Schlagwort-Archiv: Bergsteigen

Auf Reisen in den 60ern: Von der Adria bis zur Nordsee

Menschen auf einem Platz in Venedig. Paar und Menschen die Tauben f├╝ttern auf dem Markusplatz in Venedig. Kanal, Motorboot (Mirco) und Br├╝cke in Venedig. Schiff mit Kisten und im Hintergrund die Rialto Br├╝cke mit Reklame (Mostra Dei Guardi) in Venedig. Geb├Ąude, Kanal und Motorboote in Venedig. Kanal, Autos, Busse, Werbung (Pepsi Cola, Cinzano) und Geb├Ąude in Venedig, Bauern beim Heurechen auf der Seiseralm mit Blick auf Langkogel Junge Frau aus Auto ausgestiegen die das Panorama um Cortina d' Ampezzo fotografiert Ein Junge hockt auf einem h├Âlzernen Zaun am Ritten bei Bozen. Zwei Fraueink├Âpfe recken sich aus dem Auto zum Blick auf den Sellastock Touristen betrachten den Kirchturm von Altgraun am Reschenpass, der aus einem See herausragt. Autos stehen geparkt vor der Talstation der Gondelbahn Pordoi in Canazei. Auto am Strassenrand mit Dolomiten Im Fischmarkt von Hamburg verkaufen Fischer Schollen vom Kutter aus. Schlittschuhfahrer auf der zugefrorene Au├čenalster vor dem Alsterpavillon in Hamburg. Blick von der Sankt Michaelis Kirche (auch Michel genannt) ├╝ber die Speicherstadt im Hafen von Hamburg. Blick von der Sankt Michaelis Kirche (auch Michel genannt) af die Kehrwiederspitze und den Freihafen von Hamburg. Menschen sitzen in einem bunten Karussell w├Ąhrend eines Sch├╝tzenfestes in Harburg auf dem Schwarzenberg. Hafenschlepper im Hafen von Hamburg bei starkem Schneefall.

Im sechsten Beitrag unserer Serie „Auf Reisen in den 60ern“ reisen wir einmal vertikal ├╝ber den europ├Ąischen Kontinent, von den verwinkelten Gassen Venedigs ├╝ber die S├╝dtiroler Alpen bis in den flachen Norden. Sehen Sie, wie romantische Gondolieri durch die Lagunenstadt treiben, wie unsere reisebegeisterten Community-Mitglieder die Stille der Berge genie├čen und wie die HafenCity vor 50 Jahren ausgesehen hat.

Venedig, 60er Jahre

S├╝dtirol, 60er Jahre

Hamburg, 60er Jahre

Probieren Sie t├╝rkische Sesamkringel in Istanbul, schlendern Sie im Mercat de la Boqueria in Barcelona oder erleben Sie die pure Natur in den Weiten Skandinaviens. In unserer Serie ÔÇťAuf Reisen in den 60ernÔÇŁ stellen wir Ihnen in regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden Reiseziele vor, die unsere Community-Mitglieder in den 60er Jahren besucht haben. N├Ąchstes Mal geht es horizontal ├╝ber den europ├Ąischen und asiatischen Kontinent, von der T├╝rkei bis nach Indien.

Fundst├╝cke – Karakorumexpedition

Deutsch-├ľsterreichische Karakorumexpedition 1954

Aufmerksame Bergfexe haben sicherlich schon erfahren, dass in diesen Tagen wieder eine Expedition im Karakorum-Gebirge unterwegs ist. Gerlinde Kaltenbrunner und ihr Mann Ralf Dujmovits sind mit von der Partie um den legend├Ąren K2 zu bezwingen.

Sie stehen dabei in einer guten Tradition: Schon 1954 wollte eine deutsch-├Âsterreichische Gruppe unter der Leitung von Andreas Rebitsch die Erstbesteigung des Lambha Pahar, wie der K2 auch genannt wird, in Angriff nehmen.┬á Die Italiener schnappten ihnen aber die Genehmigung der Beh├Ârden, die nur einmal j├Ąhrlich erteilt wurde, vor der Nase weg – so blieb Rebitsch und seinen Seilpartnern nur, auf den ebenfalls im Karakorum-Gebirge liegenden Rakaposhi (7.788┬ám) auszuweichen.



Expeditionsteilnehmer Anderl Heckmair, bekannt durch die Erstdurchsteigung der Eiger-Nordwand Kameramann Martl Schlie├čler bereitet die Ausr├╝stung vor. Er drehte w├Ąhrend der Expedition den Film „Im Schatten des Karakorum“.


Karl Heckler, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Expedition, fand auf tragische Weise den Tod auf einem Felspfad ├╝ber dem Fluss Hunza (Bild rechts). Hier ist er zu Beginn der Expedition auf einem Yak zu sehen. An dieser Stelle ├╝ber dem Hunzatal fand Karl Heckler auf tragische Weise den Tod. Als er zum fotografieren an den Rand des schmalen Felspfades trat, l├Âsten sich wahrscheinlich einige Steine und verursachten seinen Absturz.
Der Rakaposhi (7.788┬ám), h├Âchster Berg der Rakaposhi-Haramosh-Berge im Karakorum-Massiv. Auf dem Bild leider nicht zu sehen: die 6 km hohe und fast 20┬ákm breite Nordwand, h├Âchste Steilflanke der Welt. Die ber├╝chtigten H├Ąngebr├╝cken im Hunzatal, die ├╝ber die rei├čenden Gebirgsfl├╝sse f├╝hren, stellen gef├Ąhrliche Hindernisse dar.


Die l├Ąngste der Hunza-Br├╝cken ist 114 m lang und h├Ąngt 28m ├╝ber dem Fluss. Der sp├Ąter t├Âdlich verungl├╝ckte Karl Heckler beschreibt den ├ťbergang so: „Der Lambadar (B├╝rgermeister) von Nazimabad hat den Auftrag, mich ungef├Ąhrdet ├╝ber die Br├╝cke zu bringen. Er will mich tragen. Als ich ablehne, geht er mit seinen Gehilfen kurz hinter mir ├╝ber die Br├╝cke, was meine Sicherheit nicht gerade f├Ârdert. Ein Tr├Ąger von dr├╝ben kommt zur├╝ck, gerade als ich die Mitte erreicht habe. Nun sind wir zu vieren auf der schwankenden Br├╝cke – und doch geht alles gut.“


Die Expedition fand kein gl├╝ckliches Ende: Zuerst verungl├╝ckte Karl Heckler, schlie├člich musste die Besteigung des Rakaposhi g├Ąnzlich abgebrochen werden. In der M├╝nchner Illustrierten, Ausgabe 30 vom 24. Juli 1954 hei├čt es: „Was Anderl Heckmair und Martl Schlie├čler von ihren Vorst├Â├čen ins Bagrottatal und ins Danyortal berichteten, war entmutigend. Donnernde Eislawinen fegen in kurzen Abst├Ąnden ├╝ber die zerkl├╝fteten Steilw├Ąnde des Rakaposhi. Alle Routen, die f├╝r einen Aufstieg in Frage k├Ąmen, waren dauernd vom t├Âdlichen Eisschlag bedroht. Mathias Rebitsch, der Expeditionsleiter, traf nach dieser Hiobsbotschaft die einzige richtige Entscheidung: Der Sturm auf den Gipfel des Rakaposhi wurde abgeblasen.“

Fotos: Max Scheler
┬ę M├╝nchner Illustrierte 1954

Historische Fotos zum Thema Bergsteigen finden Sie in einem neuen Album auf unserer Community Timeline Images.
Haben Sie Interesse an weiteren Artikeln aus den 50er Jahren? In unserer Rubrik Fundst├╝cke zeigen wir Ihnen in regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden Schmankerl aus den Themenbereichen Kultur, Sport, Mode & Sch├Ânheit, Stars & Adel und Alltag. Seien Sie gespannt!

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