50. Jahrestag Richtfest Olympiapark

Baustelle mit Arbeitern.Baustelle mit Arbeitern.Das Seilnetz vor dem Hochziehen.Bau des Schwimmstadions. Ein Teil der Plexiglasplatten ist bereits auf dem Dach angebracht.Blick auf das im Bau befindliche Olympiagelände vom Olympiasee.Während der Vorbereitung zum Hochziehen des Daches. Winden für die Vorspannung des Ringseiles.Blick in das Innere des Radstadions.Maler in Arbeitskleidung und mit Helm stehen auf Leitern und bearbeiten die Spannteile des Seilnetzes des Münchner Olympiadaches mit Bürsten, Pinsel und FarbeBau des Münchner Zeltdaches, hinten das Ringseil.Blick auf das Hilfsgerüst für den inneren Ring des Zeltdachs.Fundament der Masten mit Enden der Verspannungen. Ein Maler streicht gerade die Drahtenden zum Schutz gegen Korrosion an.Blick auf den Fernsehturm und das Zeltdach des Münchner Olympiastadions.Endphase der Bauzeit.Endphase der Bauzeit.Endphase der Bauzeit. Container der am Bau beteiligten Firmen.Innenansicht des Schwimmstadions.Arbeiter montieren Platten auf dem Münchner Olympistadion.Arbeiter montieren Platten auf dem Münchner Olympiastadion.Bauarbeiter auf der Dachkonstruktion des Olympiastadions in München.Bierflasche, Arbeiterhandschuhe und ein Lage-/Bauplan vor der noch nicht fertiggestellten Olympiaschwimmhalle.Stiefel und weitere Ausrüstung von Bauarbeitern vor dem Olympiastadion in München.

1966 setzte sich die Stadt München bei der Wahl zum Austragungsort für die XX. Olympischen Sommerspiele 1972 gegen Detroit, Madrid und Montreal durch. 36 Jahre nach der letzten deutschen Austragung, die damals noch unter dem Schatten der nationalsozialistischen Diktatur standen und zu einer riesigen Propagandaveranstaltung inszeniert wurden, hat Deutschland nun die Gelegenheit, zu zeigen, dass es für Demokratie und Weltoffenheit steht.

Die verantwortlichen Architekten um Günter Behnisch wollten, dass sich die freiheitlichen und weltoffenen Ideen im Baustil wiederspiegeln. Wo 1945 aus den Trümmern der Stadt München der Olympiaberg aufgeschüttet wurde, wurden die Olympiabauten errichtet: neben dem Stadion, der Olympiahalle und der Schwimmhalle wurde ebenfalls das Olympische Dorf für die Unterbringung der SportlerInnen gebaut. Die offene Strukturen der Bauten symbolisieren die Verbindung von Natur und Architektur. Vom Olympiaturm aus kann das weitläufige Areal überblickt und das Zusammenspiel aus Grün und Metall betrachtet werden. Zu einem großen Ensemble verbunden werden die Gebäude durch die alles überspannende Zeltdachkonstruktion von Frei Otto, die dem Gelände und letztlich auch der Stadt München einen besonderen Charakter verleiht. Bis dato war die Errichtung des Olympia-Ensembles das wichtigste Großbauprojekt in der Bundesrepublik.

Die schließlich im gleichen Jahr der Eröffnung ausgetragenen Sommerspiele, auf die sich München so gefreut hatte, wurden durch den Anschlag palästinensischer Terroristen überschattet. Der Ort, der für Freiheit, Frieden und Weltoffenheit stehen sollte, wurde zum Schauplatz eines Attentats, bei dem elf israelische Sportler und ein deutscher Polizist ermordet wurden.

Heute ist im Olympiapark immer was los. Große Veranstaltungen, Sportevents jeglicher Art, Konzerte, Festivals oder Weihnachtsmärkte – der Olympiapark zieht als Freizeit- und Kulturstätte das ganz Jahr über zahlreiche Besucher an.

Am 23.7.2020 jährt sich das Richtfest des Olympiaparks zum 50. Mal. Aus diesem Anlass haben wir für Sie eine Auswahl an Fotografien aus der Bauphase des Geländes zusammengestellt. Viele weitere Bilder des Olympiaparks finden Sie bei uns. Bei Timeline Images auf Pinterest können Sie sich noch mehr Bilder vom Bau und den Spielen 1972 in München anschauen.

Bau des Münchner Olympiaparks 1970-1972

 

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Ein kleiner Junge, der einen Teppich knüpft und ein kleines Mädchen, das ihm dabei zusieht ein Relikt aus vergangenen Jahrzehnten? Wohl kaum, denn auch heute noch ist Kinderarbeit in Pakistan und in vielen anderen Ländern der Welt traurige Realität. Die Frage, ob man durch seine Konsumentscheidung die Arbeiter und ihre Familien finanziell unterstützt oder dafür sorgt, dass das System bestehen bleibt, kann wohl jeder nur für sich selbst beantworten. Als unser Timeline-Fotograf Schneckes sich einen handgeknüpften Teppich als Erinnerungsstück kaufte, hoffte er zumindest, dass der Junge für seine harte Arbeit „auch ein paar Pfennige abbekommen“ hat wie er uns in unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt.

Ein Junge knüpft einen Teppich. Die kleine Schwester schaut ihm dabei zu.

Pakistanischer Junge beim Teppichknüpfen, 1975 © Schneckes

„Von meiner Pakistanreise wollte ich unbedingt einen handgeknüpften Teppich mitbringen. So führte mich mein pakistanischer Freund in Gujranwala zu einer Teppichknüpferei. Der Besitzer begrüßte uns in einem ansehnlichen Haus und erklärte mir bei Tee und süßem Gebäck die Kunst des Teppichknüpfens. Dann führte er uns zu seiner „Manufaktur“. Welch ein Gegensatz zu seiner Wohnung! Der staubige, sandige Hof hatte an einer Seite nur ein Dach, dies war die Arbeitsstätte. Darunter standen die sieben Knüpfstühle. Es war trotz der gleißenden Sonne recht duster. Hinter jedem Knüpfstuhl saß ein Junge, der an den straffgespannten Kettfäden die farbige Wolle knotete, dann mit einer Sichel die Fäden trennte und mit einem Schlegel die Knoten festschlug. Der Knüpfer am letzten der hintereinander stehenden Stühle war wohl der Capo. Er hatte ein Blatt, auf dem die Knüpfanleitung stand. In einem Singsang wies er die vor ihm Arbeitenden an, was sie knüpfen sollten: ‚Zweimal Rot, viermal blau‘. Stolz meinte der Besitzer, dass er so nur einen Arbeiter brauchte, der lesen konnte. Außerdem könnten die Jüngeren mit ihren kleinen Händen viel geschickter knüpfen. Ich habe mir dann einen Teppich ausgesucht und gekauft. Der ausgehandelte Preis war für mich ok, der Besitzer der Teppichfabrik war sicherlich auch mit dem Handel zufrieden. Der Junge, der von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang am Webstuhl hockte, hat sicherlich auch ein paar Pfennige abbekommen.“

Über 600 Bilder von unserem Fotografen Schneckes finden Sie in unserer Datenbank. Auf Pinterest haben wir für Sie noch mehr Bilder von Pakistan in den 1970er Jahren gesammelt.

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Alle stehen dichtgedrängt um die verunfallte Straßenbahn. Auch die Schaffner anderer Bahnen mit ihren typischen SchaffnertaschenStraßenbahnen stauen sich am Bismarckplatz. Neugierig bestaunen die Passanten die Arbeiten an der entgleisten Bahn.Aufgrund einer entgleisten Straßenbahn stauen sich die Bahnen bis in die Hauptstraße. Viele Passagiere müssen warten.Die Befestigung der Zugseile an dem Drehgestell einer entgleisten Straßenbahn in Heidelberg wird überprüft, damit die Räder wieder in die Schienen gezogen werden können.Ein Junge und ein Schaffner schauen den Arbeitern zu, wie die Straßenbahn wieder auf die Gleise gebracht wird.Am Bismarkckplatz in Heidelberg stauen sich die Straßenbahnen und die Fahrgäste warten.Während im Hintergrund eine entgleiste Straßenbahn wieder auf die Schienen gezogen wird, schlängelt sich der Verkehr vorne ohne die Anwesenheit von Polizisten vorbei.Ein Werkstattwagen versucht eine entgleiste Straßenbahn in Heidelberg wieder auf die Gleise zu ziehen.

In unserer heutigen Geschichte zu den Bildern erzählt Timeline-Fotograf Schneckes, wie er 1971 die Entgleisung einer Straßenbahn am Heidelberger Bismarckplatz beobachtete.

„Zufälligerweise war ich dort, wie zur Mittagszeit vom 7. März 1971 ein Großraumwagen der OEG, der Oberrheinischen Eisenbahngesellschaft, beim Überfahren einer Weiche entgleiste. Der gesamte Straßenbahnverkehr kam zum Erliegen, da nahezu alle Linien – auch die Bahnen der Linie 1, die damals noch vom Bismarckplatz durch die Hauptstraße bis zum Karlstor fuhren – sich an diesem Knoten im Zentrum kreuzten. Zu den vielen Schaulustigen, die die Arbeit interessiert verfolgten, gesellten sich auch die Schaffner der wartenden Bahnen in ihrer Uniform und den typischen Schaffnertaschen mit den sogenannten Galoppwechslern, die ihnen erlaubten, die Münzen für das Wechselgeld der Fahrscheine schnell und geschickt auszuzahlen. Der Autoverkehr schlängelte sich am Unfallort vorbei, keine Polizei war zu sehen. Etwa eine Stunde später stand die OEG wieder in den Schienen und konnte weiterfahren. Die Arbeiter rückten mit ihrem Werkstattwagen wieder in die Werkstatt ein, die Fahrgäste bestiegen die gestauten Wagons, das Spektakel war vorüber. Nur die Verkehrsmeister der Straßenbahn überlegten noch, wie sie die Bahnen am geschicktesten losschicken sollten, damit diese wieder fahrplanmäßig fuhren.“

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Tuk-Tuk Fahrer, 1975

Heute Abend zelebrieren viele Muslime das Ende des Ramadan mit dem Fest des Fastenbrechens, dem Eid al-Fitr. Auch unser Timeline-Fotograf Schneckes konnte vor 44 Jahren mit seiner pakistanischen Gastfamilie das Zuckerfest feiern. Davor musste er sich jedoch noch herausputzen – unter anderem auch, um sich als traditioneller Tuk-Tuk Fahrer ablichten zu lassen.

In landestypischer Kleidung spiele ich den Taxifahrer.

Tuk-Tuk Fahrer, 1975   © Schneckes

„An diesem Tag ist alles anders. Alle sind in festlicher Kleidung auf der Straße. Kinder schauen aufgeregt und gespannt in den Himmel: Ist die Sichel des Neumonds zu sehen? Kann das Zuckerfest, das Eid al-Fitr beginnen? Dann das freudige Rufen: ‚Da ist sie, ich sehe die Sichel!‘ Längst haben fliegende Händler ihre Verkaufsstände nahe der Moschee aufgebaut, wo sich die Gläubigen zu Gebet versammeln. Alles ist herausgeputzt. Auch ich werde in einen Salwar Kamiz, das traditionelle Hemd-Hosen Gewand, gesteckt. Und natürlich muss ich noch zum Barbier, um mir den Bart stutzen zu lassen. Ein Spektakel, das sich herumspricht und von einer großen Schar neugierig und lachend begleitet wird. Hoffentlich wird mir nicht die ganze Pracht weggeschnitten, wie viele Umstehende es spaßhaft fordern. Frisch herausgeputzt wird ein Erinnerungsfoto geschossen: Ich als Tuk-Tuk Fahrer fordere meinen Lohn für die Fahrt. Dann geht es zu meiner Gastfamilie, bei der nun ausgiebig und freudig das Zuckerfest gefeiert wird.“

Weitere Bilder aus Pakistan finden Sie in unserem Fotoalbum Pakistan, 70er Jahre. Und auf unserer Pinterest-Pinnwand Durstlöscher können Sie bei diesen heißen Temperaturen zumindest visuell Ihren Durst stillen.

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Bob Dylan in Nürnberg, 1978

Wenn das mal kein Zufall ist: am 24. Mai wird Bob Dylan 78 Jahre alt und 1978 hat unser Timeline-Fotograf Schneckes ihn live auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg gesehen. Das wortgewandte Genie, das 2016 als erster Musiker den Literaturnobelpreis erhielt, spielte damals das erste Mal in Deutschland. Sie fragen sich, wie unser Fotograf so scharf gestochene Bilder von Dylan machen konnte? In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt er es uns:

Bob Dylan bei einem Konzert auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg allein auf der Bühne.

Bob Dylan in Nürnberg, 1978   © Schneckes

„Als 1978 angekündigt wurde, dass Bob Dylan im Rahmen seiner Welttournee zum ersten Mal in Deutschland auftreten würde, war klar, dass ich bei dem Konzert auf dem Nürnberger Zeppelinfeld dabei sein würde. Später, bei der Zugabe, wollten wir nach vorne drängen, um den Meister auch mal von der Nähe zu sehen. Der frei zugängliche Platz vor der Bühne war natürlich schon dicht bevölkert. Aber da war ja noch der Fotografen und VIP Bereich! Dort will ich hin! Also kroch ich zwischen und unter den Verkaufswagen durch. Geschafft! Einmal dort kümmerte sich niemand mehr um meine fehlende Berechtigung. Die Profis fotografierten und fachsimpelten. Von einem bekam ich ein Fischauge für meine Kamera – ich fühlte mich dazugehörend. Auf der Bühne zauberte Eric Clapton auf der Gitarre, dann ruhige bluesige Töne von Campion Jack Dupree. Bei mir stieg die Spannung. Die Bühne für Dylan und seine Band wurde gerichtet. Techniker und Musiker liefen umher. Wird wohl noch ‘ne Weile dauern. Plötzlich, unvermittelt steht er da. Ohne Ansage legt die Band los. Sprechsingend schleuderte er förmlich den Song in die Masse. Das Publikum tobte. Ich war begeistert, euphorisch. Ich merkte, dass ich der einzige Fan in der Runde der Fotografen war. Die anderen machten ja nur ihren Job. Noch ein paar Bilder, dann schnell zurück zur Clique. Mitsingen. Mitfreuen. Ein tolles Festival erleben. Bei der Zugabe schoben wir uns wieder nach vorne. Dylan und Clapton spielten zusammen. Wie formulierte es die lokale Presse? ‚Ein Mythos erscheint seinen Jüngern‘.“

Schneckes ist nicht der einzige, der gerne Konzerte von Musiklegenden besucht hat. Unser Communitymitglied Hermann Schröer hat 1965 die Rolling Stones bei ihrem Konzert in Münster abgelichtet: Hier geht’s zum Fotoalbum Rolling Stones Konzert 1965.

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Glaubensbrüder in Rom, 1975

Prozessionen an christlichen Feiertagen sind vor allem in Bayern keine Seltenheit man denke nur an die Fronleichnamszüge, die Jahr für Jahr durch viele bayerische Städte ziehen. Doch was Timeline-Fotograf Schneckes während der Karwoche in Rom erlebte, war selbst für ihn wie eine Begegnung mit einer anderen Welt. Was die inbrünstig singenden Ordensleute der Bruderschaft „Confraternitas Mortis et Orationis“ so außergewöhnlich machte, lesen Sie in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Ein Bruder beim Gesang

Glaubensbruder in Rom, 1975 © Schneckes

„1975 besuchte ich Rom während der Karwoche. Auf dem Weg zum Vatikan sah ich, dass sich vor der Chiesa di Santa Maria Menschen sammelten und sich zu einer Prozession aufstellten. Es waren Ordensleute der Bruderschaft ‚Confraternitas Mortis et Orationis‘, die wohl in Monterosso (Cinque Terre) beheimatet waren. Alle waren in schwarzen Kutten gekleidet, bis auf die wenigen Oberen der Bruderschaft, die einen weißen Ornat trugen. Manche der Gesichter wurden von spitze Kapuzen verdeckt. Der Großteil der Teilnehmer waren Männer und Jugendliche. Aber auch einige Kinder waren dabei, begleitet von Frauen mit Blumensträußen, den weißen ‚Madonnen-Lilien‘. In der Mitte der Kolonne wurde ein riesiges, schwarzes Banner mitgeführt. Die Menschen in den schwarzen Kutten, die dumpfen Trommelschläge und der eintönige Singsang der Chorknaben erzeugte eine beklemmende, unwirkliche Atmosphäre. Die Ordensoberen in ihrem kontrastierenden Weiß steigerten das Surreale der Situation noch. Im Dom, hinter dem Ziborium bei der Cathedra Petri, versammelten sich die Gläubigen zur heiligen Messe. Nach der heiligen Kommunion formierte sich die Bruderschaft zum Auszug. Am Petersplatz zeichnete sich in den Gesichtern der Touristen Befremden und Unverständnis über dieses ungewöhnliche Glaubensspektakel ab.“

In unserem Fotoalbum Ostern gibt es weitere Aufnahmen des christlichen Glaubensfests. Und mit der Pinterest-Pinnwand Grün werden Sie optimal auf den Frühling eingestimmt.

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