Kinderträume

Alltag – Mein größter Wunsch!

192702 Kinder an Weihnachten 1927 150x150 KinderträumeNur noch wenige Tage bis Weihnachten! Endlich schneit es und die Landschaft sieht wie gepudert aus. In den Häusern erledigen die Eltern die letzten Weihnachtsvorbereitungen und manches Kind fragt sich, ob wohl der Weihnachtsmann oder das Christkind den Wunschzettel bekommen hat. An Heilig Abend kann man an den leuchtenden Kinderaugen erkennen ob der Weihnachtswunsch erfüllt wurde oder nicht. In unserem Fundstück aus der Münchner Illustrierten Nr. 52 vom 28. Dezember 1957 zeigen wir Ihnen, was sich Schulkinder in den 50er Jahren gewünscht haben. Wissen Sie noch, was Ihr größter Kindheitstraum war?

 
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Skiläufer oder Zauberin?

Vor Weihnachten schrieben Schüler den Aufsatz: “Mein größter Wunsch”. In einem Artikel der Münchner Illustrierten sind ihre Träume Bild geworden, indem Sie dem MI Photographen den größten Wunsch ihres Lebens vorspielten.

Er würde es ihnen zeigen Kinderträume Viel Ruhm in langen Kleidern Kinderträume
Der Schedlbauer Edi ist ein stiller, fast schüchterner Bub. Deshalb wäre es sein größter Wunsch, eine bewunderte Skikanone zu sein, die bei verwegenen Rennen mitfährt. Edi stellt sich das so vor: “Ich würde fahren wie ein Irrsinniger. Und wenn ich während der Fahrt dafallen würde! Sogleich würde ich aufstehen und weiter fahren bis ans Ziel.” Renate Reisböck träumt in ihrem Aufsatz den Traum so vieler junger Mädchen: “Mein größter Wunsch ist etwas außergewöhnliches. Es hängt mit dem Film zusammen. Mein größter Wunsch ist es nur ein einziges Mal im Film, Funk und Fernsehen aufzutreten. Es muss herrlich sein, als Sternchen oder Stern vor der Kamera zu erscheinen”
Sie will die Lehrer nach Hause zaubern Kinderträume Ein Abenteuer auf der Sonne Kinderträume
Mit ihren elf Jahren ist Christa Schmidseder die jüngste der Aufsatz-Autoren. Ihre Wünsche sind deshalb auch noch recht brav: “Ich will die größte Zauberin der Welt sein. Auf dem Platz, auf dem die Schule steht, würde ich einen See mit allem dran herzaubern, wo die Leute baden. Und die Lehrer würde ich nach Hause zaubern.” Der kleine Klaus Koch möchte sich ein Raumschiff bauen und damit zur Sonne fliegen. Dort angekommen würde er den bekannten Sonnenmenschen begegnen – und seinem Rektor Georg Gick und dem Herrn Lehrer Wolgang Schilling. Auf der Sonne wäre auch der rechte Fleck, um sich den Lehrkörper untertan zu machen.

© Münchner Illustrierte 1957
Fotos: Schraudenbach

“Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat”. Mit diesem Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach verabschieden wir uns von Ihnen, und wünschen ein wunderschönes Weihnachtsfest. Mehr Bilder zum Thema Weihnachten finden Sie übrigens in unserer Community auf www.timeline-images.de. Noch mehr spannende Artikel aus der Münchner Illustrierten finden Sie in regelmäßigen Abständen in unserer Rubrik Fundstücke, zusammen mit einem bunten Potpourri aus den Themenbereichen Kultur, Sport, Mode & Schönheit, Stars & Adel und Alltag. Lassen Sie sich überraschen!

Ihr Timeline Images Team

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1 Kommentare

  1. 001 Nils

    Es ist schon erstaunlich wie sich die Zeiten ändern, wenn man sich anschaut was sich die Kinder heute wünschen. Die wenigsten stehen da noch auf eine Märklin-Eisenbahn oder eine Carrera. Wi2 oder ein Handy muß da schon her…irgendwie schade…

    6. Januar 2012

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