Sissi in Venedig

FILM – Romy Schneider als Sissi in Venedig

Für manch eine(n) gehören sie zum Weihnachtsrepertoire wie der Christbaum oder die Geschenke: die Sissi-Filme. Seit 1967 wird der Klassiker regelmäßig zur Weihnachtszeit im deutschen Fernsehen wiederholt – und bis heute ist „Sissi“ der meistgespielte deutschsprachige Film weltweit. Wie die Dreharbeiten für den dritten Sissi-Film in Venedig vonstattengingen und wie Romy Schneider ihre freie Zeit dort verbrachte, das sehen Sie in unserem heutigen Fundstück aus der Münchner Illustrierten Nr. 37 vom 14.September 1957.


 

 

Trotz Wahlen, Krisen und Fernraketen – Filmthema Nr. 1 ist und bleibt (bis auf weiteres): Sissi – Romys Glück und Leid

So wird man sie zu Weihnachten sehen: Romy Schneider,
zum dritten Mal als Sissi, mit Krönlein und Spitzenmantille,
stolz und ernst den Canale Grande hinuntergleitend. Der Titel
des neuen Films: „Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin“.
 

Photogen, aber beschwerlich ist der höfische Kostümprunk der Sissi-Periode, und er macht Hilfestellung beim Aussteigen erforderlich. Nach Abschluss der Dreharbeiten in Venedig werden die Aufnahmen auf der Insel Korfu, in Wien und am Fuschlsee im Salzkammergut fortgesetzt. Romys nächste Filme: „Scampolo“ und „Mädchen in Uniform“.

Gala, Gondeln und Grandezza. Die große Prunkfahrt des jungen Kaiserpaars vor der unvergleichlichen Kulisse der Rialto-Brücke ist der glanzvolle Höhepunkt der Aufnahmen.

Der Film schildert Sissis Rückkehr aus Korfu, wo sie Heilung und Erholung suchte. In Venedig traf sie den Kaiser nach einer Periode der Entfremdung.

 
 

Ein letzter Blick in den Spiegel – und dann können die Kameras surren. Romy Schneiders Partner ist wieder Karlheinz Böhm als Kaiser Franz Joseph. Auch in den anderen Rollen wirkt die „Stammbesetzung“ der früheren Sissi-Filme mit, insbesondere Romys Mutter Magda Schneider und Gustav Knuth als das Elternpaar der jungen Kaiserin.

„Wie zu Hause“ fühlte sich Romy, als sie unter der Weltprominenz der Filmbiennale ihren Kollegen Curd Jürgens wiedertraf. Ausnahmsweise wurde die strenge Dreh-Disziplin gelockert und ein kleiner Lido-Bummel eingelegt. Man sprach von alten Zeiten, neuen Filmen – und vom lockenden Plan einer Zusammenarbeit.

 
 

Im Gegensatz zur leicht schwermütigen Rollte der jungen Kaiserin Elisabeth steht das unbeschwerte Privatleben der jungen Schauspielerin und „Touristin“ Romy Schneider. In Indien sammelte sie Sarongs und Amulette, in Venedig ersteht sie natürlich eine Miniaturgondel als Souvenir…

…in kleidsamer Frechdachs-Aufmachung streift sie mit ihrer Mutter durch die malerischen Gassen, und wenn sie auf dem Markusplatz ein Eis isst, staut sich das Volk.


© Münchner Illustrierte 1957 Fotos: Max G. Scheler

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