Nach den Monaten, in denen wir höchstens auf Balkonien Urlaub machen konnten, spürt man das Fernweh nun immer mehr. Eine Reise, wie sie unser Timeline-User Raigro in den späten 70er Jahren erlebt hat, ist daher nur Bestandteil kühnster Abenteurerträume. In unserem Blog hat Raigro bereits von seinem Roadtrip nach Marokko 1969 berichtet, acht Jahre später zog es ihn und einen Freund mit einem VW-Golf in die Sahara. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild berichtet er von Abenteuern in den Maghreb-Staaten Tunesien, Algerien und Marokko und was er auf seiner Reise alles erlebt hat.

Unser VW Golf in einer Palmenoase beim Berberort Matmata, TunesienJunger Mann duscht sich bei Soldaten am Rande der Salzwüste Chott el-Jerid, Tunesienantikes römisches Amphitheater bei Gabes, TunesienHöhlenwohnungen im Berberort Matmata, TunesienUnser VW Golf steckt im Salzschlamm in der Salzwüste Chott el-Jerid, TunesienDer VW Golf muss in die Werkstatt in Touzeur, TunesienMann mit Esel beim Berberort Matmata, TunesienTypische Kuppeldach-Gebäude in El Qued, AlgerienEinheimische am Markt in El Qued, AlgerienWilde Esel bei El Golea, AlgerienKamelmarkt in El Qued, AlgerienOase und Sanddünen im westlichen Großen Erg (Sandwüste), AlgerienWasserverteiler in der Oase, Timmimoun, AlgerienMarabut in einer Palmenoase beim Berberort Matmata, TunesienUnser VW Golf und Sanddünen im westlichen Großen Erg (Sandwüste), AlgerienEinheimische am Markt der Oasenstadt Ghardaia, AlgerienEinheimische am Markt der Oasenstadt Ghardaia, AlgerienStromtrasse neben der Piste durch den östlichen Großen Erg (Sandwüste), AlgerienAuf der Straße der Kasbahs, MarokkoMenschen an einem Brunnen, Auf der Straße der Kasbahs, MarokkoBlick vom Dachrestaurant auf den Gauklerplatz in Marrakesch, MarokkoGefärbte Wolle in den Souks von Marrakesch, MarokkoSchlangenbeschwörer auf dem Gauklerplatz in Marrakesch, MarokkoRömische Tempel in Mouley Idris, MarokkoFellgerberei in den Souks von Fes, MarokkoAlter Mann mit Fes auf dem Melonenmarkt in Gabes, TunesienAuf dem Campingplatz in Florenz, Toskana, Italien

„Im August 1977 war ich mit meinem Freund Helmut in seinem Golf für knapp fünf Wochen in Nordafrika unterwegs. Von München ging es durch ganz Italien bis nach Trapani auf Sizilien, und von dort mit der Fähre nach Tunis. Von Tunis fuhren wir über Sousse nach Gabès im Süden, denn wir wollten in die Wüste und nicht zum Baden an die Küste. Wir besuchten die Höhlenwohnungen bei Matmata, bevor wir gen Westen Richtung Tozeur aufbrachen.

Bei Kebili beginnt die Piste durch die Salzwüste Chott el Djerid, die wir unbedingt durchqueren wollten. An einer feuchten, durch tiefe Reifenspuren unpassierbar erscheinenden Stelle, beschlossen wir, diese Stelle neben der Piste zu umfahren – das war ein Fehler. Schnell steckte unser Golf tief im Salzschlamm fest. Zu zweit hatten wir keine Chance, den Wagen frei zu bekommen. Nach schweißtreibenden, aber vergeblichen Versuchen kam nach zwei Stunden endlich Rettung. Mit einem Jeep, Abschleppseil und vier kräftigen Männern gelang es, unseren Golf wieder auf die Piste zu bekommen. Als wir das Chott durchquert hatten, sahen wir eine Art Kaserne, wo einige Soldaten sich im Freien mit einem Schlauch zur Kühlung abspritzten. Verschwitzt wie wir beide aussahen, mit Salzkrusten an den Beinen, ließen uns die Soldaten bereitwillig und gerne auch eine kühle Dusche mit dem Schlauch nehmen.

Am Abend in Tozeur sahen wir unseren Golf etwas genauer an. Die Achsmanschette am linken Vorderrad war angerissen, was nicht so gut war, da wir mit viel sandigen Strecken rechnen mussten. Am nächsten Tag suchten und fanden wir eine Werkstatt in Tozeur, aber wie zu erwarten war, hatten sie keine passende Manschette. Der Chef der Werkstatt schlug vor, die Manschette zu nähen, damit möglichst kein Sand an die Achse kommt. Keine überzeugende Lösung, aber bevor wir mit der angerissenen und offenen Manschette weiterfahren, ließen wir die Näharbeiten durchführen. Um es vorweg zu nehmen, die Naht hielt nur ein paar Tage.

Weiter ging es über Nefta und den Grenzübergang bei Hazoua nach Algerien. In El Oued gönnten wir uns nach mehreren Nächten im Zelt erstmals ein Hotel. Jetzt waren wir praktisch schon am Nordrand der Sahara, denn südlich der Stadt beginnen die gewaltigen Sanddünen des Großen östlichen Erg (Grand Erg Oriental). Algerien war auch damals schon wenig touristisch, verglichen mit Tunesien und Marokko, und uns erwartete Orient pur. Ghardaia, El Golea und Timimoun faszinierten uns mit Märkten, Souks und unterschiedlichen Baustilen. El Oued ist die Stadt der 1000 Kuppeln, Ghardaia hat die Wehrtürme der Mozabiten und in Timimoun dominiert ein sudanesischer Baustil. Am Rande des Großen westlichen Erg besuchten wir die für ihre Schwenkbrunnen bekannte Oase Kerzaz, bevor es nach Béchar zu dem kleinen Grenzübergang nach Marokko bei Figuig ging.

Auf der sogenannten Straße der Kasbahs fuhren wir von Errachidia (damals noch Ksar Es-Souk), Zagora, Ouarzazate, über den Tizi n’Test Pass nach Marrakesch. Marrakesch war auch damals schon eine touristische Stadt, mit dem berühmten Gauklermarkt, den vielen Moscheen und den Souks. Besonders beliebt waren auch die Dachterrassen verschiedener Restaurants um den Djemaa el Fna, dem zentralen Platz. Von Marrakesch fuhren wir nach Norden, besuchten noch die Königsstadt Fès mit den bunten Souks und den berühmten Gerbereien, bevor es nach Ceuta zur Fähre ging.

Zurück in Europa, hatten wir wenig Zeit für die Mittelmeerküste, und nur in dem damals schon hässlichen Benidorm besuchten wir einen Stierkampf. Eine knappe Woche brauchten wir, um durch Spanien, Frankreich und die Schweiz nach Hause zu fahren.“

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NSU Prinz in der Wüste, 1969

Wer schon immer mal mit dem Auto nach Marokko fahren wollte, kann sich von Timeline-Fotograf Raigro inspirieren lassen – machte er sich doch mit zwei Kumpels vor über 50 Jahren mit einem NSU Prinz auf dem Landweg in das westafrikanische Land. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt er, wie er und seine zwei Freunde in ihren ersten Semesterferien die Fahrt in ein unbekanntes Abenteuer überstanden und was sie auf ihrer Reise alles gesehen haben.

Ein NSU Prinz auf einer sandigen Straße in der Wüste südlich von Guelmim in Marokko.

NSU Prinz in der Wüste, 1969   © Raigro

„In unseren ersten großen Semesterferien im Sommer 1969 wollten meine Freunde Fritz, Michael und ich mit meinem weißen Fiat 500 durch die Sahara. Ein wagemutiges Vorhaben, das von Freunden nur mit  ‚Ihr kommt doch höchstens bis Salzburg‘ kommentiert wurde. Einige Wochen vor den Ferien zeigte mein Fiat aber Schwächen – es wäre zu dritt auch ziemlich eng geworden. Zum Glück fanden wir kurze Zeit später einen gebrauchten NSU Prinz, der sowohl vom Preis als auch von der Größe für eine Tour zu dritt geeignet erschien.

Aber nicht nur der Wagen wurde ersetzt, sondern auch die Reisepläne. Wir wollten jetzt ’nur‘ noch bis Marokko. Am 22. August 1969 fuhren wir um 5 Uhr früh los. Entgegen der spöttischen Bemerkungen der Daheimgebliebenen waren wir am Nachmittag schon in Genf, und abends wurde erstmals das Zelt auf dem Campingplatz in Annecy aufgebaut. Monaco, Nizza, Cannes, St. Tropez waren die nächsten Stationen, dann weiter über Marseille und die kleine Hafenstadt Sete nach Barcelona, wo wir ein paar Tage blieben – wir waren noch nie vorher in Spanien gewesen.

Dann fuhren wir weiter über Valencia, Alicante, Granada, Malaga, Fuengirola und Marbella nach Algeciras, wo uns die Fähre am nächsten Tag nach Marokko bringen sollte. Von Tanger ging es dann nach Rabat, Casablanca und Agadir.

Nach einem erholsamen Badetag wollten wir endlich Sanddünen und Oasen sehen. Wir verließen also die Küste und fuhren über Tiznit in den kleinen Ort Goulimine (heute Guelmim) am Nordrand der Sahara. Das war das Nordafrika, das wir uns vorgestellt hatten: verschleierte Frauen, Männer mit Turban und buntes Treiben auf den sandigen Straßen mit zahlreichen Händlern.

Nach Goulimine hatte noch eine Teerstraße geführt, aber weiter nach Süden führten nur noch sandige Pisten. Wir wollten nicht zu viel riskieren und hatten uns eine kleine Oase etwa 15 km südlich von Goulimine als Ziel auserkoren, aber wenn es zu sandig werden würde, dann würden wir umkehren. Aber trotz vereinzelter Sandverwehungen war die Piste doch gut zu befahren. In der kleinen Oase wurden wir von ein paar Kindern neugierig empfangen. Allzu oft werden hier Touristen nicht hinkommen.

Nach unserem Sahara-Erlebnis ging es langsam wieder gen Norden, über Taroudannt und das Atlas-Gebirge nach Marrakesch und weiter nach Fes, von dort nach Tanger und über Spanien zurück nach München, wofür wir noch einmal circa eine Woche brauchten. Diese Reise war bei uns drei Freunden der Auslöser für viele weitere Reisen, die wir bis heute zusammen unternehmen.“

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Viele Schülerinnen und Schüler sowie Studierende nutzen den Sommer, um sich ein wenig Geld dazuzuverdienen. Genau das tat auch unser Timeline-Fotograf Schneckes im Sommer 1977 als Werkstudent bei Mercedes-Benz in Mannheim. Wie er als „Student“ seine Zeit bei den „echten Benzern“ erlebte, erzählt er uns in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Ein Arbeiter im Mercedes-Benz Werk in Mannheim steht neben einem Motorblock. Er hat diesen soeben von Produktionsfehlern gereinigt.

Arbeiter im Mercedes-Benz Werk Mannheim, 1977   © Schneckes

„Um meine Fotoausrüstung und Reisen zu finanzieren, war ich in den Semesterferien immer auf der Suche nach lukrativen Jobs. So kam ich im August 1977 zu Mercedes-Benz ins Werk Mannheim. Das war ein Glücksfall, denn die Bezahlung in der Gießerei war für einen Studenten einfach sensationell gut. Aber die Arbeit, im wöchentlichen Zwei-Schichten-Wechsel, war hart und schweißtreibend. Ich arbeitete im sogenannten Gussputz. Dort wurden die gegossenen Rohlinge der Unimog Motoren bearbeitet. Mit der Flex musste man Grate abschleifen, mit Hammer und Meißel bei Gussfehlern die Öffnungen wieder frei schlagen. Und das alles im Akkord! In ca. 20 Minuten sollte ein Block gesäubert und mit einem eigenen Stempel versehen sein. Alles war genau getaktet. Die Stimmung unter und mit den ‚echten Benzern‘ – wie sie sich selbst nannten – war gut. Nicht nur, weil täglich ein Arbeiter mit einem Handkarren kam und Getränke verkaufte. Stolz waren die Arbeiter damals, dass sie in der Gießerei Bier kaufen konnten – und durften! Nach heutigen Arbeitsrechtsbestimmungen absolut undenkbar! Dass der ‚Student‘ nur Obstsäfte trank, wurde aber selbstverständlich akzeptiert. Bei der Arbeit wurde auch immer wieder gefrotzelt und gelacht. Besonders, wenn der Anfänger wie wild das gusseiserne Ungetüm mit Hammer und Meißel traktierte. Die Hilfsbereitschaft der Arbeiter zeigte sich immer dann, wenn wieder einer rief: ‚Hey, Student, mach auf den Block da dein Stempel!‘ Gott sei Dank, der Akkord wurde erreicht, die Urlaubsreise war gesichert.“

Alle Bilder aus der Reihe finden Sie in unserem Fotoalbum Mercedes-Benz-Werk in Mannheim, 1977. Und auf Pinterest präsentieren wir Ihnen passend zum Sommerurlaub unsere schönsten Motive zum Thema Roadtrips, 20er und 30er.

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Geschichte der Technik: Autos

Gepäck steht vor einem Auto (Opel Rekord)  mit offenem Kofferraum vor einem Hotel in Lovran. Unter dem Gepäck sind auch Rotweinflaschen.Eine Familie macht Halt auf einer Tankstelle und steht vor dem geöffneten Kofferraum ihres Autos.Junge Frau aus Auto ausgestiegen die das Panorama um Cortina d' Ampezzo fotografiertAnfang der 50er Jahre - kaum jemand hatte ein eigenes Auto. Aber die Sehnsucht, einen Ausflug ins nahegelegene Österreich zu Bergtouren zu unternehmen, war natürlich groß. Die Sektion Lechrain des Alpenvereines organisierte in einem rundlichen Kässbohrer-Bus Wochenendfahrten für die Wanderer und Kletterer, für Groß und Klein, unvergesslich! Uns Kindern wurde vom Busfahren grundsätzlich schlecht, auch das unvergesslich.Zwei Fraueinköpfe recken sich aus dem Auto zum Blick auf den SellastockEin Familienvater posiert mit seinen Kindern vor der Burg Trausnitz in Landshut. Links im Bild eine Borgward Isabella. Aufnahme von 1956.Eine Junge Frau steht bei einem roten Borgward Isabella. Das Auto ist mit roten und orangenen Blumen geschmückt.Staatsgäste vor der Prager Burg in einer Tschaika-Limousine.Autos an der Quai de la Mégisserie in Paris.Klingentorturm, VW KäferMenschen sitzen in einem weißen Opel vor einem hölzernen Haus mit Blumen vor den Fenstern.

Eisenbahn, Computer, Telefon – in kaum einem anderen Bereich ist der Wandel der Zeit so deutlich sichtbar wie in der Technologie. In unserer neuen Themenreihe „Geschichte der Technik“ zeigen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen Aufnahmen von historischen Verkehrs- und Kommunikationsmitteln, den ersten Automaten, Radios und Fernsehgeräten.

In unserem ersten Beitrag dreht sich alles um die Welt der Automobile: Borgwards, Fords, Renaults oder VWs – in unserer Slideshow können Sie die schönsten historischen Modelle begutachten. Weitere Bilder von Automobilen aus den 50er und 60er Jahren finden Sie in unserer Datenbank.

In unserer neuen Themenreihe stellen wir Ihnen regelmäßig unsere schönsten historischen Bilder zu den verschiedensten Technologien vor. Das nächste Mal ist die Informationstechnologie mit Automaten und Computer an der Reihe.

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Opel vor einem Haus, 60er Jahre

Kurz und knackig ist unsere neue Geschichte zum Bild, aber dafür umso witziger, wenn man sich in die Situation hineinversetzt. Timeline-Userin Matja erzählt uns nämlich von den Fahrtkünsten ihrer Oma, die bis kurz vor der Abgabe ihres Führerscheins makellos blieben  aber eben nur bis da.

Menschen sitzen in einem weißen Opel vor einem hölzernen Haus mit Blumen vor den Fenstern.

Opel vor einem Haus, 60er Jahre   © Matja

„Meine Oma war die Einzige in der Familie, die einen Führerschein hatte, deshalb musste sie immer alle herumkutschieren. Mit Anfang 70 hat sie ihren Führerschein abgegeben – sie war der Meinung, dass sie nun genug gefahren ist. Einen Tag vor Abgabe bekam sie ihr erstes und einziges ‚Knöllchen‘  sehr zur Belustigung der gesamten Familie.“

In unseren Fotoalben Opel, 60er Jahre finden Sie weitere Aufnahmen von schnittigen Schlitten. Und wenn Ihnen der Stil der 60er taugt, ist unser Album Design, 60er Jahre genau das Richtige für Sie.

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Fiat Millecento bei Ettal, um 1960

Die Herbstzeit hat wahrlich ihre Vorteile – die Sonne taucht die Bäume in goldenes Licht, der Duft von Mandarinen liegt in der Luft und das schlechte Gewissen bleibt aus, wenn man einfach mal einen Tag auf der Couch verbringt. Womit (oder eher: mit wem) man die Herbstzeit noch verbringen kann, erzählt uns Timeline-User Helmut Rath in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Ein junger Mann steht neben seinem Fiat Millecento auf der Staatsstraße 2060 zwischen Schloss Linderhof und Kloster Ettal.

Fiat Millecento in der Gegend um Ettal, um 1960   © HRath

„Der Fiat Millecento war mein allererstes Auto. Ich habe ihn 1960 gebraucht für ca. 4000 Mark gekauft. Er war zu diesem Zeitpunkt schon etwa vier Jahre alt, aber er besaß hochmoderne Blinker. Damals arbeitete ich 48 Stunden im Münchner Justizpalast, für 0,95 Pfennig pro Stunde. Einen Teil des Geldes hat mir mein Vater geschenkt, den Rest habe ich selbst gespart. Im Jahr 1970 musste ich ihn verkaufen, da ich geheiratet hatte und das Geld für eine Wohnung benötigte.“

Alle Autofreunde sollten unbedingt einen Blick in unser Fotoalbum Autos, 60er Jahre und auf unsere Geschichte zum Bild im August über den Oldtimer-Grand-Prix werfen. Wenn Autos für Sie zweitrangig sind, empfehlen wir Ihnen unsere Pinterest-Pinnwand Herbstzeit oder unser Fotoalbum Ausflug.

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Choriner Eck in Ostberlin, 1982

Vor genau einer Woche feierte Deutschland das 27. Mal den Tag der Deutschen Einheit. Grund genug, um mit Community-Mitglied Roland Stuckardt zurück in die DDR der 80er Jahre zu reisen und die Geschichte hinter dem jägergrünen Wartburg in der Ostberliner Choriner Straße zu erfahren. In seiner Geschichte zum Bild erzählt er uns außerdem, welche Veränderungen er nach der Wiedervereinigung wahrgenommen hat.

Ostberlin, Stadtteil Mitte: Blick aus der Choriner Straße Richtung Kreuzung Zionskirchstraße auf Eckkneipe Choriner Eck; Auto der Marke Wartburg im Vordergrund

Choriner Eck, 1982   © Roland Stuckardt

„Im September 1982 reiste ich mit meinen Mitschülern des Leistungskurses Mathematik / Physik des Wöhlergymnasiums Frankfurt am Main im Rahmen der Oberstufen-Abschlussfahrt in die damals geteilte Stadt Berlin. Im Anschluss an unser offizielles Programm  Brandenburger Tor von Osten, Unter den Linden, Palast der Republik, Alexanderplatz und Fernsehturm  begaben wir uns auf individuelle Entdeckungstouren. Sehr zupass kam uns hierbei, dass wir gerade volljährig geworden waren und somit nicht mehr der verantwortlichen Aufsicht unseres Lehrers unterlagen. Ausgerüstet mit einer nagelneuen Spiegelreflexkamera machte ich mich auf, den Rundgang durch das Zentrum Ostberlins mit mehr Muße zum Fotografieren fortzusetzen und auch die etwas abseits des üblichen Besucherpfads gelegenen Wohngebiete der Stadtteile Mitte und Prenzlauer Berg zu durchstreifen. Dabei entstand dieses Foto, dessen Aufnahmeort ich genau rekonstruieren konnte, als ich 25 Jahre später selbst in Berlin lebte und arbeitete: Es zeigt die Kreuzung Choriner Straße / Zionskirchstraße mit der typischen Berliner Eckkneipe ‚Choriner Eck‘. Heute hat hier längst die Gentrifizierung ganze Arbeit geleistet: Die Arbeiterkneipe musste weichen, die Altbauten wurden luxussaniert und die Baulücke geschlossen; nur mehr die DDR-Straßenlaterne erinnert heute noch an die vergangenen Zeiten.“

Weitere Bilder aus Ost- und Westberlin sowie dem Einigungsprozess finden Sie in unseren Fotoalben Straßenszene in Berlin, 80er Jahre, DDR  Mauerfall und DDR  Einheitsprozess. Für weitere Impressionen aus der DDR besuchen Sie doch einfach unsere Pinnwand Deutsche Demokratische Republik auf Pinterest.

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Vorletztes Wochenende kamen alle Oldtimer-Fans wieder voll auf ihre Kosten, als historische Rennautos aus der Vor- und Nachkriegszeit beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix am Nürburgring über die Pisten der Nordschleife düsten. Timeline-Mitglied Reinhard Stegen war vor über 35 Jahren mittendrin statt nur dabei, wie er in unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt.

Ein Auto bedeckt mit Nylonfolie im Nebel auf einem Parkplatz am Nürburgring während der Vorbereitungen für den Oldtimer Grand Prix des Automobilclub von Deutschland.

AvD Oldtimer Grand Prix am Nürburgring, 1981 © Reinhard Stegen

„Alljährlich am zweiten Augustwochenende  wie jetzt wieder in diesen Tagen  findet auf dem Nürburgring der AvD-Oldtimer-Grand Prix statt. Der Event ist ein Höhepunkt der Szene. Meilensteine der Technikgeschichte auf vier Rädern, von ausgefallen über skurril bis hochkarätig-unerschwinglich sind hier zu bewundern  nicht als tote Museumsexponate, sondern live in Aktion (wieder) im Rennen, wofür sie konstruiert worden sind. Selbst unter melancholischen Wetterbedingungen behält die Veranstaltung ihren (nostalgischen) Reiz.“ 

Für alle Technikfans halten wir eine Vielzahl an Fotoalben bereit, zum Beispiel Autos, 20er Jahre, Autos, 30er Jahre und VW Käfer 50er bis 70er. Außerdem sollten Sie sich unsere Pinnwände Roadtrips, 20er und 30er, Autos Historisch oder Eisenbahn Historisch auf Pinterest nicht entgehen lassen.

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Auf Reisen in den 60ern

Ein Zollbeamte und zwei Flugbegleiterinnen am Eingang des Flughafen Lod.Passagiere auf dem Flughafen Ben Gurion in Lod. Sie steigen in ein Flugzeug des Typs Boeing 707 der Israelischen Airline El Al zu.Flughafen München Riem. Bild zeigt ein Passagierflugzeug und Fluggäste beim Einsteigen.Flughafen in Düsseldorf. Bild zeigt Menschen bei der Ankunft und Plan mit Abflug und Ankunft.Blick vom Oberdeck eines Passagierschiffes auf dem Rhein auf sonnenbadende Gäste und Industrieanlagen.Frau mit Baskenmütze, Rock, Strümpfen und Stöckelschuhen auf dem Bahnhof Paris Gare du Nord.Passagiere sitzen mit Getränken an einem Tisch in einem Zug bei Brest-Litowsk.Touristen in einem Schnellzug in Finnland.Menschen wandern vor einem Bus mit Touristen durch die Wüstenlandschaft von Anatolien.Eine persische Frau hält eine Flasche in der Hand im Dogu-Express in Anatolien.Auto am Strassenrand mit DolomitenEin Opel steht geparkt am Straßenrand vor einer Bergkulisse in den Dolomiten.Busse und die Lomonossow-Universität in Moskau.Wartende Menschen an der Greyhoundstation am Gate 2 in Baltimore. Ein Mann fotografiert seine Frau und Tochter.Touristenboot in Amsterdam. Bild zeigt Touristen in einem Boot mit Glasdach, vorne den Kapitän und rechts eine Reiseleiterin mit Sonnenbrille und Mikrofon.Kreuzfahrtschiff 'Statendam' auf dem Atlantik: Bild zeigt Passagiere auf Deck beim Sonnen in Liegestühlen.Kreuzfahrtschiff 'Statendam' auf dem Atlantik: Bild zeigt Passagiere auf Liegestühlen in der Sonne.Verladung eines VW-Transporters im belgischen Oostende auf eine Fähre nach EnglandUnser Wohnmobil! Einzigartig! Ein handwerklich begabter Lehrer verkaufte meinen Eltern seinen alten Ford-Transit, von ihm selbst ausgebaut mit praktischen Vollholzmöbeln zum Sitzen, Schlafen, Kochen. Es gab viel Stauraum für Lebensmittel und Gläser mit eingeweckten Fleischgerichten. Die Urlaube mit dieser schweren Kutsche haben wir sehr genossen. Wir konnten überall stehen bleiben und nächtigen, es war abenteuerlich und spannend. Und es gab kaum jemanden mit so einem Wohnbus. Aufregend waren immer die Passfahrten auf damals oft noch ungeteerten und engen Straßen: Schafft der Bus das bergauf? Und bergab: wann wird die Bremse heiss und steigt aus? Es waren die schönsten Ferienerlebnisse.

Mit Flugzeug, Kreuzfahrschiff, Vespa, Auto oder Bus die Welt entdecken – unsere Community-Mitglieder zog es in den 60er Jahren hinaus in die ferne Welt. In Moskau Matrjoschkas kaufen, in Venedig Gondel fahren oder exotische Basare im Iran besuchen: Die Welt schien offen für Entdeckungen. In unserer neuen Serie „Auf Reisen in den 60ern“ stellen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen die nationalen und internationalen Reiseziele unserer Fotografen vor und nehmen Sie mit auf eine Reise um die Welt in den sechziger Jahren.

In unserem ersten Beitrag dreht sich alles um Verkehrsmittel – kein Wunder, denn ohne sie lässt sich der Erdball denkbar schlecht bereisen. Sehen Sie in unseren Fotoalben, wie es den Passagieren auf dem Kreuzfahrtschiff „Aurelia“ erging, was Bahnreisende an den Gleisen erlebten und wohin es Opel-, Ford- und Renaultfahrer mit ihren damals noch nicht ganz so alten Oldtimern zog.

Austin, 60er Jahre

Bahnhöfe, 60er Jahre

Ford, 60er Jahre

Kreuzfahrten, 60er Jahre

Opel, 60er Jahre

Renault, 60er Jahre

Probieren Sie türkische Sesamkringel in Istanbul, schlendern Sie im Mercat de la Boqueria in Barcelona oder erleben Sie die pure Natur in den Weiten Skandinaviens. In unserer Serie “Auf Reisen in den 60ern” stellen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen Reiseziele vor, die unsere Community-Mitglieder in den 60er Jahren besucht haben. Nächstes Mal nehmen wir Sie mit ans Mittelmeer, wo sich die Olivenhaine bis zum Horizont erstrecken und die Sonne kaum unterzugehen scheint.

 

 

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