Angebundene Mulis am Plateau Point im Grand Canyon, Arizona, USA. Vom Plateau Point im Canyon kann man weiter unten den Colorado River sehen.Blick vom Empire State Building auf Downtown Manhattan. Das World Trade Center wird gerade erst gebautEin Reiter auf einem Mustang beim Rodeo in Grants in New Mexico.Zuschauer auf der Tribüne beim Drag Race (Beschleunigungsrennen) in Tucson, Arizona, USAThe Mittens im Monument Valley im Navajo Reservat in Arizona, USA.Anasazi Pueblos in Mesa Verde, Colorado, USA.Calf Roping beim Rodeo in Grants, New Mexico, USA.Saguaro Kakteen in der Wüste bei Sonnenuntergang, Tucson, Arizona.

Der Satz, der die USA wohl am besten beschreibt? Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Metropolen, in denen man als Bewohner sein ganzes Leben lang jeden Tag etwas Neues entdecken könnte. Unendliche Weiten in den großen Nationalparks, die einen vergessen lassen, in welchem Jahr oder gar Jahrhundert man sich befindet. Abenteuer, Freiheit, Grenzenlosigkeit, unberührte Natur, Einsamkeit, Menschenmassen. Die USA vereint all dies und noch mehr. Sie polarisiert und brachte Persönlichkeiten hervor, die das Land und die Welt veränderten – zum Guten und zum Schlechten.

Für viele europäische Touristen ist es ein großer Traum, den Atlantik zu überqueren und das Land und seine Besonderheiten hautnah zu erleben. Unser Timeline-User Raigro hat sich in den frühen 1970er Jahren diesen Traum erfüllt und von seiner Reise atemberaubende Bilder mitgebracht. Als eine der größten, fortschrittlichsten Nationen leiden die USA im Jahr 2020 jedoch am schlimmsten unter dem Coronavirus. Aus diesem Grund ist es ungewiss, wann Touristen das nächste Mal in das Land der endlosen Weiten und Wolkenkratzer einreisen können.

Bis dahin können Sie bei uns ein wenig stöbern! Entdecken Sie alle anderen Bilder von Raigros Roadtrip in den 1970ern durch die Staaten auf unserer Website.

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Unser Timeline-User Suedberlin erlaubt uns in unserer aktuellen Geschichte zum Bild einen Blick in die Vergangenheit. Der langjährige Karstadt-Architekt Philipp Schaefer erbaute ab 1927 das größte Warenkaufhaus der Weimarer Republik. Mit dem Stilmix aus Expressionismus, Art Déco und Neugothik stand das Karstadt-Kaufhaus am Hermannplatz in Berlin seinen amerikanischen Vorbildern in nichts nach. Dass Berlin sich schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur fortschrittlichen Weltstadt entwickelte, zeigt sich bei diesem Gebäude unter anderem durch den eigenen U-Bahnhof und die ausgesprochen moderne technische Ausstattung. Da die SS das Kaufhaus am Ende des Zweiten Weltkrieges nicht der Roten Armee überlassen wollte, wurde es gesprengt. Eine geplante Rekonstruktion des ursprünglichen Gebäudes wurde bisher vom Kreuzberger Stadtentwicklungsamt abgelehnt.

Futuristisches Gebäude am Platz mit Trams und U-Bahnstation. Foto Erich Fritze Halle(Saale) 1905-76

Karstadt Kaufhaus Berlin-Kreuzberg 1934   © Suedberlin

„Das Karstadt-Kaufhaus am Hermannplatz in Berlin-Kreuzberg wurde 1929 eröffnet. Im Art-Déco-Stil von Philipp Schäfer entworfen, war es 7-stöckig und hatte als erstes Kaufhaus in Deutschland einen unterirdischen U-Bahn-Zugang. Erich Fritze fotografierte 1934 diese Ansicht von Süden. Im April 1945 wurde das Gebäude beim Kampf um Berlin von der Waffen-SS zerstört. In den 1950er Jahren ist es als „Bausünde“ wieder aufgebaut worden und soll nun die ursprüngliche Fassade zurück erhalten.“

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50. Jahrestag Richtfest Olympiapark

Baustelle mit Arbeitern.Baustelle mit Arbeitern.Das Seilnetz vor dem Hochziehen.Bau des Schwimmstadions. Ein Teil der Plexiglasplatten ist bereits auf dem Dach angebracht.Blick auf das im Bau befindliche Olympiagelände vom Olympiasee.Während der Vorbereitung zum Hochziehen des Daches. Winden für die Vorspannung des Ringseiles.Blick in das Innere des Radstadions.Maler in Arbeitskleidung und mit Helm stehen auf Leitern und bearbeiten die Spannteile des Seilnetzes des Münchner Olympiadaches mit Bürsten, Pinsel und FarbeBau des Münchner Zeltdaches, hinten das Ringseil.Blick auf das Hilfsgerüst für den inneren Ring des Zeltdachs.Fundament der Masten mit Enden der Verspannungen. Ein Maler streicht gerade die Drahtenden zum Schutz gegen Korrosion an.Blick auf den Fernsehturm und das Zeltdach des Münchner Olympiastadions.Endphase der Bauzeit.Endphase der Bauzeit.Endphase der Bauzeit. Container der am Bau beteiligten Firmen.Innenansicht des Schwimmstadions.Arbeiter montieren Platten auf dem Münchner Olympistadion.Arbeiter montieren Platten auf dem Münchner Olympiastadion.Bauarbeiter auf der Dachkonstruktion des Olympiastadions in München.Bierflasche, Arbeiterhandschuhe und ein Lage-/Bauplan vor der noch nicht fertiggestellten Olympiaschwimmhalle.Stiefel und weitere Ausrüstung von Bauarbeitern vor dem Olympiastadion in München.

1966 setzte sich die Stadt München bei der Wahl zum Austragungsort für die XX. Olympischen Sommerspiele 1972 gegen Detroit, Madrid und Montreal durch. 36 Jahre nach der letzten deutschen Austragung, die damals noch unter dem Schatten der nationalsozialistischen Diktatur standen und zu einer riesigen Propagandaveranstaltung inszeniert wurden, hat Deutschland nun die Gelegenheit, zu zeigen, dass es für Demokratie und Weltoffenheit steht.

Die verantwortlichen Architekten um Günter Behnisch wollten, dass sich die freiheitlichen und weltoffenen Ideen im Baustil wiederspiegeln. Wo 1945 aus den Trümmern der Stadt München der Olympiaberg aufgeschüttet wurde, wurden die Olympiabauten errichtet: neben dem Stadion, der Olympiahalle und der Schwimmhalle wurde ebenfalls das Olympische Dorf für die Unterbringung der SportlerInnen gebaut. Die offene Strukturen der Bauten symbolisieren die Verbindung von Natur und Architektur. Vom Olympiaturm aus kann das weitläufige Areal überblickt und das Zusammenspiel aus Grün und Metall betrachtet werden. Zu einem großen Ensemble verbunden werden die Gebäude durch die alles überspannende Zeltdachkonstruktion von Frei Otto, die dem Gelände und letztlich auch der Stadt München einen besonderen Charakter verleiht. Bis dato war die Errichtung des Olympia-Ensembles das wichtigste Großbauprojekt in der Bundesrepublik.

Die schließlich im gleichen Jahr der Eröffnung ausgetragenen Sommerspiele, auf die sich München so gefreut hatte, wurden durch den Anschlag palästinensischer Terroristen überschattet. Der Ort, der für Freiheit, Frieden und Weltoffenheit stehen sollte, wurde zum Schauplatz eines Attentats, bei dem elf israelische Sportler und ein deutscher Polizist ermordet wurden.

Heute ist im Olympiapark immer was los. Große Veranstaltungen, Sportevents jeglicher Art, Konzerte, Festivals oder Weihnachtsmärkte – der Olympiapark zieht als Freizeit- und Kulturstätte das ganz Jahr über zahlreiche Besucher an.

Am 23.7.2020 jährt sich das Richtfest des Olympiaparks zum 50. Mal. Aus diesem Anlass haben wir für Sie eine Auswahl an Fotografien aus der Bauphase des Geländes zusammengestellt. Viele weitere Bilder des Olympiaparks finden Sie bei uns. Bei Timeline Images auf Pinterest können Sie sich noch mehr Bilder vom Bau und den Spielen 1972 in München anschauen.

Bau des Münchner Olympiaparks 1970-1972

 

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Nach den Monaten, in denen wir höchstens auf Balkonien Urlaub machen konnten, spürt man das Fernweh nun immer mehr. Eine Reise, wie sie unser Timeline-User Raigro in den späten 70er Jahren erlebt hat, ist daher nur Bestandteil kühnster Abenteurerträume. In unserem Blog hat Raigro bereits von seinem Roadtrip nach Marokko 1969 berichtet, acht Jahre später zog es ihn und einen Freund mit einem VW-Golf in die Sahara. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild berichtet er von Abenteuern in den Maghreb-Staaten Tunesien, Algerien und Marokko und was er auf seiner Reise alles erlebt hat.

Unser VW Golf in einer Palmenoase beim Berberort Matmata, TunesienJunger Mann duscht sich bei Soldaten am Rande der Salzwüste Chott el-Jerid, Tunesienantikes römisches Amphitheater bei Gabes, TunesienHöhlenwohnungen im Berberort Matmata, TunesienUnser VW Golf steckt im Salzschlamm in der Salzwüste Chott el-Jerid, TunesienDer VW Golf muss in die Werkstatt in Touzeur, TunesienMann mit Esel beim Berberort Matmata, TunesienTypische Kuppeldach-Gebäude in El Qued, AlgerienEinheimische am Markt in El Qued, AlgerienWilde Esel bei El Golea, AlgerienKamelmarkt in El Qued, AlgerienOase und Sanddünen im westlichen Großen Erg (Sandwüste), AlgerienWasserverteiler in der Oase, Timmimoun, AlgerienMarabut in einer Palmenoase beim Berberort Matmata, TunesienUnser VW Golf und Sanddünen im westlichen Großen Erg (Sandwüste), AlgerienEinheimische am Markt der Oasenstadt Ghardaia, AlgerienEinheimische am Markt der Oasenstadt Ghardaia, AlgerienStromtrasse neben der Piste durch den östlichen Großen Erg (Sandwüste), AlgerienAuf der Straße der Kasbahs, MarokkoMenschen an einem Brunnen, Auf der Straße der Kasbahs, MarokkoBlick vom Dachrestaurant auf den Gauklerplatz in Marrakesch, MarokkoGefärbte Wolle in den Souks von Marrakesch, MarokkoSchlangenbeschwörer auf dem Gauklerplatz in Marrakesch, MarokkoRömische Tempel in Mouley Idris, MarokkoFellgerberei in den Souks von Fes, MarokkoAlter Mann mit Fes auf dem Melonenmarkt in Gabes, TunesienAuf dem Campingplatz in Florenz, Toskana, Italien

„Im August 1977 war ich mit meinem Freund Helmut in seinem Golf für knapp fünf Wochen in Nordafrika unterwegs. Von München ging es durch ganz Italien bis nach Trapani auf Sizilien, und von dort mit der Fähre nach Tunis. Von Tunis fuhren wir über Sousse nach Gabès im Süden, denn wir wollten in die Wüste und nicht zum Baden an die Küste. Wir besuchten die Höhlenwohnungen bei Matmata, bevor wir gen Westen Richtung Tozeur aufbrachen.

Bei Kebili beginnt die Piste durch die Salzwüste Chott el Djerid, die wir unbedingt durchqueren wollten. An einer feuchten, durch tiefe Reifenspuren unpassierbar erscheinenden Stelle, beschlossen wir, diese Stelle neben der Piste zu umfahren – das war ein Fehler. Schnell steckte unser Golf tief im Salzschlamm fest. Zu zweit hatten wir keine Chance, den Wagen frei zu bekommen. Nach schweißtreibenden, aber vergeblichen Versuchen kam nach zwei Stunden endlich Rettung. Mit einem Jeep, Abschleppseil und vier kräftigen Männern gelang es, unseren Golf wieder auf die Piste zu bekommen. Als wir das Chott durchquert hatten, sahen wir eine Art Kaserne, wo einige Soldaten sich im Freien mit einem Schlauch zur Kühlung abspritzten. Verschwitzt wie wir beide aussahen, mit Salzkrusten an den Beinen, ließen uns die Soldaten bereitwillig und gerne auch eine kühle Dusche mit dem Schlauch nehmen.

Am Abend in Tozeur sahen wir unseren Golf etwas genauer an. Die Achsmanschette am linken Vorderrad war angerissen, was nicht so gut war, da wir mit viel sandigen Strecken rechnen mussten. Am nächsten Tag suchten und fanden wir eine Werkstatt in Tozeur, aber wie zu erwarten war, hatten sie keine passende Manschette. Der Chef der Werkstatt schlug vor, die Manschette zu nähen, damit möglichst kein Sand an die Achse kommt. Keine überzeugende Lösung, aber bevor wir mit der angerissenen und offenen Manschette weiterfahren, ließen wir die Näharbeiten durchführen. Um es vorweg zu nehmen, die Naht hielt nur ein paar Tage.

Weiter ging es über Nefta und den Grenzübergang bei Hazoua nach Algerien. In El Oued gönnten wir uns nach mehreren Nächten im Zelt erstmals ein Hotel. Jetzt waren wir praktisch schon am Nordrand der Sahara, denn südlich der Stadt beginnen die gewaltigen Sanddünen des Großen östlichen Erg (Grand Erg Oriental). Algerien war auch damals schon wenig touristisch, verglichen mit Tunesien und Marokko, und uns erwartete Orient pur. Ghardaia, El Golea und Timimoun faszinierten uns mit Märkten, Souks und unterschiedlichen Baustilen. El Oued ist die Stadt der 1000 Kuppeln, Ghardaia hat die Wehrtürme der Mozabiten und in Timimoun dominiert ein sudanesischer Baustil. Am Rande des Großen westlichen Erg besuchten wir die für ihre Schwenkbrunnen bekannte Oase Kerzaz, bevor es nach Béchar zu dem kleinen Grenzübergang nach Marokko bei Figuig ging.

Auf der sogenannten Straße der Kasbahs fuhren wir von Errachidia (damals noch Ksar Es-Souk), Zagora, Ouarzazate, über den Tizi n’Test Pass nach Marrakesch. Marrakesch war auch damals schon eine touristische Stadt, mit dem berühmten Gauklermarkt, den vielen Moscheen und den Souks. Besonders beliebt waren auch die Dachterrassen verschiedener Restaurants um den Djemaa el Fna, dem zentralen Platz. Von Marrakesch fuhren wir nach Norden, besuchten noch die Königsstadt Fès mit den bunten Souks und den berühmten Gerbereien, bevor es nach Ceuta zur Fähre ging.

Zurück in Europa, hatten wir wenig Zeit für die Mittelmeerküste, und nur in dem damals schon hässlichen Benidorm besuchten wir einen Stierkampf. Eine knappe Woche brauchten wir, um durch Spanien, Frankreich und die Schweiz nach Hause zu fahren.“

Alle Bilder von Raigros Roadtrip durch den Maghreb im Jahre 1977 finden Sie in unserer Datenbank. Auf Pinterest haben wir außerdem die schönsten Bilder zum Thema Maghreb in den 70er Jahren für Sie zusammengestellt.

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Ein kleiner Junge, der einen Teppich knüpft und ein kleines Mädchen, das ihm dabei zusieht ein Relikt aus vergangenen Jahrzehnten? Wohl kaum, denn auch heute noch ist Kinderarbeit in Pakistan und in vielen anderen Ländern der Welt traurige Realität. Die Frage, ob man durch seine Konsumentscheidung die Arbeiter und ihre Familien finanziell unterstützt oder dafür sorgt, dass das System bestehen bleibt, kann wohl jeder nur für sich selbst beantworten. Als unser Timeline-Fotograf Schneckes sich einen handgeknüpften Teppich als Erinnerungsstück kaufte, hoffte er zumindest, dass der Junge für seine harte Arbeit „auch ein paar Pfennige abbekommen“ hat wie er uns in unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt.

Ein Junge knüpft einen Teppich. Die kleine Schwester schaut ihm dabei zu.

Pakistanischer Junge beim Teppichknüpfen, 1975 © Schneckes

„Von meiner Pakistanreise wollte ich unbedingt einen handgeknüpften Teppich mitbringen. So führte mich mein pakistanischer Freund in Gujranwala zu einer Teppichknüpferei. Der Besitzer begrüßte uns in einem ansehnlichen Haus und erklärte mir bei Tee und süßem Gebäck die Kunst des Teppichknüpfens. Dann führte er uns zu seiner „Manufaktur“. Welch ein Gegensatz zu seiner Wohnung! Der staubige, sandige Hof hatte an einer Seite nur ein Dach, dies war die Arbeitsstätte. Darunter standen die sieben Knüpfstühle. Es war trotz der gleißenden Sonne recht duster. Hinter jedem Knüpfstuhl saß ein Junge, der an den straffgespannten Kettfäden die farbige Wolle knotete, dann mit einer Sichel die Fäden trennte und mit einem Schlegel die Knoten festschlug. Der Knüpfer am letzten der hintereinander stehenden Stühle war wohl der Capo. Er hatte ein Blatt, auf dem die Knüpfanleitung stand. In einem Singsang wies er die vor ihm Arbeitenden an, was sie knüpfen sollten: ‚Zweimal Rot, viermal blau‘. Stolz meinte der Besitzer, dass er so nur einen Arbeiter brauchte, der lesen konnte. Außerdem könnten die Jüngeren mit ihren kleinen Händen viel geschickter knüpfen. Ich habe mir dann einen Teppich ausgesucht und gekauft. Der ausgehandelte Preis war für mich ok, der Besitzer der Teppichfabrik war sicherlich auch mit dem Handel zufrieden. Der Junge, der von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang am Webstuhl hockte, hat sicherlich auch ein paar Pfennige abbekommen.“

Über 600 Bilder von unserem Fotografen Schneckes finden Sie in unserer Datenbank. Auf Pinterest haben wir für Sie noch mehr Bilder von Pakistan in den 1970er Jahren gesammelt.

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Ob Fasching oder nicht, in die „Schwabinger 7“ gehen die Münchnerinnen und Münchner auch heute noch – wenn denn keine Ausgangsbeschränkungen vorherrschen und das öffentliche Leben stillstehen würde. Unser Timeline-User Hubertus Hierl erzählt uns in unserer aktuellen Geschichte zum Bild von einem Abend im Februar 1962 in der Kultbar „Schwabinger 7“, die seit über einem halben Jahrhundert existiert. Einmal ist sie Opfer einer städtebaulichen Erweiterung geworden und musste umziehen, was überregional zu Protesten geführt hatte. Später wurde unter ihrem langjährigen Standort eine Fliegerbombe gefunden und mit einem großen Knall entschärft. In der Nachkriegszeit errichtet, werden sich hoffentlich noch viele Menschen nach uns Geschichten von durchzechten Nächten in der einst berüchtigtesten Bar Münchens erzählen.

Ein junges Barmädchen mit Zigarette in der Kultkneipe Schwabinger 7 in München.

Barmädchen in der Schwabinger 7, 1962 © Hubertus Hierl

„Spät in der Nacht führt uns der Weg noch in die Schwabinger 7, eine echte Schwabinger Institution. Es gibt sie heute noch. Alle hat sie überlebt. In Kürze (Juli 2011) kommen allerdings die Bagger – und Schwabing ist wieder um eine Legende ärmer. Der kleine Raum in dieser Baracke übervoll, übervoll auch mit Rauch, die Wände schwarz, mit Graffi übersät, das Licht kommt von Kerzen, die in Whiskyflaschen der Marke Vat 69 stecken. An der winzigen Bar entdecke ich dieses junge blonde Barmädchen mit einem Strohhut auf dem Kopf, Zigarette rauchend – vermutlich eine Studentin. Sie ist mit einem Foto einverstanden. Das spärliche Licht kommt von einer Kerze. Bei offener Blende und 1/15 Sekunde drücke ich auf den Auslöser meiner Leica.“

Alle Bilder von Hubertus Hierl finden Sie in unserer Datenbank. Auf unserer Website können Sie in noch mehr Bildern von Cafés und Biergärten in München stöbern.

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Geschichte der Technik: Telekommunikation

Eine Frau telefoniert in einer Telefonkabine an der Fifth Avenue. Im Hintergrund das Bürogebäude 666 Fifth Avenue. Sie trägt ein modisches Kleid.Eine junge Frau im gestreiften Kleid ist durch die Ornamentglasscheiben einer Telefonzelle auf der Suarez-Hauptstraße in Berlin zu sehen.Menschen telefonieren in gelben Telefonzellen am Maximiliansplatz in München.Eine ältere Dame telefoniert in einer Telefonzelle in Amsterdam und junge Frauen vor der Telefonzelle unterhalten sich.Ein Chauffeur telefoniert an einer neu errrichteten Anrufsäule für Autofahrer in Potsdam. Links ein Wagen der Marke Mercedes.Ein Chauffeur telefoniert an einer neu errrichteten Anrufsäule für Autofahrer in Potsdam. Links ein Wagen der Marke Mercedes.Ein Forscher ist in Berlin-Dahlem einen Mast zu einer wissenschaftlichen Apparatur hochgeklettert.Platz in Berlin Charlottenburg. Bild zeigt einen Briefkasten, einen Mann in einer Telefonzelle, eine KaDeWe Werbung und das Cafe Büttner (Kaffee, Tee, Weine).Kurfürstendamm in Berlin-Halensee. Bild zeigt einen Mann mit Hut in einer Telefonzelle.Wittenbergplatz in Berlin. Bild zeigt Tauben, einen Mann mit Zigarette, ein Frau mit Kleid, Tasche und Hand vor dem Gesicht, eine Telefonzelle, Briefkasten und im Hintergrund Autos und ein Hochhaus.Im Rahmen der 37. Jahrestagung des Verbandes Deutscher Elektrotechniker (VDE) 1935 in Hamburg zeigte die Reichspost zum ersten Mal sog. 'Gegenfernsehsprechen'. In der Fernsehsprechzelle sitzt eine junge Hamburger Schauspielerin, deren Bild ebenso dem Gesprächspartner übertragen wird wie der Ton.Eine Fraue telefoniert und winkt dem Fotografen.Das Foto zeigt einen Fernmeldetechniker bei Tremdenverschlüssen für Fernkabel am Hauptverteiler.Telefonistinnen arbeiten an einem langen Tisch in einem Fernsprechamt in Berlin, einem sogenannten Tischamt.

Vor gar nicht allzu langer Zeit blieb einem nichts anderes übrig, als eine Telefonzelle zu benutzen, wenn man unterwegs jemanden erreichen wollte. Am besten blätterte man noch in den vergilbten Telefonbüchern nach der Telefonnummer des gewünschten Teilnehmers. Doch im Vergleich zu den Fernsprechern Anfang des 20. Jahrhunderts waren die kleinen Zellen, ohne die übrigens viele legendäre Momente der Filmgeschichte kaum denkbar sind, hochmodern – man konnte ungestört und für relativ wenig Geld mit einer Person reden, die sich an einem komplett anderen Ort befand. In Zeiten von WhatsApp und Videotelefonie über das Internet natürlich lächerlich – trotzdem zeigt einem der Blick in die Vergangenheit manchmal, wie einfach und bequem wir heutzutage kommunzieren können.

Weitere Aufnahmen von historischen Fernsprechern und anderen Themen rund um die Telekommunikation finden Sie in unserer Datenbank. Auf unserer Pinnwann Telefonieren Historisch auf Pinterest haben wir außerdem die schönsten Aufnahmen für Sie gesammelt.

In unserer neuen Themenreihe stellen wir Ihnen regelmäßig ausgewählte historische Bilder zu den verschiedensten Technologien vor. Das nächste Mal zeigen wir Ihnen die schönsten Eisenbahnmotive.

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Unsere Fotografen: Winter

Das Bild zeigt die Einfahrt eines S-Bahnzuges in den Lehrter Stadtbahnhof. - dem westberliner Grenzbahnhof - Im Hintergrund ist die Charite´zu sehen. Der Zug kam von Friedrichstraße, dem östlichen Grenzbahnhof mit Übergang nach Ostberlin. Den Bahnhof gibt es in der form nicht mehr. Er wurde - frisch renoviert - nach der Wende für den Bau des neuen Hauptbahnhofs abgerissen.Ein Zug geführt von einer Schnellzugdampflokomotive der Baureihe (BR) 01 1518-8 fährt vorbei an einem verschneiten Haus am Bahnübergang bei Triptis.Nachtaufnahmen von betriebenen Dampfloks sind heute 2015 schon etwas besonderes aber damals noch gut möglichSchloss NeuschwansteinDer Walchensee ist der obere See zum Walchenseepumpspeicherkraftwerk und ein beliebtes Touristenziel.Berlin Straßenschild nach historischen Vorlagen.Die Doppeldecker sind wie auch die roten für London typisch für Berlin.Gepflasterten Bürgersteige findet man noch viele in BerlinBlick auf den Preussischen Landtag, dem heutigen (2018) Abgeordnetenhaus Berlin. Das Gebäude grenzt auf Ost-Berliner Seite direkt an die Mauer. Die Aufnahme wurde von West-Berlin aus gemachtBerlin Schlossstrasse Advent 1983 ÖPNV, BVG.Ein ganzes Stadtviertel hat sich bis heute gewandelt. Wer kennt 2018 noch die Geschäfte, die es damals in der Schlossstrasse Ecke Rheinstrasse, Bornstrasse, Bundesallee gab, Vieles wurde nur umgebaut, Anderes abgerissen und neu gebaut, Hertie, Titania Palast, Radio Rading, Wertheim, Leineweber u.v.a.nach nur wenige Monate dauernde Verhandlungen Ende 1983 übernimmt die West Berliner BVG die S-Bahn von der DR in der Nacht vom 8.1.84 zum 9.1.84 zunächst werden nur 2 Rumpfstrecken des Netzes befahren. Hier ein par Impressionen im Umfeld dieser historischen Nacht und den folgenden Tagen. Zunächst zusätzlich zum Farbbild (schon bei Timeline) nun auch Schwarz-Weiß-Bilder des letzten DR-Zuges aus Wannsee nach CharlottenburgBilder eines HarzurlaubesDer Standort ist entlang der Wetzlarer Bahn zwischen Grunewald und Nikolasssee. Eine BVG-S-Bahn kommt gerade entgegen - Typ Stadtbahn.Das Wichtigste steht schon in den Schlagworten. 2015 sieht die Gegend nun ganz anders da. Daher ist es sinnvoll sich auch noch das Haus hinter der Gedächtniskirche anzusehen. Es enthielt - hier leider nicht mehr zu sehen - den Durchlass zur Kantstrasse. Es ist inzwischen abgerissen Worden und machte Hochhäusern PlatzIn einem Kraftakt hat die BVG im Winter 84-85 die Wannseebahn wieder für den Fahrgastverkehr hergerichtet Fahrzeugmangel zwingt die BVG sogenannte Passviertel einzusetzen. Bezeichnend für die Eile sind auch die provisorischen ZugzielschilderNeptunbrunnen und Berliner Dom auf der Spreeinsel.Blick über eine Straße auf den Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie in West-Berlin.1988 ist das Jahr des Jubiläums 150 Jahre Eisenbahn in Preussen. Die DR und viele Eisenbahnvereine in Westberlin haben vieles auf die Gleise gesetzt um ihre Pretiosen den Westberlinern zu zeigen.Eine Menschenmenge steht vor einem mit Graffiti bemalten Mauerstück beobachtet die Öffnung der Grenze für den Autoverkehr am Potsdamer Platz am 12. November 1989.Menschen beobachten die Öffnung der Grenze für den Autoverkehr am Potsdamer Platz am 12. November 1989.Soldaten öffnen die Mauer für den Autoverkehr am Potsdamer Platz am 12. November 1989.Menschen stehen vor und auf der Mauer am Brandenburger Tor nach der Wende vom 9. November 1989.Menschenmenge auf dem Platz vor dem Brandenburger Tor am ersten Weihnachten nach dem Mauerfall.

Seinen ersten Fotoapparat, eine kleine Altissa Box, bekam unser Timeline-Fotograf Winter Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre. Während seiner Schulzeit in Göttingen und München lernte er dann, in den Dunkelkammern mit Fotochemikalien umzugehen, während er Ende der 60er Jahre, kurz vor dem Abitur, zu Weihnachten den ersten Apparat mit Nachführbelichtungsmesser – eine Dacora super Dignette – geschenkt bekam. Sein lang gehegter Wunsch nach einer eigenen Dunkelkammer ging bereits während seines Medizinstudiums in Berlin in Erfüllung und Ende der 70er Jahre hatte er endlich das Geld zusammen, um sich einen Traum zu erfüllen – eine Messsucherkamera.

Wie man bereits erahnen kann, beschäftigt sich Thomas Winter – so sein bürgerlicher Name – bereits seit seiner Kindheit mit der Fotografie: Es war und ist ein Hobby, das ihn seitdem nicht mehr losgelassen hat. Seine Themen sind übrigens bis heute, neben der üblichen Familienfotografie, Städte, Architektur, Landschaften, das Zusammenwachsen der BDR und DDR und vor allem: Eisenbahnen. In seiner Jugend machte Winter mit einem Freund von Westberlin aus häufig sogenannte „Dampflokjagden“ in die DDR, was seine Stasiakte später auch minutiös wiedergab: „…reist mit viel Fototechnik ein, in die Kreise Saalfeld, …“. Weiterlesen

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Bob Dylan in Nürnberg, 1978

Wenn das mal kein Zufall ist: am 24. Mai wird Bob Dylan 78 Jahre alt und 1978 hat unser Timeline-Fotograf Schneckes ihn live auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg gesehen. Das wortgewandte Genie, das 2016 als erster Musiker den Literaturnobelpreis erhielt, spielte damals das erste Mal in Deutschland. Sie fragen sich, wie unser Fotograf so scharf gestochene Bilder von Dylan machen konnte? In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt er es uns:

Bob Dylan bei einem Konzert auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg allein auf der Bühne.

Bob Dylan in Nürnberg, 1978   © Schneckes

„Als 1978 angekündigt wurde, dass Bob Dylan im Rahmen seiner Welttournee zum ersten Mal in Deutschland auftreten würde, war klar, dass ich bei dem Konzert auf dem Nürnberger Zeppelinfeld dabei sein würde. Später, bei der Zugabe, wollten wir nach vorne drängen, um den Meister auch mal von der Nähe zu sehen. Der frei zugängliche Platz vor der Bühne war natürlich schon dicht bevölkert. Aber da war ja noch der Fotografen und VIP Bereich! Dort will ich hin! Also kroch ich zwischen und unter den Verkaufswagen durch. Geschafft! Einmal dort kümmerte sich niemand mehr um meine fehlende Berechtigung. Die Profis fotografierten und fachsimpelten. Von einem bekam ich ein Fischauge für meine Kamera – ich fühlte mich dazugehörend. Auf der Bühne zauberte Eric Clapton auf der Gitarre, dann ruhige bluesige Töne von Campion Jack Dupree. Bei mir stieg die Spannung. Die Bühne für Dylan und seine Band wurde gerichtet. Techniker und Musiker liefen umher. Wird wohl noch ‘ne Weile dauern. Plötzlich, unvermittelt steht er da. Ohne Ansage legt die Band los. Sprechsingend schleuderte er förmlich den Song in die Masse. Das Publikum tobte. Ich war begeistert, euphorisch. Ich merkte, dass ich der einzige Fan in der Runde der Fotografen war. Die anderen machten ja nur ihren Job. Noch ein paar Bilder, dann schnell zurück zur Clique. Mitsingen. Mitfreuen. Ein tolles Festival erleben. Bei der Zugabe schoben wir uns wieder nach vorne. Dylan und Clapton spielten zusammen. Wie formulierte es die lokale Presse? ‚Ein Mythos erscheint seinen Jüngern‘.“

Schneckes ist nicht der einzige, der gerne Konzerte von Musiklegenden besucht hat. Unser Communitymitglied Hermann Schröer hat 1965 die Rolling Stones bei ihrem Konzert in Münster abgelichtet: Hier geht’s zum Fotoalbum Rolling Stones Konzert 1965.

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