Diese Fotografie aus dem Jahr 1927 könnte heute als Warnung in den Städten aufgehängt werden, dass man es an Weihnachten dieses Jahr genauso NICHT machen sollte. An Kontaktbeschränkungen, Abstandsregelungen, regelmäßiges Lüften und die Frage nach der Anzahl der Haushalte auf einem Fleck haben diese vier beschwipsten Personen auf dem Bild mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gedacht. Mit unserer heutigen Geschichte zum Bild von unserem Timeline-User Anheas schwelgen wir ein wenig in Erinnerung an vergangene Jahre und Jahrzehnte, als man sich unter dem Weihnachtsbaum und eventuell auf Schaffellen noch unbedacht in die Arme fallen konnte.

Zwei Damen und zwei Herren feiern Weihnachten leicht angetrunken auf Schaffellen aufe einem Bett.

Vor-Weihnachtsfeier, 1927   © Anheas

„Das Bild ist in Diepholz aufgenommen – genauer noch in der Steinstraße 36. Entstanden ist das Bild im Lager einer Gerberei für Felle. Die Gerberei hat bis 1995 existiert und ist nach mehr als 150 Jahren geschlossen worden. Aufgenommen hat das Bild unser ‚Opa‘ Hermann Müller.“

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

kommentar icon Kommentare deaktiviert für Beschwipstes Weihnachten in Diepholz, 1927

Blumenbinderin mit Kranz, 1926

Zugegeben, unsere lustige Geschichte zum Bild im November ist ganz schön versteckt. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass unser Community-Mitglied Schmid die authentischen und lebhaften Kindheitserinnerungen ihrer Mutter an diese Zeit mit uns teilt. Die Fotografie aus dem Jahre 1926 zeigt eine junge Auszubildende, die vor Johanna Schweigers Blumenladen am Münchner Ostfriedhof einen Blumenkranz schmückt. Die Mutter unserer Userin verknüpft mit dem Bild zahlreiche fröhliche Begegnungen mit keinem Geringeren als dem berühmten Komiker Karl Valentin aus der Münchner Au. Die Erinnerungen an seine Besuche im Blumenladen bezeugen, dass der Humorist, der übrigens ein Sammler alter Fotografien aus München war, auch im Alltag den Humor im Herzen trug.

Auszubildende im Blumengeschäft von Johanna Schweiger am Ostfriedhof arrangiert Blumen an einem Kranz. ?Der Karl Valentin kam in dieser Zeit oft in unser Blumengeschäft an der Tegernseer Landstraße und seine erste Frage war dann: ?Wo is mei kleines Fräulein, des mia mein Hund zsammsitzt?? Dann ist die Leine unten an einem Hocker eingeklemmt worden, und ich hab mich draufsetzn müssn, damit der Hund, des war so a bissl a Stiagnglandamischung, nicht den Stuhl durch das ganze Geschäft gezogen hat. An seinem Halsband war ein kleins Tascherl ghängt und in dem ist ein Zettl dringsteckt: Ich heiße Fifi und gehöre dem Komiker Karl Valentin?. Der Valentin war groß und sehr mager, er hat immer ein bissl traurig und auch krank ausgschaut.? Und wenn?s ans Zahlen gegangen ist, dann hat er einen von seine Schuh auszogn und neben der Kasse abglegt??

„Der Karl Valentin kam in dieser Zeit oft in unser Blumengeschäft an der Tegernseer Landstraße und seine erste Frage war dann: ‚Wo is mei kleines Fräulein, des mia mein Hund zsammsitzt?‘ Da Hunde nicht mit auf den Ostfriedhof durften, musste er seinen ja inzwischen irgendwo lassen… Dann ist die Leine unten an einem Hocker eingeklemmt worden und ich hab mich draufsetzn müssn, damit der Hund, des war so a bissl a Stiagnglandamischung (hochdeutsch: Mischlingshund), nicht den Stuhl durch das ganze Geschäft gezogen hat. Weiterlesen

kommentar icon Kommentare deaktiviert für Blumenbinderin mit Kranz, 1926