Schlagwort-Archiv: 60er

RĂĽckblick: Fotoaufruf „Eure Hipster-Eltern“

Vor kurzem starteten wir mit jetzt, der jungen Redaktion der SĂĽddeutschen Zeitung, einen gemeinsamen Fotoaufruf (Kleine ErinnerungsstĂĽtze: Hier geht’s zum Aufruf bei jetzt). Wir wollten eure Hipster-Eltern und wir haben sie bekommen! Erst einmal vielen Dank an alle, die uns an der Coolness ihrer Eltern teilhaben lassen.

Hier präsentieren wir euch nun eine Auswahl der schönsten Motive:

Eine modisch gekleidete junge Frau während eines Schulausflugs auf einem Boot.

Frau auf Ausflugsboot, 1969   Â© die Salute

Eine Frau steht während ihrer Urlaubsreise am vollgepackten Auto.

Frau am Auto in Schweden, 1974   Â© aniko

Zwei modisch gekleidete Männer stehen posierend für ein Foto in einer Scheune in Neuss in Nordrhein-Westalen.

Zwei Männer in einer Scheune, 1977   Â© VMZ

 

Ein Mann mit Vokuhila und Sonnenbrille sitzt in einem Auto.

Mann im Auto, 1973   Â© aniko

Zwei junge Männer feiern ausgelassen auf einer Faschingsparty.

Zwei Freunde im Fasching, 1975   Â© Lissi

Timeline Images, die Fotocommunity der SZ, startete 2009 als Marktplatz für historische Fotografien, der private Anbieter und Käufer historischer Fotos zusammenbringt, um außergewöhnliche Motive aus Fotosammlungen oder kleinen Fotoarchiven zu finden, zu erhalten und zu veröffentlichen – natürlich mit Honorar für die Fotografen. Wenn bei euch auch noch kleine Foto-Schätze schlummern, dann meldet euch doch einfach bei uns unter service@timeline-images.de oder unter 089/2183304.

Picasso beim Stierkampf, 1966

Der Stierkampf in Frankreich und in Spanien hat im Laufe seiner Geschichte einige berühmte Fans hervorgebracht: Der Schriftsteller Ernest Hemingway war ein leidenschaftlicher Anhänger der Corrida de Toros, genauso wie der Maler Pablo Picasso. Heute geht es jedoch nicht um den weltbekannten Künstler, den unser Fotograf Hubertus Hierl nach einem Stierkampf in Fréjus auf seinem Weg zum Auto ablichtete, sondern um seinen männlichen Begleiter. Wer er ist und was es mit ihm auf sich hat, erfahren Sie in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Der Künstler Pablo Picasso nach einem Stierkampfbesuch am 7. August 1966 in Fréjus in Begleitung seines Friseurs Arias.

Pablo Picasso in FrĂ©jus, 1966   Â© Hubertus Hierl

„Wer ist jener Mann mit dem selbstbewussten Blick neben Pablo Picasso? Sein Leibwächter? Nein, es ist kein geringerer als EugĂ©nio Arias, einer der ganz wenigen engen Vertrauten von Picasso. Hier begleitet er den 85-jährigen gerade nach einem Stierkampfbesuch in FrĂ©jus zu seinem Wagen. Wer ist Arias? Zunächst Spanier â€“ wie Picasso selbst. Und dann Friseur â€“ nicht irgendein Friseur, Picassos Friseur â€“ und schon zu Lebzeiten eine Legende. Arias wurde fĂĽr seine Dienste fĂĽrstlich entlohnt: nicht mit Geld, sondern mit Ware â€“ Bilder, Zeichnungen, Keramiken. Am Ende konnte Arias gar in Buitrago del Lozoya, einem kleinen Bergdorf in der Nähe von Madrid und gleichzeitig sein Geburtsort, ein kleines Museum damit ausstatten. 2001 begegnete ich dem neunzigjährigen Arias nach 35 Jahren wieder. Ich treffe ihn anlässlich meiner Ausstellung „Picasso beim Stierkampf“ im sĂĽdfranzösichen Mougins, Picassos letztem Wohnort. Voller Stolz erzählte er mir, dass er es war, der zusammen mit Jacqueline (Picassos Ehefrau) eine schwarze spanische Capa, einen schwarzen Umhang, ĂĽber den verstorbenen Picasso legte. Ich packte die Gelegenheit beim Schopf und stellte Arias die uns alle so tief bewegende Frage: ‚Was geschah mit Picassos Haaren?‘ Arias erzählte mir, dass die Haare fein säuberlich in eine Schatulle kamen. Was dann weiter mit ihnen passierte, wusste auch Arias nicht â€“ oder wollte er es fĂĽr sich behalten? Des Rätsels Lösung finden wir in Olivier Widmaier-Picassos Buch: Demnach schickte Picasso regelmäßig abgeschnittene Fingernägel und Haare an seine frĂĽhere Geliebte Marie-ThĂ©rèse Walter. Nach ihrem Tod 1977 fand man diese Reliquien – sorgsam in Seidenpapier aufbewahrt.“

Weitere Bilder des sonnigen SĂĽdens finden Sie in unserem Fotoalbum „SĂĽdfrankreich, 60er Jahre“. Im Album „KĂĽnstler“ haben wir Aufnahmen von malenden und kreativen Menschen fĂĽr Sie gesammelt. Und mit unserer Pinterest-Pinnwand „Fernweh, 60er Jahre“ können Sie sich schon mal in Urlaubsstimmung bringen.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufĂĽgen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Die Akropolis in Athen, 1962

In drei Wochen beginnen in einigen Bundesländern bereits die Sommerferien, und fĂĽr viele geht es in den SĂĽden. Ob Spanien, Italien, Frankreich oder Griechenland â€“ hauptsache, die Sonne scheint den ganzen Tag und verleiht schöne Sommerbräune. Doch manche Touristen sind auch mal froh, wenn sie der Sonne entfliehen können…sei es auch nur fĂĽr ein paar Minuten, wie uns Timeline-Fotograf Hubertus Hierl in unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt.

Eine Touristin sitzt im Schatten einer Säule der Akropolis und blickt auf die Stadtlandschaft von Athen.

Die Akropolis in Athen, 1962   Â© Hubertus Hierl

„Athen, September 1962. Ich bin auf meiner Griechenlandreise in Athen angekommen. Gleich am nächsten Tag nach meiner Ankunft steige ich den steilen Weg hinauf auf die Akropolis. Fast den ganzen Tag verbringe ich hier oben, nur wenige Besucher trifft man an. Niemand hindert einen, die Tempel zu betreten, heute undenkbar. Am mächtigen Eingangstor, den Propyläen, entdecke ich diese junge Frau, die sich im Schatten einer Säule niedergelassen hat und den Blick hinab auf die Agora und in die weite Ferne genieĂźt, ‚das Land der Griechen mit der Seele suchend‘.“

 

 

 

Weitere Bilder aus der Hellenischen Republik gibt’s in unserem Fotoalbum Griechenland, 60er Jahre. FĂĽr Aufnahmen von Reiselustigen aus aller Welt sollten Sie unser Album Touristen nicht verpassen. AuĂźerdem haben wir bei Timeline Images auf Pinterest eine Pinnwand mit den schönsten Aufnahmen zum Thema Fernweh, 60er Jahre zusammengestellt. Und eine weitere Geschichte zum Bild, in der die Akropolis involviert ist, gibt’s in unserem Beitrag Frau vor der Akropolis in Athen, 1969 von Timeline-User Juergen.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufĂĽgen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Die 60er Jahre in Schwabing – by Hubertus Hierl

Eine Gruppe mit Mädchen und Jungen im Stadtteil Schwabing in München. Auf dem Wedekindplatz vor dem Drugstore fand am Eröffnungstag das Happening 'Resozialisierung eines Gammlers' statt. Ein Mann mit Sonnenbrille in Schwabing. Auf dem Wedekindplatz vor dem Drugstore fand am Eröffnungstag das Happening 'Resozialisierung eines Gammlers' statt. Jugendlicher während eines Happenings am Tag der Eröffnung des Drugstores in Schwabing. Auf dem Wedekindplatz vor dem Drugstore fand am Eröffnungstag das Happening 'Resozialisierung eines Gammlers' statt. Student während eines Happenings am Tag der Eröffnung des Drugstores in Schwabing. Auf dem Wedekindplatz vor dem Drugstore fand am Eröffnungstag das Happening 'Resozialisierung eines Gammlers' statt. Student während eines Happenings am Tag der Eröffnung des Drugstores in Schwabing. Auf dem Wedekindplatz vor dem Drugstore fand am Eröffnungstag das Happening 'Resozialisierung eines Gammlers' statt. Jugendliche mit Hut während eines Happenings am Tag der Eröffnung des Drugstores in Schwabing. Auf dem Wedekindplatz vor dem Drugstore fand am Eröffnungstag das Happening 'Resozialisierung eines Gammlers' statt. Studentin mit Sonnenbrille während eines Happenings am Tag der Eröffnung des Drugstores in Schwabing. Auf dem Wedekindplatz vor dem Drugstore fand am Eröffnungstag das Happening 'Resozialisierung eines Gammlers' statt. Junge Frau mit Sonnenbrille während eines Happenings am Tag der Eröffnung des Drugstores in Schwabing Auf dem Wedekindplatz vor dem Drugstore fand am Eröffnungstag das Happening 'Resozialisierung eines Gammlers' statt. Ein junger Mann in Bademantel feiert während der Eröffnung des Drugstores in Schwabing in München. Auf dem Wedekindplatz vor dem Drugstore fand am Eröffnungstag das Happening 'Resozialisierung eines Gammlers' statt. Jugendliche während eines Happenings im Drugstore in Schwabing in München. Auf dem Wedekindplatz vor dem Drugstore fand am Eröffnungstag das Happening 'Resozialisierung eines Gammlers' statt. Junge Frau mit Sonnenbrille in einem Schwabinger Cafe. Junge Frau mit Kopftuch bei einem Happening am Tag der Eröffnung des Drugstores in Schwabing. Auf dem Wedekindplatz vor dem Drugstore fand am Eröffnungstag das Happening 'Resozialisierung eines Gammlers' statt. Ein Mann mit eleganter Kleidung, Hut und Sonnenbrille raucht eine Zigarette auf der Leopoldstraße in München. Portrait einer jungen Schwabingerin mit Mantel in München. Jugendliche betrachten Bilder in einer Schwabinger Kunstgalerie. Ein junges Barmädchen mit Zigarette in der Kultkneipe Schwabinger 7 in München. Bei Nacht beobachten Jugendliche von einem beleuchteten Brunnen an der Universität die Schwabinger Krawalle in München. Ein Schild an der Ecke Leopold- und Giselastraße zeigt den Weg zum Schwabinger Brettl Kabarett in München an. Werbung für die "Kleine Liebe Bar" auf einem LKW in der Leopoldstraße in München.

Vor 50 Jahren fanden die Studentenaufstände und -proteste der 60er Jahre ihren Höhepunkt. Grund genug, Ihnen in diesem Beitrag ein ganz besonderes Timeline Images-Mitglied vorzustellen: Hubertus Hierl, der in den sechziger Jahren Alltagsszenen im MĂĽnchner Stadtteil Schwabing ablichtete und somit eindrucksvolle Momentaufnahmen seiner Zeit schuf. Seine Aufmerksamkeit richtete er während seiner StreifzĂĽge vor allem auf Menschen â€“ wie bereits in unserem Fotografenportrait ĂĽber ihn erwähnt, sieht Hierl den Reiz im Fotografieren darin, Emotionen und Persönlichkeiten von Menschen abzubilden. Das ist ihm mehr als gelungen.

Im Beitrag „Mythos ’68 – Ein wildes Jahr in Bayern“ des Bayerischen Rundfunks erzählt Hubertus Hierl, wie er damals auf das Happening „Die Resozialisierung eines Gammlers“ im Schwabinger „Beatschuppen“ Drugstore am Wedekindplatz aufmerksam wurde, bei dem ein dreckiger, langhaariger Gammler gewaschen, frisiert und anständig angezogen werden sollte. Hierl schnappte natĂĽrlich sofort seine Kamera und hielt dieses denkwĂĽrdige Ereignis, das auch im Film „Zur Sache, Schätzchen“ von 1968 vorkommt, fest. Den Schwerpunkt seiner Aufnahmen bilden dabei Portraits der Happeningbeobachter und -besucher. Eine Auswahl seiner schönsten Fotografien war bis zu seiner SchlieĂźung am 18. März im Drugstore ausgestellt.

In unserem Fotoalbum finden Sie eine komplette Sammlung seiner Aufnahmen aus dem Schwabing der 60er Jahre. Und hier gibt’s alle Bilder von Hubertus Hierl auf Timeline Images.

Moodboard: Showbusiness

Spannung, Spiel und SpaĂź: Unser Moodboard „Showbusiness“ © Juergen, quatscher, Hubertus Hierl

Samstagabend, zur besten Sendezeit: Zuschauer fĂĽllen den Saal, und der Moderator wird schon ganz nervös. Hoffentlich versagt das Mikrofon nicht! 3, 2, 1,…und die Kamera läuft. Zum GlĂĽck klappt alles wie am SchnĂĽrchen. Doch als er die mitreiĂźende BĂĽhnenperformance der Sängerinnen ankĂĽndigt, verheddert sich der Moderator in den schweren, braunen Samtvorhängen â€“ und wird unfreiwillig zum Star des Abends.

Auf unserer Pinterest-Pinnwand „Showbusiness“ finden Sie zusätzlich eine Sammlung der schönsten Motive.

Als Inspiration für Ihre kreativen Projekte stellen wir in unserer neuen Serie monatlich thematisch, farblich und konzeptuell aufeinander abgestimmte Moodboards zusammen. Entdecken Sie unsere Fotos in neuen, überraschenden Zusammenhängen und stöbern Sie in unseren ausgewählten Fotoalben nach Ihren Lieblingsbildern.

Belle de jour, 1964

Dass Paris die Stadt der Liebe ist, ist hinlänglich bekannt. Doch auch modisch hat Paris einiges zu bieten – nicht umsonst prägen französische Wörter wie Haute Couture oder prĂŞt Ă  porter die internationale Modeszene. Mit welcher Leichtigkeit und Nonchalance Französinnen ihre Kleidung tragen, erfuhr unser Community-Mitglied Hubertus Hierl am eigenen Leib, als er einen Ausflug nach Versailles machte. An wen ihn die elegante Schönheit erinnert, erzählt er uns in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

modisch gekleidete junge Frau vor dem Schloss zu Versailles

Belle de jour   Â© Hubertus Hierl

„Paris, Versailles, 1964: Ich befinde mich vor dem SchloĂź zu Versailles. Ununterbrochen streben Besuchermassen dem Schloss entgegen, um einmal den berĂĽhmten Spiegelsaal zu sehen. Da entdecke ich unter den Besuchern jene vornehme, elegant gekleidete Schönheit. Als sie zur Seite blickt, ihr Profil am besten zur Geltung kommt, drĂĽcke ich einmal auf den Auslöser meiner Kamera und halte diesen Augenblick fĂĽr immer fest. Drei Jahre nach dieser Begegnung, 1967, dreht Luis Buñuel Belle de Jour mit Catherine Deneuve als Hauptdarstellerin SĂ©verine. Wenn ich heute das Foto betrachte, meine ich, Catherine Deneuve zu sehen. Die Ă„hnlichkeit ist verblĂĽffend. Selbst das KostĂĽm könnte von Yves Saint Laurent stammen, der die KostĂĽme fĂĽr den Film kreierte. Und dann kommt mir beim Betrachten des Bildes immer wieder in den Sinn, was Friedrich II. an Voltaire schrieb: ‚Der gute Geschmack hat seinen Sitz in Paris.'“

Weitere Impressionen aus der Stadt der Liebe (und Mode) gibt’s in unseren Fotoalben MĂĽtzen Historisch, Paris, 60er Jahre und Mode 60er Jahre. Auf unseren Pinnwänden auf Pinterest finden Sie auĂźerdem Motive zu den Themen Paris, Jacken und Mäntel 40er-70er Jahre und Best of 60er Jahre.

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Turner in MĂĽnchen, 1962

Das mit den Neujahrsvorsätzen ist ja immer so eine Sache: viele nehmen sich vor, mehr Sport zu treiben, doch nach wenigen Wochen verläuft dieser Vorsatz schnell wieder im Sand. Um Sie ein wenig zu körperlicher Ertüchtigungsarbeit zu motivieren, erzählt uns Community-Mitglied Hubertus Hierl in unserer ersten Geschichte zum Bild im neuen Jahr, wie er die Meisterdisziplin des Kunstturners Yukio Endo, den einarmigen Handstand, festhält. Nachmachen erlaubt!

Ein japanischer Weltmeisterturner führt während eines Schaukampfes in München einen einarmigen Handstand aus.

Turner in MĂĽnchen, 1962   Â© Hubertus Hierl

„MĂĽnchen 1962: Showturnen der japanischen Weltmeisterturner. Mit dabei Yukio Endo. Sieben Medaillen, davon zwei in Gold, gewinnt er bei der Weltmeisterschaft in Prag. Er ist der einzige, der damals den einarmigen Handstand am Barren beherrscht. FĂĽr eine MĂĽnchner Zeitung soll ich mich auf Endo konzentrieren und ein ordentliches Bild von ihm abliefern, das ihn beim einarmigen Handstand zeigt. Das tat ich dann auch. Blitzlicht war untersagt, ich hätte eh keines verwendet und tue es auch heute nicht. In meine Kamera lege ich einen hochempfindlichen Film ein und nehme ein lichtstarkes Objektiv mittlerer Brennweite (90 mm). Die japanischen Turnerinnen und Turner bieten – wie konnte es auch anders sein – ein wahres Feuerwerk, gehören sie doch unangefochten zur Weltspitze. Still, mucksmäuschenstill wird es in der Halle, als Endo zum Barren geht – und dann kommt, worauf alle in der Halle warten: Endo setzt zum einarmigen Handstand an: erst Handstand – dann Grätsche – ein leichter Schwenk – Loslassen eines Armes – Beine zusammenfĂĽhren zum einarmigen Handstand. Beifall braust auf. Zweimal drĂĽcke ich auf den Auslöser meiner Leica. Endos einarmiger Handstand ist auf dem Film festgehalten.“

Weitere Bilder von aktiven Menschen finden Sie in unseren Fotoalben Turnen, Olympische Spiele 1972 und Skifahren, 60er Jahre. Auf Pinterest halten wir außerdem die Pinnwände Wintersport, 1900-1940er und Alpinismus, 1900-1969 für Sie bereit.

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Das Mädchen mit der Perlenkette, 1964

In kaum einer anderen europäischen Stadt tummelten sich in den 60er Jahren so viele Existentialisten wie in Paris. Lässig rauchend im Café de Flore oder in einem der vielen Kellergewölbe am Rive Gauche. Was das schicke Mädchen mit der Perlenkette damit zu tun hat, erzählt uns Community-Mitglied Hubertus Hierl in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Paris, Oktober 1964. Nachts unterwegs am linken Seineufer. Ein Jazzkeller in der Rue de la Huchette wird mir genannt. Der sei typisch. Dort trifft man junge Leute, hauptsächlich Studenten. Und dann treiben sich hier Existentialisten herum oder solche, die sich dafür halten. Spät in der Nacht bin ich vor Ort. Der Keller übervoll von jungen Leuten, Jazz wird gespielt, die Luft stickig, es wird viel geraucht. Und neben dem Bassisten entdecke ich eine begeisterte Jazz-Liebhaberin. Die Perlenkette, die sie trägt leuchtet in dem matten Lichtschein. In meiner Leica habe ich ein lichtstarkes Objektiv und einen hochempfindlichen Film. Bei einer Belichtungszeit von 1/15 sec drücke ich auf den Auslöser meiner Kamera.

Das Mädchen mit der Perlenkette   Â© Hubertus Hierl

„Paris, Oktober 1964. Nachts unterwegs am linken Seineufer. Ein Jazzkeller in der Rue de la Huchette wird mir genannt. Der sei typisch. Dort trifft man junge Leute, hauptsächlich Studenten. Und dann treiben sich hier Existentialisten herum oder solche, die sich dafĂĽr halten. Spät in der Nacht bin ich vor Ort. Der Keller ĂĽbervoll mit jungen Leuten, Jazz wird gespielt, die Luft ist stickig, es wird viel geraucht. Und neben dem Bassisten entdecke ich eine begeisterte Jazz-Liebhaberin. Die Perlenkette, die sie trägt, leuchtet im matten Lichtschein. In meiner Leica habe ich ein lichtstarkes Objektiv und einen hochempfindlichen Film. Bei einer Belichtungszeit von 1/15 sec drĂĽcke ich auf den Auslöser meiner Kamera.“

 

 

 

Weitere Paris-Bilder finden Sie zum Beispiel auch in unseren Fotoalben Paris, 60er Jahre und Paris, 70er Jahre. Auch auf Pinterest ist die Stadt der Liebe mit unzähligen historischen Aufnahmen vertreten. Wenn Sie eher der modische Aspekt des Jahrzehnts interessiert, dann besuchen Sie doch unser Fotoalbum Mode, 60er Jahre.

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Fiat Millecento bei Ettal, um 1960

Die Herbstzeit hat wahrlich ihre Vorteile â€“ die Sonne taucht die Bäume in goldenes Licht, der Duft von Mandarinen liegt in der Luft und das schlechte Gewissen bleibt aus, wenn man einfach mal einen Tag auf der Couch verbringt. Womit (oder eher: mit wem) man die Herbstzeit noch verbringen kann, erzählt uns Timeline-User Helmut Rath in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Ein junger Mann steht neben seinem Fiat Millecento auf der StaatsstraĂźe 2060 zwischen Schloss Linderhof und Kloster Ettal.

Fiat Millecento in der Gegend um Ettal, um 1960   Â© HRath

„Der Fiat Millecento war mein allererstes Auto. Ich habe ihn 1960 gebraucht fĂĽr ca. 4000 Mark gekauft. Er war zu diesem Zeitpunkt schon etwa vier Jahre alt, aber er besaĂź hochmoderne Blinker. Damals arbeitete ich 48 Stunden im MĂĽnchner Justizpalast, fĂĽr 0,95 Pfennig pro Stunde. Einen Teil des Geldes hat mir mein Vater geschenkt, den Rest habe ich selbst gespart. Im Jahr 1970 musste ich ihn verkaufen, da ich geheiratet hatte und das Geld fĂĽr eine Wohnung benötigte.“

Alle Autofreunde sollten unbedingt einen Blick in unser Fotoalbum Autos, 60er Jahre und auf unsere Geschichte zum Bild im August ĂĽber den Oldtimer-Grand-Prix werfen. Wenn Autos fĂĽr Sie zweitrangig sind, empfehlen wir Ihnen unsere Pinterest-Pinnwand Herbstzeit oder unser Fotoalbum Ausflug.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufĂĽgen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images