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Unterwegs in M├╝nchen

Das Luitpold-Theater wirbt mit einer gro├čfl├Ąchigen Anzeige f├╝r den Film "Katja - Die ungekr├Ânte Kaiserin". Im Vordergrund stehen Autos mit dem f├╝r die amerikanische Besatzungszone typischen "AB"-Kennzeichen. Rechts im Hintergrund sieht man die Griechisch-Orthodoxe Salvatorkirche. Rumford-Lichtspiele am Reichenbachplatz in M├╝nchen, eines der ├Ąltesten Kinos in der Stadt. Eine dicht gedr├Ąngte Menschenmenge, die sich anl├Ąsslich der Faschingsfeierlichkeiten um die Mariens├Ąule auf dem Marienplatz versammelt hat. Eine Marktfrau verkauft in den Nachkriegsjahren Lebensmittel auf dem Viktualienmarkt in M├╝nchen. Trambahnen halten am Karlsplatz in M├╝nchen. Eine Mutter, ihre Tochter im Kinderwagen und eine Freundin beobachten G├Ąnse im Schlosspark Nymphenburg in M├╝nchen. G├Ąste sitzen an Tischen eines Caf├ęs in der Leopoldstra├če in M├╝nchen an einem sonnigen Tag. Ein uriger M├╝nchner in Sonntagstracht sitzt am Isarufer in M├╝nchen. Ein junger K├╝nstler raucht eine Zigarette neben seinem Gem├Ąlde in der Leopoldstra├če in M├╝nchen. Blick vom Rathausturm auf den M├╝nchner Marienplatz, der anl├Ą├člich der Olympischen Spiele 1972 und dem Bau der U- und S-Bahn gerade neu gestaltet wird. Das Olympiastadion und der Olympiapark in M├╝nchen w├Ąhrend der Sommerspiele 1972. Blick auf die Fassade des Einkaufszentrums Schwabylon im M├╝nchener Stadtteil Schwabing. Menschen im Biergarten am Chinesischen Turm im Englischen Garten Kinder stehen vor der Eisb├Ąrenanlage im Tierpark Hellabrunn in M├╝nchen. Cafe/Restaurant im Freien am Marienplatz Blick vom Riesenrad auf die Wiesn. Im Hintergrund sieht man die Paulskirche.

Oktoberfest, Schickeria, FC Bayern oder BMW – die Assoziationen, die mit M├╝nchen in Verbindung gebracht werden, sind schier unendlich. M├╝nchen hat in der Tat viel zu bieten, und das nicht erst seit der Olympiade 1972 und dem damit einhergehenden Bau der U-Bahn. In unserer neuen Fotoalben-Serie „Unterwegs in M├╝nchen“ zeigen wir Ihnen historische Aufnahmen von (mittlerweile) hippen Stadtteilen, geheimen Pl├Ątzen, beeindruckenden Geb├Ąuden und starken Pers├Ânlichkeiten, die unsere „Timeliner“ ├╝ber die Jahre mit unserer Community geteilt haben.

In unserem ersten Beitrag nehmen wir Sie mit auf eine historische Zeitreise quer durch vier Jahrzehnte M├╝nchner Stadtgeschichte. Sehen Sie in unseren Fotoalben, wie die M├╝nchner am zerst├Ârten Marienplatz Fasching gefeiert, die Sonne im Englischen Garten genossen, die Olympioniken bei den Wettk├Ąmpfen angefeuert und Eisb├Ąren im Tierpark Hellabrunn bestaunt haben.

M├╝nchen der 50er Jahre

M├╝nchen der 60er Jahre

M├╝nchen der 70er Jahre

M├╝nchen der 80er Jahre

Feierabendbier an der Isar, Kunst in den Pinakotheken, Bummeln auf der Auer Dult oder Wei├čwurstfr├╝hst├╝ck auf dem Viktualienmarkt – in „Minga“ sind den Aktivit├Ąten keine Grenzen gesetzt. In unserer neuen Serie ÔÇťUnterwegs in M├╝nchenÔÇŁ zeigen wir Ihnen die sch├Ânsten Pl├Ątze, die angesagtesten Stadtteile, die geschichtstr├Ąchtigsten Geb├Ąude und die urigsten Pers├Ânlichkeiten des bayerischen Millionendorfs. N├Ąchstes Mal dreht sich alles um das zerst├Ârte M├╝nchen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Magdeburger Original „Schlackaffe“, um 1865

Mit den Originalen ist es so eine Sache: Viele St├Ądte haben sie, doch kaum einer wei├č, wer diese Menschen sind, wo sie herkommen und was sie bewegt. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erz├Ąhlt uns Timeline-Mitglied Klopstock13, wer sich hinter dem Magdeburger Original „Schlackaffe“ verbirgt und womit er so seine Zeit verbrachte.

Das Magdeburger Original "Schlackaffe" sitzt auf seinem Lieblingsplatz um 1865 an der Elbe in Magdeburg, Kleiner Stadtmarsch,an der ehemaligen Schleuse mit Blick auf den Dom. Fotografiert um 1865 vom franz├Âsischen Fotografen Adolphe Braun (1812-1877).

Schlackaffe, um 1865   ┬ę Klopstock13

„Schlackaffe, dessen b├╝rgerlicher Namen nicht ├╝berliefert ist, nahm sich 1904 in einer Magdeburger Ausn├╝chterungszelle das Leben. Er war in ganz Magdeburg als Original bekannt, Kinder und Jugendliche riefen ihm ‚Schlackaffe‘ hinterher, da er sie zuvor ebenfalls so betitelt hatte. Von Fr├╝hjahr bis Herbst verkaufte er in der Magdeburger Johannisstra├če, bei der Johanniskirche, in der Elbe gefangene Krebse. Aber auch Aale fanden sich in seinen gro├čen Jackentaschen. Die Zoohandlungen der Stadt versorgte er mit Wasserfl├Âhen, z. B. aus der Kreuzhorst, wo er auch Schmetterlinge, Hirschk├Ąfer, Eidechsen, Fr├Âsche und Pflanzen f├╝r seine Kundschaft mitbrachte, die er meistens mit ‚Herr Doktor‘ ansprach. Geschlafen hat er im Rotehornpark im Bereich des heutigen Heinrich-Heine-Platzes 1 in der damaligen Kegelbahn von ‚Rischbieters Garten‘. Sein Lieblingsplatz, die ehemalige Schleuse, ist unweit seiner Schlafsst├Ątte und auch auf dem Foto zu sehen. Die Jungs im Bild blicken in seine Richtung und k├Ânnen jederzeit ‚Schlackaffe‘ rufen.“

In unserem Fotoalbum Magdeburg sehen Sie weitere historische Aufnahmen von der Stadt an der Elbe. Wenn Sie sich eher f├╝r „Originale“ interessieren, dann k├Ânnte sich ein Blick in unser Album M├╝nchner Pers├Ânlichkeiten lohnen.

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Mutter mit Sohn auf einer Wiese bei Resen├Âd, 1945

Was wie eine harmlose Dorfidylle aussieht, zeigt in Wahrheit Mutter und Sohn, nachdem sie einen britischen Luftangriff ├╝berlebten. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erz├Ąhlt Timeline-Mitglied HRath, was ihnen das Leben rettete und warum sie anschlie├čend nach Resen├Âd, einem Stadtteil von Gerzen bei Landshut, kamen.

Auf einer Wiese in der N├Ąhe von Resen├Âd/ Gerzen im niederbayerischen Landkreis Landshut, h├Ąlt eine Mutter ihren Sohn im Arm.

Mutter mit Sohn bei Resen├Âd, 1945   ┬ę HRath

„W├Ąhrend des Zweiten Weltkriegs wurde unsere Nachbarschaft in M├╝nchen-Schwabing von den Alliierten mit Bomben beschossen, da sich nicht weit von uns entfernt, in der Schellingstra├če 39/41, die Redaktion des V├Âlkischen Beobachters befand. Die Bombadierung geschah immer nach dem gleichen Muster: Erst kamen die Luftminen, dann die Brandbomben und die Sprengbomben. Ein englischer Fliegerangriff ist mir besonders im Ged├Ąchtnis geblieben. Das war im Jahr 1943, ich war ca. 5 Jahre alt. Es wurde ein Luftschutzalarm ausgel├Âst und meine Mutter und ich rannten in den Keller. Als wir ankamen, wurde die T├╝r hinter uns mit einem Holzriegel verschlossen. Wir sa├čen direkt hinter der T├╝r. Als nun die Engl├Ąnder ihre Luftminen abwarfen und diese auf dem Boden aufschlugen, erzeugten sie eine massive Druckwelle. Die T├╝r des Kellers wurde eingerissen und fiel auf meine Mutter, die mich im Arm hielt. Wir wurden begraben wie unter einem Sarg. Durch die Druckwelle riss den anderen Menschen im Keller die Lunge, meine Mutter und ich waren durch die umgest├╝rzte T├╝r gesch├╝tzt und ├╝berlebten als einzige. Nach ca. acht Stunden im Keller wurden wir geborgen. Ich h├Ątte nicht damit gerechnet, dass wir noch gerettet werden w├╝rden. Kurze Zeit sp├Ąter schrieb mein Vater einen Brief an bekannte Bauersleute, bei denen er w├Ąhrend des Ersten Weltkriegs gelebt hatte, und wir wurden nach Resen├Âd in Niederbayern evakuiert. Mit meinen Eltern habe ich nie ├╝ber diesen Vorfall gesprochen. Wenn sie mit Freunden dar├╝ber sprachen, habe ich immer den Raum verlassen.“

In unseren Fotoalben Zerst├Ârtes M├╝nchen und Zerst├Ârtes M├╝nchen in Farbe werden die Auswirkungen der Bombardierungen auf das M├╝nchner Stadtbild deutlich. Und auf unserer Pinterest-Pinnwand M├╝nchen, 50er Jahre sehen Sie, wie sich die Weltstadt mit Herz langsam aber sicher erholte.

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Familie feiert Weihnachten, 1962

Kurz vor dem Fest der Liebe lassen wir es uns nicht nehmen, Ihnen ein obligatorisches Weihnachtsmotiv zu pr├Ąsentieren ÔÇô dieses Mal von Timeline-Userin Fremmer, die uns von den gem├╝tlichen Punsch- und Keksrunden mit ihrer Familie erz├Ąhlt. Welche Rolle dabei ihre Tante gespielt hat, erfahren Sie in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Feierlaune gab es fast immer bei den Fremmers. Speziell wenn die Tante aus Stuttgart da war. Sie kam nicht zu oft, zu hohen Festtagen wie Weihnachten nat├╝rlich, brachte f├╝r Neffe und Nichte stets ein kleines besonderes Geschenk mit und war deshalb ein gern gesehener Gast. Und mit ihr Weihnachten zu feiern, das hie├č Punsch (hei├č und mit viel Alkohol nur f├╝r die Gro├čen) und dazu die unvermeidlichen Pl├Ątzchen, die erst jetzt gegessen werden durften. Daf├╝r dann bis Ostern. Selbst der Hund war da nicht mehr begeistert.

Familie feiert Weihnachten, 1962   ┬ę Fremmer

„Feierlaune gab es fast immer bei den Fremmers. Speziell wenn die Tante aus Stuttgart da war. Sie kam nicht zu oft, au├čer an hohen Festtagen wie Weihnachten, und brachte dann f├╝r Neffe und Nichte stets ein kleines besonderes Geschenk mit. Nat├╝rlich war sie deshalb ein gern gesehener Gast! Mit ihr Weihnachten zu feiern hie├č, Punsch zu trinken (hei├č und mit viel Alkohol, aber nur f├╝r die Gro├čen!) und dazu die unvermeidlichen Pl├Ątzchen zu essen, die erst jetzt angetastet werden durften ÔÇô daf├╝r aber dann bis Ostern.“

Weitere Eindr├╝cke, wie man in den 60ern Weihnachten gefeiert hat, gibt’s in unserem Fotoalbum Weihnachten, 60er Jahre. Bei Timeline Images auf Pinterest finden Sie au├čerdem eine Bildersammlung der sch├Ânsten Weihnachtsbr├Ąuche.

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Moodboard: Schnee

Hauptaugenmerk unseres neuen Moodboards: Mannigfaltige Schneestrukturen  ┬ę Cumbat, Aldiami

Jetzt, wo die kalte Jahreszeit hereingebrochen ist und es immer sp├Ąter hell und fr├╝her dunkel wird, muss man das beste aus seinen Tagen machen. Das lassen wir uns nicht zwei Mal sagen und wagen uns raus in die K├Ąlte, um die diversen Vorteile von schneebedeckten Landschaften auszunutzen – denn Skifahren, Rodeln oder Schneeschuhwandern l├Ąsst’s sich schlecht im Sommer. Bei sch├Ânstem Kaiserwetter beginnen wir unsere Skitour in den ├Âsterreichischen Alpen, w├Ąhrend unsere Blicke ab und zu auf die schneebedeckten Gipfel schweifen, die vor dem strahlend blauen Himmel emporragen. Da sag‘ noch mal einer, der Winter sei die dunkelste Jahreszeit!

In unserem Fotoalbum Sandformationen finden Sie au├čerdem Aufnahmen von weiteren Strukturen – diesmal aus Sand, denn man darf sich ja auch auf den Sommer freuen.

Als Inspiration f├╝r Ihre kreativen Projekte stellen wir in unserer neuen Serie monatlich thematisch, farblich und konzeptuell aufeinander abgestimmte Moodboards zusammen. Entdecken Sie unsere Fotos in neuen, ├╝berraschenden Zusammenh├Ąngen und st├Âbern Sie in unseren ausgew├Ąhlten Fotoalben nach Ihren Lieblingsbildern.

Jugendliche in F├╝rstenwalde, 1953

Drei Jugendliche spazieren auf einem Feldweg bei F├╝rstenwalde ÔÇô in unserer Geschichte zum Bild erz├Ąhlt Timeline-Fotograf Juergen, was hinter dem harmlosen Schlendern steckt und was (oder wer) ihn von einem Studium an der heutigen Filmuniversit├Ąt Babelsberg abhielt.

Drei junge M├Ąnner einer Fotogruppe der Oberschule F├╝rstenwalde auf einem Ausflug an einem Turm.

Jugendliche in F├╝rstenwalde, 1953   ┬ę Juergen

„Nachdem ich selbst die Anf├Ąnge der Fotokunst in einer Arbeitsgemeinschaft an der Oberschule in F├╝rstenwalde erlernt hatte, konnte ich dann noch als Oberprimaner Unterricht in Fotografie in der Station Junger Techniker sowie im Pionierhaus und der Oberschule geben. Es fanden sich immer junge Menschen, die sich f├╝r die Lichtbildnerei interessierten. Einer der drei Jungen, hier auf dem Bild vor den Wassert├╝rmen der Stadt, wurde sp├Ąter Kameramann bei der DEFA, nachdem er seine Ausbildung an der Hochschule f├╝r Filmkunst in Potsdam-Babelsberg absolviert hatte. Mir selbst wurde ein Studium dort durch die negative politische Beurteilung der FDJ-Schulgruppe 1954 verwehrt. Die Kopie dieser Beurteilung fand ich bei der Akteneinsicht in meinen Papieren der Bundesbeh├Ârde f├╝r die Stasi-Unterlagen in Berlin.“

 

 

Weitere Bilder rund ums Knipsen gibt’s in unserem Fotoalbum Fotografieren und Filmen und auf unserer Pinterest-Pinnwand Fotografie und Film Historisch. F├╝r DDR-Interessierte sind unsere Fotoalben DDR 50er Jahre, DDR – Alltagsleben und DDR – Erinnern genau das Richtige.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Z├Âgern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts k├Ânnen Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzuf├╝gen. Wir freuen uns auf Ihre pers├Ânliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Unsere Fotografen: Schneckes

Der stolze Blick einer Beduinenfrau. Beduine entspannt im Teehaus bei einer Zigarette. Witziges Posen eines Einheimischen. Beduine im Teehaus mit einem Kaffee und Shisha. Schwester mit ihren behinderten Bruder. W├Ąhrend die Gl├Ąubigen beten, hat sich der Zuckerb├Ącker schon positioniert. Auch die jungen M├Ądchen sind voller Vorfreude. Ein Mann sitzt alleine vor einem Teehaus in der syrischen Stadt Deir ez-Zor. Ein Mann zieht Fladenbrot auf einem Karren hinter sich her. Ein Mann verkauft Stangeneis am Stra├čenrand in Torkham, Pakistan. Stra├čenh├Ąndler verkaufen vom Handkarren aus Melonen. W├Ąhrend in der Moschee gebetet wird, ist der Metzgerladen neben dem Eingang verwaist, nur Kinder "bewachen" ihn Ein Indio-M├Ądchen schnitzt w├Ąhrend des Viehh├╝tens einen K├╝rbis in der Stadt Huancayo in Peru. Ank├╝ndigung des Konzert von Bob Dylan auf dem Zeppelinfeld in N├╝rnberg in einer Zeitung. Die Schlagzeile lautet:"Bob Dylan - Ein Mythos erscheint seinen J├╝ngern". Blick ├╝ber das Publikum vor einem Auftritt von Bob Dylan auf dem Zeppelinfeld in N├╝rnberg. Ein einzelner Arbeiter montiert die Sitze im M├╝nchner Olympiastadion. Arbeiter montieren Platten auf dem M├╝nchner Olympiastadion. Siegesgewissheit vor dem Spiel Das Wappen der Confraternitas Mortis et Orationis Proteste f├╝r die Black Panther-Bewegung und gegen den Vietnamkrieg vor dem Heidelberger Amerikahaus.

Unser Fotograf Ulrich Schneckenberger, bei Timeline Images auch bekannt unter seinem Pseudonym Schneckes, durfte schon fr├╝h mit der hei├čgeliebten Kamera seines Vaters, einer Ikonta mit Lederbalg, herumexperimentieren. Daraufhin zog ihn das Fotografieren so sehr in seinen Bann, dass er von seinem Konfirmationsgeld eine Spiegelreflexkamera kaufte, sein Taschengeld f├╝r Filme und Entwicklungskosten ausgab, seine Ausr├╝stung mittels Ferienjobs vervollst├Ąndigte und eine Dunkelkammer einrichtete.

W├Ąhrend seines Sport- und Mathestudiums an der Universit├Ąt Heidelberg verfolgte er sein Hobby intensiv weiter, und das sogar ziemlich erfolgreich: Ulrich Schneckenberger war Assistent f├╝r Fotografie am Sportinstitut, ver├Âffentlichte Bilder in Zeitungen und nahm an Fotowettbewerben teil, bei denen er mindestens einmal den ersten Platz errang. Au├čerdem stellte er 1977 und 1978 seine Bilder bei zwei Gemeinschaftsausstellungen mit weiteren regional bekannten K├╝nstlern und Fotografen in Heidelberg aus. Mit der Zeit merkte Schneckes, dass er Menschen gerne in Alltagssituationen, neudeutsch Street Photography genannt, ablichtete. Die meisten seiner Portraits entstanden auf seinen Reisen nach Asien (auf dem Landweg nach Pakistan, Indonesien und Thailand) und S├╝damerika (Brasilien, Paraguay, Bolivien, Peru und Ecuador) sowie im s├╝dlichen Europa (Frankreich, Spanien, Portugal und Italien). Daneben fotografierte er auch das Geschehen rund um Heidelberg und in Deutschland.

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Europapokalspiel in M├╝nchen, 1972

Bei den ganzen Details, die nach und nach durch die Enth├╝llungsplattform Football Leaks ans Licht kommen, fragt sich manch eine/r bestimmt, ob die Vermarktung des Profifu├čballs schon immer so ein undurchsichtiges und teilweise korruptes Gesch├Ąft war. Wie dem auch sei, Fu├čball ist die beliebteste Sportart in Deutschland und zieht tagt├Ąglich Millionen Menschen in seinen Bann ÔÇô so auch Timeline-Mitglied Schneckes. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erz├Ąhlt er, was er bei dem Europapokalr├╝ckspiel zwischen dem FC Bayern M├╝nchen und Galatasaray Istanbul am 27. September 1972 in M├╝nchen erlebte.

Beckenbauer wartet auf den Schiedsrichterpiff

Warten auf die Freigabe   ┬ę Schneckes

Beckenbauer l├Ąuft an.

Anlauf   ┬ę Schneckes

Beckenbauer f├╝hrt aus. Torwart ohne Reaktion

Tor!   ┬ę Schneckes

„Der erste nacholympische H├Âhepunkt im Olympiastadion von M├╝nchen war sicherlich das Europapokal-R├╝ckspiel des 1. FC Bayern M├╝nchen gegen Galatasaray Istanbul am 27. September 1972. Das Olympiastadion war ausverkauft, denn nach dem 1:1 Hinspiel war Spannung angesagt. Ich hatte einen Platz neben dem Marathontor. Leider, aus fotografischer Sicht, weit weg vom Geschehen auf dem Rasen. In der zweiten Halbzeit war ich mutig und sprang ├╝ber die Br├╝stung hinunter ins Stadion und lief frech hinter das Tor vom Galatasaray-Keeper Yasin ├ľzdenak. Ich hatte Gl├╝ck. Erstens, weil mich die Sportfotografen gew├Ąhren lie├čen (die Aussage: ‚ich mache nur private BilderÔÇŽ‘ schien sie zu beruhigen), und zum anderen, weil jetzt drei weitere Tore fielen. Gerd M├╝ller und Franz Roth erzielten Tore aus dem Spiel heraus und Franz Beckenbauer verwandelte souver├Ąn einen ÔÇ×ElferÔÇť, direkt vor meinem Objektiv! Gegen Ende des Spiels kamen dann doch Ordner und f├╝hrten mich zur├╝ck auf die R├Ąnge. Auch gut, so konnte ich die fahnenschwingenden Fans einfangen, die das 6:0 ├╝bergl├╝cklich bejubelten.“

Weitere Aufnahmen vom beliebtesten Ballsport (zumindest in Deutschland) gibt es in unseren Fotoalben Fu├čball Historisch oder auf unserer Pinterest-Pinnwand Fu├čball.

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Erster motorisierter Flug in Deutschland, 1908

Am kommenden Sonntag vor 100 Jahren setzte Technikpionier Hans Grade einen Meilenstein in der deutschen Fluggeschichte, als er mit seinem selbst gebauten „Flugzeug“ auf dem Cracauer Anger in Magdeburg abhob. Timeline-Mitglied Klopstock13 beschreibt dieses denkw├╝rdige Ereignis in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Hans Grade am 02. November 1908 beim ersten motorisierten Flug in Deutschland auf dem Kleinen Cracauer Anger in Magdeburg in seinem selbst gebauten Dreidecker mit Sechs-Zylinder Zweitaktmotor.

Erster motorisierter Flug in Deutschland, 1908   ┬ę Klopstock13

„Am 28. Oktober 1908, einem Mittwoch, mittags 13:45 Uhr, schrieb Hans Grade mit seinem Dreidecker auf dem Magdeburger Kleinen Cracauer Anger deutsche Fluggeschichte. Erstmals hob sein einmotoriger Dreidecker mit Sechs-Zylinder Zweitaktmotor beim vierten Versuch nach 100 Metern Anlauf, 25 Meter vor seiner Abfahrtstelle, die in dem Abhang einer kleinen Mulde bestand, etwa ein Meter in die H├Âhe ab, um pl├Âtzlich acht Meter anzusteigen. Die durchfliegende Strecke betrug 50-60 Meter bei einer Anfahrgeschwindigkeit von etwa 40km/h. Ein unbekannter Fotograf hielt am 28. Oktober 1908 dieses historische Ereignis fest.“

Weitere Aufnahmen von den Fahrzeugen der L├╝fte gibt es in unseren Fotoalben Historische Flugapparate und Best of Flugzeuge.

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