Schlagwort-Archiv: Kind

Mädchen im Kostüm, 1953

Es dauert nicht mehr lang, und verkleidete Feierwütige ziehen wieder durch die Straßen, um vor der Fastenzeit noch einmal so richtig ausgelassen zu feiern. Das Outfit von Ursula Schoierer ist zwar kein Faschingskostüm im klassischen Sinne  dennoch präsentiert sie ihr selbstgemachtes „G’wand“ voller Stolz und mit dem Wissen, dass sie etwas ganz besonderes trägt. In unserer Geschichte zum Bild im Februar berichtet uns Frau Schoierer, die uns im Rahmen des Fotoaufrufs „Nachkriegsbayern“ dieses Bild zugeschickt hat, wie sie zu ihren ersten nachhaltigen Kleidungsstücken kam.

„Dieses ‚Kostümchen‘ das ich auf dem Foto anhabe, war offensichtlich das einzig ‚g’scheide G’wand‘. Großmutter und Mutter hatten die Jacke vorausschauend sehr groß gestrickt, sie sollte die nächsten Jahre immer noch passen. Der Rock dagegen fing kurz an – die oberste Runde waren Schmetterlinge, dann im nächsten Jahr eine Runde Blumen, so ging es jedes Jahr weiter mit Marienkäfern, Fliegenpilzen und Herzerl.“

Foto: Mädchen in Kostüm, um 1953 © USchoierer

Als Einstimmung auf die fünfte Jahreszeit finden Sie in unserem Fotoalbum weitere Bilder von kostümierten Karnevalisten.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Späte Kommunion, 1944

Traditionell empfangen in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten wieder viele Kinder in den katholischen Kirchengemeinden hierzulande das Sakrament der Erstkommunion.

Unsere Userin barbrosa zeigt in der Community ein Bild ihrer Mutter bei deren erster heiliger Kommunion im Jahr 1944. Barbrosas Bemerkungen zu diesem – vermeintlich – festlichen Anlass sind gleichermaßen interessant und kurios – unsere Geschichte zum Bild im Monat Mai:

Späte Kommunion„Nachdem meine Mutter bis zur Einschulung mit ihren evangelischen Geschwistern, evangelisch getauft, aufwuchs, wurde sie nach der mit dem katholischen Pfarrer getroffenen Vereinbarung in den katholischen Haushalt ihrer Großeltern überführt, was eine erneute Taufe – diesmal natürlich im ‚wahren‘ Glauben – erforderte und einen Kommuniongang. Meine Mutter hat zeitlebens genug von kirchlichen Institutionen gehabt, und nach den Gründen gefragt stets geantwortet, sie brauche keine Kirche mehr – nach zwei Taufen mit zwei Weihwassern sei sie heilig genug…“

Foto: Späte Kommunion © barbrosa
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Gemeinsam stark

Alltag – Auf eigenen Beinen stehen

Die Großen helfen den Kleinen. Was heute in Modellversuchen durch das Zusammenlegen der ersten und zweiten Klasse ausprobiert wird, wurde auch schon im Jahr 1952 gemacht. Damals waren allein in München, 3050 durch den Krieg verwaiste Kinder in Heimen untergebracht. Aber moderne Pädagogen haben, von den Ideen des großen Pestalozzi ausgehend, neue Wege beschritten. Man fragte sich, was entbehrt dem Waisenkind? Antwort: Einen Menschen dem es gehört und der ihm gehört. So wurden in einem Münchner Heim für 150 junge Menschen „Familiengruppen“ geschaffen, mit einer Pflegemutter für je 15 Kinder. In unserem Fundstück aus der Münchner Illustrierten Nr. 20 vom 17. Mai 1952 zeigen wir Ihnen, wie die Kinder den Spaß am alltäglichen Leben entdeckten und daraus echte Freundschaften entstanden. Weiterlesen…

Was kostet mein Kind

Alltag – Kinder sind teuer

Seit neuestem ist die Ausbildung von Kindern steuerlich absetzbar. Als das noch anders war, und Väter noch Alleinverdiener waren, erforderte das Kinderkriegen finanzielle Weitsicht. Wie knapp eine solche Kalkulation gehalten werden musste, zumindest für den Stammhalter, zeigt unser Fundstück aus der Münchner Illustrierten Nr. 14 vom 2. April 1955!
 
 

 

 Welche Opfer und Entbehrungen die Eltern auf sich nehmen, wird allzu oft verkannt. Die Münchner Illustrierte hat mit Hilfe der Statistik untersucht, was ein Vater mit durchschnittlichen Einkommen in 17 Jahren für ein Kind aufwenden muss.

Der erste Schritt ins Leben ist leider schon mit Kosten verbunden. Als Vorstand eines Vierpersonenhaushalts mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von knapp 480 DM, stellen die Kosten für Bett, Wagen, Stühlchen, Wanne, Laufstall und Spielzeug mit rund 500 DM eine nicht unerhebliche Belastung für den bundesdeutschen Durchschnittsvater dar.

„Mit der Klapper im Wickelkissen fängt es an, später stellte Filius größere Ansprüche an seinen Vater. Er will einen Roller, ein Fahrrad, einen Schlitten, Skier und den Beitrag für den Sportklub. Summasumarum fallen dafür 2500 DM an.“ „Wer mit 420 DM monatlich eine vierköpfige Familie unterhalten muss, kann kaum daran denken den Sohn auf das Gymnasium oder gar auf die Universität zu schicken. Meist muss er sobald wie möglich auf eigene Füße gestellt werden. Für die Dauer der Lehrjahre fallen für Kohlen, Strom, Möbel, Miete, Schuhe und Schuhsohlen Kosten von 4200 DM an.“
„Den Junior interessiert am ersten Schultag nur die Zuckertüte. Für Schiefertafeln, Schwämme, Mal- und Lesekasten, Hefte, Blocks, Griffel, Blei- und Buntstifte, Federhalter, Knet- und Radiergummi, Lineale, Ranzen und Mappe fallen 750 DM an. (Zusätzlich fallen für Bekleidung und Bettwäsche 2750 DM an) „ „Unverändert steht der Posten Ernährung im Etat eines bürgerlichen Haushalts an der Spitze. Zwar sinkt der Preis von Brot, Butter, Nährmitteln und Kartoffeln seit der Währungsreform, aber dafür steigt der Verbrauch von Obst, Gemüse, Fett, Maragrine, Zucker, Milch und Fleisch. Zusammen belaufen sich die Ausgaben für Nahrungsmittel bis zur Volljährigkeit eines Kindes auf 9300 DM.“

© Münchner Illustrierte 1955
Fotos: Schraudenbach

20000 DM – das ist die Summe, die man in den Fünfzigern in seinen Sohn investieren musste, bis er auf eigenen Beinen stand. Aber, wie die Münchner Illustrierte damals anmerkte: „Des Menschen Wert ist nicht in Geld zu messen. In keiner Währung der Welt lässt sich freilich auch die Freude umsetzen die ein Kind seinen Eltern schenkt.“

 

Mehr Bilder von fröhlichen Kindern finden sie in unserem Fotoalbum „Spielende Kinder“. Mit Bildern von Pferd, Youliakeberlein, Anheas, Rabe, gustfoto11, oldtime und Timeline Classics

Haben Sie Interesse an weiteren Artikeln aus den 50er Jahren? In unserer Rubrik Fundstücke zeigen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen Schmankerl aus den Themenbereichen Kultur, Sport, Mode & Schönheit, Stars & Adel und Alltag. Seien Sie gespannt!

Ihr Timeline Images Team


Muttertag

Bis die Kinder groß sind …

… hat eine Mutter, wie man sieht, so einiges zu tun: Spazieren gehen, Essen kochen, spielen, Wäsche waschen, die Kinder baden und zu Bett bringen, noch eine Geschichte vorlesen, erziehen, lehren und Werte vermitteln oder einfach nur zuhören und da sein. Und kommt das nächste Kind, geht das ganze wieder von vorne los.

Am 8. Mai ist Muttertag, Zeit inne zu halten und der Mutter eine Pause zu gönnen.

Aus den Alben von 1Frido2, Oldtime, Tante LuiseTimeline Classics, Youlia und xingxeng.


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Wettbewerb – Einkaufen

Bitte zur Kasse

Der Einsendeschluss für den Fotowettbewerb war der 6. März 2011. Vielen Dank, für die zahlreich eingesendeten Bilder. Am 21. März 2011 wählt eine Fach-Jury die drei Siegerfotos aus.

Lassen Sie sich überraschen, wer vier Übernachtungen in einem pentahotel der Wahl, die Stehleuchte Lettura von Artemide und die Festtagsedition von SZ Vinothek gewonnen hat. 

Die eingereichten Fotos können Sie sich jetzt schon bei Timeline Images ansehen.

Sagen Sie uns Ihre Meinung und schreiben Sie uns, welches Motiv Ihnen am besten gefällt.

Ihr Team von Timeline Images

 

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Kinderglück

Momente unbeschwerter Kindertage

Aus den Alben von Youlia, oldtime, keberlein und Anheas.

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