Schlagwort-Archiv: Reise

Frau vor der Akropolis in Athen, 1969

Sonne, Regen, Schnee und Hagel…und das an einem Tag. Kein Wunder sind Regenschirme das nützlichste Accessoire in diesen bisher nicht so wonnehaften Maitagen. Doch es gibt ein wenig Trost: Selbst im sonnigen Griechenland macht der Wettergott ab und zu Faxen, wie uns Community-Mitglied Juergen in seiner Geschichte zum Bild erzählt.

Frau vor der Akropolis in Athen, 1969 © Juergen

„Da es regnete, ja auch in Griechenland mal, nahm ich ein Taxi von meinem Hotel in Kifissia zur Akropolis. Mit meinem gymnasialen Altgriechisch konnte ich mich mit dem Taxitzis solala unterhalten. Ich fragte ihn, ob ich in luftiger Höhe auch die Seelen der Griechen erkunden könnte. Er sagte einige Male ‚Nai, Nai‘. Jedoch was fand ich? Eine Touristin, die für mich mit dem Regenschirm posierte und jede Menge Sprücheklopfer, die alles Mögliche und Unmögliche anboten.“

Wenn Sie das Schietwetter genauso satt haben wie wir, dann werfen Sie doch mal einen Blick in unsere sommerlichen Fotoalben Südfrankreich 60er Jahre, Schwimmen in den 60ern, oder Sommer in London, 60er Jahre oder auf unsere Pinnwände Farbenfroh, Sonnenstrahlen oder Sommerfrische auf Pinterest.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Unsere Fotografen: Aldiami

Rast am Rande eines Tempelbeckens, 1962 Nymphenburger Park, 1959 Altstadtmarkt in Warschau, 1962 Bau des Münchner Olympiaparks, 1970-1972 Mädchen in Buchenhain, 1961 Obachlosigkeit in München, 1978 Junger Reisbauer in Indien, 60er Jahre Bau des Münchner Olympiaparks, um 1970 Gemüsestand auf dem Viktualienmarkt, 1979 Bergführer auf dem Mönchsjoch, 1979 Der Münchner Viktualienmarkt im Winter 1979 Fischfang am Golf von Bengalen, 1962 Kairo, 1961 Bau einer Fabrik in Neyveli, 1962 Bau des Münchner Olympiaparks, 1972 Lebensmittelgeschäft in Barcelona, 1965 Markttag im Bezirk Neyveli, 1962 Blick auf Zermatt, 1975 Bau des Münchner Olympiaparks, 1971 Münchner Marienplatz zur Zeit des S- und U-Bahnbaus, 1968 Kokosnussverkäufer in Indien, 1962

Seit 2013 teilt Timeline-Mitglied Aldiami mit uns
Fotos von nah und fern: Über 300 Aufnahmen, unter anderem vom Bau des Münchner Olympiaparks in den Siebzigern sowie vom Alltagsleben im Indien der sechziger Jahre, bereichern mittlerweile unsere Community.

Hinter dem Pseudonym Aldiami verbirgt sich eigentlich Ingrid Alexander, die Bilder von Fotografen aus ihrer Familie bearbeitet und veröffentlicht. Seitdem sie beim Fotowettbewerb „Schweiz“ mitgemacht hat, begeistert sie uns mit der unglaublichen Fülle und Vielfalt an Motiven, die sie in regelmäßigen Abständen auf Timeline Images hochlädt.

Der Großteil aller bisher veröffentlichten Fotos stammt von ihrem Vater, Herbert Michalke, der 1923 in Oberschlesien geboren wurde und nach der Kriegsgefangenschaft 1948 nach Bayern kam. Dort begann er, mit einer Agfa Silette zu fotografieren, die er mit seinem ersten verdienten Geld erstanden hatte. Da diese Kamera ihn in den sechziger Jahren auch auf seinen Dienstreisen begleitete, entstand eine bunte Mischung von Bildern aus München, verschiedenen europäischen Hauptstädten, Indien und der USA.

Leider hat die Einrahmung unter Glas zur Zerstörung fast aller dieser Bilder geführt. Nur die Indienbilder und einige wenige andere wurden von Herbert Michalke gerettet, indem er sie aus dem Glasrahmen nahm, säuberte und in glaslose Rahmen einsetzte – eine sehr aufwändige Arbeit. 

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Unsere Fotografen: keberlein

http://timelineimages.sueddeutsche.de/zeitungsverk%C3%A4ufer-in-paris-1963_00194419 Straße in Paris, 1963 Frauen beim Waschen der Wäsche im Gardasee, 1962 Ein Mann sitzt auf einer Treppe in Italien, 1962 Tram in Paris, 1963 Kinderkarussell in Paris, 1963 Marktfrau in Italien, 1962 Ein Mann pausiert auf einem Boot in Italien, 1962 Mann in Venedig, 1979 Mädchen mit Luftballons in Deutschland Holz bei der Treibjagd in Deutschland Eine Pferdekutsche in Paris, 1963 Jardin des Tuileries, Paris, 1963 Fischer in Italien, 1962 Bäuerinnen in Italien, 1962 Treppe zum Friedensengel in München, 1970 Kind mit Spielzeug in Deutschland

Die Schönheit des Alltags: Mit einem besonderen Blick auf gewöhnliche Situationen fotografierte Timeline-Mitglied keberlein Menschen in ganz Europa

Seine Bilder erinnern ein wenig an den Pionier der Straßenfotografie Henri Cartier-Bresson. Keberlein hat ein Talent dafür, den „entscheidenden Augenblick“, wie der Meister ihn einst nannte, festzuhalten. Begonnen hat sein fotografischer Werdegang sehr bescheiden. „Ich bin 1941 in München geboren. Die Plattenkamera, die ich geschenkt bekam, war meine erste,“ erzählt er uns. „Ab 1959 war ich Lehrling in einer Druckerei, als Chromolithograf.“ Weiterlesen…

Sinai-Halbinsel

Kultur: Kloster am Berg Sinai

Kinder im Sinai, 1974

Die Region Sinai ist uns vor allem durch Kämpfe und Krisen bekannt. Jedoch verbergen sich in der beeindruckenden Landschaft auch bedeutende Kulturgüter. Am Berg Sinai, wo der Bibel nach Moses die Zehn Gebote von Gott erhielt, liegt das 1500 Jahre alte Katharinenkloster. Vor sechzig Jahren besuchte der Fotograf Max G. Scheler dieses Kloster. Seine dort gewonnenen Eindrücke können Sie in unserem Fundstück aus der Münchner Illustrierten Nr. 52 vom 24. Dezember 1955 sehen.

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Moskau

Kultur: Reise nach Moskau

ThumbnailAls erster Fotoreporter der Bundesrepublik war Hannes Betzler 1955 in Moskau. Er begleitete die Krefelder Eishockeymannschaft zu ihren Rückspielen gegen Dynamo Moskau. Während seines Aufenthaltes dort interessierte er sich nicht für politische Debatten, bewusst war auch seine Kamera „unpolitisch“. Er wollte in Moskau nur das Leben fotografieren, wie er es sah. Seine Eindrücke von dieser Reise sehen Sie in unserem Fundstück von Hannes Betzler aus der Münchner Illustrierten Nr. 8 vom 19. Februar 1955. Weiterlesen…

Unterwegs mit dem Nachtexpress

Alltag: Komfortabel reisen

Eisenbahn in Amerika

Haben Sie schon Ihre nächste Reise geplant? Wie wäre es mit einer entspannten Anreise mit der Bahn? Ein Nachtzug bringt Touristen und Geschäftsreisende schnell, komfortabel und umweltfreundlich an ihr Ziel. 1955 bot das der „Komet“, der damals modernste Nachtexpress Europas. Dreimal wöchentlich verließ der „Komet“ um 20:01 Uhr Hamburg-Altona, dreimal startete er in Basel. Seine Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h. Die Bettkarte erster Klasse für die 12 1/2-Stunden-Fahrt von Hamburg nach Basel kostete 42 Mark. Wie entspannt und luxuriös die Fahrt verlief, zeigt unser Fundstück des Fotografen  Kurt Schraudenbach aus der Münchner Illustrierten Nr. 3 vom 15. Januar 1955.

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Ferien in Bayern

Alltag: Kurs auf Ruhpolding

Busausflug nach ÖsterreichFerien in Ruhpolding, einem Dorf, das heutzutage als der Inbegriff des bayerischen Wintersports gilt. Doch seine Popularität entspringt nicht etwa den Zeiten von Biathlon & Co. Schon 1933 wurde der Ort im Süden des Landkreises Traunstein von dem Berliner Reiseunternehmer Carl Degener entdeckt. Mit seinem Pauschalreisenprogramm Touropa initiierte er vor allem in der Nachkriegszeit einen regelrechten Touristenboom, wie das Fundstück unseres Fotografen Kurt Schraudenbach aus der Münchner Illustrierten Nr. 33 vom 16.August 1958 berichtet.

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Fundstücke – Hausboot

Urlaub – Mit dem Wohnboot unterwegs

Sind Sie bereits auf dem Weg in den wohlverdienten, lange geplanten Sommerurlaub? Oder gehören Sie zu jenen spontanen Naturen, die sich erst in letzter Minute für eine Destination entscheiden? Falls letzteres der Fall sein sollte, hätten wir da noch einen schönen Tipp für Sie, ein Fahrt mit einem Hausboot. Dieses exklusive Spielzeug, kann man sich seit dem Sommer ’55 zulegen: für damals 3100 Mark – zu dieser Zeit dem Preis eines Kleinwagens – ließ ein zerlegbares Wohnboot für den betuchten Städter den Traum von Freiheit und Flussnomadentum wahr werden. Die unbestreitbaren Vorteile eines solchen „schwimmenden Eigenheims“ zeigt unser heutiges Fundstück aus der Münchner Illustrierten Nr. 39 vom 24. September 1955:
 
 


 
 

Wohnen für Romantiker
Wer träumt nicht davon, seinen Wohnsitz wenigstens für einige Zeit auf ein Hausboot zu verlegen? Sich von den sanften Wellen eines stillen Gebirgssees oder eines ruhig dahinströmenden Flusses in den Schlaf schaukeln zu lassen, und wenn das Wetter schlecht ist, sich einfach ein paar Kilometer flussabwärts treiben zu lassen, vorbei an Städten, Landschaften und den Sorgen des Alltags? Dumm nur, dass so ein Hausboot, einmal zu Wasser gelassen, auf ewig an sein Heimatgewässer gebunden ist. Abhilfe verspricht ein zerlegbares Camping-Boot, welches im Handumdrehen aufgebaut ist und durch seine leichten Einzelteile auf einem kleinen Anhänger transportiert werden kann. Die beiden Freundinnen Erica und Feli machen es vor:

„So geht’s an: Aus dem Zweiradanhänger ihres Wagens tragen Erica und Feli die Schwimmkörper ans Ufer. Auf ihnen wird das Hausboot aufgebaut: fünfeinhalb Meter lang, drei Meter breit, zehn Zentimeter Tiefgang.“ „Aus eigener Kraft setzen die beiden Damen das Boot in einer Viertelstunde zusammen. Die Arbeit kann von Frauen geleistet werden, wenn es an Kavalieren mangelt – wie in diesem Fall. Denn der einzige Mann am Platze ist kein Herr, sondern der (nicht sichtbare) Photograph.“

 
 

 

„Volldampf voraus – mit schnellen, kräftigen Paddelstößen treiben Feli und Erica das leichte Boot hinaus in den offenen See. Sie haben den Ehrgeiz, sich in der guten Luft erst einmal richtig abzuarbeiten, denn das gibt harte Sportlermuskeln, allerdings auch  – Schwielen.“ „Still ruht der See, die Damen paddeln. Die Gebrauchsanweisung für den Außenbordmotor liegt zu Hause. In einer stillen Bucht wollen die zwei zur Ruhe gehen. Vielleicht treibt sie der Nachtwind ab, ans Gestade eines Junggesellen, der sie als Strandgut beschlagnahmt.“

"Beinahe: Frau über Bord! Ausgerutscht auf nassen Sohlen, läuft Feli Gefahr, nasse Füße zu bekommen. Erica als letzter Rettungsanker, versucht im eigenen Interesse den Sturz der teuren Freundin aufzuhalten."

 

"Kaffeeklatsch, horizontal ausgeführt von Couch zu Couch in der Kajüte des schwimmenden Eigenheims. Sie ist so geräumig, dass leicht noch ein Mann darin Platz finden würde, von Kindern und Hunden ganz zu schweigen. Aber Feli und Erica schwimmen diesmal unter der Devise: zu zweien lebt sich's besser."

 
© Münchner Illustrierte 1955

Fotos: Betzler

Haben Sie Interesse an weiteren Artikeln aus den 50er Jahren? In unserer Rubrik Fundstücke zeigen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen Schmankerl aus den Themenbereichen Kultur, Sport, Mode & Schönheit, Stars & Adel und Alltag. Seien Sie gespannt!

Ihr Timeline Images Team