Schlagwort-Archiv: München

Unsere Fotografen: HRath

Dampflok der Baureihe 685 der Ital. Staatseisenbahn im Bhf. Jenbach/Tirol. TEE aus der Schweiz bei der Durchfahrt in Gerling bei Saalfelden mit dem Steiner Meer im Hintergrund. Ein Flugzeug des Typs Percival Pembroke C54 der Deutschen Bundeswehr am Flughafen München-Riem. Oldtimer im September 1983 bei Weitra in Niederösterreich nahe der Grenze zur CSSR. Stadttor an der Innbrücke in der Stadt Wasserburg am Inn. Menschen spazieren die Straße entlang, ein Auto überquert die Brücke. Im Hintergrund sind die Türme der Heilig-Geist-Spitalkirche und der Kirche "Unserer Lieben Frau" zu sehen. Sonnenuntergang in der Gemeinde Reit im Winkl im oberbayerischen Landkreis Traunstein mit der Kirche St. Pankratius im Zentrum. Umzug einer Musikkapelle während eines Festaktes mit dem damaligen Herzog von Bayern auf Schloss Herrenchiemsee. Besucher auf dem Oktoberfest in München mit Augustinerbräuzelt im Hintergrund. Bierzelt des Hackerbräus auf dem Oktoberfest in München. Das Fahrgeschäft Clipper auf dem Oktoberfest in München by night. Kopie der Lokomotive 'Adler' auf der Parade anlässlich der 800 Jahrfeier der Stadt München. Historische Pferde-Straßenbahn anlässlich der 800 Jahrfeier der Stadt München. Faschingswagen wahrscheinlich mit den Pappmachefiguren von Hanns Seidel (CSU) und Wilhelm Hoegner (SPD). Auf dem Wochenmarkt am Stadtplatz von Dubrovnik reicht das Spektrum der angebotenen Waren von frischen Schnittblumen bis hin zu frischem Obst und Gemüse. Das Wirtschaftswunder in Deutschland ist auch hier spürbar. Flugzeugabsturz einer US-Maschine in der Bayerstr. Ecke Martin-Greif-Straße. Das Flugzeug streifte vorher den Kirchturm der St. Paulskirche in München. Blick auf den Karlsplatz (Stachus) in München vom Justizpalast aus. Weiße Weihnachten in München. Gläubige feiern einen Gottesdienst (Bergmesse) vor der Tabor-Kapelle. Das Bild zeigt die Kapelle vor einem Brand und dem anschließenden Wiederaufbau 1970/71. Heute trägt sie den Namen Hochfellnkapelle. Ein kleiner Junge spielt mit Tauben auf dem Odeonsplatz in München. Im Hintergrund sehen ihm Passanten zu. Ein kleiner Junge fährt auf einem Metall- oder Eisendreirad über einen Hof. Um ihn herum picken Hühner auf dem Boden. Verkleidete Kinder feiern Fasching in München.

Unser Fotograf HRath ist nicht nur Timeline-Mitglied der ersten Stunde, sondern besitzt mit über 20.000 Motiven eine der größten Sammlungen von Eisenbahnfotos in ganz Deutschland.

Was die Fotografie angeht, ist Helmut Rath – so sein voller Name – nach eigener Aussage ein wahrer Spätzünder: Erst nachdem er Ende der 50er Jahre den Führerschein bestanden und sich einen gebrauchten Fiat Millecento gekauft hatte, ging es richtig los. Sein geliebter Fiat führte ihn nämlich durch Bayern und die Schweiz, wo er während des Urlaubs mit seiner ersten Kamera, einer Agfa Silette, verschiedene Motive fotografierte. Nebenbei filmte er auch – seine erste Schmalfilmkamera erstand er mit einem Zuschuss seiner Mutter 1972 zur Olympiade in München.

Die große Leidenschaft von HRath sind Eisenbahnen und Züge, die er vor allem ab 1973/74 fotografierte. Während seiner Zeit als Beamter im Münchner Justizpalast zeigte Helmut Rath einem bekannten Eisenbahnfotografen eines seiner Eisenbahnbilder. Der Bekannte behielt das Bild und drei Monate später lag eine Eisenbahnzeitschrift mit genau diesem Foto auf seinem Schreibtisch. Da dachte er sich: „Mensch, wenn da ein Eisenbahnbild von mir abgedruckt wird, dann könnte ich eigentlich Eisenbahnen fotografieren.“

Helmut Rath begann nicht nur Eisenbahnen und Züge zu fotografieren, sondern auch zu filmen – und das in nicht ganz ungefährlicher Manier. Einmal ließ er sich in Absprache mit dem Lokführer von einer Dampflokomotive überfahren, indem er sich zwischen die Gleise in ein Loch für eine neue Signalleuchte legte und so die Lok von unten filmte. Ein Ereignis, an das er sich immer wieder gerne erinnert.

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Ausstellung – Resozialisierung eines Gammlers

Portrait einer jungen Schwabingerin mit Mantel in München.

Junge Schwabingerin, 1963 © leicar6

1967 war im Münchner Stadtteil Schwabing die Aufregung groß: Ein zotteliger, dreckiger Mann sollte im damals frisch eröffneten Lokal „Drugstore“ gewaschen und aufgehübscht werden. Durch diese Werbeaktion, bekannt geworden als „Resozialisierung eines Gammlers“, zog das „Drugstore“ mehr als 3000 Menschen an: unter ihnen Community-Mitglied leicar6, der sofort seine Kamera schnappte und drauflos fotografierte. Seine Aufnahmen, die bis auf weiteres im neu eröffneten Drugstore in der Feilitzschstraße 12 in München ausgestellt sind, gewähren einen eindrucksvollen Einblick in die Schwabinger Jugendkultur der sechziger Jahre.

 

Ein junger Künstler beim malen auf einer Bank in München.

Künstler auf einer Bank, 1964 © leicar6

In dem heute erschienenen Artikel „Die Lust am Lümmeln“ in der Süddeutschen Zeitung München und der dazugehörigen Bilderstrecke auf sz.de kann man unschwer erkennen, dass  leicar6 am liebsten Menschen porträtierte. Die meisten seiner Aufnahmen entstanden tatsächlich in den Sechzigern, in denen er zum Beispiel Prag bereiste und als freier Fotograf Fotos für diverse Zeitungen und Zeitschriften machte. Als die Jugendbewegung Ende der sechziger Jahre aufkam, weckte die Freiheitsliebe und der Individualismus der jungen Menschen sein künstlerisches Interesse. Seine Fotografien sind Bestandsaufnahmen einer Zeit, in der der Mief der Nachkriegsjahre endgültig abgelegt wurde und alternative Lebensentwürfe eine neue Gesellschaftsordnung begründeten.

 

Wenn Sie sich für weitere Bilder unseres Community-Mitglieds leicar6 interessieren, dann stöbern Sie doch einfach in seinem Bestand auf Timeline Images. In unserem Blogbeitrag „Unsere Fotografen: leicar6“ erfahren Sie außerdem mehr über seinen fotografischen Hintergrund. Wenn Sie gerne in alten Zeiten schwelgen und das 68er-Gefühl noch einmal Revue passieren lassen möchten, dann finden Sie in unserem Archiv weitere zahlreiche Bilder aus den sechziger Jahren.

Unsere Fotografen: Aldiami

Rast am Rande eines Tempelbeckens, 1962 Nymphenburger Park, 1959 Altstadtmarkt in Warschau, 1962 Mädchen in Buchenhain, 1961 Obachlosigkeit in München, 1978 Junger Reisbauer in Indien, 60er Jahre Gemüsestand auf dem Viktualienmarkt, 1979 Bergführer auf dem Mönchsjoch, 1979 Der Münchner Viktualienmarkt im Winter 1979 Fischfang am Golf von Bengalen, 1962 Kairo, 1961 Bau einer Fabrik in Neyveli, 1962 Lebensmittelgeschäft in Barcelona, 1965 Markttag im Bezirk Neyveli, 1962 Blick auf Zermatt, 1975 Münchner Marienplatz zur Zeit des S- und U-Bahnbaus, 1968 Kokosnussverkäufer in Indien, 1962

Seit 2013 teilt Timeline-Mitglied Aldiami mit uns
Fotos von nah und fern: Über 300 Aufnahmen, unter anderem vom Bau des Münchner Olympiaparks in den Siebzigern sowie vom Alltagsleben im Indien der sechziger Jahre, bereichern mittlerweile unsere Community.

Hinter dem Pseudonym Aldiami verbirgt sich eigentlich Ingrid Alexander, die Bilder von Fotografen aus ihrer Familie bearbeitet und veröffentlicht. Seitdem sie beim Fotowettbewerb „Schweiz“ mitgemacht hat, begeistert sie uns mit der unglaublichen Fülle und Vielfalt an Motiven, die sie in regelmäßigen Abständen auf Timeline Images hochlädt.

Der Großteil aller bisher veröffentlichten Fotos stammt von ihrem Vater, Herbert Michalke, der 1923 in Oberschlesien geboren wurde und nach der Kriegsgefangenschaft 1948 nach Bayern kam. Dort begann er, mit einer Agfa Silette zu fotografieren, die er mit seinem ersten verdienten Geld erstanden hatte. Da diese Kamera ihn in den sechziger Jahren auch auf seinen Dienstreisen begleitete, entstand eine bunte Mischung von Bildern aus München, verschiedenen europäischen Hauptstädten, Indien und der USA.

Leider hat die Einrahmung unter Glas zur Zerstörung fast aller dieser Bilder geführt. Nur die Indienbilder und einige wenige andere wurden von Herbert Michalke gerettet, indem er sie aus dem Glasrahmen nahm, säuberte und in glaslose Rahmen einsetzte – eine sehr aufwändige Arbeit. 

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Nikolausbesuch, 1946

Einige liebe Kinder, die gestern Abend fleißig ihre Schuhe geputzt und vor die Tür gestellt haben, durften sich heute, am 06. Dezember, über Geschenke vom Nikolaus freuen. Manchmal schafft es der Heilige Nikolaus trotz seines straffen Zeitplans sogar, den Kindern ‚Hallo‘ zu sagen. Auch unser Community-Mitglied Wördehoff hatte vor 70 Jahren die Ehre, den Heiligen Nikolaus in Begleitung eines Engels persönlich zu treffen. Unsere Geschichte zum Bild im Dezember erzählt von dieser fröhlichen Begegnung in München während der Nachkriegszeit.

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„Dieses Nikolaus-Foto hat einen ganz besonders liebenswerten Hintergrund: Die Inhaberin eines Lebensmittelgeschäftes hat sich damals als Nikolaus verkleidet und zusammen mit ihrer Tochter (der Engel) die Kinder in der Nachbarschaft mit kleinen Gaben beschenkt. Leider ist mir der Name dieser wunderbaren Frau nicht mehr in Erinnerung. Ihre Nikolaus-Besuche wurden für einige Jahre Tradition, sie haben mich geprägt und ich kann stolz sagen, daß diese Frau damals bereits den ‚Zusammenhalt der Gesellschaft‘ praktiziert hat. Dass ich auf dem Foto die Zunge herausstrecke, wurde mir von meinen Eltern jahrelang vorgehalten – vielleicht war es der Schreck vor dem ‚Blitzlicht‘.“

Foto: Nikolausbesuch, 1946 © Wördehoff

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

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Blumenbinderin mit Kranz, 1926

Zugegeben, unsere lustige Geschichte zum Bild im November ist ganz schön versteckt. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass unser Community-Mitglied Schmid die authentischen und lebhaften Kindheitserinnerungen ihrer Mutter an diese Zeit mit uns teilt. Die Fotografie aus dem Jahre 1926 zeigt eine junge Auszubildende, die vor Johanna Schweigers Blumenladen am Münchner Ostfriedhof einen Blumenkranz schmückt. Die Mutter unserer Userin verknüpft mit dem Bild zahlreiche fröhliche Begegnungen mit keinem Geringeren als dem berühmten Komiker Karl Valentin aus der Münchner Au. Die Erinnerungen an seine Besuche im Blumenladen bezeugen, dass der Humorist, der übrigens ein Sammler alter Fotografien aus München war, auch im Alltag den Humor im Herzen trug.

Auszubildende im Blumengeschäft von Johanna Schweiger am Ostfriedhof arrangiert Blumen an einem Kranz. ?Der Karl Valentin kam in dieser Zeit oft in unser Blumengeschäft an der Tegernseer Landstraße und seine erste Frage war dann: ?Wo is mei kleines Fräulein, des mia mein Hund zsammsitzt?? Dann ist die Leine unten an einem Hocker eingeklemmt worden, und ich hab mich draufsetzn müssn, damit der Hund, des war so a bissl a Stiagnglandamischung, nicht den Stuhl durch das ganze Geschäft gezogen hat. An seinem Halsband war ein kleins Tascherl ghängt und in dem ist ein Zettl dringsteckt: Ich heiße Fifi und gehöre dem Komiker Karl Valentin?. Der Valentin war groß und sehr mager, er hat immer ein bissl traurig und auch krank ausgschaut.? Und wenn?s ans Zahlen gegangen ist, dann hat er einen von seine Schuh auszogn und neben der Kasse abglegt??

„Der Karl Valentin kam in dieser Zeit oft in unser Blumengeschäft an der Tegernseer Landstraße und seine erste Frage war dann: ‚Wo is mei kleines Fräulein, des mia mein Hund zsammsitzt?‘ Da Hunde nicht mit auf den Ostfriedhof durften, musste er seinen ja inzwischen irgendwo lassen… Dann ist die Leine unten an einem Hocker eingeklemmt worden und ich hab mich draufsetzn müssn, damit der Hund, des war so a bissl a Stiagnglandamischung (hochdeutsch: Mischlingshund), nicht den Stuhl durch das ganze Geschäft gezogen hat. Weiterlesen…

Besuch auf dem Oktoberfest in München, 1949

Das Oktoberfest 2016 ist zwar gerade zu Ende gegangen, da wir zu unserem Fotoaufruf „Die Wiesn in der Nachkriegszeit“ aber einige Bilder mit tollen Geschichten zugeschickt bekommen haben, dreht sich unsere Geschichte zum Bild im Oktober nochmal um das größte Volksfest der Welt. Timeline-Userin Metz erinnert sich an die großen Freuden und überwältigenden Eindrücke ihres ersten Wiesn-Besuchs mit der ganzen Familie im Jahr 1949.

Ein Besuch auf dem Oktoberfest in München im Spätsommer 1949. Betrachten einer Attraktion.

„Der absolute Höhepunkt dieser Tage in München war der Besuch des Oktoberfestes. Es begann schon so lustig, als wir Tante Lu trafen, die natürlich mitkam. Sie war genau die Richtige, um uns auf der Hinfahrt schon alle in die froheste Erwartung zu versetzen, und so begann der Wiesnbummel in einer so ausgelassenen Stimmung, wie ich sie bei meinen Eltern noch nie erlebt hatte. Ich erinnere mich an Karussellfahrten in Autos, auf Pferden und im Schwan, an einen Gasluftballon, der mir allerdings durch eine kurze Unachtsamkeit später in den blauen Münchner Himmel davonflog, an einen kleinen Sonnenschirm aus Papier mit lustigen Fransen, an den herrlich klebrigen Türkischen Honig, gebrannte Mandeln und Magenbrot – alles Dinge, die ich noch nicht gekannt hatte. Ich betrachtete ehrfürchtig die Achterbahn und das Riesenrad, die Geisterbahn und den brüllenden, biertrinkenden Löwen.

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Oktoberfest, 1962

In wenigen Wochen lädt die Münchner Theresienwiese wieder einmal zum jährlichen Oktoberfest ein. Auch vor einem halben Jahrhundert vermochte es das weltweit größte Volksfest Groß und Klein zu unterhalten. In unserer Geschichte zum Bild im September erinnert sich Timeline-User Hermann Schröer daran, unter welchen Umständen er diesen heiteren Wiesn-Moment festhielt.

Zwei lachende Kinder im Auto eines Fahrgesch‰ftes auf dem Oktoberfest in M¸nchen.

„Das Oktoberfest war schon immer ein Ereignis, aber in den sechziger Jahren noch kein Millionenrummel mit High Tech Fahrgeschäften und Promi Logen im Blickfeld der Klatschpresse. Ich war 1962 Studierender der Fotoklasse der Folkwangschule Essen bei Prof. Steinert. Als Reportagethema hatte ich das Oktoberfest angemeldet. Bilder bekannter internationaler Fotoreporter von dem großen Volksfest waren Vorbilder und Anreiz, es genau so gut zu machen. Weiterlesen…

Model an der Isar, 1967

An einem Sommermorgen in den 1960er Jahren fotografierte Timeline-User leicar6 im Auftrag einer Zeitschrift eine junge Frau am Isarufer bei München. Warum er sich an diesen Tag genauestens erinnern kann, erzählt er in unserer Geschichte zum Bild im Juni.

Das Model Ricarda posiert an einem hei?en Sommertag f¸r ein Foto am Isarufer bei M¸nchen.„25. Juni 1967. Ein warmer Junimorgen kurz nach Sonnenaufgang – unterwegs mit Ricarda zu Fotoaufnahmen im Isartal südlich von München. Für eine Zeitschrift benötige ich Bilder zum Thema Jugend 67. Bei dem milden Licht eines frühen Sommertages will ich Ricarda fotografieren, nicht bei dem grellen Sonnenlicht am Nachmittag. Ricarda – jung, hübsch, fotogen, geduldig.

Eine ganze Bilderstrecke entsteht in diesen frühen Morgenstunden, wobei mir dieses Bild das liebste ist – zeigt es doch die ganze Ungezwungenheit und Frische dieser jugendlichen Schönheit. Der Tag, an dem all diese Bilder entstehen, ist kein gewöhnlicher Tag.

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Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt, 1953

Eine Faschingshochburg war München noch nie, aber dennoch werden auch in der bayerischen Landeshauptstadt in der närrischen Zeit einige Traditionen gepflegt – wie der Tanz der Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt. Jedes Jahr am Faschingsdienstag verkleiden sich die Marktverkäuferinnen und führen ihre Tänze unter großem Besucherandrang zwischen den Ständen auf. Ihre Aufnahme zweier Marktfrauen aus dem Jahr 1953 erinnert Timeline-Userin Benda an die Verwurzelung dieses Brauchs in ihrer Familie – unsere Geschichte zum Bild im Februar.

„Früher ohne Tanzkurs, der heute ab Herbst stattfindet. Einige Musikanten gingen gegen Bezahlung von Stand zu Stand und spielten zum Tanz auf. Die Standlfrauen forderten dazu Zuschauer und auch Kunden auf. Meine Oma war 49 Jahre als Standlfrau auf dem Viktualienmarkt. Ab den Weihnachtsfeiertagen bastelte sie sich das ‚Kostüm‘ jedes Jahr ein bisschen anders. Mein Opa fuhr sie am Faschingsdienstag morgens hin und holte sie nachmittags wieder ab. Er war Faschingsmuffel. Am Nachmittag holte sie das Flughafen-Restaurant in Riem von zu Hause ab. Dort sorgte Oma weiter für die Stimmung der Gäste.“

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