Ausstellung – Das bedrohte Paradies

Frühe Kunstfotografie von Heinrich Kühn

zu_Heinrich Kühn_Presse_FotoDie Farbfotografie erlebte bereits vor dem Ersten Weltkrieg eine erste Blütezeit. Zu den Pionieren der Fotografie in Deutschland gehörte neben Alfred Stieglitz und Edward Steichen der Fotokünstler Heinrich Kühn. Zusammen erprobten sie 1907 das Autochrom-Verfahren, bei dem Farbfotos mit einer einzigen Aufnahme erstellt werden. Die Magie dieser frühen Fotografien wird nun durch das Ausstellungs- und Filmprojekt „Das bedrohte Paradies“ erschlossen. Die Autochrom-Fotos von Heinrich Kühn, die sein Hauptwerk darstellen, lagerten bisher in Archiven und werden nun erstmals als originalgetreue Glasprints ausgestellt.

Parallel zur Schau informiert ein Dokumentarfilm, der in einer Videoinstallation gezeigt wird, über Leben und Werk Heinrich Kühns und die frühe Kunstfotografie. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte die Kultur in Deutschland eine innovative Phase, vielfältige neue gesellschaftliche und kulturelle Bewegungen entwickelten sich parallel und beeinflussten sich gegenseitig. Kühns Bilder spiegeln die Aufbruchstimmung dieser Zeit und sind auch Ikonen der Sehnsucht des Bürgertums nach Harmonie und Natürlichkeit. In dem Dokumentarfilm berichten die Enkel Kühns von ihren Kindheitserinnerungen an den Fotografen.

Ausstellung und Videoinstallation gehen nach der ersten Station im Schloss Tirol in Meran/Südtirol auf Tour, der Dokumentarfilm soll außerdem auf Festivals und in Programmkinos in Deutschland und Österreich gezeigt werden.
31.5.-27.7.2014, Schloss Tirol, Südtirol

Hier finden Sie Fotos um 1907 von Timeline Images.

© ÖNB, Bildarchiv, Wien / Digitalisierung: ISP–Graz, C. Cichocki

 

 

 

 

 

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