Schlagwort-Archiv: Auto

Auf Reisen in den 60ern

Am Flughafen Lod in Israel, 1968 Passagiere auf dem Flughafen Lod in Israel, 1968 Flughafen München Riem, 1963 Mann am Flughafen in Düsseldorf, 1966 Passagierschiff auf dem Rhein und Industrieanlagen, 1964 Paris Gare du Nord, 1967 Passagiere in einem Zug bei Brest-Litowsk, 1967 Fahrgäste im Zug, 1966 Menschen in Anatolien, 1961 Frau im Dogu-Express, 1964 Dolomiten Opel in den Dolomiten, 1962 Busse und die Lomonossow-Universität in Moskau, 1967 Busstation in Baltimore, 1962 Touristen in Grachtenboot in Amsterdam, 1966 Kreuzfahrtschiff 'Statendam' auf dem Atlantik, 1962 Kreuzfahrtschiff 'Statendam' auf dem Atlantik, 1962 Fahrzeugverladung in Oostende, 1960er Jahre Unser Wohnmobil, 1963

Mit Flugzeug, Kreuzfahrschiff, Vespa, Auto oder Bus die Welt entdecken – unsere Community-Mitglieder zog es in den sechziger Jahren hinaus in die ferne Welt. In Moskau Matrjoschkas kaufen, in Venedig Gondel fahren oder exotische Basare im Iran besuchen: Die Welt schien offen für Entdeckungen. In unserer neuen Serie „Auf Reisen in den 60ern“ stellen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen die nationalen und internationalen Reiseziele unserer Fotografen vor und nehmen Sie mit auf eine Reise um die Welt in den sechziger Jahren.

In unserem ersten Beitrag dreht sich alles um Verkehrsmittel – kein Wunder, denn ohne sie lässt sich der Erdball denkbar schlecht bereisen. Sehen Sie in unseren Fotoalben, wie es den Passagieren auf dem Kreuzfahrtschiff „Aurelia“ erging, was Bahnreisende an den Gleisen erlebten und wohin es Opel-, Ford- und Renaultfahrer mit ihren damals noch nicht ganz so alten Oldtimern zog.

Austin, 60er Jahre

Bahnhöfe, 60er Jahre

Ford, 60er Jahre

Kreuzfahrten, 60er Jahre

Opel, 60er Jahre

Renault, 60er Jahre

Probieren Sie türkische Sesamkringel in Istanbul, schlendern Sie im Mercat de la Boqueria in Barcelona oder erleben Sie die pure Natur in den Weiten Skandinaviens. In unserer Serie “Auf Reisen in den 60ern” stellen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen Reiseziele vor, die unsere Community-Mitglieder in den sechziger Jahren besucht haben. Nächstes Mal nehmen wir Sie mit ans Mittelmeer, wo sich die Olivenhaine bis zum Horizont erstrecken und die Sonne kaum unterzugehen scheint.

 

 

Abschiedskonzert in Riem, 1959

Ein komischer Anblick: vier Freunde, die, aus dem Schiebedach eines Kleinfahrzeuges gelehnt, enthusiastisch musizieren. Timeline-Userin Thudichum erzählt in unserer Geschichte zum Bild im Juli, was der Hintergrund dieser skurrilen Szene ist.

Freunde spielen Musik in einem Auto auf einer Straße in Bayern.

 

„Unser Freund entschloss sich nach der Trennung seiner Frau als Reiseleiter nach Spanien zu gehen. Wir wollten ihn am Flughafen Riem musikalisch verabschieden. Eine Beamtin erlaubte uns, dass wir aufs Rollfeld gelangten und ihm auf dem Rollfeld aus vollem Halse Adieu sagten. Weiterlesen…

Crashtest in Dänemark

Alltag – Verkehrssicherheit in den 50ern

Urlaubszeit ist Stauzeit – und Unfallzeit. In der Zeit von Mai bis August schlägt die Statistik der Verkehrsunfälle regelmäßig nach oben aus, und nicht umsonst fordern Behörden und Verbände gerade in der Ferienzeit zu erhöhter Aufmerksamkeit im Straßenverkehr auf. Gut, wenn man sich neben seinen fünf Sinnen zudem auf die Sicherheit seines fahrbaren Untersatzes verlassen kann. Diese wird heutzutage selbstverständlich in Crashtests geprüft, durch Hersteller und Automobilverbände. Ziel ist es, die Karossen auf den Fahrgastschutz und den Schutz von Fußgängern oder anderen Verkehrsteilnehmern zu überprüfen. In den 50ern war dieses Wissen allerdings noch nicht so sehr verankert…


 

Lange vor der Verwendung von Hochgeschwindigkeitskameras und Drucksensoren gab es allerdings schon Experimente, die aus heutiger Sicht etwas kurios anmuten. Der dänische Ingenieur Durloo veranstaltete 1955 in Kopenhagen einen öffentlichen Crashtest, bei dem ein Auto von einem Kran senkrecht fallen gelassen wurde, um einen Aufprall bei 80 km/h zu simulieren. Das Versuchsobjekt: ein ´34er Buick. Die Münchner Illustrierte war damals vor Ort, und so sind wir über die Archivbilder gestolpert, die wir gerne mit  Ihnen teilen möchten. Die Berichterstattung ist ebenfalls original aus der Münchner Illustrierten Nr. 18 vom 30. April 1955. Schmunzeln ist erlaubt!

Es ist was faul im Staate Dänemark
Der Buick wird an einem Kran in die Höhe gezogen. Die Tiefe des Falls ist so berechnet, dass die Geschwindigkeit des Wagens zum Zeitpunkt des Aufpralls genau 80 km/h beträgt. Es folgt: Ein Drama in vier Akten…

„Da kommt er: Zwanzigtausend Kopenhagener schauten in die Luft, als ein alter Buick, Baujahr 1934, von einem Riesenkran hochgezogen und ganz oben ausgeklinkt wurde. Die etwas komplizierte Methode, das Auto unbrauchbar zu machen, hatte einen tieferen Sinn: Herr Durloo, Vorsitzender der dänischen Verkehrswacht und Organisator dieser kunstvollen Zerstörung, wollte einmal vorführen, welche Kräfte wirksam sind, wenn ein Wagen im Achtzig-Kilometer-Tempo verunglückt und gegen ein festes Hindernis rast.“ „Schneller und schneller stürzte das Vehikel am Kran entlang abwärts. Wie Experten ausgerechnet hatten, dauerte die Flugzeit, an deren Ende das Auto eine Fallgeschwindigkeit von achtzig Kilometern je Stunde erreichte, ganze zweieinviertel Sekunden. Auf den Vordersitzen des Wagens saßen zwei angeschnallte Schaufensterpuppen: Ihr Zustand nach dem Aufprall sollte die Autofahrer unter den Zuschauern zu ich-bezogenen Vergleichen anregen und sie mahnen, in Zukunft vorsichtiger zu fahren.“


„Wie eine Bombe krachte der Buick unter ohrenbetäubendem Getöse in den Boden. Was das menschliche Auge im Bruchteil von Sekunden nicht wahrnehmen konnte, hielt die Kamera fest: der Kühler des Wagens schob sich wie der Balg einer Ziehharmonika ineinander. Massives Eisenblech wurde zerknittert wie Papier, kompakte Stahlteile verbogen sich wie Blech. Dann fiel das Auto auf den Rücken und löste sich in seine deformierten Bestandteile auf.“ „Ein Haufen Schrott war das Ergebnis von Herrn Durloos Experiment. Selbst Zuschauer, die nur gekommen waren, um die großzügig inszenierte Zertrümmerung zu genießen, zeigten sich durch das Ausmaß der Vernichtung unangenehm berührt und beeindruckt. Der Zustand der Puppen, die sich losgerissen hatten und vollständig zerschmettert wurden, verfehlte nicht seine pädagogische Wirkung. Mancher Autofahrer aus dem Publikum wird immer wieder an sie denken müssen, wenn er am Steuer sitzt und achtzig fährt.“


Mehr Bilder aus unserem neuen Fotoalbum Automobile der Fünfzigerjahre finden Sie hier. Mit Bildern vonTanteLuise, 1Frido2, xingxeng und Dillo.

Haben Sie Interesse an weiteren Artikeln aus den 50er Jahren? In unserer Rubrik Fundstücke, zeigen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen Schmankerl aus den Themenbereichen Kultur, Sport, Mode & Schönheit, Stars & Adel und Alltag.

Kommen Sie gut durch die Ferien und fahren Sie vorsichtig! Bis zum nächsten Fundstück grüßt Sie

Ihr Timeline Images Team

VW Käfer

Der VW Käfer, ein Begeleiter in allen Situationen

Aus den Alben von TanteLuise und oldtime