Unsere Fotografen: Aldiami

Rast am Rande eines Tempelbeckens, 1962 Nymphenburger Park, 1959 Altstadtmarkt in Warschau, 1962 Bau des Münchner Olympiaparks, 1970-1972 Mädchen in Buchenhain, 1961 Obachlosigkeit in München, 1978 Junger Reisbauer in Indien, 60er Jahre Bau des Münchner Olympiaparks, um 1970 Gemüsestand auf dem Viktualienmarkt, 1979 Bergführer auf dem Mönchsjoch, 1979 Der Münchner Viktualienmarkt im Winter 1979 Fischfang am Golf von Bengalen, 1962 Kairo, 1961 Bau einer Fabrik in Neyveli, 1962 Bau des Münchner Olympiaparks, 1972 Lebensmittelgeschäft in Barcelona, 1965 Markttag im Bezirk Neyveli, 1962 Blick auf Zermatt, 1975 Bau des Münchner Olympiaparks, 1971 Münchner Marienplatz zur Zeit des S- und U-Bahnbaus, 1968 Kokosnussverkäufer in Indien, 1962

Seit 2013 teilt Timeline-Mitglied Aldiami mit uns
Fotos von nah und fern: Über 300 Aufnahmen, unter anderem vom Bau des Münchner Olympiaparks in den Siebzigern sowie vom Alltagsleben im Indien der sechziger Jahre, bereichern mittlerweile unsere Community.

Hinter dem Pseudonym Aldiami verbirgt sich eigentlich Ingrid Alexander, die Bilder von Fotografen aus ihrer Familie bearbeitet und veröffentlicht. Seitdem sie beim Fotowettbewerb „Schweiz“ mitgemacht hat, begeistert sie uns mit der unglaublichen Fülle und Vielfalt an Motiven, die sie in regelmäßigen Abständen auf Timeline Images hochlädt.

Der Großteil aller bisher veröffentlichten Fotos stammt von ihrem Vater, Herbert Michalke, der 1923 in Oberschlesien geboren wurde und nach der Kriegsgefangenschaft 1948 nach Bayern kam. Dort begann er, mit einer Agfa Silette zu fotografieren, die er mit seinem ersten verdienten Geld erstanden hatte. Da diese Kamera ihn in den sechziger Jahren auch auf seinen Dienstreisen begleitete, entstand eine bunte Mischung von Bildern aus München, verschiedenen europäischen Hauptstädten, Indien und der USA.

Leider hat die Einrahmung unter Glas zur Zerstörung fast aller dieser Bilder geführt. Nur die Indienbilder und einige wenige andere wurden von Herbert Michalke gerettet, indem er sie aus dem Glasrahmen nahm, säuberte und in glaslose Rahmen einsetzte – eine sehr aufwändige Arbeit. 

Weiterlesen…

Flüchtlinge in Piding, 1946

Unsere Geschichte zum Bild im März dreht sich diesmal um ein historisches Ereignis, das erstaunliche Parallelen zur heutigen Zeit aufweist. Das äußerst wertvolle Zeitdokument von Community-Mitglied AEhm, welches er uns im Rahmen des Fotoaufrufs „Bayern in der Nachkriegszeit“ zugesandt hat, zeigt die Essensausgabe an Kriegsflüchtlinge im Lager Piding, in dem seine Mutter damals als Kriegswitwe arbeiten musste. Ihr kleines Lächeln offenbart auf sehr eindringliche Art, dass die Zwischenmenschlichkeit zwischen all dem Elend und der Not nicht verloren gegangen ist.

„Das Foto zeigt meine Mutter (ganz rechts mit dem weissen Kopftuch) bei der Essensausgabe im Lager Piding, Lkrs. Berchtesgaden. Meine Mutter arbeitete dort in der ‚Kantine‘. Hier wurde (Gemeinschafts-)Essen an die Bewohner/Insassen ausgegegeben. Die Gesichter sprechen Bände und bedürfen keiner weiteren Beschreibung. Die Leute wohnten auf engstem Raum in Gemeinschaftsunterkünften und Baracken mit gemeinschaftlichen Sanitäranlagen. Wahrlich Vorläufer der heutigen Containersiedlungen. Piding war, wer weiß das heute noch, eines der größten Flüchtlingslager nach dem Krieg. Über zwei Millionen Flüchtlinge wurden aufgenommen und innerhalb der gesamten Bundesrepublik verteilt. Der Ortsteil Mauthausen wird heute noch Lager genannt. Was im Vergleich zur heutigen Diskussion um Flüchtlinge auch interessant ist: Bis in die Mitte der 1960er Jahre lebten ‚Flüchtlinge‘ dort in Baracken mit Gemeinschaftsbad und -WC und maximal zwei Zimmern pro Familie. Weiterlesen…

Rückblick: Fotoaufruf Bayern in der Nachkriegszeit

Zerstörtes Siegestor in München, um 1945 Alte Pinakothek in München, um 1945 Kinderfasching in München, um 1949 Leuchtreklame am Stachus, 1958 Mädchen auf Rollschuhen, 1958 Gäste auf dem Oktoberfest in München, 1949 Luitpold-Theater in München, um 1950 Männer auf Hometrainer, 1952 Zeitungsverkäufer am Münchner Hauptbahnhof, 1952 Mann an der Wittelsbacher Brücke in München, 1953 München bei Nacht, 1958 Mädchen an der Isar, 1955 Kleiner Junge am Hühnerstall, 1951 Zwei Kinder in einem alten Lastwagen, 1946 Kartoffelernte in Remlingen, 40er Jahre Schulmädchen in Fuchsmühl, 1950 Gruppenausflug, um 1949 Drei Kinder auf einem Schlitten, 1954 Familie in der Küche, 1958 Familie beim Hendl-Essen, 1960 Trachten- und Schützenumzug in München, 1956

Anlässlich des 70. Jahrestages der Landesverfassung des Freistaats Bayern suchten die Süddeutsche Zeitung und Timeline Images ab Anfang Dezember 2016 Leserfotos vom Leben im Bayern der Nachkriegsjahre. Der gemeinsame Fotoaufruf entpuppte sich als voller Erfolg: Über 400 Fotos erreichten die Fotocommunity und die Redaktion.

Die vielfältigen Motive, die uns per Post und E-Mail zugeschickt oder sogar persönlich vorbeigebracht wurden, zeigen das Leben im Bayern der Nachkriegszeit in all seinen Facetten.

Statue "Rossebändiger" vor der Alten Pinakothek, um 1945 © LDoerfert

Statue „Rossebändiger“ vor der Alten Pinakothek, um 1945

Die Aufnahmen dokumentieren sehr deutlich das widersprüchliche Leben nach dem Krieg. Einige Bilder lassen das ganze Ausmaß der Zerstörung durch die Luftangriffe erahnen, wie die Diastrecke „zerstörtes München in Farbe“ von LDoerfert. Eine echte Besonderheit, denn farbige Zeitdokumente der in Trümmern liegenden Landeshauptstadt sind selten. Andere Motive zeigen wiederum die Versuche, Normalität einkehren zu lassen. Aufnahmen von gemeinsamen Ausflügen mit der Familie oder mit Freunden, vom Urlaub in den Bergen oder am See, oder von Faschingsfeiern oder Volksfesten beweisen, wie das Leben trotz Verwüstung und Verlust weiterging. A propos Fasching: Nachkriegsbayern-Fotos von Keberlein und HRath dienten als Bebilderung für einen Artikel über die Münchner Faschingstradition und erschienen in der Süddeutschen Zeitung am 3. Januar 2017 (Zugriff nur über SZPlus).

Jungen im Kinderhort, 1946 © Rieder

Damenausflug, 1955 © UWitt

Mutter und Sohn in München, 1951 © drummer

Neben der Zerstörung Münchens sind sowohl der physische als auch der psychische Wiederaufbau Thema zahlreicher Einsendungen: Wir erhielten Bilder aus ländlicheren Regionen Bayerns, die Feldarbeiten, Heu- und Kartoffelernten zeigen aber auch Kriegsflucht oder die Kinderlandverschickung dokumentieren. Hinzu kommen auffallend oft Fotos, auf denen nur Mütter mit ihren Kindern zu sehen sind, als auch viele Schnappschüsse von spontanen Alltagsszenen.

Der Fotograf Peter A. Schindler, der uns eine faszinierende Bildstrecke mit Münchner Straßenszenen zukommen ließ, wusste genau, wie er die Stimmung auf den Straßen Münchens einfängt. Sein Gespür für schöne Licht- und Schattenverhältnisse und den richtigen Augenblick honorierte die Süddeutschen Zeitung mit einem eigenen Portrait. Am 24. Januar 2017 berichtete die SZ im Münchner Regionalteil und auf SZ.de über Peter A. Schindlers fotografische Anfänge im München der Nachkriegsjahre.

Zeitungsverkäufer am Münchner Hauptbahnhof, 1952 © Schindler

Besonders spannend wird es, wenn man die persönlichen Hintergründe erfährt, die sich hinter den Bildern verbergen. In unserem Fotoalbum „Geschichte zum Bild: Nachkriegsbayern“ finden Sie Fotos mit sehr lustigen, aber auch berührenden Geschichten, die uns von Lesern erzählt und aufgeschrieben wurden.

Weitere Einsendungen aus dem Fotoaufruf können Sie auch in unseren Fotoalben „München in der Nachkriegszeit“, „Menschen im Nachkriegsbayern“ oder in unserer Bilddatenbank unter dem Stichwort „Nachkriegsbayern“ finden.

Wir bedanken uns hiermit noch einmal bei allen Lesern und Community-Mitgliedern, die uns Bilder zugeschickt haben und freuen uns schon auf den nächsten Fotoaufruf!

Stöbern Sie doch in der Zwischenzeit ein wenig in unseren zahlreichen historischen Fotoalben!

Ihr Team von Timeline Images

 

Mädchen im Kostüm, 1953

Es dauert nicht mehr lang, und verkleidete Feierwütige ziehen wieder durch die Straßen, um vor der Fastenzeit noch einmal so richtig ausgelassen zu feiern. Das Outfit von Ursula Schoierer ist zwar kein Faschingskostüm im klassischen Sinne  dennoch präsentiert sie ihr selbstgemachtes „G’wand“ voller Stolz und mit dem Wissen, dass sie etwas ganz besonderes trägt. In unserer Geschichte zum Bild im Februar berichtet uns Frau Schoierer, die uns im Rahmen des Fotoaufrufs „Nachkriegsbayern“ dieses Bild zugeschickt hat, wie sie zu ihren ersten nachhaltigen Kleidungsstücken kam.

„Dieses ‚Kostümchen‘ das ich auf dem Foto anhabe, war offensichtlich das einzig ‚g’scheide G’wand‘. Großmutter und Mutter hatten die Jacke vorausschauend sehr groß gestrickt, sie sollte die nächsten Jahre immer noch passen. Der Rock dagegen fing kurz an – die oberste Runde waren Schmetterlinge, dann im nächsten Jahr eine Runde Blumen, so ging es jedes Jahr weiter mit Marienkäfern, Fliegenpilzen und Herzerl.“

Foto: Mädchen in Kostüm, um 1953 © USchoierer

Als Einstimmung auf die fünfte Jahreszeit finden Sie in unserem Fotoalbum weitere Bilder von kostümierten Karnevalisten.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Skifahrendes Mädchen, 1948

Sobald Deutschland unter Schneebergen versinkt und mit dem Schippen kaum nachkommt, bricht des Skifahrers liebste Jahreszeit an. Und wenn man als sechsjährige Hamburgerin das erste Mal die bayerischen Berge sieht, packt einen natürlich doppelt und dreifach der Ehrgeiz. In unserer Geschichte zum Bild im Januar berichtet SZ-Leserin Ursel Heins, die uns im Rahmen des Fotoaufrufs „Nachkriegsbayern“ dieses Bild zugeschickt hat, wie sie nach dem Krieg von ihren ersten Skiern träumte.

Eine 6-jährige Skifahrerin während des Weihnachtsurlaubs vor dem Untersberg bei Berchtesgaden.

„Ich bin in Hamburg geboren. Gegen Ende des Krieges kam ich mit meiner Mutter als ‚Evakuierte‘ nach Berchtesgaden und wurde dort 1948 eingeschult. in diesem Winter wollte ich genauso gut Skifahren lernen wie die einheimischen Nachbarskinder. Deshalb zeichnete ich auf meinem Wunschzettel für das Christkind ein Paar Ski – und sonst nichts… Am Heiligen Abend lagen sie dann tatsächlich unterm Christbaum: die besten Ski weit und breit – handgemacht vom Wagnermeister Klaus, dem überall bekannten ‚Ski-Klaus‘.“

Foto: Skifahrerin vor dem Untersberg, 1948 © Ursel Heins

In unserem Fotoalbum finden Sie weitere Bilder von Skifahrerinnen und Skifahrern aus der Nachkriegszeit.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Merken

Merken

Unsere Fotografen: leicar6

Junge Frau in Schwabing, 1967 Pablo Picasso in Fréjus, 1966 Vater mit Kind auf dem Oktoberfest, 1963 Barmädchen im Schwabinger 7, 1962 Jugendliche in einer Kunstgalerie in Schwabing, 1960er Marcel Marceau, 1967 Jugendliche in Kopenhagen, 1965 Jugend in Kopenhagen, 1965 Mittagsschlaf auf dem Montmartre, 1969 Kunststudenten mit Pfeife in Paris, 1964 Jugendliche in St. Tropez, 1966 Jugendliche in St. Tropez, 1966 Jugendliche in Schwabing, 1967 Künstler auf der Leopoldstraße, 1964 Das Mädchen mit dem Kofferradio Werner Bergengruen in der Universität Wien, 1962 Maidemonstration in Ost-Berlin, 1960 Grenze am Brandenburger Tor, 1967 Maidemonstration in Ost-Berlin, 1960 Belle de Jour - Schöne des Tages, 1964

Timeline-Mitglied leicar6 teilt mit uns nicht nur seine Aufnahmen, sondern erzählt von allen Community-Mitgliedern auch die meisten Geschichten zu seinen Bildern.

Die Leidenschaft für Fotografie begleitet leicar6 bereits von seinem 14. Lebensjahr an. Vorbilder waren und sind Fotografen wie Cartier-Bresson, Werner Bischof oder Ernst Haas. Er wurde 1940 geboren und absolvierte in seiner Geburtstadt ein Lehramtsstudium. Seit 1980 ist er Herausgeber und Autor von Unterrichtsmedien. Der Life-Fotografie gilt schon immer sein Hauptinteresse, dabei fasziniert ihn besonders das Porträtieren von Menschen.

Die meisten seiner Aufnahmen entstanden in den Sechzigern, wo er beispielsweise Prag im Jahr 1965 als Auftragsfotograf bereiste. Leicar6 erklärt: „Ich war in den sechziger Jahren bei meinen Reisen hauptsächlich als freier Fotograf unterwegs und habe damals mit zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften zusammengearbeitet.“ Einige Aufnahmen aus dieser Zeit präsentiert der Fotograf in seiner Buchreihe ‚Unterwegs in den Sechzigern‘. Besonders natürlich porträtiert der Künstler das Leben der freiheitsliebenden Jungend aus dieser Zeit. Seine Fotos vermitteln nostalgisch das Lebensgefühl der 60er Jahre mit seinen Individualisten, Hippies und alternativen Künstlern in beispielsweise Schwabing und St. Tropez.

Weiterlesen…

Nikolausbesuch, 1946

Einige liebe Kinder, die gestern Abend fleißig ihre Schuhe geputzt und vor die Tür gestellt haben, durften sich heute, am 06. Dezember, über Geschenke vom Nikolaus freuen. Manchmal schafft es der Heilige Nikolaus trotz seines straffen Zeitplans sogar, den Kindern ‚Hallo‘ zu sagen. Auch unser Community-Mitglied Wördehoff hatte vor 70 Jahren die Ehre, den Heiligen Nikolaus in Begleitung eines Engels persönlich zu treffen. Unsere Geschichte zum Bild im Dezember erzählt von dieser fröhlichen Begegnung in München während der Nachkriegszeit.

001_timeline-h-00235444

„Dieses Nikolaus-Foto hat einen ganz besonders liebenswerten Hintergrund: Die Inhaberin eines Lebensmittelgeschäftes hat sich damals als Nikolaus verkleidet und zusammen mit ihrer Tochter (der Engel) die Kinder in der Nachbarschaft mit kleinen Gaben beschenkt. Leider ist mir der Name dieser wunderbaren Frau nicht mehr in Erinnerung. Ihre Nikolaus-Besuche wurden für einige Jahre Tradition, sie haben mich geprägt und ich kann stolz sagen, daß diese Frau damals bereits den ‚Zusammenhalt der Gesellschaft‘ praktiziert hat. Dass ich auf dem Foto die Zunge herausstrecke, wurde mir von meinen Eltern jahrelang vorgehalten – vielleicht war es der Schreck vor dem ‚Blitzlicht‘.“

Foto: Nikolausbesuch, 1946 © Wördehoff

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Merken

Merken

Fotoaufruf: Bayern in der Nachkriegszeit

Familie im zerstörten München, 1940er Jahre

Familie im zerstörten München, 1945/46 © Anheas

Am 1. Dezember 1946 stimmen Bayerns Bürgerinnen und Bürger über eine neue, demokratische Verfassung für den Freistaat ab. Über zwei Drittel der Wahlberechtigten nehmen damals am Volksentscheid teil – davon stimmen mehr als 70 Prozent für den Verfassungstext.

Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Verfassung des Freistaats suchen die Süddeutsche Zeitung und Timeline Images Leserfotos vom Leben im Bayern der Nachkiegsjahre.

Ob Trümmerlandschaften oder Wiederaufbau, ob Alltagsnot oder Aufbruchsstimmung, ob Bamberg oder Berchtesgaden, ob Bodensee oder Bayerischer Wald – die SZ und Timeline Images bewahren Ihre historischen Fotos aus den Jahren 1946 bis 1959 vor dem Vergessen.

Teilen Sie gerne auch persönliche Erinnerungen und Anekdoten zu Ihren Bildern.

Die schönsten Motiven und Bildstrecken werden in der Süddeutschen Zeitung in Print und online veröffentlicht.

Zum Aufruf in der Süddeutschen Zeitung

Wenn Sie Ihre Fotos direkt bei Timeline Images hochladen, haben Sie zusätzlich die Chance auf den Verkauf Ihrer Bilder – und Sie werden am Umsatz beteiligt! Timeline Images, die Fotocommunity der Süddeutschen Zeitung, startete 2009 als Marktplatz für historische Fotografien, der private Anbieter und Käufer historischer Fotos zusammenbringt, um außergewöhnliche Motive aus Fotosammlungen oder kleinen Fotoarchiven zu finden, zu erhalten und zu veröffentlichen – natürlich mit Honorar für die Fotografen.

Wichtige Hinweise:

  • Reichen Sie Ihre Bilder per Upload bei Timeline Images, per E-Mail oder per Post ein.
  • Mit dem Hochladen oder Einsenden Ihrer Bilder erklären Sie sich mit den AGB einverstanden.
  • Bevor Sie eines Ihrer historischen Bilder hochladen oder einsenden, stellen Sie sicher, dass Sie damit keine Rechte anderer verletzen.
  • Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2016.
Nachkriegsbayern

Nachkriegsimpressionen aus Ochsenfurt (li.) und München (mi., re.) © Ochsenfurt, elvira, gisela

So reichen Sie Ihre Bilder ein: Per Upload, E-Mail oder Post

Per Upload auf Timeline Images:

  1. Klicken Sie unter www.timelineimages.de auf „Bilder hochladen“ .
  2. Bereits Mitglied? Dann loggen Sie sich ein und starten Sie mit dem Hochladen Ihrer digitalen Bilder (Bitte keine ganze Albumseiten einscannen, die Qualität der einzelnen Bilder ist dadurch schlechter!)
  3. Noch kein Mitglied? Registrieren Sie sich in wenigen Schritten und kostenlos als neues Mitglied.
  4. Klicken Sie auf „Bilder hochladen“ und füllen Sie für das erste Bild alle Datenfelder aus.
  5. Wählen Sie unter „Kategorie zuordnen“ die Kategorie „Nachkriegsbayern“ aus.
  6. Rufen Sie über „Bild wählen“ die Bilddatei auf. Zum Hochladen dann auf „Daten speichern“ klicken.
  7. Sie haben Ihr Bild bereits früher hochgeladen? Dann über „Meine Bilder“ im Preview „Daten bearbeiten“ klicken und die Kategorie „Nachkriegsbayern“ zuordnen.
  8. Erzählen Sie uns auch die Geschichte zu Ihrem Bild. In der Rubrik „Meine Bilder“ haben Sie durch Klicken auf das Foto die Möglichkeit dieses Bild zu kommentieren.

Per E-Mail:

Schicken Sie Ihre Aufnahmen an service@timeline-images.de (Betreff: Nachkriegsbayern). Teilen Sie uns in Ihrer E-Mail alle wichtigen Informationen und gerne auch Ihre persönlichen Erinnerungen zu Ihren Bildern mit.

Per Post:

Wenn Ihre Fotos nicht digital vorliegen, senden Sie uns Papierabzüge, Dias o.Ä. per Post an:

DIZ München GmbH
Timeline Images
Stichwort: Nachkriegsbayern
Hultschiner Str. 8
81677 München

Schreiben Sie uns alle wichtigen Informationen und gerne auch Ihre persönliche Geschichten zu Ihren Bildern auf.
Selbstverständlich schicken wir Ihr Bildmaterial nach der Sichtung und ggf. Digitalisierung an Sie zurück.

Sie haben Fragen oder benötigen Unterstützung? Schreiben Sie uns eine E-Mail unter service@timeline-images.de oder rufen Sie unser Service Telefon an: 089 – 2183 – 304.

Wir freuen uns auf Ihre Bilder!

 

In der Fotocommunity finden Sie bereits viele weitere historische Bilder aus dem Nachkriegsbayern. Reisen Sie mit den Bildern unserer Community-Mitglieder in die bayerische Vergangenheit!

 

Blumenbinderin mit Kranz, 1926

Zugegeben, unsere lustige Geschichte zum Bild im November ist ganz schön versteckt. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass unser Community-Mitglied Schmid die authentischen und lebhaften Kindheitserinnerungen ihrer Mutter an diese Zeit mit uns teilt. Die Fotografie aus dem Jahre 1926 zeigt eine junge Auszubildende, die vor Johanna Schweigers Blumenladen am Münchner Ostfriedhof einen Blumenkranz schmückt. Die Mutter unserer Userin verknüpft mit dem Bild zahlreiche fröhliche Begegnungen mit keinem Geringeren als dem berühmten Komiker Karl Valentin aus der Münchner Au. Die Erinnerungen an seine Besuche im Blumenladen bezeugen, dass der Humorist, der übrigens ein Sammler alter Fotografien aus München war, auch im Alltag den Humor im Herzen trug.

Auszubildende im Blumengeschäft von Johanna Schweiger am Ostfriedhof arrangiert Blumen an einem Kranz. ?Der Karl Valentin kam in dieser Zeit oft in unser Blumengeschäft an der Tegernseer Landstraße und seine erste Frage war dann: ?Wo is mei kleines Fräulein, des mia mein Hund zsammsitzt?? Dann ist die Leine unten an einem Hocker eingeklemmt worden, und ich hab mich draufsetzn müssn, damit der Hund, des war so a bissl a Stiagnglandamischung, nicht den Stuhl durch das ganze Geschäft gezogen hat. An seinem Halsband war ein kleins Tascherl ghängt und in dem ist ein Zettl dringsteckt: Ich heiße Fifi und gehöre dem Komiker Karl Valentin?. Der Valentin war groß und sehr mager, er hat immer ein bissl traurig und auch krank ausgschaut.? Und wenn?s ans Zahlen gegangen ist, dann hat er einen von seine Schuh auszogn und neben der Kasse abglegt??

„Der Karl Valentin kam in dieser Zeit oft in unser Blumengeschäft an der Tegernseer Landstraße und seine erste Frage war dann: ‚Wo is mei kleines Fräulein, des mia mein Hund zsammsitzt?‘ Da Hunde nicht mit auf den Ostfriedhof durften, musste er seinen ja inzwischen irgendwo lassen… Dann ist die Leine unten an einem Hocker eingeklemmt worden und ich hab mich draufsetzn müssn, damit der Hund, des war so a bissl a Stiagnglandamischung (hochdeutsch: Mischlingshund), nicht den Stuhl durch das ganze Geschäft gezogen hat. Weiterlesen…