Schlagwort-Archiv: 50er

Ehrenwache in F├╝rstenwalde, 1953

In unserer aktuellen Geschichte zum Bild gibt Timeline-User Juergen Einblicke in den F├╝hrerkult der ehemaligen Sowjetunion und erz├Ąhlt uns, wie auch er Stalins Tod im St├Ądtchen F├╝rstenwalde/Spree gedachte.

Uniformierte M├Ąnner stehen zwischen Grabkr├Ąnzen an der Ehrenwache zu Stalins Tod im M├Ąrz 1953 in F├╝rstenwalde.

Ehrenewache zu Stalins Tod in F├╝rstenwalde, 1953   ┬ę Juergen

„Am 5. M├Ąrz 1953 starb der ‚ruhmreiche‘ F├╝hrer der Sowjetunion. Daselbst und in allen kommunistischen Satellitenstaaten wurde eine offizielle Trauer angeordnet. So auch in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Das Bild zeigt, wo in einer Kleinstadt am ├Âstlichen Rand von Berlin, in F├╝rstenwalde/Spree, die Kr├Ąnze und Blumen f├╝r Josef Wissarionowitsch Stalin niedergelegt wurden. Eine Ehrenwache von Funktion├Ąren der Sozialistischen Einheitspartei, Volkspolizei und anderer Organisationen (wie Freie Deutsche Jugend) stand Tag und Nacht mit geschultertem Kleinkalibergewehr an dem Denkmal der VVN, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes. Weiterlesen…

Zwillinge mit Puppen, 1954

Mit Zwillingen ist das so eine Sache: Schon im Kinderbuch „Das doppelte Lottchen“ von Erich K├Ąstner tauschen die Geschwister Lotte und Luise die Rollen, ohne dass es die getrennt lebenden Eltern etwas merken. Und auch Community-Mitglied GKonradt kann ein Lied davon singen, wie es war, st├Ąndig mit ihrer Schwester Waltraud verwechselt zu werden. Wie der Dorfpfarrer sie doch auseinanderhalten konnte, erz├Ąhlt sie uns in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Die Zwillinge Gertraud und Waltraud mit ihren Puppen in T├╝rkenfeld. Mehr Spielzeug hatten die Schwestern nicht.

Zwillinge mit Puppen, 1954   ┬ę GKonradt

„Meine Schwester und ich erinnern uns immer wieder gerne an folgende Anekdote: Es gab so gut wie keinen Lehrer, der uns auseinanderhalten konnte. Nat├╝rlich auch nicht der Dorfpfarrer. Eines Tages ‚baute‘ sich dieser vor uns auf, betrachtete uns von Kopf bis Fu├č, immer und immer wieder. Dabei sch├╝ttelte er st├Ąndig den Kopf! Auf einmal erhellte sein Gesicht: ‚Jetzt wei├č ich, wie ich euch auseinanderhalten kann: Die Waltraud hat oben an der rechten Augenbraue ein kleines Muttermal!‘ Das ├Ąrgerte meine Schwester, und sie rief ganz spontan: ‚Wenn ich gro├č bin, dann lass ich mir das wegmachen und dann k├Ânnen auch Sie uns nicht auseinanderhalten!‘ Wir waren damals in der 1. Klasse, Schuljahr 1954/1955. Ob dieser Aussage lachte unser Pfarrer so sehr, dass er sich gar nicht mehr beruhigen konnte. Und wir ├Ąrgerten uns beide wegen dieser Enttarnung!“

 

Weitere Bilder gibt’s in unseren Fotoalben Kindheit in den 50ern, Puppen historisch und Kinder spielen. Auf unseren Pinnw├Ąnden auf Pinterest finden Sie au├čerdem Motive zu den Themen Blond und Schule historisch.

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M├╝nchen bei Nacht, 1958

Manchmal begeben sich (Hobby-)Fotografen auf gef├Ąhrliches Terrain, um das beste Foto zu schie├čen: So auch Community-Mitglied AMann, wie er uns in unserer aktuellen Geschichte zum Bild erz├Ąhlt. Doch f├╝r die eindrucksvolle Aufnahme mit Blick vom Justizpalast auf die Maxburg, die Salvatorkirche und die angestrahlte Theatinerkirche hat sich die M├╝he wahrlich gelohnt. 

Blick vom Justizpalast auf die Maxburg, die Salvatorkirche und die angestrahlte Theatinerkirche.

M├╝nchen bei Nacht, 1958   ┬ę AMann

„M├╝nchen leuchtet ÔÇô schon lange ÔÇô was sonst? Wo? Ganz einfach am Stachus die Augen auf. Ich oben, die Aufpasser hinter mir: ‚Das Stativ muss am Strick sein ÔÇô sonst erschlischt die Genehmigung.‘ Is ja guat ÔÇô Hauptsach i rutsch net aus.“

Weitere M├╝nchner Impressionen gibt’s in unseren Fotoalben M├╝nchen der 50er Jahre, Oktoberfest 50er Jahre und M├╝nchen in der Nachkriegszeit. Auf unseren Pinnw├Ąnden auf Pinterest finden Sie au├čerdem Motive zu den Themen Zerst├Ârtes M├╝nchen, M├╝nchen Au Historisch und Oktoberfest 1903-1971.

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Unsere Fotografen: HRath

Dampflok der Baureihe 685 der Ital. Staatseisenbahn im Bhf. Jenbach/Tirol. TEE aus der Schweiz bei der Durchfahrt in Gerling bei Saalfelden mit dem Steiner Meer im Hintergrund. Ein Flugzeug des Typs Percival Pembroke C54 der Deutschen Bundeswehr am Flughafen M├╝nchen-Riem. Oldtimer im September 1983 bei Weitra in Nieder├Âsterreich nahe der Grenze zur CSSR. Stadttor an der Innbr├╝cke in der Stadt Wasserburg am Inn. Menschen spazieren die Stra├če entlang, ein Auto ├╝berquert die Br├╝cke. Im Hintergrund sind die T├╝rme der Heilig-Geist-Spitalkirche und der Kirche "Unserer Lieben Frau" zu sehen. Sonnenuntergang in der Gemeinde Reit im Winkl im oberbayerischen Landkreis Traunstein mit der Kirche St. Pankratius im Zentrum. Umzug einer Musikkapelle w├Ąhrend eines Festaktes mit dem damaligen Herzog von Bayern auf Schloss Herrenchiemsee. Besucher auf dem Oktoberfest in M├╝nchen mit Augustinerbr├Ąuzelt im Hintergrund. Bierzelt des Hackerbr├Ąus auf dem Oktoberfest in M├╝nchen. Das Fahrgesch├Ąft Clipper auf dem Oktoberfest in M├╝nchen by night. Kopie der Lokomotive 'Adler' auf der Parade anl├Ąsslich der 800 Jahrfeier der Stadt M├╝nchen. Historische Pferde-Stra├čenbahn anl├Ąsslich der 800 Jahrfeier der Stadt M├╝nchen. Faschingswagen wahrscheinlich mit den Pappmachefiguren von Hanns Seidel (CSU) und Wilhelm Hoegner (SPD). Auf dem Wochenmarkt am Stadtplatz von Dubrovnik reicht das Spektrum der angebotenen Waren von frischen Schnittblumen bis hin zu frischem Obst und Gem├╝se. Das Wirtschaftswunder in Deutschland ist auch hier sp├╝rbar. Flugzeugabsturz einer US-Maschine in der Bayerstr. Ecke Martin-Greif-Stra├če. Das Flugzeug streifte vorher den Kirchturm der St. Paulskirche in M├╝nchen. Blick auf den Karlsplatz (Stachus) in M├╝nchen vom Justizpalast aus. Wei├če Weihnachten in M├╝nchen. Gl├Ąubige feiern einen Gottesdienst (Bergmesse) vor der Tabor-Kapelle. Das Bild zeigt die Kapelle vor einem Brand und dem anschlie├čenden Wiederaufbau 1970/71. Heute tr├Ągt sie den Namen Hochfellnkapelle. Ein kleiner Junge spielt mit Tauben auf dem Odeonsplatz in M├╝nchen. Im Hintergrund sehen ihm Passanten zu. Ein kleiner Junge f├Ąhrt auf einem Metall- oder Eisendreirad ├╝ber einen Hof. Um ihn herum picken H├╝hner auf dem Boden. Verkleidete Kinder feiern Fasching in M├╝nchen.

Unser Fotograf HRath ist nicht nur Timeline-Mitglied der ersten Stunde, sondern besitzt mit ├╝ber 20.000 Motiven eine der gr├Â├čten Sammlungen von Eisenbahnfotos in ganz Deutschland.

Was die Fotografie angeht, ist Helmut Rath ÔÇô so sein voller Name ÔÇô nach eigener Aussage ein wahrer Sp├Ątz├╝nder: Erst nachdem er Ende der 50er Jahre den F├╝hrerschein bestanden und sich einen gebrauchten Fiat Millecento gekauft hatte, ging es richtig los. Sein geliebter Fiat f├╝hrte ihn n├Ąmlich durch Bayern und die Schweiz, wo er w├Ąhrend des Urlaubs mit seiner ersten Kamera, einer Agfa Silette, verschiedene Motive fotografierte. Nebenbei filmte er auch ÔÇô seine erste Schmalfilmkamera erstand er mit einem Zuschuss seiner Mutter 1972 zur Olympiade in M├╝nchen.

Die gro├če Leidenschaft von HRath sind Eisenbahnen und Z├╝ge, die er vor allem ab 1973/74 fotografierte. W├Ąhrend seiner Zeit als Beamter im M├╝nchner Justizpalast zeigte Helmut Rath einem bekannten Eisenbahnfotografen eines seiner Eisenbahnbilder. Der Bekannte behielt das Bild und drei Monate sp├Ąter lag eine Eisenbahnzeitschrift mit genau diesem Foto auf seinem Schreibtisch. Da dachte er sich: ÔÇ×Mensch, wenn da ein Eisenbahnbild von mir abgedruckt wird, dann k├Ânnte ich eigentlich Eisenbahnen fotografieren.ÔÇť

Helmut Rath begann nicht nur Eisenbahnen und Z├╝ge zu fotografieren, sondern auch zu filmen ÔÇô und das in nicht ganz ungef├Ąhrlicher Manier. Einmal lie├č er sich in Absprache mit dem Lokf├╝hrer von einer Dampflokomotive ├╝berfahren, indem er sich zwischen die Gleise in ein Loch f├╝r eine neue Signalleuchte legte und so die Lok von unten filmte. Ein Ereignis, an das er sich immer wieder gerne erinnert.

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Sinai-Halbinsel

Kultur: Kloster am Berg Sinai

Kinder im Sinai, 1974

Die Region Sinai ist uns vor allem durch K├Ąmpfe und Krisen bekannt. Jedoch verbergen sich in der beeindruckenden Landschaft auch bedeutende Kulturg├╝ter. Am Berg Sinai, wo der Bibel nach Moses die Zehn Gebote von Gott erhielt, liegt das 1500 Jahre alte Katharinenkloster. Vor sechzig Jahren besuchte der Fotograf Max G. Scheler dieses Kloster. Seine dort gewonnenen Eindr├╝cke k├Ânnen Sie in unserem Fundst├╝ck aus der M├╝nchner Illustrierten Nr. 52 vom 24. Dezember 1955 sehen.

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Fr├╝hjahrsmode

Mode: Fr├╝hjahrstrends aus dem Jahr 1959

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Der Winter neigt sich dem Ende zu, die Tage werden langsam wieder l├Ąnger und die Temperaturen hoffentlich auch bald w├Ąrmer. Die dicken Winterm├Ąntel verschwinden dann endlich im Kleiderschrank und machen Platz f├╝r die neueste Fr├╝hjahrsmode. Auch in den 50er Jahren wurden die ersten Sonnenstrahlen des Fr├╝hlings mit farbenfrohen Kleidern und Kost├╝men begr├╝├čt, wie Sie in unserem Fundst├╝ck von Kurt Schraudenbach aus der M├╝nchner Illustrierten Nr. 15 vom 11. April 1959 sehen k├Ânnen – wenn auch nur in schwarz-wei├č. Weiterlesen…

Fundst├╝ck Berlin

Politik: Geteiltes Berlin

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Im Jahr 1956 stellten sich Reporter der M├╝nchener Illustrierten die Frage, wie lange Berlin noch geteilt bleiben wird. Elf Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, drei Jahre nach Stalins Tod, war Berlin, die ehemalige Hauptstadt, noch immer ein Reservat des Kalten Krieges. Die Reporter Ernst Laue und Kurt Schraudenbach hofften auf eine M├Âglichkeit die Spaltung zu ├╝berbr├╝cken. F├╝nf Jahre sp├Ąter sollte sich die Teilung mit dem Bau der Mauer jedoch noch zementieren. Eindr├╝cke aus dem Berlin der 50er Jahre des Fotografen Kurt Schraudenbach zeigt unser Fundst├╝ck aus der M├╝nchner Illustrierten Nr. 38 vom 22. September 1956. Weiterlesen…

Abendkleider

Mode: Abendkleider

ThumbnailGanz gro├če Anl├Ąsse verlangen immer noch ganz gro├če Abendkleider! Besonders um die Weihnachtszeit und an Silvester bieten sich immer wieder gute M├Âglichkeiten, elegante Kleider zu bestaunen. Dabei unterscheidet sich die festliche Abendgarderobe von heute gar nicht so sehr von der aus den 50er Jahren. Die damaligen bodenlangen Roben aus feinstem Material sehen Sie in unserem Fundst├╝ck von Heinz Hering aus der M├╝nchner Illustrierten Nr. 4 vom 26. Januar 1957. Weiterlesen…

Moskau

Kultur: Reise nach Moskau

ThumbnailAls erster Fotoreporter der Bundesrepublik war Hannes Betzler 1955 in Moskau. Er begleitete die Krefelder Eishockeymannschaft zu ihren R├╝ckspielen gegen Dynamo Moskau. W├Ąhrend seines Aufenthaltes dort interessierte er sich nicht f├╝r politische Debatten, bewusst war auch seine Kamera ÔÇ×unpolitischÔÇť. Er wollte in Moskau nur das Leben fotografieren, wie er es sah. Seine Eindr├╝cke von dieser Reise sehen Sie in unserem Fundst├╝ck von Hannes Betzler aus der M├╝nchner Illustrierten Nr. 8 vom 19. Februar 1955. Weiterlesen…