn überlegten noch, wie sie die Bahnen am geschicktesten losschicken sollten, damit diese wieder fahrplanmäßig fuhren.“

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Der stolze Blick einer Beduinenfrau.

Beduinenfrau, 1988   © Schneckes

Was ist wohl aus Ihnen geworden? Das ist mit das erste, was man sich fragt, wenn man die zahlreichen Portraits der syrischen Frauen und Männer, Kinder und Greise betrachtet, die unser Fotograf Schneckes auf seiner Syrienreise 1988 geschossen hat. Seine beeindruckenden Bilder, die wir schon in mehreren Geschichten zum Bild vorgestellt haben, werden seit Ende September nun im Bürgerzentrum Neuenheim in Heidelberg präsentiert. Die Ausstellung, die von der Akademie für Ältere und dem Stadtteilverein Neuenheim unterstützt wird, kann noch bis Anfang November an Markttagen (Mittwoch und Samstag) sowie an Wochenenden besucht werden. Weitere Informationen zur Ausstellung sowie zum Fotografen finden Sie auf der Website von Ulrich Schneckenberger.

Liebevoll umarmt die Schwester ihren behinderten Bruder.

Bruder und Schwester, 1988   © Schneckes

Alle Syrien-Bilder des Fotografen finden Sie in unserer Datenbank. Bei Timeline Images auf Pinterest haben wir außerdem die schönsten Motive in unserer Pinnwand Syrien, 80er Jahre gesammelt.

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