Nach den Monaten, in denen wir höchstens auf Balkonien Urlaub machen konnten, spürt man das Fernweh nun immer mehr. Eine Reise, wie sie unser Timeline-User Raigro in den späten 70er Jahren erlebt hat, ist daher nur Bestandteil kühnster Abenteurerträume. In unserem Blog hat Raigro bereits von seinem Roadtrip nach Marokko 1969 berichtet, acht Jahre später zog es ihn und einen Freund mit einem VW-Golf in die Sahara. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild berichtet er von Abenteuern in den Maghreb-Staaten Tunesien, Algerien und Marokko und was er auf seiner Reise alles erlebt hat.

Unser VW Golf in einer Palmenoase beim Berberort Matmata, TunesienJunger Mann duscht sich bei Soldaten am Rande der Salzwüste Chott el-Jerid, Tunesienantikes römisches Amphitheater bei Gabes, TunesienHöhlenwohnungen im Berberort Matmata, TunesienUnser VW Golf steckt im Salzschlamm in der Salzwüste Chott el-Jerid, TunesienDer VW Golf muss in die Werkstatt in Touzeur, TunesienMann mit Esel beim Berberort Matmata, TunesienTypische Kuppeldach-Gebäude in El Qued, AlgerienEinheimische am Markt in El Qued, AlgerienWilde Esel bei El Golea, AlgerienKamelmarkt in El Qued, AlgerienOase und Sanddünen im westlichen Großen Erg (Sandwüste), AlgerienWasserverteiler in der Oase, Timmimoun, AlgerienMarabut in einer Palmenoase beim Berberort Matmata, TunesienUnser VW Golf und Sanddünen im westlichen Großen Erg (Sandwüste), AlgerienEinheimische am Markt der Oasenstadt Ghardaia, AlgerienEinheimische am Markt der Oasenstadt Ghardaia, AlgerienStromtrasse neben der Piste durch den östlichen Großen Erg (Sandwüste), AlgerienAuf der Straße der Kasbahs, MarokkoMenschen an einem Brunnen, Auf der Straße der Kasbahs, MarokkoBlick vom Dachrestaurant auf den Gauklerplatz in Marrakesch, MarokkoGefärbte Wolle in den Souks von Marrakesch, MarokkoSchlangenbeschwörer auf dem Gauklerplatz in Marrakesch, MarokkoRömische Tempel in Mouley Idris, MarokkoFellgerberei in den Souks von Fes, MarokkoAlter Mann mit Fes auf dem Melonenmarkt in Gabes, TunesienAuf dem Campingplatz in Florenz, Toskana, Italien

„Im August 1977 war ich mit meinem Freund Helmut in seinem Golf für knapp fünf Wochen in Nordafrika unterwegs. Von München ging es durch ganz Italien bis nach Trapani auf Sizilien, und von dort mit der Fähre nach Tunis. Von Tunis fuhren wir über Sousse nach Gabès im Süden, denn wir wollten in die Wüste und nicht zum Baden an die Küste. Wir besuchten die Höhlenwohnungen bei Matmata, bevor wir gen Westen Richtung Tozeur aufbrachen.

Bei Kebili beginnt die Piste durch die Salzwüste Chott el Djerid, die wir unbedingt durchqueren wollten. An einer feuchten, durch tiefe Reifenspuren unpassierbar erscheinenden Stelle, beschlossen wir, diese Stelle neben der Piste zu umfahren – das war ein Fehler. Schnell steckte unser Golf tief im Salzschlamm fest. Zu zweit hatten wir keine Chance, den Wagen frei zu bekommen. Nach schweißtreibenden, aber vergeblichen Versuchen kam nach zwei Stunden endlich Rettung. Mit einem Jeep, Abschleppseil und vier kräftigen Männern gelang es, unseren Golf wieder auf die Piste zu bekommen. Als wir das Chott durchquert hatten, sahen wir eine Art Kaserne, wo einige Soldaten sich im Freien mit einem Schlauch zur Kühlung abspritzten. Verschwitzt wie wir beide aussahen, mit Salzkrusten an den Beinen, ließen uns die Soldaten bereitwillig und gerne auch eine kühle Dusche mit dem Schlauch nehmen.

Am Abend in Tozeur sahen wir unseren Golf etwas genauer an. Die Achsmanschette am linken Vorderrad war angerissen, was nicht so gut war, da wir mit viel sandigen Strecken rechnen mussten. Am nächsten Tag suchten und fanden wir eine Werkstatt in Tozeur, aber wie zu erwarten war, hatten sie keine passende Manschette. Der Chef der Werkstatt schlug vor, die Manschette zu nähen, damit möglichst kein Sand an die Achse kommt. Keine überzeugende Lösung, aber bevor wir mit der angerissenen und offenen Manschette weiterfahren, ließen wir die Näharbeiten durchführen. Um es vorweg zu nehmen, die Naht hielt nur ein paar Tage.

Weiter ging es über Nefta und den Grenzübergang bei Hazoua nach Algerien. In El Oued gönnten wir uns nach mehreren Nächten im Zelt erstmals ein Hotel. Jetzt waren wir praktisch schon am Nordrand der Sahara, denn südlich der Stadt beginnen die gewaltigen Sanddünen des Großen östlichen Erg (Grand Erg Oriental). Algerien war auch damals schon wenig touristisch, verglichen mit Tunesien und Marokko, und uns erwartete Orient pur. Ghardaia, El Golea und Timimoun faszinierten uns mit Märkten, Souks und unterschiedlichen Baustilen. El Oued ist die Stadt der 1000 Kuppeln, Ghardaia hat die Wehrtürme der Mozabiten und in Timimoun dominiert ein sudanesischer Baustil. Am Rande des Großen westlichen Erg besuchten wir die für ihre Schwenkbrunnen bekannte Oase Kerzaz, bevor es nach Béchar zu dem kleinen Grenzübergang nach Marokko bei Figuig ging.

Auf der sogenannten Straße der Kasbahs fuhren wir von Errachidia (damals noch Ksar Es-Souk), Zagora, Ouarzazate, über den Tizi n’Test Pass nach Marrakesch. Marrakesch war auch damals schon eine touristische Stadt, mit dem berühmten Gauklermarkt, den vielen Moscheen und den Souks. Besonders beliebt waren auch die Dachterrassen verschiedener Restaurants um den Djemaa el Fna, dem zentralen Platz. Von Marrakesch fuhren wir nach Norden, besuchten noch die Königsstadt Fès mit den bunten Souks und den berühmten Gerbereien, bevor es nach Ceuta zur Fähre ging.

Zurück in Europa, hatten wir wenig Zeit für die Mittelmeerküste, und nur in dem damals schon hässlichen Benidorm besuchten wir einen Stierkampf. Eine knappe Woche brauchten wir, um durch Spanien, Frankreich und die Schweiz nach Hause zu fahren.“

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Ein kleiner Junge, der einen Teppich knüpft und ein kleines Mädchen, das ihm dabei zusieht ein Relikt aus vergangenen Jahrzehnten? Wohl kaum, denn auch heute noch ist Kinderarbeit in Pakistan und in vielen anderen Ländern der Welt traurige Realität. Die Frage, ob man durch seine Konsumentscheidung die Arbeiter und ihre Familien finanziell unterstützt oder dafür sorgt, dass das System bestehen bleibt, kann wohl jeder nur für sich selbst beantworten. Als unser Timeline-Fotograf Schneckes sich einen handgeknüpften Teppich als Erinnerungsstück kaufte, hoffte er zumindest, dass der Junge für seine harte Arbeit „auch ein paar Pfennige abbekommen“ hat wie er uns in unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt.

Ein Junge knüpft einen Teppich. Die kleine Schwester schaut ihm dabei zu.

Pakistanischer Junge beim Teppichknüpfen, 1975 © Schneckes

„Von meiner Pakistanreise wollte ich unbedingt einen handgeknüpften Teppich mitbringen. So führte mich mein pakistanischer Freund in Gujranwala zu einer Teppichknüpferei. Der Besitzer begrüßte uns in einem ansehnlichen Haus und erklärte mir bei Tee und süßem Gebäck die Kunst des Teppichknüpfens. Dann führte er uns zu seiner „Manufaktur“. Welch ein Gegensatz zu seiner Wohnung! Der staubige, sandige Hof hatte an einer Seite nur ein Dach, dies war die Arbeitsstätte. Darunter standen die sieben Knüpfstühle. Es war trotz der gleißenden Sonne recht duster. Hinter jedem Knüpfstuhl saß ein Junge, der an den straffgespannten Kettfäden die farbige Wolle knotete, dann mit einer Sichel die Fäden trennte und mit einem Schlegel die Knoten festschlug. Der Knüpfer am letzten der hintereinander stehenden Stühle war wohl der Capo. Er hatte ein Blatt, auf dem die Knüpfanleitung stand. In einem Singsang wies er die vor ihm Arbeitenden an, was sie knüpfen sollten: ‚Zweimal Rot, viermal blau‘. Stolz meinte der Besitzer, dass er so nur einen Arbeiter brauchte, der lesen konnte. Außerdem könnten die Jüngeren mit ihren kleinen Händen viel geschickter knüpfen. Ich habe mir dann einen Teppich ausgesucht und gekauft. Der ausgehandelte Preis war für mich ok, der Besitzer der Teppichfabrik war sicherlich auch mit dem Handel zufrieden. Der Junge, der von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang am Webstuhl hockte, hat sicherlich auch ein paar Pfennige abbekommen.“

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Ob Fasching oder nicht, in die „Schwabinger 7“ gehen die Münchnerinnen und Münchner auch heute noch – wenn denn keine Ausgangsbeschränkungen vorherrschen und das öffentliche Leben stillstehen würde. Unser Timeline-User Hubertus Hierl erzählt uns in unserer aktuellen Geschichte zum Bild von einem Abend im Februar 1962 in der Kultbar „Schwabinger 7“, die seit über einem halben Jahrhundert existiert. Einmal ist sie Opfer einer städtebaulichen Erweiterung geworden und musste umziehen, was überregional zu Protesten geführt hatte. Später wurde unter ihrem langjährigen Standort eine Fliegerbombe gefunden und mit einem großen Knall entschärft. In der Nachkriegszeit errichtet, werden sich hoffentlich noch viele Menschen nach uns Geschichten von durchzechten Nächten in der einst berüchtigtesten Bar Münchens erzählen.

Ein junges Barmädchen mit Zigarette in der Kultkneipe Schwabinger 7 in München.

Barmädchen in der Schwabinger 7, 1962 © Hubertus Hierl

„Spät in der Nacht führt uns der Weg noch in die Schwabinger 7, eine echte Schwabinger Institution. Es gibt sie heute noch. Alle hat sie überlebt. In Kürze (Juli 2011) kommen allerdings die Bagger – und Schwabing ist wieder um eine Legende ärmer. Der kleine Raum in dieser Baracke übervoll, übervoll auch mit Rauch, die Wände schwarz, mit Graffi übersät, das Licht kommt von Kerzen, die in Whiskyflaschen der Marke Vat 69 stecken. An der winzigen Bar entdecke ich dieses junge blonde Barmädchen mit einem Strohhut auf dem Kopf, Zigarette rauchend – vermutlich eine Studentin. Sie ist mit einem Foto einverstanden. Das spärliche Licht kommt von einer Kerze. Bei offener Blende und 1/15 Sekunde drücke ich auf den Auslöser meiner Leica.“

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Klosterruine Walkenried, 1892

Wenn die Zeiten gerade zu aufreibend für Sie sind, träumen Sie sich doch für einen Moment in die beruhigende und besinnliche Umgebung der Klosterruine Walkenried. Der doppelte Kreuzgang der Ruine mit seiner mystischen Ausstrahlung scheint wie aus der Zeit gefallen. Unser Timeline-User Klopstock13 erzählt uns in unserer aktuellen Geschichte zum Bild von der Klosterruine, die bereits seit dem 12. Jahrhundert existiert. Es fällt leicht, die Sehnsucht der Romantiker nachzuvollziehen, die scharenweise zur Ruine reisten, um sie zu malen. Heute gehört die Klosteranlage  zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Der doppelte Kreuzgang der Klosterruine Walkenried im August 1892.

Walkenried Klosterruine, 1892 © Klopstock13

„Das Bild zeigt den doppelten Kreuzgang der Klosterruine Walkenried im Harz. Im 19. Jahrhundert zogen etliche Maler der Romantik zur Ruine. Bekannt sind die Bilder des Halberstädter Malers Carl Georg Hasenpflug und des Quedlinburger Malers Wilhelm Steuerwaldt, die in ihren Bildern neben der Klosterruine auch den gotischen Kreuzgang verarbeiteten.“

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Mata Hari in Wien, 1906

Tänzerin, Prostituierte, Agentin. Zahlreiche Geschichten und Mythen ranken sich um Mata Hari. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt uns Timeline-User Klopstock13 eine Anekdote aus dem Leben der geheimnisvollen Frau. Als Margaretha Geertruida Zelle in den Niederlanden geboren, war sie alles andere als die Tochter eines indischen Priesters – wie sie erzählte -, sondern wohl eher Meisterin der Täuschung und Verführung. In ihrem relativ kurzen Leben werden ihr eine beachtliche Menge Liebhaber nachgesagt, die sich bis in die höchsten Kreise zogen. Während des Ersten Weltkrieges als Nackttänzerin und Künstlerin berühmt, wurde sie im Alter von 41 Jahren 1917 vom französischen Militärgericht wegen Spionage für die Deutschen zum Tode verurteilt.

Mata Hari (1876-1917) kam 1906 nach Wien als exotische, indische Tänzerin und wurde vom Hoffotografen Carl Pietzner (1853-1927) in ihrem Tanzkostüm abgelichtet. Mata Hari bedeutet auf javanisch : Sonne.

Mata Hari   © Klopstock13

„Mata Hari, die als indische Tänzerin Lady Mac Leod zuerst in Paris lebte, verließ die Stadt um unter anderem im Dezember 1906 im Wiener Apollo-Theater aufzutreten.

Die Zuschauer waren begeistert, auch wegen ihrer knappen Bekleidung, die Erotik pur im Saal verströmte. Auf dem Oberkörper trug sie einen Brustschmuck und einen Goldgürtel. Der Rest des Körpers war nackt. Eine Sensation damals. Das deutsche Volksblatt in Wien reimte: „Und die Mata Hari kam dreimal hervor, bis sie immer mehr Gewänder verlor. Und endlich im letzten, dünnen Schleier sich niederlegte zum Schluss der Feier. Worauf sie mit freundlich winkender Hand aus dem Kreise des Publikums verschwand. Es hofften zwar alle, es sei noch nicht aus, doch da kam ein bekleideter Herr heraus. Und sagte: „Sie können nach Hause gehen, die Mata Hari lässt heut nichts mehr sehen!““

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NSU Prinz in der Wüste, 1969

Wer schon immer mal mit dem Auto nach Marokko fahren wollte, kann sich von Timeline-Fotograf Raigro inspirieren lassen – machte er sich doch mit zwei Kumpels vor über 50 Jahren mit einem NSU Prinz auf dem Landweg in das westafrikanische Land. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt er, wie er und seine zwei Freunde in ihren ersten Semesterferien die Fahrt in ein unbekanntes Abenteuer überstanden und was sie auf ihrer Reise alles gesehen haben.

Ein NSU Prinz auf einer sandigen Straße in der Wüste südlich von Guelmim in Marokko.

NSU Prinz in der Wüste, 1969   © Raigro

„In unseren ersten großen Semesterferien im Sommer 1969 wollten meine Freunde Fritz, Michael und ich mit meinem weißen Fiat 500 durch die Sahara. Ein wagemutiges Vorhaben, das von Freunden nur mit  ‚Ihr kommt doch höchstens bis Salzburg‘ kommentiert wurde. Einige Wochen vor den Ferien zeigte mein Fiat aber Schwächen – es wäre zu dritt auch ziemlich eng geworden. Zum Glück fanden wir kurze Zeit später einen gebrauchten NSU Prinz, der sowohl vom Preis als auch von der Größe für eine Tour zu dritt geeignet erschien.

Aber nicht nur der Wagen wurde ersetzt, sondern auch die Reisepläne. Wir wollten jetzt ’nur‘ noch bis Marokko. Am 22. August 1969 fuhren wir um 5 Uhr früh los. Entgegen der spöttischen Bemerkungen der Daheimgebliebenen waren wir am Nachmittag schon in Genf, und abends wurde erstmals das Zelt auf dem Campingplatz in Annecy aufgebaut. Monaco, Nizza, Cannes, St. Tropez waren die nächsten Stationen, dann weiter über Marseille und die kleine Hafenstadt Sete nach Barcelona, wo wir ein paar Tage blieben – wir waren noch nie vorher in Spanien gewesen.

Dann fuhren wir weiter über Valencia, Alicante, Granada, Malaga, Fuengirola und Marbella nach Algeciras, wo uns die Fähre am nächsten Tag nach Marokko bringen sollte. Von Tanger ging es dann nach Rabat, Casablanca und Agadir.

Nach einem erholsamen Badetag wollten wir endlich Sanddünen und Oasen sehen. Wir verließen also die Küste und fuhren über Tiznit in den kleinen Ort Goulimine (heute Guelmim) am Nordrand der Sahara. Das war das Nordafrika, das wir uns vorgestellt hatten: verschleierte Frauen, Männer mit Turban und buntes Treiben auf den sandigen Straßen mit zahlreichen Händlern.

Nach Goulimine hatte noch eine Teerstraße geführt, aber weiter nach Süden führten nur noch sandige Pisten. Wir wollten nicht zu viel riskieren und hatten uns eine kleine Oase etwa 15 km südlich von Goulimine als Ziel auserkoren, aber wenn es zu sandig werden würde, dann würden wir umkehren. Aber trotz vereinzelter Sandverwehungen war die Piste doch gut zu befahren. In der kleinen Oase wurden wir von ein paar Kindern neugierig empfangen. Allzu oft werden hier Touristen nicht hinkommen.

Nach unserem Sahara-Erlebnis ging es langsam wieder gen Norden, über Taroudannt und das Atlas-Gebirge nach Marrakesch und weiter nach Fes, von dort nach Tanger und über Spanien zurück nach München, wofür wir noch einmal circa eine Woche brauchten. Diese Reise war bei uns drei Freunden der Auslöser für viele weitere Reisen, die wir bis heute zusammen unternehmen.“

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Alle stehen dichtgedrängt um die verunfallte Straßenbahn. Auch die Schaffner anderer Bahnen mit ihren typischen SchaffnertaschenStraßenbahnen stauen sich am Bismarckplatz. Neugierig bestaunen die Passanten die Arbeiten an der entgleisten Bahn.Aufgrund einer entgleisten Straßenbahn stauen sich die Bahnen bis in die Hauptstraße. Viele Passagiere müssen warten.Die Befestigung der Zugseile an dem Drehgestell einer entgleisten Straßenbahn in Heidelberg wird überprüft, damit die Räder wieder in die Schienen gezogen werden können.Ein Junge und ein Schaffner schauen den Arbeitern zu, wie die Straßenbahn wieder auf die Gleise gebracht wird.Am Bismarkckplatz in Heidelberg stauen sich die Straßenbahnen und die Fahrgäste warten.Während im Hintergrund eine entgleiste Straßenbahn wieder auf die Schienen gezogen wird, schlängelt sich der Verkehr vorne ohne die Anwesenheit von Polizisten vorbei.Ein Werkstattwagen versucht eine entgleiste Straßenbahn in Heidelberg wieder auf die Gleise zu ziehen.

In unserer heutigen Geschichte zu den Bildern erzählt Timeline-Fotograf Schneckes, wie er 1971 die Entgleisung einer Straßenbahn am Heidelberger Bismarckplatz beobachtete.

„Zufälligerweise war ich dort, wie zur Mittagszeit vom 7. März 1971 ein Großraumwagen der OEG, der Oberrheinischen Eisenbahngesellschaft, beim Überfahren einer Weiche entgleiste. Der gesamte Straßenbahnverkehr kam zum Erliegen, da nahezu alle Linien – auch die Bahnen der Linie 1, die damals noch vom Bismarckplatz durch die Hauptstraße bis zum Karlstor fuhren – sich an diesem Knoten im Zentrum kreuzten. Zu den vielen Schaulustigen, die die Arbeit interessiert verfolgten, gesellten sich auch die Schaffner der wartenden Bahnen in ihrer Uniform und den typischen Schaffnertaschen mit den sogenannten Galoppwechslern, die ihnen erlaubten, die Münzen für das Wechselgeld der Fahrscheine schnell und geschickt auszuzahlen. Der Autoverkehr schlängelte sich am Unfallort vorbei, keine Polizei war zu sehen. Etwa eine Stunde später stand die OEG wieder in den Schienen und konnte weiterfahren. Die Arbeiter rückten mit ihrem Werkstattwagen wieder in die Werkstatt ein, die Fahrgäste bestiegen die gestauten Wagons, das Spektakel war vorüber. Nur die Verkehrsmeister der Straßenbahn überlegten noch, wie sie die Bahnen am geschicktesten losschicken sollten, damit diese wieder fahrplanmäßig fuhren.“

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Heute alltägliche Normalität, damals nicht existent: Warmes Wasser aus der Leitung. Um zu baden, musste man erst einmal Wasser mit dem Kohleherd zum Kochen bringen und die Temperatur dann durch Zuschütten regeln. Ein zeitintensives Unterfangen! Wie das in Ihrer Familie vonstatten ging, erzählt uns unsere Fotografin Silke Kruse in der aktuellen Geschichte zum Bild. P.S.: Sie veröffentlichte dieses Foto übrigens schon in ihrem Buch über die 50er Jahre „Und doch war vieles ganz anders“.

Szene in einfacher Wohnungsküche Anfang der 50er-Jahre. 6-jähriges Mädchen sitzt in Zinkbadewanne, daneben seine Mutter. Einfachste Küchenausstattung mit Kohleherd - so wie damals häufig.

Kleines Mädchen in Zinkbadewanne, 1953   © Silke Kruse

„Das Bild hat mein inzwischen verstorbener Vater am 9. Januar 1953 aufgenommen (so genau hat er im Fotoalbum ‚Buch geführt‘). Abgebildet bin ich als 6-jähriges Kind sowie meine inzwischen verstorbene Mutter. Zu den traditionellen Regelmäßigkeiten der Nachkriegszeit gehörte auch im zerstörten Hamburg das ‚Bad am Sonnabend‘. Weil es in vielen Haushalten kein Badezimmer gab, wurde in der ohnehin engen und karg ausgestatteten Küche der Esstisch an die Seite gerückt und an seine Stelle eine Zinkwanne auf zwei kräftige Hocker gestellt. So wie auf unserem Foto aus dem Jahre 1953 sah es damals vielfach in Hamburg aus. Im Mittelpunkt stand der klassische Kohleherd. Wenn das Feuer brannte, hatte man immer warmes Wasser zur Verfügung. Mit einem Feuerhaken konnte man einzelne Eisenringe über der Kochstelle herausnehmen, so dass verschieden große Eisentöpfe direkt über der Flamme standen. Damit konnte dann die Wärme besser genutzt werden. Die Wanne wurde dann mit dem auf dem Kohleherd erhitzten Wasser gefüllt, das man durch das Zuschütten auf die richtige Temperatur brachte. Warmes Wasser aus der Leitung gab es nicht. Klar, dass man deshalb mit dem Wasser sparsam umging. So kam ein Kind nach dem anderen in dasselbe Wasser. Manchmal ging es auch gemeinsam in die Wanne. Das machte Spaß! Geweint wurde dann allerdings beim Haarewaschen, wenn das Seifenwasser durch den vor die Augen erhaltenen Waschlappen drang und brannte. Gewaschen wurde nämlich mit Kernseife. Erst wenn die Kinder dann im Bett waren, war die Mutter dran. Die Kinder durften sie ja nicht nackt sehen. Das war in Hamburg nicht anders als im übrigen Deutschland.“

Auf unserer Website haben wir für Sie ein Fotoalbum mit Bildern aus dem Jahr 1953 zusammengestellt. Außerdem finden Sie auf unserer Pinterest-Pinnwand Best of 50er Jahre die schönsten Motive aus dem Nachkriegsjahrzehnt.

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Ein Straßenhändler im Altstadtviertel Eminönu in Istanbul geht mit seinem Wagen über die Straße. An seinen Wagen sind verschiedene Plastikbehälter und waren gehangen, die er zum Verkauf anbietet.Blick vom Galataturm auf Straßenhändler mit ihren Wagen.Ein Straßenhändler im Altstadtviertel Eminönu in Istanbul bietet Limonaden zum Verkauf.Blick vom Galataturm auf Straßenhändler mit ihren Wagen.Zwei Kinder spielen an einem Gitter vor einem Fenster im Altstadtviertel Eminönu in Istanbul.Kinder im Altstadtviertel Eminönu, Istanbul, TürkeiZwei kleine Kinder sitzen auf einer Fensterbank im Altstadtviertel Eminönu in Istanbul. Das Fenster ist vergittert.Ein Kind sitzt im istanbuler Altstadtviertel Eminönu vor einer Mauer.Ein Alter Mann sitzt in Istanbul auf einem Platz und füttert Tauben.Zwei Männer sitzen am Boden und unterhalten sich im Altstadtviertel Eminönu in Istanbul.Ein Wartender Taxifahrer sitzt in seinem Auto und liest Zeitung in Istanbul im Stadteil Üksüdar.Verkehr auf der Zufahrtsstraße zur Galatabrücke.

Unser Timeline-Fotograf Raigro erzählt in unserer heutigen Geschichte zu den Bildern von seinen Fotoreisen nach Istanbul in den Jahren 1986 und 1988:

„Seit Ende der 70er Jahren bin ich Mitglied in dem Fotoclub FAC Mainleus / Kulmbach. Früher war ich auch sehr aktiv und beteiligte mich bei unzähligen Dia-Wettbewerben, sowohl bei internen als auch nationalen und internationalen Fotowettbewerben. Unser FAC war in Deutschland damals einer der erfolgreichsten Klubs, auch weil es im Verein viele sogenannte ‚Legionäre‘ gab, das waren solche Fotografen wie ich, die Mitglied im Verein waren, aber weit weg von Mainleus bei Kulmbach wohnten.

Der Grund, warum ich beim FAC Mitglied wurde, waren die vielen netten und unternehmungslustigen Fotofreunde im Verein, aber auch die internationalen Aktivitäten des FAC. Durch den sehr engagierten Vereinsvorsitzenden gab es Freundschaften zu vielen ausländischen Fotoclubs und auch immer wieder gemeinsame Reisen der Fotoclub-Mitglieder, um diese befreundeten Fotoclubs zu besuchen.

Ich konnte zwar nur gelegentlich an solchen Reisen teilnehmen, aber 1986 und 1988 war ich mit dabei, als wir einen befreundeten Fotoclub in Istanbul besuchten. Neben einigen Veranstaltungen beim Fotoclub war unser Hauptinteresse natürlich auch, die damals noch ziemlich orientalische Stadt zu besichtigen und zu fotografieren. Wir hatten vom Istanbuler Fotoclub mit Meral und Orhan zwei ortskundige Führer, die uns auch die fotografisch reizvollsten Orte zeigen sollten. Orhan kannte sich sehr gut aus und war ein guter Fotograf, aber leider war sein Englisch ziemlich dürftig – Türkisch verstanden wir aber nicht. Meral war eine Bekannte von ihm, die nicht so sehr an Fotografie interessiert war, aber sehr gut Englisch sprach und mit viel Freude die Dolmetscherin und Stadtführerin spielte.

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