Glaubensbrüder in Rom, 1975

Prozessionen an christlichen Feiertagen sind vor allem in Bayern keine Seltenheit man denke nur an die Fronleichnamszüge, die Jahr für Jahr durch viele bayerische Städte ziehen. Doch was Timeline-Fotograf Schneckes während der Karwoche in Rom erlebte, war selbst für ihn wie eine Begegnung mit einer anderen Welt. Was die inbrünstig singenden Ordensleute der Bruderschaft „Confraternitas Mortis et Orationis“ so außergewöhnlich machte, lesen Sie in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Ein Bruder beim Gesang

Glaubensbruder in Rom, 1975 © Schneckes

„1975 besuchte ich Rom während der Karwoche. Auf dem Weg zum Vatikan sah ich, dass sich vor der Chiesa di Santa Maria Menschen sammelten und sich zu einer Prozession aufstellten. Es waren Ordensleute der Bruderschaft ‚Confraternitas Mortis et Orationis‘, die wohl in Monterosso (Cinque Terre) beheimatet waren. Alle waren in schwarzen Kutten gekleidet, bis auf die wenigen Oberen der Bruderschaft, die einen weißen Ornat trugen. Manche der Gesichter wurden von spitze Kapuzen verdeckt. Der Großteil der Teilnehmer waren Männer und Jugendliche. Aber auch einige Kinder waren dabei, begleitet von Frauen mit Blumensträußen, den weißen ‚Madonnen-Lilien‘. In der Mitte der Kolonne wurde ein riesiges, schwarzes Banner mitgeführt. Die Menschen in den schwarzen Kutten, die dumpfen Trommelschläge und der eintönige Singsang der Chorknaben erzeugte eine beklemmende, unwirkliche Atmosphäre. Die Ordensoberen in ihrem kontrastierenden Weiß steigerten das Surreale der Situation noch. Im Dom, hinter dem Ziborium bei der Cathedra Petri, versammelten sich die Gläubigen zur heiligen Messe. Nach der heiligen Kommunion formierte sich die Bruderschaft zum Auszug. Am Petersplatz zeichnete sich in den Gesichtern der Touristen Befremden und Unverständnis über dieses ungewöhnliche Glaubensspektakel ab.“

In unserem Fotoalbum Ostern gibt es weitere Aufnahmen des christlichen Glaubensfests. Und mit der Pinterest-Pinnwand Grün werden Sie optimal auf den Frühling eingestimmt.

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Unterwegs in München: Oktoberfest

Filip Kester Zwillingschau auf dem Oktoberfest in München. 1920-1939 Historisch, Oktoberfest, Vor einem Bierzelt bieten Frauen Brezeln zum Verkauf an. Hanns Hubmann - Erschienen in: 'Berliner Illustrirte Zeitung' 41/1936 Originalaufnahme im Archiv von ullstein bild Blick auf die Ammer Hühnerbraterei auf dem Oktoberfest in München. Besucher beim Feiern im Paulaner Zelt auf dem Münchner Oktoberfest. Hofbräuzelt Für jede Größe die passende Wiesn Brezn ... Ein kleines Mädchen beißt genüßlich in eine riesige Zuckerwatte auf dem Oktoberfest. Zwei Kinder auf einem Motorrad mit Beiwagen auf dem Kinderkarussell, Oktoberfest 1959. Zwei lachende Kinder im Auto eines Fahrgeschäftes auf dem Oktoberfest in München. Ein junges Liebespaar an einem Tisch in einem Bierzelt auf der Theresienwiese in München. Die Unterhalter Biggi vom Schausteller Schichtl auf dem Münchner Oktoberfest. Ein keiner Junge schneidet mit einem Bierkrug in der Hand eine Grimasse auf dem Münchner Oktoberfest. Ein älterer Mann schläft auf einer Wiese neben seinem Hut auf dem Münchner Oktoberfest. Zwei Jungen laufen umarmt auf dem Oktoberfest in München. Gaudi beim Boxautofahren auf dem Oktoberfest. Kinder schauen ihrem Vater beim Schießen an einer Schießbude auf dem Münchner Oktoberfest zu. Leere Gassen und Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest-Gelände am Tag nach dem Attentat vom 26.09.1980. Auf dem Schild steht "Heute geschlossen", "Closed today" und "Aujourd'hui fermé". Kettenkarussell auf der Wiesn bei Dämmerung

Eine Fotoalbenserie über München wäre nicht vollständig ohne einen Beitrag über das wohl bekannteste Volksfest der Welt, dessen Weichen wohl im Jahr 1810 erstmals gestellt wurden. Und so ziehen die Wiesn jedes Jahr stolze fünf bis sechs Millionen Besucher aus der ganzen Welt an, die bei Bier, Brezn, Hendl und Zuckerwatte die bayerische Gemütlichkeit feiern. Auch unsere Communitymitglieder befanden sich vor vielen Jahren unter den Gästen und hielten mit ihren Kameras fest, was heutzutage auf dem „traditionellen“ Oktoberfest, der Oidn Wiesn, fortgeführt wird.

Oktoberfest 1910er Jahre

Oktoberfest 20er Jahre

Oktoberfest 30er Jahre

Oktoberfest 40er Jahre

Oktoberfest 50er Jahre

Oktoberfest 60er Jahre

Oktoberfest 70er Jahre

Oktoberfest 80er Jahre

Feierabendbier an der Isar, Kunst in den Pinakotheken, Bummeln auf der Auer Dult oder Weißwurstfrühstück auf dem Viktualienmarkt – in „Minga“ sind den Aktivitäten keine Grenzen gesetzt. In unserer neuen Serie “Unterwegs in München” zeigen wir Ihnen die schönsten Plätze, die angesagtesten Stadtteile, die geschichtsträchtigsten Gebäude und die urigsten Persönlichkeiten des bayerischen Millionendorfs. In unserem nächsten Beitrag geht es um die Menschen, die das Stadtbild prägten und prägen.

Martin Walser in Regensburg, 1963

Am kommenden Sonntag feiert einer der wohl bekanntesten deutschen Schriftsteller seinen 92. Geburtstag – Martin Walser. Unser Fotograf Hubertus Hierl konnte Walser während einer Lesung vor mehr als 50 Jahren ablichten und erzählt in unserer aktuellen Geschichte zum Bild eine kleine Anekdote dieser Begegnung.

Der Schriftsteller Martin Walser während einer Lesung in Regensburg.

Walser in Regensburg, 1963  © Hubertus Hierl

„Pressekonferenz mit Martin Walser vor einer Lesung, initiiert von der Atlantis-Buchhandlung in Regensburg – damals bereits eine Institution, heute eine Legende. Fred Strohmaier, der Inhaber, hat mich zu dem Termin eingeladen. Die Signatur in Walsers Buch Ein Flugzeug über dem Haus belegt es: Wir schreiben den 12. November 1963. Martin Walser – damals gerade mal 36 Jahre alt, Aussehen jugendlich, macht einen eher schüchternen Eindruck, starker Raucher, die Literatur sein Zuhause. Martin Walser – damals schon berühmter Suhrkamp-Autor: 1960 erscheint sein schwergewichtiger Roman Halbzeit, 1961 Der Abstecher, 1962 Eiche und Angora. Martin Walser – damals schon mit Preisen überhäuft: 1955 Preis der Gruppe 47, 1957 Hermann Hesse-Preis, 1962 Gerhart Hauptmann-Preis. Als Fotograf bekommt man nicht viel mit, worüber gesprochen wird. Man ist zu sehr in die Arbeit vertieft. Jedoch erinnere ich mich noch gut an die erste tiefschürfende Frage, die die damalige Star-Journalistin der Mittelbayerischen Zeitung, Eva Röhrich (was ist nur aus ihr geworden?), an Martin Walser stellt: ‚Womit schreiben Sie, Herr Walser?‘ Die Antwort kam prompt: ‚Mit einem Kugelschreiber.‘ Ja, mit solch Fragen versuchte man damals, sich einem Schriftsteller zu nähern. Heute stellt man Martin Walser ganz andere Fragen.“

Alle Bilder von Hubertus Hierl sehen Sie in unserer Bildergalerie. Und in unserem Fotoalbum Lesende Menschen, 60er Jahre können Sie andere Menschen beim Schmökern betrachten.

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Unterwegs in München: Die Au

Am Paulanderplatz 13 in der Au in München. Trödel liegt auf der Straße vor dem Haus. Da es in diesem Stadtteil keine Kanalisation gibt, werden die Abwässer und Abfälle in den Mühlbach von Au geleitet. Kinder spielen im Mühlbach in der Münchner Vorstadt Au. Menschen auf der Quellenstraße in München-Au. Im Hintergrund die Mariahilfkirche. Drei Männer bei der Arbeit in einer Wagenschmiede in München-Au. Blick auf ein Wohnhaus am Auer Mühlbach in München Au, links die alte Papierfabrik. Eine alte Frau sieht sich auf der Münchner Auer Dult auf dem Mariahilfplatz angebotenes Geschirr an. Ein Mann an einem Brunnen in der Quellstraße in München, nahe der Rosenheimerstraße. Blick auf einen Stand auf dem Markt, der alle Arten von Tonkrügen und Tontöpfen verkauft. Eine Verkäuferin berät einen Herrn (undatierte Aufnahme). Eine Frau beim Wäscheaufhängen im Münchner Stadtteil Au. Ein älterer Mann sucht auf der Auer Dult in München nach brauchbarem Trödel. Eine ältere Trödelverkäuferin auf der Auer Dult wartet auf Kundschaft. Ein Karren mit Schildern während des Aufbaus der Auer Dult in München. Zwei Frauen betrachten Porzellan und Geschirr auf dem Auer Geschirrmarkt in München. Eine alte Frau mit Handtasche betrachtet Gemälde an einem Verkaufsstand auf der Kirchweih-Dult in Au in München. Frauen betrachten Keramik an einem Stand auf der Herbst-Dult in Au vor der Mariahilfkirche in München. Eine junge Frau mit Kopftuch und Handtasche begutachtet den Trödel an einem Verkaufsstand auf der Auer Dult im Herbst.

Im dritten Teil unserer Fotoalbenserie „Unterwegs in München“ geht’s in die Au: Durch die dreimal jährlich stattfindende Dult über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, hat die Au noch mehr zu bieten als Teller, Tassen und Trödel. Das Münchner Original Karl Valentin erblickte hier das Licht der Welt, das Starkbierfest am Nockherberg zieht jährlich tausende Besucher an und Wassermühlen im Auer Mühlbach dienen nach wie vor fleißig der Energiegewinnung. Tauchen Sie ein in die Historie des traditionellen Münchner Viertels und stöbern Sie in unserem Fotoalbum in einem Jahrhundert Stadtteilgeschichte.

Die Au in München

Feierabendbier an der Isar, Kunst in den Pinakotheken, Bummeln auf der Auer Dult oder Weißwurstfrühstück auf dem Viktualienmarkt – in „Minga“ sind den Aktivitäten keine Grenzen gesetzt. In unserer neuen Serie “Unterwegs in München” zeigen wir Ihnen die schönsten Plätze, die angesagtesten Stadtteile, die geschichtsträchtigsten Gebäude und die urigsten Persönlichkeiten des bayerischen Millionendorfs. Nächstes Mal präsentieren wir Ihnen einen Querschnitt durch 80 Jahre Münchner Oktoberfest.

Kinderfasching in München, um 1949

Am heutigen Faschingsdienstag kommen wir natürlich nicht darum herum, Ihnen eine närrisch angehauchte Geschichte zum Bild zu erzählen. Timeline-Fotograf HRath (4. von links) teilt seine Karneval-Kindheitserinnerungen mit uns und gibt einen klitzekleinen Einblick, wie er und seine Freunde das Feiern der 5. Jahreszeit im München nach dem Zweiten Weltkrieg erlebt haben.

Verkleidete Kinder feiern Fasching in München.

Kinderfasching in München, um 1949   © HRath

„Die Hose von meinem Faschingskostüm nähte meine Mutter aus einem alten Kartoffelsack. Wir kletterten über die Ruinen und suchten die Keller nach interessanten Gegenständen ab. Einmal wurden meine Freunde und ich von drei uniformierten Amerikanern angesprochen. Die Soldaten filmten uns in den Ruinen für die amerikanische Wochenschau und schenkten uns drei Tafeln Schokolade.“

In unserem Fotoalbum Fasching und Karneval gibt’s noch mehr Aufnahmen von Jecken und Narren. Und wenn Sie sich für die Verkleidungsgewohnheiten vor dem Zweiten Weltkrieg interessieren, dann werfen Sie doch mal einen Blick in unser Album Fasching, 30er Jahre.

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Moodboard: Blätter

 Bald zeigen die Bäume ihr prächtiges Gewand – auch auf unserem Moodboard „Blätter“ © Juergen, MargretDwo, keberlein

Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide – die freudigen Zeilen, die Paul Gerhardt einst dichtete, man kann sie nachempfinden. Der Wind bläst keinen Schnee mehr ins Gesicht, die Tage werden länger und an den Bäumen zeigt sich das erste Grün: Der Frühling, er lässt noch etwas auf sich warten, und kündigt sich doch mit ersten Zeichen an. Bald beginnt es ringsum zu blühen und zu grünen, das Grau der kahlen Felder und Wälder verschwindet und macht satten Farben Platz. Cafés stellen ihre Tische nach draußen, und wer bislang nach jedem Sonnenstrahl Ausschau hielt sucht bald im Biergarten ein schattiges Plätzchen unter dem Blätterdach von Buchen und Platanen.

Auf unserer Pinterest-Pinnwand Farbenfroh finden Sie weitere frühlingshafte Motive.

Als Inspiration für Ihre kreativen Projekte stellen wir in unserer neuen Serie thematisch, farblich und konzeptuell aufeinander abgestimmte Moodboards zusammen. Entdecken Sie unsere Fotos in neuen, überraschenden Zusammenhängen und stöbern Sie in unseren ausgewählten Fotoalben nach Ihren Lieblingsbildern.

Unterwegs in München: Nachkriegszeit

Am Morgen nach der Bombennacht im Sommer 1944 in München bringt eine Frau Dinge aus ihrem Haus in Sicherheit, darunter ein Kruzifix. Ruinen an der Münchner Augustinstraße nach Kriegsende. Im Hintergrund die Josefkirche. Zwei Männer transportieren neu hergestellte Särge auf einem Handwagen durch die Straßen Münchens. Die Särge sind für dei möglichen Opfer, die der harte und kalte Winter im kriegszerstörten München bringen kann, bestimmt. Schuttberg vor dem Wittelsbacher Palais in München, dem ehemaligen GESTAPO-Hauptquartier. Aufräumarbeiten am Münchner Marienplatz nach Kriegsende. Der bayerische Löwe vom Münchner Siegestor an einem Trümmhaufen lehnend. Das herabgestürzte Kruzifix in den Trümmern der schwerstbeschädigten Frauenkirche nach einen der letzten alliierten Luftangriffe auf München. Häuserruinen in der Augustenstraße nach Kriegsende. Menschen bei der Trümmerbeseitigung nach einem alliierten Bombenangriff im Frühjahr 1945 an der Kreuzung Schellingstraße Schraudolphstraße in Schwabing. Im Hintergrund die zerstörte Neue Pinakothek. Zwei Frauen stehen am Königsplatz in München (undatierte Aufnahme). Vom Zweiten Weltkrieg zerstörte Gebäude in München (undatierte Aufnahme). Die Alte Pinakothek vom Zweiten Weltkrieg zerstört (undatierte Aufnahme). Der vom Zweiten Weltkrieg zerstörter Elisabethplatz in München. Im Hintergrund sieht man die Fassade des Gisela-Gymnasiums (undatierte Aufnahme). Vom Krieg zerstörte Statuen vor der Alten Pinakothek in München. Die alleinstehende Statue ist der "Rossebändiger" von Hermann Hahn (1931). Nach dem Krieg steht eine Familie vor einer im Zweiten Weltkrieg zerstörten Landschaft in München. Vor dem Geschäft eines Fotografen in München stehen Menschen an, um für die neuen Personalausweise Fotos machen zu lassen. Eine junge, lachende Frau im Bikini wird auf einer Liege im Garten mit Wasser aus einer Gießkanne abgekühlt. Ein Vater mit seinen beiden Kindern in einem Innenhof, in dem noch Berge von Schutt liegen.

Im zweiten Teil unserer Fotoalbenserie „Unterwegs in München“ zeigen wir Ihnen die eindringlichsten und beeindruckendsten Aufnahmen vom zerstörten München nach dem Zweiten Weltkrieg: Von der Alten Pinakothek ist nur ein Schutthaufen übrig, der Marienplatz wirkt wie ausradiert und eine Löwenstatue reckt einsam ihren Hals aus den Trümmern des Wittelsbacher Palais‘. Doch langsam aber sicher kehrt so etwas wie Alltag und Normalität zurück: Bürgerinnen und Bürger stehen Schlange, um Fotos für die neuen Personalausweise anfertigen zu lassen, Familien machen Ausflüge in den Tierpark Hellabrunn und Kinder, verkleidet als Cowboys und Indianer, posieren in ihren Faschingskostümen vor Ruinen.

Zerstörtes München

Zerstörtes München in Farbe

München in Trümmern

München in der Nachkriegszeit

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Opel vor einem Haus, 60er Jahre

Kurz und knackig ist unsere neue Geschichte zum Bild, aber dafür umso witziger, wenn man sich in die Situation hineinversetzt. Timeline-Userin Matja erzählt uns nämlich von den Fahrtkünsten ihrer Oma, die bis kurz vor der Abgabe ihres Führerscheins makellos blieben  aber eben nur bis da.

Menschen sitzen in einem weißen Opel vor einem hölzernen Haus mit Blumen vor den Fenstern.

Opel vor einem Haus, 60er Jahre   © Matja

„Meine Oma war die Einzige in der Familie, die einen Führerschein hatte, deshalb musste sie immer alle herumkutschieren. Mit Anfang 70 hat sie ihren Führerschein abgegeben – sie war der Meinung, dass sie nun genug gefahren ist. Einen Tag vor Abgabe bekam sie ihr erstes und einziges ‚Knöllchen‘  sehr zur Belustigung der gesamten Familie.“

In unseren Fotoalben Opel, 60er Jahre finden Sie weitere Aufnahmen von schnittigen Schlitten. Und wenn Ihnen der Stil der 60er taugt, ist unser Album Design, 60er Jahre genau das Richtige für Sie.

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Rückzug des Heeres aus der Ukraine, 1943

In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt Timeline-User Lanninger von der Wehrmachtszeit seines Bruders, die ihn von München über Garmisch-Partenkirchen bis in die Ukraine und nach Berlin gebracht hat.

Soldaten auf einem Eisenbahnwaggon

Rückzug des Heeres aus der Ukraine, 1943   © Lanninger

„Mein Bruder, Jahrgang 1924, hat mir ein paar Bilder aus seiner Zeit bei der Hitlerjugend, seiner Wehrpflicht, vom Rückzug als Soldat aus der Ukraine und schließlich aus einem Lazarett in Berlin hinterlassen. Nach seiner Schlosserlehre im Reichsbahn-Ausbesserungswerk in München-Freimann wurde er 1941, als 17-Jähriger, zum Dienst bei der Hitlerjugend verpflichtet. Ein Jahr später wurde er zur Wehrpflicht eingezogen. Die nachfolgende, verkürzte Grundausbildung dauerte etwa ein Jahr, ehe er, etwa im April 1943, als Soldat beim Heer zum Führereid verpflichtet wurde und anschließend in eine Münchner Kaserne einrückte. Im Juli 1943 war mein Bruder dann in „Nikolajew“ in der Süd-Ukraine (Donezbecken) im Einsatz, woraus man schließen kann, dass er in der Heeresgruppe Süd eingegliedert war. Die Hauptaufgaben seines „Trupps“ waren das Zerstören von Straßen, Brücken und Eisenbahnlinien, um den nachfolgenden russischen Truppen den Vormarsch zu erschweren. Das obige Bild zeigt, dass sich die Heeresgruppe Süd vom 9. September bis zum 15. November 1943 auf dem Rückzug bis zum Fluss „Dnepr“ befand. Auf dem weiteren Rückzug durch Westgalizien (Südpolen) wurde mein Bruder schwer verwundet und landete schließlich an Weihnachten 1944 in einem Lazarett in Berlin-Treptow.“

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