Jugendliche in Fürstenwalde, 1953

Drei Jugendliche spazieren auf einem Feldweg bei Fürstenwalde in unserer Geschichte zum Bild erzählt Timeline-Fotograf Juergen, was hinter dem harmlosen Schlendern steckt und was (oder wer) ihn von einem Studium an der heutigen Filmuniversität Babelsberg abhielt.

Drei junge Männer einer Fotogruppe der Oberschule Fürstenwalde auf einem Ausflug an einem Turm.

Jugendliche in Fürstenwalde, 1953   © Juergen

„Nachdem ich selbst die Anfänge der Fotokunst in einer Arbeitsgemeinschaft an der Oberschule in Fürstenwalde erlernt hatte, konnte ich dann noch als Oberprimaner Unterricht in Fotografie in der Station Junger Techniker sowie im Pionierhaus und der Oberschule geben. Es fanden sich immer junge Menschen, die sich für die Lichtbildnerei interessierten. Einer der drei Jungen, hier auf dem Bild vor den Wassertürmen der Stadt, wurde später Kameramann bei der DEFA, nachdem er seine Ausbildung an der Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg absolviert hatte. Mir selbst wurde ein Studium dort durch die negative politische Beurteilung der FDJ-Schulgruppe 1954 verwehrt. Die Kopie dieser Beurteilung fand ich bei der Akteneinsicht in meinen Papieren der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen in Berlin.“

 

 

Weitere Bilder rund ums Knipsen gibt’s in unserem Fotoalbum Fotografieren und Filmen und auf unserer Pinterest-Pinnwand Fotografie und Film Historisch. Für DDR-Interessierte sind unsere Fotoalben DDR 50er Jahre, DDR – Alltagsleben und DDR – Erinnern genau das Richtige.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Unsere Fotografen: Schneckes

Der stolze Blick einer Beduinenfrau. Beduine entspannt im Teehaus bei einer Zigarette. Witziges Posen eines Einheimischen. Beduine im Teehaus mit einem Kaffee und Shisha. Schwester mit ihren behinderten Bruder. Während die Gläubigen beten, hat sich der Zuckerbäcker schon positioniert. Auch die jungen Mädchen sind voller Vorfreude. Ein Mann sitzt alleine vor einem Teehaus in der syrischen Stadt Deir ez-Zor. Ein Mann zieht Fladenbrot auf einem Karren hinter sich her. Ein Mann verkauft Stangeneis am Straßenrand in Torkham, Pakistan. Straßenhändler verkaufen vom Handkarren aus Melonen. Während in der Moschee gebetet wird, ist der Metzgerladen neben dem Eingang verwaist, nur Kinder "bewachen" ihn Ein Indio-Mädchen schnitzt während des Viehhütens einen Kürbis in der Stadt Huancayo in Peru. Ankündigung des Konzert von Bob Dylan auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg in einer Zeitung. Die Schlagzeile lautet:"Bob Dylan - Ein Mythos erscheint seinen Jüngern". Blick über das Publikum vor einem Auftritt von Bob Dylan auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg. Ein einzelner Arbeiter montiert die Sitze im Münchner Olympiastadion. Arbeiter montieren Platten auf dem Münchner Olympiastadion. Siegesgewissheit vor dem Spiel Das Wappen der Confraternitas Mortis et Orationis Proteste für die Black Panther-Bewegung und gegen den Vietnamkrieg vor dem Heidelberger Amerikahaus.

Unser Fotograf Ulrich Schneckenberger, bei Timeline Images auch bekannt unter seinem Pseudonym Schneckes, durfte schon früh mit der heißgeliebten Kamera seines Vaters, einer Ikonta mit Lederbalg, herumexperimentieren. Daraufhin zog ihn das Fotografieren so sehr in seinen Bann, dass er von seinem Konfirmationsgeld eine Spiegelreflexkamera kaufte, sein Taschengeld für Filme und Entwicklungskosten ausgab, seine Ausrüstung mittels Ferienjobs vervollständigte und eine Dunkelkammer einrichtete.

Während seines Sport- und Mathestudiums an der Universität Heidelberg verfolgte er sein Hobby intensiv weiter, und das sogar ziemlich erfolgreich: Ulrich Schneckenberger war Assistent für Fotografie am Sportinstitut, veröffentlichte Bilder in Zeitungen und nahm an Fotowettbewerben teil, bei denen er mindestens einmal den ersten Platz errang. Außerdem stellte er 1977 und 1978 seine Bilder bei zwei Gemeinschaftsausstellungen mit weiteren regional bekannten Künstlern und Fotografen in Heidelberg aus. Mit der Zeit merkte Schneckes, dass er Menschen gerne in Alltagssituationen, neudeutsch Street Photography genannt, ablichtete. Die meisten seiner Portraits entstanden auf seinen Reisen nach Asien (auf dem Landweg nach Pakistan, Indonesien und Thailand) und Südamerika (Brasilien, Paraguay, Bolivien, Peru und Ecuador) sowie im südlichen Europa (Frankreich, Spanien, Portugal und Italien). Daneben fotografierte er auch das Geschehen rund um Heidelberg und in Deutschland.

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Europapokalspiel in München, 1972

Bei den ganzen Details, die nach und nach durch die Enthüllungsplattform Football Leaks ans Licht kommen, fragt sich manch eine/r bestimmt, ob die Vermarktung des Profifußballs schon immer so ein undurchsichtiges und teilweise korruptes Geschäft war. Wie dem auch sei, Fußball ist die beliebteste Sportart in Deutschland und zieht tagtäglich Millionen Menschen in seinen Bann so auch Timeline-Mitglied Schneckes. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt er, was er bei dem Europapokalrückspiel zwischen dem FC Bayern München und Galatasaray Istanbul am 27. September 1972 in München erlebte.

Beckenbauer wartet auf den Schiedsrichterpiff

Warten auf die Freigabe   © Schneckes

Beckenbauer läuft an.

Anlauf   © Schneckes

Beckenbauer führt aus. Torwart ohne Reaktion

Tor!   © Schneckes

„Der erste nacholympische Höhepunkt im Olympiastadion von München war sicherlich das Europapokal-Rückspiel des 1. FC Bayern München gegen Galatasaray Istanbul am 27. September 1972. Das Olympiastadion war ausverkauft, denn nach dem 1:1 Hinspiel war Spannung angesagt. Ich hatte einen Platz neben dem Marathontor. Leider, aus fotografischer Sicht, weit weg vom Geschehen auf dem Rasen. In der zweiten Halbzeit war ich mutig und sprang über die Brüstung hinunter ins Stadion und lief frech hinter das Tor vom Galatasaray-Keeper Yasin Özdenak. Ich hatte Glück. Erstens, weil mich die Sportfotografen gewähren ließen (die Aussage: ‚ich mache nur private Bilder…‘ schien sie zu beruhigen), und zum anderen, weil jetzt drei weitere Tore fielen. Gerd Müller und Franz Roth erzielten Tore aus dem Spiel heraus und Franz Beckenbauer verwandelte souverän einen „Elfer“, direkt vor meinem Objektiv! Gegen Ende des Spiels kamen dann doch Ordner und führten mich zurück auf die Ränge. Auch gut, so konnte ich die fahnenschwingenden Fans einfangen, die das 6:0 überglücklich bejubelten.“

Weitere Aufnahmen vom beliebtesten Ballsport (zumindest in Deutschland) gibt es in unseren Fotoalben Fußball Historisch oder auf unserer Pinterest-Pinnwand Fußball.

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Erster motorisierter Flug in Deutschland, 1908

Am kommenden Sonntag vor 100 Jahren setzte Technikpionier Hans Grade einen Meilenstein in der deutschen Fluggeschichte, als er mit seinem selbst gebauten „Flugzeug“ auf dem Cracauer Anger in Magdeburg abhob. Timeline-Mitglied Klopstock13 beschreibt dieses denkwürdige Ereignis in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Hans Grade am 02. November 1908 beim ersten motorisierten Flug in Deutschland auf dem Kleinen Cracauer Anger in Magdeburg in seinem selbst gebauten Dreidecker mit Sechs-Zylinder Zweitaktmotor.

Erster motorisierter Flug in Deutschland, 1908   © Klopstock13

„Am 28. Oktober 1908, einem Mittwoch, mittags 13:45 Uhr, schrieb Hans Grade mit seinem Dreidecker auf dem Magdeburger Kleinen Cracauer Anger deutsche Fluggeschichte. Erstmals hob sein einmotoriger Dreidecker mit Sechs-Zylinder Zweitaktmotor beim vierten Versuch nach 100 Metern Anlauf, 25 Meter vor seiner Abfahrtstelle, die in dem Abhang einer kleinen Mulde bestand, etwa ein Meter in die Höhe ab, um plötzlich acht Meter anzusteigen. Die durchfliegende Strecke betrug 50-60 Meter bei einer Anfahrgeschwindigkeit von etwa 40km/h. Ein unbekannter Fotograf hielt am 28. Oktober 1908 dieses historische Ereignis fest.“

Weitere Aufnahmen von den Fahrzeugen der Lüfte gibt es in unseren Fotoalben Historische Flugapparate und Best of Flugzeuge.

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Lederhos‘ oder trachtenlos?

Die (un-)modische Wiesn in den 70er Jahren

Zwei Jungen laufen umarmt auf dem Oktoberfest in München. Gäste des Oktoberfests im Festzelt. Ein keiner Junge schneidet mit einem Bierkrug in der Hand eine Grimasse auf dem Münchner Oktoberfest. Ein älterer Mann raucht eine Zigarre inmitten von feiernden Menschen mit Bierkrügen in einem Festzelt auf dem Münchner Oktoberfest. Eine Frau in Dirndl tanzt auf dem Tisch in einem Festzelt. Feiernde Oktoberfestbesucher mit Trachtenhüten. Feiernde Oktoberfestbesucher im Festzelt. Ein Mann mit Sonnenbrille verlässt eine öffentliche Toilette während des Münchner Oktoberfestes. Kinder schauen ihrem Vater beim Schießen an einer Schießbude auf dem Münchner Oktoberfest zu. Ein junger Mann mit einem Bierkrug in der Hand vor einem Riesenrad auf dem Münchner Oktoberfest. Ein junges Paar fährt Autoscooter auf dem Oktoberfest. Gaudi beim Boxautofahren auf dem Oktoberfest. Freunde stehen auf dem Oktoberfest in einer Reihe.

Die Wiesn ist in vollem Gang, und wer heuer über die Theresienwiese strömt, kann sich ihnen nicht entziehen: Dirndl und Lederhosen, so weit das Auge reicht. Doch das war nicht immer so. Noch bis in die 2000er Jahre kamen erstaunlich viele Leute in zivil auf die Wiesn  was natürlich die berechtigte Frage zulässt, warum die Tracht das obligatorische Must-wear für Besucher aus nah und fern geworden ist. Unsere Timeline-Fotografen Schneckes, frittrang, nkarsten und Christoph zeigen mit ihren Aufnahmen, dass vor gar nicht allzu langer Zeit höchstens mal eine Feder eines Trachtenhuts aus der Menge im Bierzelt herauslukte oder man bei einer von geschätzt 200 Wiesnbesucherinnen schemenhaft die Grundzüge eines Dirndls erahnen konnte  heute wäre das kaum mehr vorstellbar.

Was denken Sie: Warum trägt man erst seit knapp 20 Jahren Tracht auf dem Oktoberfest?

Moodboard: Ebbe

Schnorchelausflüge, Wattwanderungen und außergewöhnliche Sandformationen  © hwh089, Juergen, Dillo

Das Meer entfaltet nicht nur im Sommer seinen Reiz. Getreu dieses Mottos brechen wir auf in unseren Urlaub am Wasser, genauer gesagt, an der Nordsee. Nach anstrengenden Schnorchelausflügen im Neoprenanzug genießen wir bei langen Spaziergängen im Watt die Einsamkeit und bewundern die künstlerisch anmutenden Formationen, die das Meer im nassen Sand hinterlassen hat. Wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und sind so abgelenkt, dass wir die ankommenden Wellen überhaupt nicht wahrnehmen. Und so wird im Nu aus unserer friedlichen Wattwanderung ein Sprint an das Nordseeufer.

Auf unserer Pinterest-Pinnwand „Ebbe“ finden Sie zusätzlich eine Sammlung der schönsten Motive.

Als Inspiration für Ihre kreativen Projekte stellen wir in unserer neuen Serie monatlich thematisch, farblich und konzeptuell aufeinander abgestimmte Moodboards zusammen. Entdecken Sie unsere Fotos in neuen, überraschenden Zusammenhängen und stöbern Sie in unseren ausgewählten Fotoalben nach Ihren Lieblingsbildern.

Stille Szenen des Oktoberfestes – by Raigro

Detailansichten und Impressionen vom Oktoberfest 1983 Detailansichten und Impressionen vom Oktoberfest 1983 Detailansichten und Impressionen vom Oktoberfest 1982 Detailansichten und Impressionen vom Oktoberfest 1983 Werbung für den Blauen Enzian auf dem Oktoberfest Das Bild einer Familie wirbt für den Flohzirkus auf dem Oktoberfest Detailansichten und Impressionen vom Oktoberfest 1982 Detailansichten und Impressionen vom Oktoberfest 1982 Blick vom Oktoberfest auf Paulskirche, Spezialitäten Detailansichten und Impressionen vom Oktoberfest 1982 Detailansichten und Impressionen vom Oktoberfest 1982 Detailansichten und Impressionen vom Oktoberfest 1982

Aus aktuellem Anlass – in zehn Tagen heißt es wieder „O’zapt is! – präsentieren wir Ihnen dieses Mal statt einer Geschichte zum Bild eine Auswahl aus der Bilderstrecke „Silent Scenes of Oktoberfest“ von unserem Fotografen Raigro. Er besuchte die Wiesn damals in den frühen Morgenstunden und in der Aufbauphase, weil er nicht die „belebte“ Wiesn, sondern Details der Buden, Achterbahnen und Karussells festhalten wollte. Die vollständige Bildserie erschien im Oktober 1983 im Journal der Photographic Society of America (PSA).

Dort heißt es, dass „bestimmte Szenen mit ihren leuchtenden, grellen Farben die Heiterkeit des Festes zu verkörpern scheinen, während andere, im harten Licht des Tages gesehen, die Isolation und Einsamkeit zu repräsentieren scheinen, die immer am Rande solcher Orte lauern.“ Außerdem, so die Verfasser des Beitrags weiter, könnten diese Bilder als nichts anderes gesehen werden als Übungen in harmonischen und komplementären Farben, die aus ihrem eigentlichen Kontext herausgenommen wurden, aber dennoch sehr typisch für das Münchner Oktoberfest seien.

Wenn Sie weitere historische Aufnahmen der Wiesn suchen, dann stöbern Sie doch ein wenig in unserer Datenbank. Alle Fotos von Raigro finden Sie außerdem auf seinem Timeline Images-Profil.

Mahnmal an der Mauer, 1967

Wenn man heute an die DDR zurückdenkt, kommen einem vor allem Trabis, Rotkäppchen-Sekt und die berühmt-berüchtigte Freikörperkultur in den Sinn. Dabei hatte die Deutsche Demokratische Republik auch sehr düstere Seiten: Menschen, die das Land verlassen wollten, wurden verhaftet oder niedergeschossen. So wie der Schüler Peter Fechter vor genau 56 Jahren, wie uns Timeline-Fotograf Hubertus Hierl in unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt.

Blumen am Mahnmal für dem am 17. August 1962 bei seinem Fluchtversuch von einem Grenzsoldaten erschossenen Peter Fechter in Berlin.

Mahnmal an der Mauer, 1967   © Hubertus Hierl

 „Berlin 1967, mitten im ‚Kalten Krieg‘. Sechs Jahre zieht sich nun schon die Mauer durch Berlin, sechs Jahre Trennung von Familien, sechs Jahre Feindseligkeit. Ich bin unterwegs entlang der Mauer, ein trostloses Bild reiht sich an das andere. Man begegnet kaum Menschen. Die Geschäfte sind verschwunden. Nahe dem Grenzübergang Checkpoint Charlie dann dieses Bild: Ein schwarzer Trauerflor befestigt an einem einfachen Holzpfahl. Ein Mahnmal. Ein Mahnmal, das tief berührt. Es ist das Mahnmal für den 18-jährigen Schüler Peter Fechter, der am 17. August 1962 bei einem Fluchtversuch über die Mauer von DDR-Grenzposten niedergeschossen wurde. Eine dreiviertel Stunde blieb er schwerverletzt an der Mauer liegen, ohne dass ihm geholfen wurde. Erst danach transportierten ihn DDR-Grenzposten ab. Die Nachrichtenagentur der DDR (ADN) meldete wenige Stunden später, der „Verbrecher“ sei in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen.“

Weitere Bilder gibt’s in unserem Fotoalbum DDR – Erinnern und auf unserer Pinterest-Pinnwand Deutsche Demokratische Republik.

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Melonenverkäufer in Syrien, 1988

Sengende Hitze, trockene Luft, kein Schatten in Sicht: Syrien in der Mittagszeit ist kein Zuckerschlecken. Das wussten damals auch die Bewohner von Deir ez-Zor. Was hingegen in den Abendstunden auf den Straßen los war, erzählt uns unser Fotograf und begeisterter Syrien-Tourist Schneckes in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Straßenhändler verkaufen vom Handkarren aus Melonen.

Melonenverkäufer in Syrien, 1988   © Schneckes

„Bei meiner Syrienreise 1988 wollte ich unbedingt an den Euphrat, einer der Wiegen der Menschheit. Also flogen wir um die Mittagszeit von Damaskus nach Deir al-Sour. Als dort die Flugzeugtüren geöffnet wurden, kam es mir vor, als ob jemand mit einem Heizgebläse die Insassen grillen wollte. Eine unvorstellbare Hitze. Vergeblich suchten wir in der sengenden Hitze nach Kühlung und Schatten. Die ganze Stadt war wie ausgestorben. Nur ein paar Jungs sprangen von der Brücke in den Fluss. Wie gerne wäre ich mitgesprungen! Im Teehaus saßen ein paar müde Alte herum. Wir beschlossen, diesen ‚lebensfeindlichen‘ Ort so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Wie groß war der Schreck, als wir erfuhren, dass der nächste Bus Richtung Palmyra erst in drei Tagen fuhr! Insgeheim verfluchten wir diesen Ausflug! Dann plötzlich, gegen 17 Uhr, öffneten sich Türen und Fenster. Menschen in bunter Vielfalt strömten in die Stadt. Beduinen, stolz und in bunten Gewändern, die Frauen teilweise mit traditionellen Tattoos, bevölkerten die Stadt. Fremde Gerüche, ein Leben und Lachen erfüllte Deir al-Sour. Das Treiben dauerte die ganze Nacht. Erst am nächsten Tag, als die Hitze wieder unerträglich wurde, wich erneut alles Leben aus der Stadt.“

Weitere spektakuläre Bilder aus Syrien gibt’s in unseren Fotoalben Damaskus, 80er Jahre, Syrien in Farbe, 80er Jahre und Syrien schwarzweiß, 80er Jahre.

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