Politik – Ein gut gemeinter Staatsbesuch
Rezession, Finanztransaktionssteuer, Griechenland Pleite. Nicht erst seit den Diskussionen um die Rettung Griechenlands blickt England mit einer gewissen Skepsis auf Deutschland. Bereits im Oktober 1958, als Theodor Heuss als erster Bundespräsident Deutschlands auf Staatsbesuch in England war, konnte er die Haltung der Briten spüren. Eigentlich sollte es ein Staatsbesuch werden, der als politische Annäherung an den ehemaligen Feind geplant war. Geendet hat es mit einem Medienecho, das dem damaligen Bundespräsidenten in keinster Weise gerecht wurde. Das Misstrauen der Bevölkerung gegen die Erben des Dritten Reichs war noch zu stark. Zwar wurde keine einzige Stimme laut, die gegen Theodor Heuss als Mensch sprach, aber die kühle Ablehnung, die er als Oberhaupt der Bundesrepublik erfuhr, war unübersehbar. Begleiten Sie Theodor Heuss in unserem Fundstück aus der Münchner Illustrierten Nr. 44 vom 1. November 1958 auf einen Staatsbesuch nach London, bei dem von enger Freundschaft und gegenseitigem Vertrauen noch keine Rede sein konnte.

Ein Staatsbesuch nach Plan
Der Besuch von Heuss orientierte sich bis ins Detail an dem vorhergehenden Staatsbesuch des italienischen Präsidenten Giovanni Gronchi, der in den Medien positiv aufgenommen worden war.
© Münchner Illustrierte 1958
Fotos: Strobel
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Schlagwörter: 50er Bundespräsident England London Münchner Illustrierte Politik Theodor Heuss Zeitgeschichte Zeitzeugen






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