Schlagwort-Archiv: China

Unsere Fotografen: Raigro

Mädchen mit Schirmmütze im Beihai-Park in Peking. Mann mit schwerer Ladung auf seinem Fahrrad in der Innenstadt von Peking Auf dem Markt von Shanghai werden Schlangen zum Kauf angeboten Auf dem Markt in Kanton in der Provinz Guangdong werden gerupfte Gänse an Hacken aufgehängt angeboten. Ein alter Chinese auf einem Lastenfahrrad in der Innenstadt von Peking. Im Hintergrund ein Omnibus. Ruderboote auf dem Kunming-See und die Siebzehn-Bogen-Brücke im Sommerpalast in Peking. Ein Kormoranfischer mit seinem Bambusfloss auf dem Li Fluss´bei Guilin in der Provinz Guangxi Zuschauer auf der Tribüne beim Drag Race (Beschleunigungsrennen) in Tucson, Arizona, USA Parkende Autos auf den steilen Straßen in Nob Hill, San Francisco Blick von der Staten Island Ferry auf die Skyline von Downtown Manhattan in New York. Das World Trade Center wird gerade gebaut. Polybahn in Zürich Cafe an der Reuss in Luzern Place du Bourg-de-Four Fassaden in Genf Mitglieder der Band The Beatles schauen aus dem Fenster des Hotels Bayerischer Hof in München. Auf dem Dach männliche und weibliche Fans. Blick vom Oktoberfest auf Paulskirche, Spezialitäten Ein junger Mann sitzt an einen Baum gelehnt in einer Ahorn Allee in Möschenfeld bei München. Menschen stehen während eines Staus neben ihren Fahrzeugen auf der Autobahn A99 in Richtung Süden bei der Ausfahrt Haar bei München. Dichter Reiseverkehr auf der verschneiten A99 Richtung Süden bei München. Landung eines Flugzeuges am Abend auf dem Flughafen München-Riem (Blick von Feldkirchen Richtung Westen). Im Vordergrund die Landebefeuerung.

Die Fotografie übte schon in den frühen 60er Jahren einen großen Reiz auf Rainer Großkopf – Tarnname Raigro – aus. Im Hause seiner Eltern in Neukeferloh bei München, im kleinen abgedunkelten Kellerraum, der seinem Vater als Dunkelkammer diente, hat er oft und gern Schwarzweißfilme entwickelt und Abzüge belichtet. Über lange Zeit hatte er eine einfache Kamera für 127er Filme, für Negative im heutzutage kaum noch bekannten 4 cm x 4 cm Format. Mit dieser Kamera sind auch die Bilder beim Besuch der Beatles in München 1966 entstanden. Nachdem ihm seine einfache, aber doch geliebte Kamera aus dem Auto gestohlen wurde, war dies ein passender Anlass, sich eine Spiegelreflexkamera zu kaufen. Als Student war aber „nur“ eine Pentacon für KB bezahlbar.

Zu Beginn der 70er Jahre erwachte bei Rainer Großkopf das Reisefieber, das sich im Laufe der Jahre verstärkte und bis heute anhält. Schon 1969 ging es mit zwei Freunden in einem NSU Prinz nach Marokko, dann Anfang der 70er zweimal in die USA, und 1972 mit drei Freunden in einem feuerwehrroten VW-Bus für drei Monate bis nach Afghanistan und Pakistan. Um diese Reisen in Farbe zu dokumentieren vollzog Rainer Großkopf dann den Wechsel vom SW- zum Diafilm. Leider hat er seine Dias unter Glas gerahmt, weshalb ein Großteil der Bilder aus dieser Zeit daher kaum noch verwendbar ist.

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Unsere Fotografen: Czychowski

Alte jemenitische M‰nner stehen um eine Gruppe von mit Beh‰ltern beladenen Eseln im Ort Shihara. Ein mit Passanten beladener LKW neben einem modernen Reisebus auf einer Hauptstra?e nahe der syrischen Pforte. Sch¸ler der f¸nften Klasse einer Elementarschule in Bangaan beim Verfassen eines Aufsatzes. Fischerflˆ?e auf einem Fluss in den Philippinen. Jemenitische Krieger mit Maschinengewehren in den BErgen bei El Gabei. Ein Beduinenm‰dchen w‰scht ihre Kleidung vor ihrem Hauseingang in der Schlucht von Petra. Wasserb¸ffel ziehen ein Fahrzeug an einem Hafen vorbei, indem Boote mit Teakholzst‰mmen zum Abtransport beladen werden. Drei Goldschl‰ger bei der Herstellung von Blattgold in Mandalay. Eine Frau im Boot kehrt vom Verkauf auf dem Markt in Ywama mit leeren Kˆrben zur¸ck. Fu?g‰nger und Pickup Trucks auf der Hauptstra?e der ruandischen Hauptstadt Kigali. Ein M‰dchen steht neben einem blinden Mann, der an einer Stra?enecke auf einem Kamaneheh spielt. Eine Trauergemeinde zieht mit Urne von Bord eines Schiffes auf dem Changjing. Kinder fahren auf einem Eselkarren auf einer Stra?e in Xining. Rentiere auf dem Berg Salen ¸ber Hammerfest. M‰nner stehen vor einem Fischerboot im Hafen von Andalsnes im Romsdalfjord. Eine indonesische Bauernfamilie auf einem Pfad zwischen Bach und Reisfeldern in der westjavanischen Landschaftb bei Nagrek. Eine chinesische Schulklasse im Zoo von Guiluin. Teepfl¸ckerinnen auf einer Teeplantage am Puncak-Pass. Eine ‰ltere Indiofrau mit Ziege und Spindel an einem Hang in Ainko. Jemeniten blicken vom Dach eines Museums auf die Stadt Sanaa.

Kein anderes Timeline-Mitglied kann Bilder aus so vielen Ländern der Welt vorweisen wie Czychowski.

In unserer Fotocommunity zeigt Timeline-User Czychowski bereits ĂĽber 5.000 Fotografien seines Vaters Manfred Czychowski. Dieser wurde 1929 in Olschewen im damaligen OstpreuĂźen geboren, jedoch trug ihn das Schicksal eines FlĂĽchtlings aus den deutschen Ostgebieten nach Mönchengladbach. Nach einem Jurastudium zog er nach DĂĽsseldorf, wo er im Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen stand und sich maĂźgeblich um die Wasserqualität verschiedener Gewässer kĂĽmmerte. So wurde er zu einem der fĂĽhrenden deutschen Juristen auf dem Gebiet des Wasserrechts und maĂźgeblicher Kommentator zum Wasserhaushaltsgesetz. Weiterlesen…

Hongkong – Chinas Weltmetropole

Eine Stadt mit Gegensätzen  – Hightech vs. Tradition

In den 50er Jahren war Hongkong eine englische Kolonie und für die Händler die einzige Verbindung zwischen Ost und West, sprich China und Amerika. Heute gehört die Stadt zu einem der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt, so dass sich manch einer wieder ein Boykott wünschen würde. Einen kurzen Überblick über den damaligen Ost-West-Konflikts zeigt unser Fundstück, aus der Münchner Illustrierten Nr. 14 vom 04. April 1959 mit einer Bilderreportage des  MI-Fotografen Heinz Hering.

 

 „Wolkenkratzer und schmutzige Dschunken, Bettler, Schmuggler und Millionäre – die Ko-Existenz der Gegensätze prägt das Bild von Hongkong.“

 
Titel komplett
Ich glaubte mich im Märchenland Immer wieder stĂĽrzte ich mich in den Trubel der HauptgeschäftsstraĂźen von Hongkong. Die GerĂĽche, die Farben, die Menschen, die angebotenen Waren – alles ist hier anders als anderswo. In den Auslagen bestaunte ich kostbaren Schmuck, Delikatessen wie geröstete Raupen und besonders präparierte Froschschenkel, Herrenhemden fĂĽr die paar Mark und seidene Morgenmäntel aus Rotchina, die nur zehn Mark kosten. Hongkong ist die bedeutendste Zentrale fĂĽr den Handel mit dem von Amerika boykottierten 600-Millionen-Volk der Rotchinesen. Zudem ist die Stadt ein Freihafen, das heiĂźt, ausländische Waren kommen unverzollt auf den Markt. Sie werden Tag und Nacht verkauft, und Tag und Nacht drängt sich hier ein unbeschreibliches Menschengewimmel.
 
„Unseren täglichen Reis gib uns heute“ So etwa dĂĽrfte, abgewandelt, das Gebet der meisten Kinder und Erwachsenen von Hongkong lauten. Denn das tägliche Schälchen Reis ist fĂĽr viele das Hauptproblem ihres Lebens. Ich bemĂĽhte mich, mit dieser kleinen Dame ein Tischgespräch zu beginnen. Es scheiterte an ihrer ZurĂĽckhaltung und an Sprachschwierigkeiten. Die Kinder, gut gekleidete und gut genährte, magere und unsagbar schmutzige, wimmeln an jeder StraĂźenecke herum.
Duell mit Wolkenkratzern Der Ost-West-Konflikt macht auch vor Hongkong nicht ganz halt. Ein Einheimischer erzählte mir die bezeichnende Geschichte dieser Wolkenkratzer: Um dem Hochhaus der britischen „Bank von Hongkong“ (Mitte) Konkurrenz zu machen, errichtete die rotchinesische „Bank von Peking“ ein Gebäude, das sie ĂĽberragt (ganz links). Die Engländer wollten das nicht auf sich sitzen lassen. Ihr neuer Wolkenkratzer (rechts im Bild) ist höher als die „Bank von Peking“.
Mode mit Blickfang Die Kleider der Chinesinnen haben an den Seiten einen Schlitz, dessen Länge sich nach dem Alter der Trägerin richtet. Ich nahm mir immer wieder vor, nicht hinzustarren, wenn einen dieser hübschen und graziösen Damen vorrüberging. Es gelang mir selten.
Der Kindersegen wird zum Fluch Überall traf ich auf obdachlose Familien, die an Straßenecken und in den Hauseingängen der Reichen wohnen. Fast alle haben sie eine Unzahl kleiner und immer hungriger Kinder. Die Engländer, mit denen ich über den gewaltigen Geburtenüberschuss sprach, erkennen sehr wohl das Problem, aber sie haben bis jetzt noch nicht die Möglichkeit gefunden, es zu lösen.

P
olizei genügt nicht Die britischen Militärpolizisten, die durch die Straßen patrouillieren, sind gute Kenner der Millionenstadt. Der Dicke lebt, wie er mir sagte, seit dreißig Jahren in Hongkong. Er spricht perfekt chinesisch. Hongkongs Juweliere verlassen sich jedoch nicht nur auf die Polizei: Sie unterhalten private Wachen.

Propaganda – warum nicht?
„Eure Heimat wartet auf euch – besucht das Vaterland“, steht ĂĽber diesen Bildern. Sie hängen am rotchinesischen PropagandabĂĽro. Dieses BĂĽro in Hongkong zu finden, in einer britischen Kolonie, wunderte mich am meisten. Aber Hongkong lebt nun einmal davon, dass sich West und Ost an diesem herrlichen Fleck des Fernen Ostens noch immer tolerieren.

 

© Münchner Illustrierte 1959 Fotos: Heinz Hering

Bilder zum Thema China finden Sie übrigens in unserer Community auf www.timeline-images.de. Noch mehr spannende Artikel aus der Münchner Illustrierten finden Sie in regelmäßigen Abständen in unserer Rubrik Fundstücke, zusammen mit einem bunten Potpourri aus den Themenbereichen Kultur, Sport, Mode & Schönheit, Stars & Adel, Politik, Wirtschaft und Alltag. Lassen Sie sich überraschen! Ihr Timeline Images Team PS: Wenn Ihnen unsere “Fundstücke” gefallen, sind Sie herzlich eingeladen, diese mit Ihren Freunden und Bekannten zu teilen, z. B. über unseren “Share”-Button:

 

Jeden Winter aufs Neue

Alltag – Kampf der Erkältung!

Rund 200 Erkältungsviren kennt die Medizin und was sie anrichten können, das kennt jeder. Wenn alles niest, schnieft und hustet, haben die Viren leichtes Spiel. Meist schafft es das Immunsystem, die Angreifer zu besiegen, sind aber zu viele Viren unterwegs, ist der Körper schnell überfordert. In so einem Fall helfen Hausmittel wie Kräutertees, Erkältungsbäder oder Halswickel, und neben der Schulmedizin stellen auch alternative Heilmethoden eine Möglichkeit zur Behandlung dar. In unserem Fundstück aus der Münchner Illustrierten Nr. 24 vom 16. Juni 1951 zeigen wir Ihnen eine alternative Heilmethode, die schon seit Tausenden von Jahren in China angewendet wird.
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