Schlagwort-Archiv: Urlaub

Frau vor der Akropolis in Athen, 1969

Sonne, Regen, Schnee und Hagel…und das an einem Tag. Kein Wunder sind Regenschirme das nützlichste Accessoire in diesen bisher nicht so wonnehaften Maitagen. Doch es gibt ein wenig Trost: Selbst im sonnigen Griechenland macht der Wettergott ab und zu Faxen, wie uns Community-Mitglied Juergen in seiner Geschichte zum Bild erzählt.

Frau vor der Akropolis in Athen, 1969 © Juergen

„Da es regnete, ja auch in Griechenland mal, nahm ich ein Taxi von meinem Hotel in Kifissia zur Akropolis. Mit meinem gymnasialen Altgriechisch konnte ich mich mit dem Taxitzis solala unterhalten. Ich fragte ihn, ob ich in luftiger Höhe auch die Seelen der Griechen erkunden könnte. Er sagte einige Male ‚Nai, Nai‘. Jedoch was fand ich? Eine Touristin, die für mich mit dem Regenschirm posierte und jede Menge Sprücheklopfer, die alles Mögliche und Unmögliche anboten.“

Wenn Sie das Schietwetter genauso satt haben wie wir, dann werfen Sie doch mal einen Blick in unsere sommerlichen Fotoalben Südfrankreich 60er Jahre, Schwimmen in den 60ern, oder Sommer in London, 60er Jahre oder auf unsere Pinnwände Farbenfroh, Sonnenstrahlen oder Sommerfrische auf Pinterest.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Baron von Roehl, 1956

Wie jedes Jahr reiste Timeline-Userin Isabella im Sommer 1956 an den Bodensee, um ihre Großmutter zu besuchen. In diesem Jahr lernten sie und ihre Schwester eine ungewöhnliche Person kennen. Ihre erinnerungswürdige Begegnung ist unsere Geschichte zum Bild im Mai.

Baron von Roehl, 1956„Der Bodensee war die Heimat meiner 1901 geborenen Großmutter. Von 1955 bis 1964 verbrachten wir unseren Sommerurlaub stets in ihrem Geburtsort Mühlhofen in der Nähe von Unteruhldingen. Der VW Käfer Baujahr 1954 war für die Fahrt aus dem Ruhrgebiet in den Süden dann mit sechs Personen – manchmal auch noch mit einer Schildkröte – belegt und auch die vielen Geschenke für die Verwandtschaft passten noch hinein. Wir sahen uns trotz großer Sommerhitze die schöne Bodenseeumgebung an und stießen im August 1956 in der Nähe von Meersburg auf einen Mann in Frauenkleidern, der sich Baron von Roehl nannte. Weiterlesen…

Bademode selbstgemacht

Mode: Ab an den Strand!

Badebilder AmerikaKleidung selber nähen liegt wieder voll im Trend. Durch phantasievolle und individuelle Gestaltung heben sich die Kleidungsstücke von der Masse ab und sind außerdem noch günstig. Besonders bei der Bademode kann jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen. Schon in den 50er Jahren waren selbstgenähte Badeanzüge der letzte Schrei. Dies sehen Sie auch in unserem Fundstück von Hannes Betzler aus der Münchner Illustrierten Nr. 26 vom 28. Juni 1952, das den ganzen Prozess, von der Ideensuche über die Entstehung, bis hin zum fertigen Kleidungsstück aufgreift. Weiterlesen…

Ferien in Bayern

Alltag: Kurs auf Ruhpolding

Busausflug nach ÖsterreichFerien in Ruhpolding, einem Dorf, das heutzutage als der Inbegriff des bayerischen Wintersports gilt. Doch seine Popularität entspringt nicht etwa den Zeiten von Biathlon & Co. Schon 1933 wurde der Ort im Süden des Landkreises Traunstein von dem Berliner Reiseunternehmer Carl Degener entdeckt. Mit seinem Pauschalreisenprogramm Touropa initiierte er vor allem in der Nachkriegszeit einen regelrechten Touristenboom, wie das Fundstück unseres Fotografen Kurt Schraudenbach aus der Münchner Illustrierten Nr. 33 vom 16.August 1958 berichtet.

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Urlaubszeit

Erholung vorprogrammiert!

KönigseeDie Feriengestaltung sieht bei jedem anders aus. Die Einen brauchen den Aktivurlaub in den Bergen, die Anderen die Entspannung am Wasser. In beiden Fällen will man den Stress im Alltag hinter sich lassen, sich erholen und seinen Kopf frei bekommen. Bereits 1956 waren diese Aspekte für die Deutschen wichtig, um ihre Ferien zu gestalten. Die folgende Dokumentation der beiden ehemaligen Fotografen Hannes Betzler und Alfred Strobel der Münchner Illustrierten zeigt die Urlauber an drei beliebten Orten. Sie wurde in der MI Nr. 33 vom 18. August 1956 veröffentlicht.

 

 

 

Titel

 

Gardasee_Bootstour
Millionen Seelen und ein Gedanke: Ferien
Wir besuchten drei Brennpunkte des Fremdenverkehrs, an denen Tausende von Urlaubern Ferien vom Alltag suchen: Königssee, Gardasee und Helgoland. Das Motto lautete: Gardasee – Camping, Camping über alles … denn wir fahren gegen Helgoland!
Königsee_Touristen II Gardasee_Radfahrer II
Königssee: Das Reisen ist des Deutschen Lust. Er scheut weder Kosten, noch Strapazen, noch die bedrohlichen Atomwolken am Urlaubshimmel 1956, um endlich aus dem Alltagstrott herauszukommen. „schauen Sie nach links“, sagte der Mann von der Bayerischen Königssee-Schifffahrt, „dort sehen Sie eine Gedenktafel für den Prinzregenten Luitpold“. Und alles schaute nach links. Die Elektroboote können kaum den gewaltigen Fremdenstrom bewältigen, der sich in diesen Ferienwochen zum königlichen See ergießt.
Auf Goethes Spuren fahren diese zwei jungen Deutschen, die wir vor Malcesine trafen, wo der Dichterfürst einst seine „Iphigenie“ niedergeschrieben hat. Davon wussten die beiden nichts, aber die genussvolle Art des Geheimrates, eine fremde Landschaft zu „erfahren“ und die Ferien zu genießen, die war den Strampelbrüdern erhalten geblieben – im Gegensatz zu anderen Touristen, die den Gardasee zum Wochenendausflug missbrauchen und von ihrem Urlaub lediglich viele „getötete“ Kilometer und die große Müdigkeit mit heimbringen.
Gardasee_Camping Gardasee_Schild
Von Kopf bis Fuß auf Camping eingestellt ist der Fremdenverkehr am Gardasee. Der sonnige Süden ist auch 1956 das Traumland der deutschen Schlager-„Dichter“ und Touristen geblieben. Und so ist denn der Gardasee fast völlig auf deutschen Betrieb eingerichtet. „Deutschsein ist alles, vor allem ein gutes Geschäft“, heißt die Devise der italienischen Ureinwohner. Die Plakate rund um den See bezeugen es.
Königsee_Maler Königsee_Trompeter
Frisch von der Palette kommen die Ölgemälde, die ein Reichenhaller Kunstmaler an der Autostraße vor dem Hochkalter zu Preisen bis zu 250 Mark anbietet. Die Bilder verkaufen sich gut, wie alles, was daheim die Erinnerung an einen erlebnisreichen Urlaub wachhält.
„Wie mei Ahndl zwanzig Jahr“, trompetet dieser bayerische Binnenmatrose von Bord der „Tauern“, und das Echo von der Bergwand stellt sich prompt ein. Aber sonst ist es manchmal sogar still an jenem See und, wenn das auch nicht gefragt ist, fast erholsam.
 Königsee_Männer Königsee_Busse
An ihren Hüten sollt ihr sie erkennen! Man geht nicht mehr ohne Hut, zumindest nicht im Urlaub. Ob auf Capri, Helgoland oder am Königssee, ein jeder trägt den leichten Strohhut, um auch rein äußerlich zu demonstrieren, dass er auf leichte Stimmung umgeschaltet hat.
Endstation Ferienglück: Auf dem Mammutparkplatz Königssee stehen bis zu 2000 Omnibusse und Personenwagen, die zusammen mit der Bahn täglich Tausende von Besuchern heranschaffen. Der Pfad zum einst so ruhigen Malerwinkel ist zum Passionsweg geworden.
 Helgoland_Beiboote II Helgoland_Häuser
Nur nicht weich werden! Das Erholungsprogramm moderner Ferienplaner kennt kein Erbarmen, und trotz leichter Seekrankheit auf mäßig bewegtem Meer geht es hinüber nach Helgoland. Die Ausbootung der Schiffsgäste zum Festland gehört zu den großen Abenteuern des kleinen Sonntagsausflugs. Für Tagesbesucher stehen von der Ankunft bis zur Rückkehr der Boote gerade zwei Stunden für die Besichtigung Helgolands zur Verfügung, dreizehn Stunden dauert die Hin- und Rückfahrt.
Hier gibt es keinen Zoll! Schottischen Whiskey, französischen Cognac und amerikanische Zigaretten kann man auf Helgoland billig kaufen und zollfrei mit aufs Festland nehmen. Das ist eine Haupteinnahmequelle der fünfhundert Bewohner Helgolands. Außerdem gibt es in den neu erbauten Häusern schon wieder dreihundert Fremdenbetten, die fast immer belegt sind. 87 000 Dauergäste und Tagesbesucher waren dieses Jahr bereits auf der Insel und auf der benachbarten Düne, wo sich dem Auge nur rote Steinwüste bietet.


© Münchner Illustrierte 1956 Fotos: Hannes Betzler und Alfred Strobel


Bilder zum Thema Italienurlaub oder Helgoland in den 80er Jahren finden Sie übrigens in unserer Community auf www.timeline-images.de. Noch mehr spannende Artikel aus der Münchner Illustrierten finden Sie in regelmäßigen Abständen in unserer Rubrik Fundstücke, zusammen mit einem bunten Potpourri aus den Themenbereichen Kultur, Sport, Mode & Schönheit, Stars & Adel, Politik, Wirtschaft und Alltag. Lassen Sie sich überraschen! Ihr Timeline Images Team PS: Wenn Ihnen unsere “Fundstücke” gefallen, sind Sie herzlich eingeladen, diese mit Ihren Freunden und Bekannten zu teilen, z. B. über unseren “Share”-Button:

Campingfreunde unter sich

Urlaub – Die Natur ist ihnen teuer

Endlich Ferien! Die ersten Bundesländern sind bereits im Sommerurlaub oder auf dem Weg dorthin. Welche Unterkunft die Erholungssuchenden für die schönsten Tage im Jahr wählen ist unterschiedlich. Den Luxus des Hotels, die familiäre Atmosphäre in der Pension, die Ruhe in der Ferienwohnung oder den Spaß und die Freiheit im Caravan oder Zelt. Campingurlaube erfreuen sich dabei immer größerer Beliebtheit. Wobei auch hier die Unterschiede sehr groß sind – von der Luftmatratze bis zum Luxus-Mobil. Auch in den 50er Jahren gab es eine echte Campingwelle. Mit dem wachsenden Wohlstand, immer mehr Menschen konnten sich ein Auto leisten, wuchs der Wunsch nach Freizeit. Worauf die Urlauber 1957 beim Stuttgarter „Camper“-Treffen geachtet hatten zeigen wir Ihnen in unserem Fundstück aus der Münchner Illustrierten Nr. 33 vom 17. August 1957. Weiterlesen…

Wochenend-Idyll

Alltag – Einsamkeit nicht gefragt

Endlich Pfingsten und uns steht wieder eines dieser wunderbaren verlängerten Wochenenden bevor. Sicher haben Sie schon geplant, was Sie an den freien Tagen unternehmen wollen. Vielleicht einen Kurztrip nach Italien, sportliche Aktivitäten in der Natur oder Sie wollen einfach nichts tun und nur in Ruhe ausspannen. Einen Trend, was die Deutschen an ihren freien Tagen am liebsten machen, gibt es nicht. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen von Ausgleich und Erholung. 1959 sah das ganz anders aus. Wichtig für die Erholung Suchenden war nicht die Aktivität oder der Ort selbst, sondern dass dort viele Menschen zusammen kamen. Um so voller das Ausflugsziel, um so beliebter war es. Schauen Sie in unser Fundstück aus der Münchner Illustrierten Nr. 22 vom 30. Mai 1959, vielleicht finden Sie eine Anregung für Ihr verlängertes Wochenende oder schmunzeln Sie mit uns bei „Genuß am Rande“ über eine ungewöhnliche Freizeitbeschäftigung.  Weiterlesen…

Alle Postkartenmotive – Edition 03

Erinnern Sie sich noch an unseren Fotowettbewerb „Sommerfrische“ und an die Motive, die in die Postkarten Edition 03 eingegangen sind? Fotos von Strandferien und Bergurlaub, von Segelturns oder Kaffeekränzchen unterm Sonnenschirm. Der Sommer ist zwar längst vorbei, aber mit der Edition 03 unserer Postkartenbox „EINEN MOMENT, BITTE“ holen Sie sich auch im tiefsten Winter ein Stück „Sommerfrische“ ins Haus.

Das waren unsere zwölf schönsten Schnappschüsse, die zeigen, was einen Sommer unvergesslich macht:


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Fundstücke – Hausboot

Urlaub – Mit dem Wohnboot unterwegs

Sind Sie bereits auf dem Weg in den wohlverdienten, lange geplanten Sommerurlaub? Oder gehören Sie zu jenen spontanen Naturen, die sich erst in letzter Minute für eine Destination entscheiden? Falls letzteres der Fall sein sollte, hätten wir da noch einen schönen Tipp für Sie, ein Fahrt mit einem Hausboot. Dieses exklusive Spielzeug, kann man sich seit dem Sommer ’55 zulegen: für damals 3100 Mark – zu dieser Zeit dem Preis eines Kleinwagens – ließ ein zerlegbares Wohnboot für den betuchten Städter den Traum von Freiheit und Flussnomadentum wahr werden. Die unbestreitbaren Vorteile eines solchen „schwimmenden Eigenheims“ zeigt unser heutiges Fundstück aus der Münchner Illustrierten Nr. 39 vom 24. September 1955:
 
 


 
 

Wohnen für Romantiker
Wer träumt nicht davon, seinen Wohnsitz wenigstens für einige Zeit auf ein Hausboot zu verlegen? Sich von den sanften Wellen eines stillen Gebirgssees oder eines ruhig dahinströmenden Flusses in den Schlaf schaukeln zu lassen, und wenn das Wetter schlecht ist, sich einfach ein paar Kilometer flussabwärts treiben zu lassen, vorbei an Städten, Landschaften und den Sorgen des Alltags? Dumm nur, dass so ein Hausboot, einmal zu Wasser gelassen, auf ewig an sein Heimatgewässer gebunden ist. Abhilfe verspricht ein zerlegbares Camping-Boot, welches im Handumdrehen aufgebaut ist und durch seine leichten Einzelteile auf einem kleinen Anhänger transportiert werden kann. Die beiden Freundinnen Erica und Feli machen es vor:

„So geht’s an: Aus dem Zweiradanhänger ihres Wagens tragen Erica und Feli die Schwimmkörper ans Ufer. Auf ihnen wird das Hausboot aufgebaut: fünfeinhalb Meter lang, drei Meter breit, zehn Zentimeter Tiefgang.“ „Aus eigener Kraft setzen die beiden Damen das Boot in einer Viertelstunde zusammen. Die Arbeit kann von Frauen geleistet werden, wenn es an Kavalieren mangelt – wie in diesem Fall. Denn der einzige Mann am Platze ist kein Herr, sondern der (nicht sichtbare) Photograph.“

 
 

 

„Volldampf voraus – mit schnellen, kräftigen Paddelstößen treiben Feli und Erica das leichte Boot hinaus in den offenen See. Sie haben den Ehrgeiz, sich in der guten Luft erst einmal richtig abzuarbeiten, denn das gibt harte Sportlermuskeln, allerdings auch  – Schwielen.“ „Still ruht der See, die Damen paddeln. Die Gebrauchsanweisung für den Außenbordmotor liegt zu Hause. In einer stillen Bucht wollen die zwei zur Ruhe gehen. Vielleicht treibt sie der Nachtwind ab, ans Gestade eines Junggesellen, der sie als Strandgut beschlagnahmt.“

"Beinahe: Frau über Bord! Ausgerutscht auf nassen Sohlen, läuft Feli Gefahr, nasse Füße zu bekommen. Erica als letzter Rettungsanker, versucht im eigenen Interesse den Sturz der teuren Freundin aufzuhalten."

 

"Kaffeeklatsch, horizontal ausgeführt von Couch zu Couch in der Kajüte des schwimmenden Eigenheims. Sie ist so geräumig, dass leicht noch ein Mann darin Platz finden würde, von Kindern und Hunden ganz zu schweigen. Aber Feli und Erica schwimmen diesmal unter der Devise: zu zweien lebt sich's besser."

 
© Münchner Illustrierte 1955

Fotos: Betzler

Haben Sie Interesse an weiteren Artikeln aus den 50er Jahren? In unserer Rubrik Fundstücke zeigen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen Schmankerl aus den Themenbereichen Kultur, Sport, Mode & Schönheit, Stars & Adel und Alltag. Seien Sie gespannt!

Ihr Timeline Images Team